Qwählereien im Großformat (Update 18.08.2017)

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Wahlplakate sind selten ein Ort der Kreativität. Bei der CSU hat man sich offenbar gedacht, warum soll man die Wähler mit verschiedenen Sprüchen verwirren. Also plakatiert man gleich das Einfallslose mehrfach: „Klar für unser Land“. Nicht mal für einen Stabreim hat es gereicht. Gesehen an der Heinrich-Wieland-Straße auf der ehemaligen Trambahntrasse.

Wahlplakate CSU
Bild 1: Der maximale Grad der Einfallslosigkeit (12.08.2017) © Thomas Irlbeck
Wahlplakate CSU
Bild 2: Auch aus einiger Distanz wird es nicht besser (12.08.2017) © Thomas Irlbeck

Bei der SPD hat es zumindest noch für Trivialsprüche gereicht. Etwa für „Damit die Rente nicht klein ist, wenn die Kinder groß sind.“ Die Idee zu diesem Spruch stammt vermutlich aus den 1950er-Jahren. Überzeugend ist aber auch das nicht, zumal Martin Schulz zumindest bildlich einer Trambahnreaktivierung im Wege steht. Gesehen an der Fritz-Erler-Straße auf der ehemaligen Trambahntrasse. Die Zwillingstürme thronen über den Wahlplakaten. Da sieht man lieber hin.

Wahlplakate SPD
Bild 3: Die SPD ist nicht viel besser (12.08.2017) © Thomas Irlbeck
Wahlplakate SPD
Bild 4: Zumindest die Kulisse ist symbolträchtiger. Die Schienen enden, dann kommt als „Du kommst hier nicht durch“-Markierung der Schulzzug (12.08.2017) © Thomas Irlbeck

Die Kleinen (Update 15.08.2017)

Oft, aber nicht immer, haben die Kleinen die witzigeren Plakate. Hier haben sich die Verantwortlichen wohl gedacht, „Karl-Marx-Zentrum“, nichts passe da besser als Werbung für die Deutsche Kommunistische Partei, und haben entsprechende Plakate vor alle Zugänge eben dieses Laden- und Wohnzentrums gesetzt. Nein,das war natürlich ein Witz, auch an unserem Neuperlacher Spital habe ich Plakate der DKP gesehen. Erwähnenswert im Hintergrund: eine fehlende Asbestplatte. Wann wird das mal repariert?

Wahlplakate DKP
Wahlplakat der DKP am Peschelanger (15.08.2017) © Thomas Irlbeck

Die Kleinen vor dem pep – „Ich wähle dieses Mal …“ (17.08.2017)

Im Marx-Zentrum ist Auswahl an Waren lau, entsprechend ist auch das Angebot an Parteiwerbung bescheiden. Am pep ist natürlich mehr Auswahl.

Als Mathematiker wähle ich dieses Mal die Piraten, da diese immer π raten:

Wahlplakat Piraten
Wahlplakat der Piraten vor dem pep (17.08.2017) © Thomas Irlbeck

Ich wähle dieses Mal die ÖDP, da ich Tiere zum Fressen gerne habe:

Wahlplakate diverse
Wahlplakate vor dem pep (17.08.2017) © Thomas Irlbeck

Ich wähle dieses Mal die Grünen, weil Cem Özdemir hier ist. Und hier. Und hier:

Wahlplakat Grüne
Wahlplakat von Bündnis 90/Die Grünen vor dem pep (17.08.2017) © Thomas Irlbeck

Ich wähle dieses Mal die Freien Wähler, weil ich auch schon mal zu Boden gegangen bin:

Wahlplakat Freie Wähler
Wahlplakat der Freien Wähler vor dem pep (17.08.2017) © Thomas Irlbeck

Ich wähle dieses Mal die Marxisten, weil ich am Karl-Marx-Zentrum wohne und Gesundheit als Ware krank ist!

Wahlplakat DKP
Wahlplakat der DKP vor dem pep (17.08.2017) © Thomas Irlbeck

Ich wähle dieses Mal BüSo, da ich für Tempo 30 auf der neuen Seidenstraße bin und da Psycho (oder war es BüSo?) ein so bekn… Name ist, dass er schon wieder gut ist!

Wahlplakat BüSo
Wahlplakat der BüSo vor dem pep (17.08.2017) © Thomas Irlbeck

Die Kleinen vor dem pep – „Ich wähle dieses Mal …“ (Teil 2, 18.08.2017)

Ich wähle dieses Mal die „Linke“, weil in Deutschland immer noch „rechts vor links“ gilt!

Wahlplakat Die Linke
Wahlplakat der „Linken“ vor dem pep (18.08.2017) © Thomas Irlbeck

Ich wähle dieses Mal „Frieden“, weil Waffenexporte „die Linke“ stoppen.

Wahlplakat Die Linke
Wahlplakat der „Linken“ vor dem pep (18.08.2017) © Thomas Irlbeck

Hanns-Seidel-Platz: Grundsteinlegung am 50. Geburtstag (Update 08.06.2017)

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Gestern, am 12.05.2017, exakt an unserem 50. Geburtstag, war Grundsteinlegung am Kultur Quadrat. Wir mir im Verkaufs-Pavillon heute mitgeteilt wurde, sollen die Bauarbeiten sehr schnell starten. Der Bereich außerhalb der Parkfläche (Südostteil des Hanns-Seidel-Platzes) wird also bereits dieses Jahr bebaut, der Rest dann nach Fertigstellung der pep-Erweiterung 2018.

Update 01.06.2017: Beschädigter Grundstein – siehe weiter unten.

Grundsteinlegung Hanns-Seidel-Platz
Bild 1 (12.05.2017) © Thomas Irlbeck
Grundsteinlegung Hanns-Seidel-Platz
Bild 2 (12.05.2017) © Thomas Irlbeck
Grundsteinlegung Hanns-Seidel-Platz
Bild 3 (12.05.2017) © Thomas Irlbeck
Grundsteinlegung Hanns-Seidel-Platz
Bild 4 (12.05.2017): Gelände von der Von-Knoeringen-Straße aus gesehen. Foto: Lesereinsendung

Update 01.06.2017

Kultur Quadrat Erdarbeiten
Bild 5 (01.06.2017) © Thomas Irlbeck

Im südöstlichen Teil des Hanns-Seidel-Platzes laufen die Bauarbeiten für die Wohnhäuser. Zwar sind noch keine Kräne aufgestellt, aber die Erdarbeiten sind im Gange. Der Grundstein sieht arg ramponiert aus, vermutlich wurde er beim Abtragen des Asphalts beschädigt (Bilder weiter unten). Die Fläche, auf der er steht, war ja asphaltiert. Hoffentlich kein schlechtes Omen, aber wir sind ja nicht abergläubisch!

