Die Perlacher Straße (Unsere Straßen und Plätze, Folge 7)

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Perlacher Straße
Bild 1: Perlacher Straße (sie läuft im Bild von links nach rechts), Ecke Herzogstandstraße. Dieses Haus  markiert den Anfang der denkmalgeschützten „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“. Auch die Bilder 3 bis 9 zeigen Häuser dieser Siedlung (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher Straße
Bild 2: Unser Name! (04.06.2019) © Thomas Irlbeck © Thomas Irlbeck

Das heutige Thema ist die wohl maximal „perlachigste „Straße überhaupt in München. Nur die Peralohstraße (Peraloh ist der alte Name für Perlach) kann da noch annähernd mithalten (auch von ihr wird später noch die Rede sein). Straßen führen oft dorthin, das sie bezeichnen, oder zumindest in ihre Richtung. Hier ist Letzteres der Fall. Man steuert also auf der Perlacher Straße zumindest in Richtung Perlach, wenngleich man den Stadtteil nicht erreicht. Die Perlacher Straße startet an der Tegernseeer Landstraße („Tela“) in Giesing (genauer Obergiesing) auf Höhe der Zehentbauernstraße und des Giesinger Grünspitz (eine 2.000 qm große Grünfläche, die früher von einem Autohändler genutzt wurde und heute eine Freifläche ist, auf der sich ein urbaner Garten befindet und auf der auch z.B. Flohmärkte stattfinden). Es geht weiter Richtung Südost über die Raintaler Straße und die Spixstraße/Herzogstandstraße.

Stockwerksiedlung Walchenseeplatz

Die Wohnanlage zwischen der Herzogstandstraße und Untersbergstraße des nördlichen Verlaufs der Perlacher Straße ist als Ensemble denkmalgeschützt. Ihr Name ist die „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“. Bild 1 zeigt das Eckhaus, das die südwestliche Ecke dieses Ensembles bildet.

Der Bayerische Denkmal-Atlas sagt zu der „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“:

Zitat Bayerischer Denkmal-Atlas

Die Planung der Großsiedlung am Walchenseeplatz, die im Rahmen des Münchner Großsiedlungsprogrammes der Jahre 1928 bis 1930 von der „Gemeinnützigen Wohnungsfürsorge AG“ errichtet wurde, geht zurück auf einen Vorentwurf von Johanna Loev. Die Konzeption der Planung wurde dann von Loev gemeinsam mit Carl Jaeger, dem die Oberleitung übertragen wurde, durchgeführt. Im Rahmen des damaligen Arbeitsbeschaffungsprogrammes für Architekten waren bei der Bearbeitung der Einzeltypen unter anderem Fritz Landauer, Hanns Atzenbeck, Max Schoen, Joseph Dürr, Hans Grünzweig und Fritz Männche beteiligt. Ausgeführt wurden allerdings nur zwei Drittel des vorgesehenen Umfanges.

Vorgegeben war der Planung bereits der Walchenseeplatz mit der Bebauung seiner Nordseite. Zur Deisenhofener Straße einerseits und zur Perlacher Straße andererseits ist die Siedlung durch langgestreckte viergeschossige Blöcke abgeschirmt. Der Block an der Deisenhofener Straße zeichnet sich durch überhöhte Eckbauten aus. Die Blöcke an der Perlacher Straße folgen dem leichten Schwung der Straße. Die ebenfalls viergeschossigen Zeilenbauten im Inneren der Siedlung sind den damaligen städtebaulichen Vorstellungen entsprechend von Norden nach Süden gerichtet, wobei sich, zum Teil zusätzlich abgeschirmt durch eingeschossige Zwischenbauten mit Läden und Werkstätten an den Kopfenden der Zeilen, großzügige, verkehrsberuhigte Höfe mit Plätzen zum Spielen und zum Trocknen der Wäsche ergeben. Die vom Hochbauamt der Stadt München erarbeiteten Vorgaben für das Münchner Großsiedlungsprogramm führten zu einer weitgehenden Normierung der Haus- und Wohnungsgrundrisse; angeboten sind vornehmlich Wohnungen zu 50 und 60 Quadratmeter, aber auch, wenn auch in geringerer Zahl, Wohnungen zu 75 und 100 Quadratmeter. Zugleich waren die verwendeten Materialien und das Zubehör standardisiert. Trotz dieser Sparsamkeit wurde eine hohe bauliche Qualität gefordert, was den beachtlichen Wohnwert der Siedlung begründet. Der zu einer Individualisierung der einzelnen Bauten verbleibende Spielraum wurde von den Architekten bestmöglich zur Variierung der Fassadengliederung mit unterschiedlichen Fensterlösungen, Loggien- und Treppenhausachsen ebenso genützt wie durch Bauzier in Form von Gußsteinreliefs und großflächigen Sgraffitomalereien. Bei dem insgesamt schlichten Erscheinungsbild spielt auch die Farbgebung eine entscheidende Rolle. Neuere Eingriffe sind nur die beiden Blöcke Kesselbergstraße 22 und Rißbachstraße 3, die
sich jedoch auch auf vier Geschosse beschränken.