Kultur Quadrat Erdarbeiten
Bild 6 (01.06.2017) © Thomas Irlbeck
Kultur Quadrat Erdarbeiten
Bild 7: Ramponierter Grundstein  (01.06.2017) © Thomas Irlbeck
Kultur Quadrat Erdarbeiten
Bild 8 (01.06.2017) © Thomas Irlbeck

Spundwände und Kelleraushub (Update 08.06.2017)

Wer immer noch an der Bebauung des Hanns-Seidel-Platz gezweifelt hat, jetzt kann man es wirklich glauben. Nachdem die Spundwände gesetzt wurden, läuft nun bereits der Kelleraushub, jetzt gibt es kein Zurück mehr!

Hanns-Seidel-Platz: Kelleraushub
Bild 9 (08.06.2017) © Thomas Irlbeck
Hanns-Seidel-Platz: Kelleraushub
Bild 10 (08.06.2017) © Thomas Irlbeck
Hanns-Seidel-Platz: Kelleraushub
Bild 11 (08.06.2017) © Thomas Irlbeck
Hanns-Seidel-Platz: Kelleraushub
Bild 12 (08.06.2017) © Thomas Irlbeck

Wenige Stunden vor unserem 50. Geburtstag: Bauvorbereitende Arbeiten am Hanns-Seidel-Platz starten

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Baubeginn Kultur Quadrat
Bild 1 (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Wer hätte das noch für möglich gehalten? Noch vor dem 50. Geburtstag am 11. Mai sind die ersten bauvorbereitenden Arbeiten am Hanns-Seidel-Platz gestartet, vermutlich Grundwasserbohrungen.

Dies ist wohl weniger Zufall, mehr scheint es uns bewusst zugefallen zu sein. So als wollte man sagen, wir können doch, was wir 50 Jahre nicht geschafft haben, nämlich die Bebauung von Neuperlachs Mitte, jetzt „Kultur Quadrat“ genannt (damit man Neuperlach nicht mit China, dem Reich der Mitte, verwechselt).

Gebaut werden zunächst die Wohnhäuser auf dem südöstlichen Teil des Hanns-Seidel-Platzes, der nicht als Parkfläche genutzt wird, genauer an der Von-Knoeringen-Straße.

Baubeginn Kultur Quadrat
Bild 2 (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Graffiti: Am Kulturhaus Neuperlach entsteht Kultur, was sonst? (Update 27.06.2017)

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Graffiti am Kulturhaus
Bild 1: Graffiti am Kulturhaus (10.05.2017) © Thomas Irlbeck. Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von CAZ132

Unter Kultur versteht man alles, das vom Menschen geschaffen wird, im Unterschied zu dem, das die Natur hervorbringt. So entsteht passend zur Funktion des Kulturhauses auf dem Hanns-Seidel-Platz eben Kultur, genauer die vielleicht kreativste Unterform davon. Sie ahnen es, Kunst.

Graffiti am Kulturhaus
Bild 2 (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Jan Deichmann alias CAZ132, Gründungsmitglied der berühmten Künstlervereinigung NPL83, konnte wetterbedingt erst heute wieder die Arbeit an seinem mächtigen Graffiti fortsetzen. Der Einfall, Militärtarnfarben als Hintergrund zu wählen, ist sicherlich genial und steht dafür, dass das Haus nach dem Abriss voraussichtlich im Dezember ja so gesehen unsichtbar sein wird. Auf dem Hintergrund entstehen nun die eigentlichen Motive.

Graffiti am Kulturhaus
Bild 3 (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Nichts ist für die Ewigkeit, nur die Ewigkeit ist das Nichts. Von einem Konzert bleibt nur eine Erinnerung, vielleicht auch ein illegaler Mitschnitt auf dem Smartphone. Von einem temporären Kunstwerk wie einem Graffiti zeugen Bilder. Aber Bilder aus Bits und Bytes sind nicht das Kunstwerk. Der Entstehungsprozess mit Pinsel und Spraydose ist Kunst, Aktionskunst. Bei jeder Betrachtung des Bildes entsteht das Kunstwerk neu. Womit wir bei der philosophischen Frage sind, ob das Kunstwerk auch dann noch da ist, wenn gerade keiner hinsieht. Ich sage mal vorsichtig Nein. Und das hat min den Militärtarnfarben und der Abrissbirne nichts zu tun.

Graffiti am Kulturhaus
Bild 4: Der Toilettenaufsteller hasst offenbar Kunst und nimmt uns die Sicht (10.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 5: Die Neuperlacher Zwillingstürme thronen über dem Kulturhaus (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

12.05.2917

Das H2O-lastige Wetter hat den Fortschritt leider verlangsamt.

Graffiti am Kulturhaus
Bild 6 (12.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 7 (12.05.2017) © Thomas Irlbeck

16.05.2017

Endlich ist das Wetter gnädig. Proportional zum trockeneren Wetter nimmt das Graffiti nun Formen an. Ich finde, dass es großartig wird! Das Gefährt im linken Teil ist ein Abrissbagger. Er zeigt uns, was mit dem Kulturhaus und auch mit dem Graffiti passieren wird. Die Kunst nimmt die Zukunft vorweg. Auch wenn das nicht nur negativ klingt, sondern auch negativ ist, uns bleiben die Fotos, die Erinnerungen. Und es wird ja auch etwas Neues entstehen.

Graffiti am Kulturhaus
Bild 8 (16.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 9 (16.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 10 (16.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 11 (16.05.2017) © Thomas Irlbeck

18.05.2017

Graffiti am Kulturhaus
Bild 12: Nach Abbau des Verkaufspavillons sieht man mehr, wenngleich immer noch Teile verdeckt  sind (18.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 13 (18.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 14: Detail des hinzugekommenen Logos (18.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 15 (18.05.2017) © Thomas Irlbeck

Update 19.05.2017

Das Graffiti ist rechtzeitig fertig geworden. Das Foto zeigt den Stand wenige Minuten vor der offiziellen Einweihung. Nur die Signatur fehlt noch.

Graffiti am Kulturhaus
Bild 16: Fertiges Kunstwerk kurz vor der Einweihung. Nur die Signatur fehlt noch. Das Graffiti enthält eine ganze Reihe von Aussagen, die hier nicht vorweggenommen werden sollen. Der Betrachter möge sich diese selbst erarbeiten (19.05.2017) © Thomas Irlbeck

Jan Deichmann weist bei der Einweihung zynisch darauf hin, dass der im Kunstwerk dargestellte Bagger den Neuperlachern ein tolles Geburtsastgeschenk zum 50. überbringe, nämlich eine schwere, schwere Eisenkugel, die dazu diene, das Kulturhaus abzureißen. Das bedeute wieder langes Warten auf das schon längst, seit Jahrzehnten versprochene Kulturhaus aus festen Mauern. Sieben, acht Jahre, so lange werde es wohl dauern, bis das neue Kulturhaus steht. Vielleicht auch länger. Deichmann hält es für eine Schande, dass die Stadt München darauf verweise, sie warte auf die Beteiligung von Sponsoren. Die Stadt habe doch selbst so viel Geld, meint Deichmann.

Immerhin kann das Kunstwerk voraussichtlich (Betonung auf voraussichtlich) doch erhalten bleiben, indem man zwar das Kulturhaus abreißt, aber die Wand mit dem Graffiti stehen lässt. Hoffentlich klappt wenigstens das.

Update (27.06.2017): Rückkehr des Verkaufscontainers an den alten Standort

Am 21.06.2017 ist der Verkaufscontainer wieder zum Kulturhaus zurückgekehrt. Zum Glück ist der wesentliche Teil des Kunstwerks weiter gut sichtbar, nur das Kulturhaus-Logo ist nun teilweise – zumindest aus dieser Perspektive – verdeckt.

Graffiti, Rückumzug Verkaufscontainer
Bild 17 (27.06.2017) © Thomas Irlbeck

Kultur Quadrat: Neuperlach wird zum Reich mit Mitte

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Kultur Quadrat
Bild 1: Verkaufspavillon, rechts im Hintergrund das alte Kulturhaus-Provisorium (24.04.2017) © Thomas Irlbeck

So langsam geht es nach fast 50 Jahren Warten endlich los mit der Bebauung von Neuperlachs Mitte am Hanns-Seidel-Platz. Am 21. April wurde vor dem Kulturhaus ein Verkaufspavillon aufgestellt. Das Ganze läuft unter der Bezeichnung „Kultur Quadrat“. Für die offizielle Website www.kulturquadrat.com hat Neuperlach.org Bilder aus seinem Foto-Pool zur Verfügung gestellt.

In dem Quadrat, das im Westen von der Thomas-Dehler-Straße, im Süden von der Von-Knoeringen-Straße, im Osten von der Fritz-Erler-Straße und im Norden vom Wacker-Gebäude gebildet wird, werden Wohnungen entstehen, aber auch Läden, Gastronomie, soziale Einrichtungen und das lang ersehnte Kulturzentrum. Blickfang soll ein spektakuläres Hochhaus werden. Begonnen werden soll mit einer Wohnanlage an der Von-Knoeringen-Straße am Süden des Hanns-Seidel-Platzes. Der Bereich ist bereits mit Bauzäunen gesichert und befindet sich außerhalb der Fläche des pep-Parkplatzes. Für den Dezember ist der Abriss des Kulturhauses geplant. Im Frühjahr 2018 sollen die Erweiterung des Pep und des neuen Parkhauses Nord fertig sein. Der Pep-Parkplatz auf dem Hanns-Seidel-Platz ist dann entbehrlich und es kann richtig losgehen mit dem Bau von Neuperlachs Mitte.

Bereits jetzt können Wohnungen reserviert werden. Eine 2-Zimmer-Wohnung mit 64 m2 ist für 475.900 Euro zu haben, eine 3-Zimmer-Wohnung mit 89 m2 ist für 678.900 Euro im Angebot. Dies sind nur zwei Beispiele, im Verkaufspavillon erfährt man mehr.

Weitere Infos zum Projekt auch unter immostar.de.

Kultur Quadrat
Bild 2: Verkaufspavillon mit Wacker im Hintergrund  (24.04.2017) © Thomas Irlbeck
Kultur Quadrat
Bild 3 : Blick Richtung pep (24.04.2017) © Thomas Irlbeck

Kulturhaus Neuperlach: BA 16 könnte ins Bürohaus an der Albert-Schweitzer-Straße 62 umziehen

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Kulturhaus Neuperlach
Kulturhaus Neuperlach am Hanns-Seidel-Platz (09.04.2017) © Thomas Irlbeck
Kulturhaus Neuperlach
Kulturhaus Neuperlach mit der Space Churn von der Thomas-Dehler-Straße aus gesehen (09.04.2017) © Thomas Irlbeck

Das Kulturhaus wird abgerissen, sobald am Hanns-Seidel-Platz die Bauarbeiten für Neuperlachs Mitte beginnen. Das meldet die Süddeutsche Zeitung. Auch der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach tagt dort. Er soll eine neue Bleibe in der Albert-Schweitzer-Straße 62 finden. Das ist das bunte Bürogebäude, dort der Teil ganz vorne (wo die Sonnenuhr war, LAO-Nähe). Für das Kulturhaus wird generell Ersatz gefordert.

Unser pep wird schöner und größer – das größte Einkaufszentrum Münchens (Update 29.06.2017)

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pep Erweiterungsbau 2017
Bild 1: pep – Neubau des Parkhauses Nord mit Erweiterungsbau (26.03.2017) © Thomas Irlbeck

Unser pep (Perlacher Einkaufs-Paradies) wird größer und schöner. Wenn aber das Grundstück schon ausgereizt ist, wird es schwer, mehr Läden und Ladenfläche unterzubringen. Doch man hatte hier eine gute Idee: Das Parkhaus Nord war marode. Anstatt es zu sanieren oder es eins zu eins neu zu errichten, konstruiert man den Nachfolgebau nun mit zusätzlichen Etagen. So hat man ein würdiges Nachfolgeparkhaus und gleichzeitig Platz für weitere Ladenflächen. Der Textil-Discounter Primark soll hier einziehen, weitere Läden und auch Gastronomie.

pep Erweiterungsbau 2017
Bild 2: Langsam nimmt der Erweiterungsbau Formen an (26.03.2017) © Thomas Irlbeck

Die Bauarbeiten sind bereits im vollen Gange. Das alte Parkhaus wurde ab März 2016 abgerissen (Neuperlach.org berichtete), jetzt zieht man gerade den neuen Bau nach oben. Die Bilder zeigen den Stand der Bauarbeiten.