Kunst in der Stockwerksiedlung Walchenseeplatz

An der Abzweigung Perlacher Straße/Rottacher Straße machen wir kurz Station, denn hier gibt es an einem Häusereck (auch dieses Haus ist Bestandteil der denkmalgeschützten „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“) Kunst in Gestalt einer Hauseck-Skulptur zu sehen. Ein Maurer mit Kelle und Ziegelstein übt sein Handwerk aus:

Perlacher Straße
Bild 3: Perlacher Straße, hier biegt die Rottacher Straße nach links ab. Es gibt Skulpturkunst (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher Straße
Bild 4: Vergrößerung des Kunstwerks  Maurer als Hauseck-Skulptur (04.06.2019) © Thomas Irlbeck

Auffällig ist die individuelle Gestaltung der Häuser mit verschiedenen Sgraffitomalereien oberhalb einiger Hauseingänge, wie auch der Bayerische Denkmal-Atlas kurz erwähnt hat. Eine davon ist hier zu sehen, wir sind kurz vor der Valeppstraße (und noch immer in der „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“):

Perlacher Straße
Bild 5: Sgraffitomalerei mit Fischern an der Perlacher Straße/Ecke Valeppstraße  (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher Straße
Bild 6: Vergrößerung (04.06.2019) © Thomas Irlbeck

Gaststätte „Schinken-Peter“ (früher: Gastwirtschaft zum Walchensee“)

Die Perlacher Straße führt weiter über die Valeppstraße. Am Eck ist die Gaststätte Schinken-Peter, an der wir kurz eine Pause einlegen. Es handelt sich um eine Gaststätte mit Biergarten, die früher „Gastwirtschaft zum Walchensee“ hieß und deren alter Name immer noch zu sehen ist (Bild 7). Auch dieses Haus ist der „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“ zuzurechnen. Die Gaststätte sagt über sich selbst:

Seit 31 Jahren ist der Schinken-Peter gepflegte und gelebte Tradition im Münchner Stadtteil Giesing. Er lockt mit kulinarischer Vielfalt aus der bayerischen Küch´ und zeitgemäßen Gerichten.

Perlacher Straße
Bild 7: Gaststätte Schinken-Peter (früher: „Gastwirtschaft zum Walchensee“). Wir sind hier in der Valeppstraße. Die Perlacher Straße ist nicht im Bild, man muss sie sich hinter dem Betrachter von links unten nach rechts oben vorstellen (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher –Straße
Bild 8: Zoom des vorigen Bildes: neuer und alter Name (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher –Straße
Bild 9: Gaststätte Schinken-Peter – jetzt mit dem Fokus auf dem Biergarten (04.06.2019) © Thomas Irlbeck

Der Rest der Straße

Es geht weiter über die Untersbergstraße zur Fockensteinstraße/Sinpertstraße. Der Verlauf der Perlacher Straße hat inzwischen ziemlich genau einer Ost-West-Richtung angenähert. An dieser Stelle findet sich die „Mittelschule an der Perlacher Straße“. Es geht weiter über die Trauchbergstraße. Wenige Meter weiter östlich macht die Straße einen Knick nach Norden bis zur Deisenhofener Straße. Dort endet sie.