Es soll aber nicht nur neu gebaut werden, sondern auch das bestehende Gebäude modernisiert und aufgehübscht werden. Konkret sollen Decken, Beleuchtung und Möblierung erneuert werden.

Inwieweit das pep das größte Münchner Einkaufszentrum ist, gibt es unterschiedliche Angaben. In der Wikipedia heißt es, mit rund 120 Läden und 60.000 m2 Nutzfläche sei das pep bereits heute das größte Einkaufszentrum Münchens. Die offizielle pep-Website gibt sich aber bescheidener und sieht das pep nur als das größte Einkaufszentrum im Münchner Osten.

Wie auch immer, nach der Erweiterung wird das pep mit 7.900 m2 zusätzlicher Verkaufsfläche auf jeden Fall das größte Münchner Einkaufszentrum sein. Eröffnung soll im Frühjahr 2018 sein. 135 Läden werden dann zum Shoppen einladen.

Es geht noch viel größer

Freilich gibt es noch viel größere Einkaufszentren. Das weltweit größte ist die Dubai Mall mit 1.200 Läden und 350.000 m2. Die imposanten 95 Aufzüge und 150 Rolltreppen lassen ahnen, dass man hier nicht klein denkt. Aus Umweltgesichtspunkten wenig überzeugend ist jedoch die zum Einkaufszentrum gehörige Eislaufbahn, die auch bei 40 Grad Außentemperatur in Betrieb ist.

pep Erweiterungsbau 2017
Bild 3: Verbindung zum Bestandsbau (26.03.2017) © Thomas Irlbeck
pep Erweiterungsbau 2017
Bild 4 (26.03.2017) © Thomas Irlbeck
pep Erweiterungsbau 2017
Bild 5 (26.03.2017) © Thomas Irlbeck
pep Erweiterungsbau 2017
Bild 6 (26.03.2017) © Thomas Irlbeck

Stand Bauarbeiten (22.05.2017)

pep-Erweiterung
Bild 7 (22.05.2017) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 8 (22.05.2017) © Thomas Irlbeck
pep-Erweiterung
Bild 9 (22.05.2017) © Thomas Irlbeck

Stand Bauarbeiten (08.06.2017)

pep-Erweiterung
Bild 10 (08.06.2017) © Thomas Irlbeck

Stand Bauarbeiten (29.06.2017)

pep-Erweiterung
Bild 10 (29.06.2017) © Thomas Irlbeck

In Neuperlachs Mitte geht die Post ab! (Update 12.04.2016)

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Post Abriss Hanns-Seidel-Platz
„Hol mal die Post“, sagte das Abrissunternehmen! Sie nahmen es wörtlich, die Abrissarbeiten laufen (06.02.2016) © Thomas Irlbeck

Endlich kommt Bewegung in die Mitte Neuperlachs. Erstmals verändert sich das Gesicht des Hanns-Seidel-Platzes, der schon in den 1970er-Jahren zum Zentrum Neuperlachs werden sollte, aber bis heute nur als riesiger Parkplatz fungiert. Lediglich das Kulturhaus wurde 2001 realisiert – als Provisorium. Ebenso die Postfiliale (1981 eröffnet) – aber auch nicht als Bau für die Ewigkeit, wie das Foto zeigt.

Was passiert nun konkret?

Erweiterung des pep und Neubau pep-Parkhauses Nord

pep Behelfsparkplätze
Die Behelfsparkplätze werden bereits angelegt. Gesehen von der Fritz-Erler-Straße  (06.02.2016) © Thomas Irlbeck

Das pep-Parkhaus Nord wird abgerissen und bis 2018 durch einen größeren Neubau ersetzt, in dem dann auch zusätzliche Ladenfläche entsteht. Bereits im März soll es losgehen. Zwischenzeitlich werden Behelfsparkplätze auf dem Hanns-Seidel-Platz errichtet, die Arbeiten dazu haben bereits begonnen. Eine dicke Post hierbei: Die Parkplätze auf dem Hanns-Seidel-Platz werden erstmals kostenpflichtig. Nur wer das Kulturhaus besucht, darf noch kostenlos parken.

Wohnungsbau im Südteil

Auf dem Südteil des Parkplatzes an der Von-Knoeringen-Straße baut die Bauträger GmbH Bayern 150 frei finanzierte Wohnungen. Die beiden Gebäude werden fünf bis sieben Geschosse erhalten. Im Juni 2016 soll es losgehen. Ende 2017 sollen sie bereits fertiggestellt sein.

Abriss der Post

Post Abriss Hanns-Seidel-Platz
Abriss der Postfiliale, Detailaufnahme (06.02.2016)  © Thomas Irlbeck

Auch die ehemalige Post trifft es, die seit dem Umzug 2013 ins Life an der Albert-Schweitzer-Straße nur noch als Zustellstützpunkt fungierte. Postfächer und Packstation blieben ebenso vorerst in Betrieb. Nun aber geht die Post ab – und zwar postwendend Richtung Entsorgecontainer: Das Gebäude wurde bereits zu großen Teilen abgerissen.

Das eigentliche Zentrum

Post Abriss Hanns-Seidel-Platz
Der traurige Rest der 1981 eröffneten Postfiliale (06.02.2016) © Thomas Irlbeck

Die eigentliche Mitte mit dem futuristischen Wolkenkratzer, dem Bürger- und Kulturzentrum, Läden, Marktbereich, Hotel, 85 freifinanzierten Wohnungen, 120 Studentenapartments und Marktbereich (alles entlang der Thomas-Dehler-Straße) lässt indes noch auf sich warten. Hier soll Mitte 2016 mit der europaweiten Ausschreibung begonnen werden. Mitte 2017 könnten die Bauarbeiten starten und Ende 2020 könnte Neuperlachs Mitte stehen! Mit so zirka 50 Jahren Verspätung, so viel schafft nicht mal die Post. Wenn es Neuigkeiten gibt, wird das selbstverständlich hier gepostet!

Rückblick 2014

Da war das Gebäude bereits nicht mehr als Postfiliale in Betrieb und sah so aus:

Ehemalige Post am Hanns-Seidel-Platz
Die Post (25.09.2014) © Thomas Irlbeck
Ehemalige Post am Hanns-Seidel-Platz
Detail (25.09.2014) © Thomas Irlbeck

Update 31.03.2016

Die Abrissarbeiten sind im vollen Gange.

Abriss pep-Parkhaus Nord
Abriss pep-Parkhaus Nord (31.03.2016)  © Thomas Irlbeck

Update 12.04.2016

Abriss pep-Parkhaus Nord
Abriss pep-Parkhaus Nord (12.04.2016) © Thomas Irlbeck
Abriss pep-Parkhaus Nord
Abriss pep-Parkhaus Nord (12.04.2016) © Thomas Irlbeck

Ausstellung STADT LAND FLUSS im pep – Verlängerung bis zum 31.01.2015!

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Zur bereits erwähnten Ausstellung

STADT LAND FLUSS

150 Jahre Land um München rechts und links der Isar
1225 Jahre Nennung der Gemeinde Perlach

im pep Neuperlach, Obergeschoss Südseite, vom 09.01.2015 bis 24.01.2015 (Mo-Sa, 10 bis 20 Uhr), weitere Informationen als PDF zum Herunterladen: STADT LAND FLUSS

Update: Die Ausstellung wurde bis zum 31.01.2015 verlängert!

Festring-Archiv: Offene Tür

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Gartenstadt Perlach 1910 koloriert
Gartenstadt Perlach 1910

Am Samstag, den 10. Januar 2015, öffnet der Festring Perlach von 13 bis 16 Uhr wieder das Perlacher Heimatarchiv in der Sebastian-Bauer-Straße 25. Neben der Ausstellung über 1225 Jahre Geschichte Perlachs können Sie sich auch aus über 7.900 Bildern der Datenbank die gewünschten Fotos auf die Leinwand projizieren lassen. Die Sonderausstellungen „Gartenstadt München Perlach 1910“ – jetzt mit einer Originalzeichnung des Schweizer Architekten Berlepsch-Valendas 1910 (eine Leihgabe der Urenkelin) – und „Das Kieswerk Roth“ ergänzen das reichhaltige Angebot. Der Eintritt ist frei.

Gartenstadt Perlach
Bild: Festring Perlach

Der Festring Perlach im Internet: www.festring-perlach.de

Empfehlung: Ausstellung STADT LAND FLUSS
mit einer Ergänzung zum Jubiläum 1225 Jahre Peraloh, 09.01.2015 bis 25.01.2015, pep Neuperlach, Obergeschoss Südseite

BA übt Kritik an pep-Erweiterung – Werden die Pläne begraben?

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pep
Einkaufszentrum pep. Wird die geplante Erweiterung abgelehnt? Foto: Bpp / Lizenz siehe: Wikipedia

Die geplante Erweiterung des pep (Neuperlach.org berichtete) führt beim Bezirksausschuss (BA) Ramersdorf-Perlach zu Kritik. Das berichtet die Wochenzeitung Hallo Ramersdorf/Perlach/Berg am Laim in ihrer Ausgabe vom 19.02.2014 auf Seite 1.

Guido Buchholtz von den Grünen befürchtet negative Auswirkungen auf das zukünftige Gewerbe auf dem Hanns-Seidel-Platz und verweist auf sterbende Ladenzentren in Neuperlach. Die Läden auf dem Hanns-Seidel-Platz könnten dann ebenfalls leerstehen. Buchholtz will, dass der Neubau erst einmal auf Eis gelegt und dann eventuell später realisiert wird, etwa in fünf Jahren.

Andere BA-Mitglieder rechnen mit einem Parkchaos, zumindest in der Bauphase. Es soll zwar für die Bauphase ein provisorisches Parkhaus auf dem Hanns-Seidel-Platz errichtet werden. Dennoch werden weniger Parkplätze als momentan zur Verfügung stehen. Auch sorgt man sich um die Verkehrssicherheit. Kunden könnten vom provisorischen Parkhaus direkt über die Thomas-Dehler-Straße zum pep laufen und nicht den mit Ampeln versehenen Fußgängerüberweg am Busbahnhof benutzen. Auch befürchtet man, dass das provisorische Parkhaus zur Dauereinrichtung werde.

Ferner wird bemängelt, dass das pep als ein in sich als geschlossenes Einkaufszentrum angelegt sei. Außerhalb der gesetzlichen Ladenöffnungszeiten könne man die Passagen nicht betreten. Derzeit sind nur einige Gastronomiebetriebe auch außerhalb der Ladenöffnungszeiten nutzbar. Hier wünsche man sich mehr Öffnung, speziell bei der geplanten zusätzlichen Gastronomie.

Kommentar

Mir scheint es zu viele Bedenkenträger zu geben. Warum kann man nicht einmal etwas wagen? Wenn man die Pläne auf Eis legt, was passiert dann mit dem angeblichen so maroden Parkhaus Nord? Sollte man es tatsächlich nicht sanieren können, müsste das pep ein neues Parkhaus in der gleichen Größe wie bisher bauen. Neue Ladenflächen gäbe es dann nicht, das Parkhausproblem würde sich während der Bauphase dennoch stellen. Was wäre damit gewonnen?

Was die Ladenöffnungszeiten angeht. Hier könnten sich alle beteiligten Politiker dafür einsetzen, dass endlich das Ladenschlussgesetz in Bayern liberalisiert wird. Bayern ist das einzige Bundesland ohne eigenes Ladenschlussgesetz. Nur in Bayern und im Saarland müssen die Läden werktags um 20 Uhr schließen. In den anderen Bundesländern darf bis 22 Uhr oder sogar rund um die Uhr geöffnet werden. In Bayern gilt damit eine der strengsten Verordnungen weltweit.

Würde hier – auch in anderen bayerischen Städten – ein wenig Druck gemacht werden, würde der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer sicherlich seine Haltung noch einmal überdenken, er ist ja schließlich als Drehhofer bekannt. Es könnte so einfach sein – ein länger geöffnetes pep, und die Verödung des Zentrums von Neuperlach wäre kaum mehr ein Thema.

Was die Pläne generell angeht: Der Einfluss des BA auf die Stadtratspolitik soll ja nicht allzu hoch sein. Dennoch vermag ich nicht abzuschätzen, ob die Erweiterungspläne in Gefahr sind.

Aufgepeppt? Das pep will wachsen

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pep
Einkaufszentrum pep. Bald noch größer und moderner? Foto: Bpp / Lizenz siehe: Wikipedia

Das pep will noch größer werden. Dabei soll das „marode“ Parkhaus Nord (das ist das neuere (!) der beiden Parkhäuser, also das Parkhaus gegenüber der Deutschen Rentenversicherung (DRV)) abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dieser soll um zwei Etagen aufgestockt werden und neben den Parkplätzen auch zusätzliche Ladenflächen aufnehmen. Das berichtet „Hallo“ in der Ausgabe Ramersdorf / Perlach / Berg am Laim vom 29. Januar auf Seite 3.