Ein Tipp für Radfahrer – maximal perlachig nach Perlach

Wer auf besonders originelle (und dennoch praktische Art) von Giesing nach Perlach/Neuperlach kommen will, der kann dies mit maximal etymologisch perlachigem Anteil machen. Man startet an der Perlacher Straße und fährt sie bis zum Ende. Dort biegt man rechts ab in die Deisenhofener Straße, dann rechts in die Schwanseestraße, der man bis zur Ständlerstraße folgt. Nun ist man am Friedhof am Perlacher Forst und hat noch ein Perlach im Namen. Man biegt nun links in die Ständlerstraße ab und fährt an ihr entlang. Auf Höhe der Görzer Straße geht die Straße in eine Autostraße über und der Radweg knickt in einen Park nach rechts ab. Man folgt ihm, bis man zu einer Fußgängerbrücke kommt, die über die Autobahn A8 führt. Diese überquert man. Die Rampe auf der anderen Seite ist nur was für geübte Fahrer. Offiziell ist die Abfahrt verboten, es heißt schieben. Nun ist man auf der Peralohstraße – und damit bereits in Perlach –, die man geradeaus bis zum Ende befährt. Dabei kommt man auf der rechten Seite auch an dem alten Haus mit dem schönen Türmchen vorbei. Die Peralohstraße endet an der Ottobrunner Straße. Wenn man hier schließlich rechts abbiegt, ist man bereits kurz vor dem Perlacher Pfanzeltplatz.

In der umgekehrten Richtung funktioniert es ebenso. Den Abzweig zur Peralohstraße findet man auf der Ottobrunner Straße auf Höhe des „Edeka Linzmair“. Bei der Durchfahrt durch den erwähnten Park, welcher der Brücke folgt, muss man per Unterführung auf die andere Seite der Ständlerstraße wechseln.

Zu den übrigen Folgen „Unsere Straßen und Plätze“

Historische St. Monika, historische Parkanlage

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Marianne Niedermeier hat zwei tolle Fotos eingeschickt. Vielen Dank! Das erste Foto zeigt den Bau der St. Monika, ein sehr rares Motiv. Das Foto ist auf August 1980 datiert. Die Bäume scheinen kahl zu sein, was etwas gegen das Datum spricht. Da aber am 1. Juni 1980 Grundsteinlegung für St. Monika war und die Bauarbeiten hier noch ziemlich am Anfang sind, sollte das Datum in etwa stimmen. Ob die Arbeiter geahnt haben, dass ihr Werk später einmal den Denkmalstatus verliehen bekommt?

St. Monika im Bau
St. Monika im Bau (ca. August 1980). Lesereinsendung von Marianne Niedermeier

Beide Fotos hatten übrigens massive Alterungserscheinungen in Gestalt eines starken Gelbstichs. Der gelbe Stich, hauptsächlich im Bereich des Marx-Zentrum zu sehen, wurde entfernt. Dadurch wirkt das Bild viel angenehmer.

Das zweite Bild zeigt die Parkanlage nördlich des Karl-Marx-Ring, das auf 1970/1971 geschätzt wird.  Man kann diese Grünanlage durchaus als Verlängerung des Ostparks sehen, auch wenn die Heinrich-Wieland-Straße beide Anlagen trennt. Eine Besonderheit sind die einfachen Hochspannungsmasten in Holzausführung, die damals bis in den Truderinger Wald geführt haben. Auch die vielen Bungalows, die hier einen sanften Übergang nach Trudering bilden, sind gut auf dem Foto erkennbar.

Parkanlage Karl-Marx-Ring westlich
Parkanlage Karl-Marx-Ring westlich. Um 1970/1971 Lesereinsendung von Marianne Niedermeier

Den Katzenbuckel runterrutschen – Spielplatz und Kunst

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Weißenseepark
Bild 1: Rutsche am Katzenbuckel (18.07.2018) © Thomas Irlbeck

Der Weißenseepark in unserem Nachbarstadtteil Obergiesing ist vielleicht jetzt nicht so besonders bekannt, aber doch ganz nett. Bei uns in Neuperlach werden immer mehr Spielplätze entweder ganz aufgegeben oder die maroden Spielgeräte durch neue, meist erheblich kleinere, einfachere ersetzt. Hier am Katzenbuckel (einer Art Erweiterung des Weißenseeparks) aber gibt es eine schöne Rohrrutsche und sogar einen 20 Meter langen und 4,50 hohen Lindwurm, der von Hans Reif und Michael Ertlmeier in rund 1.100 Arbeitsstunden entstanden ist. Kunst auf dem Kinderspielplatz muss sein!

Wer sich das selbst einmal anschauen will: Die Parkanlage Katzenbuckel wird begrenzt von der Weißenseestraße (nördlich), Untersbergstraße (westlich) und Tegernseer Landstraße (südlich). Der U-Bahnhof St.-Quirin-Platz (U1) ist ganz in der Nähe.