Die Anzahl der Stellplätze soll sogar leicht erhöht werden, die zusätzliche Verkaufsfläche 8.500 qm betragen. Derzeit weist das pep 42.000 qm Verkaufsfläche auf.

Damit es in der Bauphase nicht zu einem Verkehrschaos kommt, soll ein Behelfsparkhaus auf dem Hanns-Seidel-Platz aufgestellt werden.

Neben der Vergrößerung der Ladenfläche soll auch die Fassade des pep und die Einkaufspassage generell modernisiert werden. Ebenso soll ein Food-Court samt zusätzlicher Gastronomie eingerichtet werden.

Die Bauarbeiten könnten schon Mitte 2015 starten, Im Herbst 2016 könnte dann das neue pep bereits Eröffnung feiern.

Die Pläne müssen noch genehmigt werden.

Kommentar

Ein interessanter Plan. Wenn keine weiteren Grundstücke zur Verfügung stehen, muss man halt auf dem eigenen Grundstück nach oben wachsen. Es ist nicht das erste Mal, dass das pep auf eine ähnliche Weise an Verkaufsfläche gewinnt. So wurde für den Elektromarkt „Saturn“ einfach ein Geschoss des alten Parkhauses geopfert. Dort, wo man heute Gefrierschränke und Flachbildfernseher bewundert, parkten früher Autos.

Vor Jahren waren bereits einmal Expansionsplänen von der Kommunalpolitik eine Abfuhr erteilt worden. Damals wollte das pep einen Erweiterungsbau auf die andere Seite der Thomas-Dehler-Straße hinstellen, also auf dem Hanns-Seidel-Platz. Dabei wollte man dem Stadtteil auch gleich ein Bürgerhaus überlassen, das das heutige Provisorium ersetzt hätte. Doch die Kommunalpolitiker sorgten sich um die alteingesessenen Läden in der Umgebung und in den benachbarten Stadtteilen. Ein zu mächtiges pep wollte man nicht. Diese Argumente mögen auch heute teilweise noch eine Rolle spielen, aber ein Umbau bzw. Neubau bei eher moderater Verkaufsflächenerweiterung ist vermutlich leichter genehmigungsfähig.

Ein Freund, Gebäude bereits nach wenigen Jahrzehnten abzureißen, bin ich nicht, speziell dann, wenn es sich um gewerbliche oder gar Wohnhäuser handelt, die eine besondere Architektur haben. Das trifft hier aber nicht zu, man darf nicht vergessen, es geht hier um ein schnödes Parkhaus, was nicht heißt, dass es nicht an anderer Stelle auch architektonisch interessante Parkhäuser gibt.

Kopfhörer: Hier spielt die Musik – wie lange noch?

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Vor ein paar Tagen, am 2. Januar, ereignete sich vor dem pep ein schwerer Unfall. Gegen 18:50 überquerten zwei Buben, 14 und 15 Jahre alt, die Thomas-Dehler-Straße, um zum gegenüberliegenden Hanns-Seidel-Platz zu gelangen. Das Rotlicht der Fußgängerampel missachteten sie. Ein Automobillenker konnte den Buben nicht mehr ausweichen und erfasste beide frontal mit seinem BMW. Die Buben wurden dabei schwer verletzt, der 14-Jährige verstarb tragischerweise kurze Zeit später im Spital.

Beide Buben sollen durch Musikberieselung über Kopfhörer abgelenkt worden sein. Speziell dieser Unfall wurde nun in einer Nachrichtensendung eines großen Kölner Privatfernsehsenders neben anderen Unfällen dieser Art als Beleg verwendet, wie gefährlich Ablenkung durch Kopfhörer im Straßenverkehr sein kann.

Kopfhörerverbot für Fußgänger?

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), der Fahrradfahrern gerne einen Helm aufsetzen will (Neuperlach.org berichtete), möchte im Gegenzug am liebsten Fußgängern im Straßenverkehr die Kopfhörer und Ohrstöpsel abnehmen. Momentan hält er sich noch mit einem Verbot zurück und belässt es bei Appellen. Tatsächlich haben die tödlichen Fußgängerunfälle stark zugenommen, um erschreckende 25 % innerhalb eines Jahres. Oft waren die Verunfallten durch Musik aus dem MP3-Player oder Handy abgelenkt. Besonders stark sind die Unfallzahlen bei den 15- bis 17-Jährigen gestiegen. Daraus wird ein Zusammenhang konstruiert, da genau dieser Gruppe jugendlicher Leichtsinn gepaart mit dem Konsum zu lauter Musik, die auch unterwegs gehört wird, nachgesagt wird.

Ein Verbot wäre ein weiterer Schritt hin zum Nanny-Staat. Regeln schützen dann den Bürger vor seinem eigenen, gefährlichen Handeln. Dazu muss der Bürger die Regeln aber erst einmal einhalten. Zwar spricht die mangelnde Akzeptanz und Kontrollierbarkeit nicht generell gegen ein mögliches Gesetz. Doch man darf sich hier fragen, wie der Nachweis gelingen soll, dass jemand zu laut Musik gehört hat. Das generelle Tragen von Kopfhörern oder Ohrstöpseln wird man ja kaum verbieten können. Ergo müssen zwei Dinge zusammenkommen: Die Kopfhörer oder Ohrstöpsel wurden erstens im Straßenverkehr bzw. an gefährlichen/belebten Orten getragen, und zweitens war die Musik zu laut eingestellt. Der Nachweis wäre zumindest prinzipiell erbracht, wenn ein Kopfhörer tragender Fußgänger auf Zuruf eines Polizisten nicht reagiert, weil er diesen eben nicht hören kann.

Kopfhörer
Im Wald wäre ein Kopfhörerverbot mehr als nur leicht übertrieben. Foto: Mista.Boos / Lizenz siehe: flickr

All das geht aber zu weit. Mit jedem neuen Verbot geht ein Stück Eigenverantwortung verloren, der Staat breitet seine schützende Hand aus und kann den Bürger dann bei Missachtung des Verbots doch nicht schützen. Ein Kopfhörerverbot für Fußgänger hätte aber immerhin den Vorteil, dass man leichter eine Helmpflicht für Fußgänger einführen könnte. Denn das Aufsetzen eines Integralhelms mit Kopfhörer wird doch eher schwierig. Allerdings gibt es einen kleinen Haken: Mit einem Helm auf dem Kopf hört man viel schlechter, und das gute Hören sollte ja eigentlich verbessert werden. So was aber auch!

Alles Gute zum 30., liebes pep!

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Das pep wird 30. Zu so einem runden Geburtstag feiert man natürlich ganz besonders, und so laufen die Feierlichkeiten vom 30. September bis zum 15. Oktober.

Wer aber genau nachrechnet, dürfte sich ein wenig wundern. Denn die erste Eröffnungsstufe wurde bereits am 2. Oktober 1980 gezündet, also vor ziemlich genau 31 Jahren. Vorerst gab es nur das Selbstbedienungs-Warenhaus Krone Center. Das kann man sicher nicht mitrechnen. Die übrigen Geschäfte des pep eröffneten dann am 5. Februar 1981. Das sind dann 30 ½ Jahre und ein paar Zerquetschte, aber eben keine 30. Aber im Herbst und im frühen Weihnachtsgeschäft feiert es sich halt besser. Und nachträgliches Feiern ist ja erlaubt, nur vorher darf man es nicht.

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30 wird man nur einmal. Foto: snarkygurl / Lizenz siehe: flickr

Das pep ist mehr als nur ein kommerzielles Warenhaus. Im Sprachgebrauch steht es für alles, was sich nur in seiner Nähe befindet. Man fährt also mit der U-Bahn zum „pep“, weil sich das bequemer aussprechen lässt als der originale Haltestellenname „Neuperlach Zentrum“. Ursprünglich stand der Name pep für „Perlacher Einkaufs-Passagen“. Da dies aber eher unspektakulär klingt, schwenkte der Betreiber später auf die geschäftstüchtigere Auflösung „Perlacher Einkaufs-Paradies“ um.

Das Bild entstand im September 1980, also genau vor 31 Jahren. Es zeigt die Trambahn-Wendeschleife Neuperlach Zentrum und im Hintergrund das pep, das unmittelbar vor der ersten Teileröffnung steht. In wenigen Wochen öffnet das Krone Center seine Pforten. Mit der Trambahn kann man es nur zwei Wochen lang erreichen, denn diese rollt am 19. Oktober 1980 das letzte Mal durch Neuperlach. Fotograf: Peter Bauer. Mit freundlicher Genehmigung der Freunde des Münchner Trambahnmuseums e.V.
pep
Der pep-Schriftzug (Archivbild) © Franco und Manuel

Geschichte des pep

Juni 1978: Die Bauarbeiten beginnen.
2. Oktober 1980: Eröffnung (vorläufig nur Krone Center).
5. Februar 1981: Eröffnung der übrigen Geschäfte.
23. November 1989: Der Erweiterungsbau wird unter der damals größten Glaskuppel Europas eröffnet.
1999: Saturn und Hugendubel eröffnen in neuen Räumen.
Anfang Oktober 2000: Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft wurde ein größerer Umbau des Einkaufszentrums beendet.

Hanns-Seidel-Platz: Fußgängerzone light?

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Der Hanns-Seidel-Platz soll bekanntlich bebaut werden – Büros, Wohnungen, Läden, das Bürgerzentrum und mehr sollen entstehen. Seit rund schlappen 30 Jahren laufen bereits Gedankenspiele, wenn nicht sogar Planungen. Dumm nur, dass die vierspurige Thomas-Dehler-Straße zwischen dem Einkaufszentrum pep und dem Hanns-Seidel-Platz liegt. Ein Wechsel der Straßenseite bedeutet für den Bürger derzeit, auf das Knöpfchen der Fußgängerampel zu drücken und lange zu warten, bis das Ämpelchen für kurze Zeit Grün für die Fußgänger gibt, oder das Sperrengeschoss der U-Bahn zu benutzen (aber bitte nicht geradeaus durchlaufen, wenn man nicht im Besitz einer gültigen, gegebenenfalls entwerteten MVV-Fahrkarte ist, denn dabei passiert man einen Bereich, der eine solche voraussetzt, sondern per Slalom dem U-Bahn-Zugang ausweichen). In Zukunft werden noch viel mehr Leute die Thomas-Dehler-Straße überqueren, denn dann spielt sich das (kulturelle, Geschäfts- usw.) Leben nicht nur im pep und seinem Vorplatz ab, sondern auch im zunehmenden Maße auf dem Hanns-Seidel-Platz.

Der Bezirksausschuss möchte den Bereich am Hanns-Seidel-Platz komplett zur Fußgängerzone umbauen lassen, selbst die Busse müssten dann weichen. Die Zufahrt zum Busbahnhof wäre dann nur noch von östlicher Seite über die Fritz-Erler-Straße möglich. Für die Buslinien entstehen Umwege von rund 300 Metern.

Dem Planungsreferat der Stadt München gehen diese Pläne zu weit, das Verkehrsaufkommen des Individualverkehrs und der Buslinien sei zu hoch. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe (15.02.2010, Seite 57, Stadtausgabe). Daher macht die Behörde nun zwei eigene Vorschläge:

  • Rückbau der Thomas-Dehler-Straße zwischen Fritz-Schäffer-Straße und Von-Knoeringen-Straße (das ist der Bereich von Höhe der „Deutschen Rentenversicherung“ (früher: LVA) bis zum südlichsten Teil des Parkplatzes auf dem Hanns-Seidel-Platz) auf einen Fahrstreifen pro Richtung und Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h.
  • Sperrung der Thomas-Dehler-Straße auf Höhe des pep-Vorplatzes bis zum südlichen Teil des Marktplatzes. Der Bereich wird Fußgängerzone, eine Busspur verbleibt. Der übrige Teil der Thomas-Dehler-Straße wird auf einen Fahrstreifen pro Richtung zurückgebaut.

Das Planungsreferat präferiert die erste Variante, da die zweite Variante einen Lärmschutz für die Fritz-Erler-Straße und den Hanns-Seidel-Platz erforderlich machen würde.

Kommentar

Alle drei Vorschläge scheinen mir alles andere als ideal zu sein. Je nach Vorschlag ist die Querungsmöglichkeit der Thomas-Dehler-Straße weiterhin nicht optimal oder aber der Linienbus- und Individualverkehr werden zu stark behindert, gegebenenfalls erhöhen sich auch die Fahrzeiten der Linienbusse. Es müssen meines Erachtens auch innovative Lösungen einbezogen werden, die an einer völlig anderen Stelle ansetzen.

Denkbar ist eine überdachte Brücke, über die man z.B. vom ersten Stockwerk des pep auf den Hanns-Seidel-Platz wechseln kann und idealerweise dann direkt in eines der neuen Gebäude oder einen erhöht angelegten Vorplatz gelangt. Natürlich muss auch außerhalb der Ladenöffnungszeiten alles gut erreichbar und lukrativ sein, etwa durch Belebung des östlichen Ende der Brücke durch gastronomische Betriebe und kulturelle Einrichtungen.