Weißenseepark
Bild 2: Lindwurm am Katzenbuckel (18.07.2018) © Thomas Irlbeck
Weißenseepark
Bild 3: Lindwurm am Katzenbuckel (18.07.2018) © Thomas Irlbeck
Weißenseepark
Bild 4: So lang ist der Lindwurm am Katzenbuckel (18.07.2018) © Thomas Irlbeck

Was unser Neuperlach ausmacht

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Gartenanlage Quidde-Zentrum
Bild 1 (03.02.2018) © Thomas Irlbeck

Selbst im Winter zeigt sich, was unser Neuperlach ausmacht. Überall hinter den Wohnanlagen gibt es Wege, die durch Gartenanlagen und sogar kleine Wäldchen führen. Der Besucher, der nur die Hauptstraßen und das pep wahrnimmt, kriegt das alles gar nicht zu Gesicht und schimpft auf den angeblichen grauen Betonstadtteil. Zwei Fotos von heute in der Nähe des Quidde-Zentrum. Wir sind also hier nicht im Ostpark. Sprachlich plump könnte man sagen: In Neuperlach ist überall „Park“.

Gartenanlage Quidde-Zentrum
Bild 2 (03.02.2018) © Thomas Irlbeck

Die Bilder deuten an, auf was es den Planern in puncto Fortbewegung ankam: Die Menschen sollen sich zu Fuß und auf dem Rad fernab der Hauptstraßen bewegen, auf dem sogenannten Fußwegsystem mit einer an eine kleine Landstraße grenzenden Breite und auch auf Nebenwegen, wie man sie hier sieht. Neuperlach ist als auto- und fußgänger-, radfahrer-, kinder- sowie menschengerechte Stadt in der Stadt entworfen worden. Lassen wir mal den automobilen Aspekt außer Acht, waren die Gründer ihrer Zeit weit voraus. Ihr Gedanke wird aber kaum mehr verfolgt, man baut heutzutage wieder erheblich enger aufeinander und verdichtet auch unser Neuperlach immer mehr.

„Modern“ hat zwei Bedeutungen – eine Gartenanlage in Neuperlach kommt in die Jahre

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Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 1: Gartenanlage in Neuperlach Nord mit den typischen vielen Treppen zur Tiefgarage. Am Boden macht sich Moos breit (11.01.2018) © Thomas Irlbeck

Das Besondere in Neuperlach sind die vielen, großzügigen Gartenanlagen der einzelnen Wohnanlagen, fernab der Hauptwege hinter den Wohnblöcken. Sagen wir mal ganz freundlich Parkanlagen zu ihnen. Sie bieten viel Grün und Spielmöglichkeiten, aber auch die Zugänge zu den Tiefgaragen sind hier integriert.

Nach fast 50 Jahren ist aber ihr Zustand nicht mehr gut. Es hat sich Moos breitgemacht, das Holz ist teilweise verrottet, viele Spielgeräte wurden abgebaut, ohne dass sie durch neue ersetzt worden wären. Manche Wege sind auch durch den Bewuchs nicht mehr passierbar. Wie das alles aussieht, zeige ich an einem Beispiel einer Wohnanlage in Neuperlach Nord.

Ich mag die Gartenanlagen aber trotzdem. Vielleicht vom Winter einmal abgesehen, sorgt hier Mutter Natur ganz automatisch für eine gewisse Idylle. Dass alles nicht mehr so künstlich, nicht mehr wie Reißbrett-Design wirkt, hat ja auch einen gewissen Charme.

Betonung der Wörter beachten! Von modern (1) zu modern (2)

Was mal modern war, modert nun. Jetzt sollen die zwei Bedeutungen von „modern“ klar werden, bei der ersten Bedeutung wird die zweite Silbe betont und es ist „fortschrittlich“ damit gemeint, bei der zweiten Bedeutung liegt die Betonung auf der ersten Silbe. Jetzt geht es um „faulen“ und „in Moder übergehen“.

Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 2: Verwitterter Aufgang zu einem Aussichtspunkt (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 3: Der Aussichtspunkt ist in Sichtweite (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 4: Am Aussichtspunkt (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 5: Die Holzzylinder der Einfassung am Aussichtspunkt sind teilweise hohl, um es noch … (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 6: … freundlich auszudrücken (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 7: Eine der beiden Treppen zum Aussichtspunkt ist nicht mehr wirklich nutzbar, nicht nur, weil nun ein Baum im wahrsten Wortsinne im Weg steht (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 8: Anderes Ende der nicht mehr nutzbaren Treppe (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 9  (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 10: Ein Teil des wellig gewordenen Asphalts wurde entfernt. Die Arbeiten ruhen schon lange (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 11: Einsam steht hier eine Schaukel (11.01.2018) © Thomas Irlbeck

Hoffentlich bleiben die Gartenanlagen erhalten. Immerhin sind viele dieser Anlagen auf einer Tiefgarage errichtet, die sogar ein Befahren mit schwerem Gerät nicht verträgt. Daher kann man nicht einfach nachverdichten, sprich zusätzliche Häuser daraufsetzen. Allerdings ist es natürlich möglich, dass eine Tiefgarage abgerissen und durch eine stabilere ersetzt wird, auf die man dann Häuser stellen kann. Dies wurde bei einer Wohnanlage in der Nawiaskystraße in Neuperlach West gemacht.

Wohnungen werden sicher gebraucht, aber Neuperlach verliert seine Großzügigkeit, wenn man alles nur technisch Machbare in puncto Nachverdichtung realisiert.

Wohnen in Berg am Laim: Fast wie auf Malle (Update 19.05.2019)

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In unserem Nachbarstadtteil Berg am Laim, südlich der S-Bahn-Unterführung (Haltestelle Berg am Laim), entstehen an der Hermann-Weinhauser-Straße Wohnhäuser, die an eine Hotelanlage auf Mallorca erinnern. Das Quartier heißt Baumkirchen Mitte. Mal etwas ganz anderes für München und weg von der derzeitigen Einheitsarchitektur mit weißen Quadern, die als einzige Attraktion eine leicht schwankende Breite ihrer Schießschartenfenster haben. Das hier hat zumindest Stil, es geht also!

Hermann-Weinhauser-Straße
Bild 1 (01.04.2017). Foto: J. W
Hermann-Weinhauser-Straße
Bild 2 (01.04.2017). Foto: J. W
Hermann-Weinhauser-Straße
Bild 3 (01.04.2017). Foto: J. W

Update 19.05.2019

Unweit der Wohnanlage befindet sich eine alte Gleisanlage, in die nun ein Erholungspark integriert wurde. Es wurde ein Steg mit Ruheflächen, Bänken etc. verlegt. Ein sehr romantischer Ort, wie ich finde – eine inspirierende Mischung aus Marodem, Natur, Modernem – im Schatten einer fast schon futuristischen Wohnanlage. Auf einigen der Fotos wirkt die Wohnanlage wie ein Kreuzfahrtschiff (etwa Bild 4)! Ein Leser hat eine Reihe von Fotos mitgebracht, vielen Dank!

Mallorca-Wohnanlage
Bild 4 (19.05.2019). Foto: Lesereinsendung
Mallorca-Wohnanlage
Bild 5 (19.05.2019). Foto: Lesereinsendung
Mallorca-Wohnanlage
Bild 6 (19.05.2019). Foto: Lesereinsendung
Mallorca-Wohnanlage
Bild 7 (19.05.2019). Foto: Lesereinsendung
Mallorca-Wohnanlage
Bild 8 (19.05.2019). Foto: Lesereinsendung
Mallorca-Wohnanlage
Bild 9 (19.05.2019). Foto: Lesereinsendung
Mallorca-Wohnanlage
Bild 10 (19.05.2019). Foto: Lesereinsendung
Mallorca-Wohnanlage
Bild 11 (19.05.2019). Foto: Lesereinsendung
Mallorca-Wohnanlage
Bild 12 (19.05.2019). Foto: Lesereinsendung
Mallorca-Wohnanlage
Bild 13 (19.05.2019). Foto: Lesereinsendung
Mallorca-Wohnanlage
Bild 14 (19.05.2019). Foto: Lesereinsendung
Mallorca-Wohnanlage
Bild 15 (19.05.2019). Foto: Lesereinsendung
Mallorca-Wohnanlage
Bild 16 (19.05.2019). Foto: Lesereinsendung
Mallorca-Wohnanlage
Bild 17 (19.05.2019). Foto: Lesereinsendung

 

Der Mini-Ostpark

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Perlach-Park
Bild 1: Der See im Perlach-Park mit dem Kunstwerk „Objekt im See“ (23.03.2017) © Thomas Irlbeck