Alternativ zur überdachten Brücke wäre auch ein Überbauen der Thomas-Dehler-Straße denkbar, die Straße wird dabei erhalten, aber im Bereich des pep-Vorplatzes bebaut. Der Verkehr fließt dann durch eine Gebäudedurchfahrt. Das Gebäude selbst dient dann als komfortable Querungsmöglichkeit für Fußgänger und viel mehr, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wenn ohnehin der Hanns-Seidel-Platz im großen Stil bebaut wird, sollte so etwas „drin“ sein. Man kann auch ja mal ein wenig größer denken. Natürlich könnte die Statik hier ein Problem sein, wegen des darunter liegenden U-Bahntunnels, das muss auch alles berücksichtigt werden. Man sollte aber eine bessere Lösung als die bislang zur Diskussion stehenden Ideen realisieren können.

Feuer im pep – Eingreifen von Personal verhindert Schlimmeres

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Gestern kurz vor Ladenschluss bemerkten Mitarbeiter des Nordsee-Restaurants im pep ein Feuer in einem Lagerraum. Dort war Verpackungsmaterial in Brand geraten. Das Personal griff schnell ein und schloss die Glasfassade des Geschäfts. Dadurch konnte verhindert werden, dass sich der Rauch im Einkaufszentrum ausbreitet. Die Sprinkleranlage dämmte das Feuer ein, das schließlich von der Feuerwehr gelöscht wurde. Es wurde niemand verletzt, der Sachschaden beträgt rund 15.000 EUR. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlung aufgenommen.

Quelle: München 24

Tausend Mal geparkt – 30 Jahre nichts passiert

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Hanns-Seidel-(Park)platz. Teer, nichts als Teer, und werktags viele, viele Automobile, dort wo schon längst das Stadtteilzentrum von Neuperlach, quasi der Marienplatz des Teils von München, das nie ein Tourist zu Gesicht bekommt, stehen sollte (Archivfoto). Foto: Thomas Irlbeck

Seit rund 30 schlappen Jahre wird die Bebauung des „vorübergehend“ als Parkplatz genutzten Areals am Hanns-Seidel-Platz geplant. Noch dieses Jahr soll ein Architektenwettbewerb stattfinden. Wohnungen, Büros, Läden, Gastronomie und Bürgerhaus sollen dort entstehen. Grünen-Fraktionschef Guido Bucholtz will aber mehr, er würde ganz gerne sehen, wenn das neue Areal nicht durch die breite Thomas-Dehler-Straße vom pep getrennt bleibt. Stattdessen soll die Thomas-Dehler-Straße zur Fußgängerzone werden und der Verkehr auf die umliegenden Straßen verteilt werden. Ein Prüfungsantrag wurde bereits vor eineinhalb Jahren gestellt, ohne Ergebnis, aber bei der gesamten Planungszeit eher ein Wimpernschlag.

Wenn das Resultat positiv ausfallen sollte, könnte die Fußgängerzone als optionales Element in den Wettbewerb zur Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes integriert werden.

Wer ist für eine „Fuzo“ (Fußgängerzone), wer ist dagegen?

Das Perlacher Tor darf nicht Platz für neuen Namen machen

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Der Platz vor dem Haupteingang des pep wird keinen eigenen Namen erhalten und bleibt Teil der Thomas-Dehler-Straße. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach wollte den Platz „Perlacher-Tor-Platz“ nennen. Der Kommunalausschuss lehnte dies aber nun ab und begründet dies unter anderem mit Kosten und Unannehmlichkeiten, da das pep und auch einige unmittelbar in der Nähe angesiedelten Betriebe eine neue Adresse bekommen würden. Außerdem werden Stadttore üblicherweise nicht nach dem Ort benannt, wo das Tor steht, sondern nach dem Ort, an den die Straße unter dem Tor führt. Das Sendlinger Tor steht z.B. nicht im Stadtteil Sendling, sondern in der Münchner Altstadt.

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 19.02.2009, Seite 59, Stadtausgabe

pep Haupteingang (Archivfoto). Ist das ein Tor und führt dieses nach Perlach? Sicher nicht so ganz direkt, denn es steht ja schon in Perlach. Wohin das Tor führt, ist aber entscheidend für den Namen des Platzes, auf dem das Tor steht. Foto: Rufus46 / Lizenz siehe: Wikipedia

Noch ein Nachtrag, der sich auf die Kommentare hier bezieht.

Otto Schlichtmeier (DaCG/ÖDP) hatte laut dem Zeitungsbericht moniert, dass der „Perlacher-Tor-Platz“ in öffentlichen Verzeichnissen nicht zu finden sei. Beim „Wochenende der Nationen“ zum 850. Geburtstag der Stadt München hätten zahlreiche Gäste den Veranstaltungsort „Perlacher-Tor-Platz“ nicht ausfindig machen können. Deshalb hat er sich für eine offizielle Benennung des Platzes eingesetzt.

Kommentar: Mit Verlaub, ich weiß nicht, wer auf die Idee gekommen ist, den Veranstaltungsort in irgendwelchen Schreiben und in Presseveröffentlichungen als „Perlacher-Tor-Platz“ auszuweisen. Hätte man geschrieben, der Veranstaltungsort wäre die Thomas-Dehler-Straße vor dem Haupteingang am pep, dann hätte das jeder ganz leicht gefunden, denn den pep-Haupteingang kennt so gut wie jeder im Münchner Osten.

Übrigens hat Schlichtmeier laut dem Zeitungsartikel festgestellt, dass die Bezeichnung „Perlacher-Tor-Platz“ bei den Besuchern gut ankommen würde. Nun ja, man sieht an den Kommentaren, offenbar bei vielen aber auch nicht. Ich bin gegen eine Umbenennung. Unabhängig von der vorhandenen oder auch nicht vorhandenen Ästhetik dieses torähnlichen Eingangs eines Einkaufszentrums schafft solch ein künstlicher Name nur zusätzliche Verwirrung. Im Sprachgebrauch heißt das ohnehin alles „pep“, das Einkaufszentrum wird als Synonym für alles verwendet, was bis zu rund drei Fußminuten vom pep entfernt ist. Man fährt mit der U-Bahn zum pep, keiner fährt mit der U-Bahn nach „Neuperlach Zentrum“. Man besucht das Kulturhaus am „pep“, nicht am Hanns-Seidel-Platz. Usw. usf.