Die Neuperlacher haben ihren Ostpark. Wo erholen sich aber die Menschen aus Neuperlach Süd? Auch wenn Neuperlach Süd selbstverständlich auch zu Neuperlach gehört, haben die Südstaatler ihren eigenen Park. In Neuperlach Süd ist alles kleiner, so auch der Park. Der Park hat den überaus kreativen Namen „Perlach-Park“ und findet sich zwischen dem südwestlichen Teil des Gustav-Heinemann-Ring und dem Dietzfelbingerplatz. Es gibt dort auch Hügel und einen See, der sogar ein überaus bemerkenswertes Kunstobjekt erhalten hat. Albert Hien schuf dort das „Objekt im See“, das eine Art Brunnen darstellt, was man aber nur im Betriebszustand erkennt (Bild 7). Insgesamt wird im Park aber leider relativ wenig geboten, aber gesehen sollte man diese grüne Lunge schon einmal.

Perlach-Park
Bild 2 (23.03.2017) © Thomas Irlbeck
Perlach-Park
Bild 3 (23.03.2017) © Thomas Irlbeck
Perlach-Park
Bild 4 (23.03.2017) © Thomas Irlbeck
Perlach-Park
Bild 5: Das Kunstwerk „Objekt im See“ ist … (23.03.2017) © Thomas Irlbeck
Perlach-Park
Bild 6: … ein Brunnen (23.03.2017) © Thomas Irlbeck
Perlach-Park, Brunnen in Betrieb
Bild 7: Brunnen in Betrieb (Archivbild). Foto: Rufus46 / Lizenz: CC BY-SA 3.0
Perlach-Park
Bild 8: Wohnhaus am Perlach-Park (23.03.2017) © Thomas Irlbeck
Perlach-Park
Bild 9: Und noch ein Wohnhaus im ähnlichen Stil  (23.03.2017) © Thomas Irlbeck

Erwähnenswert sind noch zwei Wohnhäuser am Rande des Parks (Bild 8 und 9). Die Architektur kommt mir hier mit den auskragenden Dächern mit sehr sanfter Dachschräge etwas asiatisch angehaucht vor. Ich würde keinesfalls sagen, dass die Häuser eine Schönheit wären. Aber sie sind immerhin ein hübscher Kontrast zur quaderförmigen Einheitsarchitektur mit Schießschartenfenstern und weißem Anstrich.

Flach war gestern – „Im Gefilde“ entsteht eine Grünanlage

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Jeder Neuperlacher und auch jeder Münchner, der öfters auf der Puzbrunner Straße Richtung Putzbrunn und Glonn unterwegs war und ist, kennt die Wiesen und Felder, die sich an der Grenze zwischen Neuperlach und Waldperlach stadtauswärts gesehen rechts befinden. Die Querstraße und auch die Bushaltestelle heißen dort „Im Gefilde“. Auf der anderen, linken Seite sind das Klinikum Neuperlach, das Kieswerk Mächler und der Truderinger Wald.

Nun aber ändert sich die Gegend drastisch. Aus den Feldern und Wiesen entsteht im 2. Bauabschnitt bis Juli dieses Jahres eine Grünanlage mit multifunktionaler Skateanlage. Dazu werden mehrere Hügel aufgeschüttet. Zum Jahresende soll noch ein provisorischer Rodelhügel dazukommen.

Im 1. Bauabschnitt wurden bereits ein Park, eine Kleingartenanlage und Spielplätze geschaffen.

Im Gefilde
Die Baustelle. Links vom Standpunkt gesehen läuft die Putzbrunner Straße (im Bild nicht zu sehen), im Hintergrund ist die Freiwillige Feuerwehr Waldperlach (02.05.2011) © Thomas Irlbeck
Im Gefilde
Flach war gestern. Die Hügel werden aufgeschüttet. Wer genau hinschaut, sieht den Mercedes-Stern von der Niederlassung in Neuperlach Süd (02.05.2011) © Thomas Irlbeck
Im Gefilde
Die Baustelle von der anderen Seite gesehen. Im Hintergrund sind die Freiwillige Feuerwehr Waldperlach und der Truderinger Wald (02.05.2011) © Thomas Irlbeck
Im Gefilde
Die Baustelle aus größerem Anstand betrachtet. Sie ist im Hintergrund in der Mitte (02.05.2011) © Thomas Irlbeck