Motto-Unfall

Werbung

Heute im Briefkasten. So, so, ich hatte also einen tödlichen Motto-Unfall. Es ist wohl Motorradunfall gemeint. Gibt es wirklich Leute, die darauf hereinfallen? Inzwischen gibt es hervorragende automatisierte Übersetzer, und dann liefern diese so einen Müll ab. Es sind ja noch ganz andere Fehler drin.

Motto-Show
„Motto-Unfall“

Meldungen aus der Vergangenheit

Werbung

Spam
Lecker Spam! Foto: AJC1 / Lizenz siehe: flickr

Ich fahre meinen Rechner hoch. Outlook 2007 startet. In meinem Postfach habe ich Dutzende E-Mails. Praktisch alles Spam. Dazu muss gesagt werden, dass Microsofts eigener Spam-Filter, aber auch andere Lösungen meines Erachtens keine auch nur annähernd zufriedenstellende Lösung bringen. Zu viel Spam rutscht durch. Standardmäßig signalisiert Outlook sogar Spam-Meldungen höher (!) als die echten E-Mails. Es erscheint also laufend ein nervtötendes Dialogfeld, das einem auf den Eingang einer Spam-Mail hinweist. In der Praxis will man aber doch, dass man nur beim Eingang echter E-Mails benachrichtigt wird und Spam elegant im Spam-Ordner verschwindet. Das alles war ein Grund, dass ich mir in VBA einen eigenen Spam-Filter programmiert habe. Die Grundidee: In Spam-E-Mails findet sich fast nie eine persönliche Anrede mit dem eigenen Namen. Werde ich also persönlich angeredet, dann soll die Mail als normale E-Mail bewertet werden. Oft bekommt man aber Mails, in denen aus Bequemlichkeitsgründen auf die Anrede verzichtet wird. Diese entstehen typischerweise in einem längeren Faden einer Kommunikation. Solche E-Mails stammen aber dann von bekannten Absendern. Die Regel lautet daher: Alle E-Mails mit persönlicher Anrede („Hallo Thomas“, „Hi Thomas“, „Hallo Herr Irlbeck“ usw.) oder bei denen der Absender im Adressbuch steht, sind echte E-Mails, der Rest ist Spam. Für alle Fälle habe ich noch White- und Blacklists realisiert, in denen verbotene Wörter sowie Absender generell gesperrt bzw. als erlaubt definiert werden können.

Die Lösung klappt erstaunlich gut. Nur noch sehr, sehr selten klingelt der Rechner bei einer Spam-Mail.

Doch nun ist alles anders. Ich schaue mir das Ganze näher an. Das Makro startet nicht mehr. Der Code sieht o.k. aus, ich aktiviere aber mal eine Debug-Zeile, um zu überprüfen, ob diese überhaupt abgearbeitet wird. Beim Speichern erhalte ich dann die Meldung

Ein Problem mit den digitalen Signaturen ist aufgetreten. Das VBA-Projekt konnte nicht digital signiert werden. Die Unterschrift wird verworfen.

Solche Meldungen dürfte jeder wie die Pest hassen. Es ist also ein Problem aufgetreten, man erfährt aber nicht, was für eines. Wie auch immer, Outlook traut durch die nicht mehr vorhandene Signatur meinem eigenen Code nicht mehr. In Word stellt sich das gleiche Problem. Hier könnte man auch die Makros alternativ in einen Ordner packen, der als vertrauenswürdig gilt. Bei Outlook ist das nicht möglich. Bei beiden Programmen ließen sich natürlich auch sämtliche Schutzmechanismen ausschalten, um die Makros wieder zum Funktionieren zu bewegen. Das empfiehlt sich aber erstens nicht, zweitens möchte ich die wahre Ursache beseitigen.

Ich versuche, das Problem dadurch zu lösen, indem ich einfach die Zertifikate lösche und neue anlege. Doch es bringt nichts, die Meldung bleibt. Ich google nach der Fehlermeldung. Ich werde ja nicht der Einzige mit diesem Problem sein. Neben allgemeinen Tipps wie „neue Zertifikate anzulegen“, „Office neu zu installieren“, „den Rechner neu aufzusetzen“ oder „dreimal laut zu fluchen“ hat ein Benutzer einen spezifischeren Tipp:

Die maximale Zeilenlänge im VBA Code scheint beim Signieren begrenzt zu sein: nachdem ich eine sehr lange Kommentar(!) Zeile (1023 Zeichen) auf 2 Zeilen von ca. 500 Zeichen aufgeteilt hatte, funktionierte das digitale Signieren. Effekt war systematisch reproduzierbar.

Da an dem Code nichts geändert wurde, kann dies aber kaum der Grund für die „Unterschriftensperre“ von Outlook sein. Sicherheitshalber schaue ich den Code durch. Natürlich finde ich keine verbotenen überlangen Zeilen.

Ich probiere noch lange Zeit herum. Nun aber komme ich auf die Idee, mal die Office 2007-Installation näher anzuschauen. Einen Tag zuvor hatte ich einiges deinstalliert, aber keine Office-Komponenten, sondern verschiedenste Dinge, darunter diverse Visual Studio-Komponenten. Ich will schon fast aufgeben, als ich unter „Systemsteuerung/Alle Systemsteuerungselemente/Microsoft Office Professional 2007/Ändern/Gemeinsam genutzte Office-Features /Digitales Zertifikat für VBA-Projekte“ feststelle, dass dieses nicht ganz unwichtige Feature ausgeschaltet ist. Ich aktiviere es, woraufhin ein wenig auf der Festplatte gerödelt wird, aber nicht mal die Office-DVD verlangt wird. Das war’s, das Makro lässt sich nun wieder ohne jegliches Murren signieren. Offenbar hat es da doch eine der Deinstallationsroutinen zu gut gemeint.

Liebes Microsoft, bitte verzichtet doch auf solche Meldungen aus der Computersteinzeit. Es kann ja nicht so schwer sein, statt einer Meldung mit „Ein Problem … ist aufgetreten“, die offenbar die verschiedensten Ursachen haben kann, einfach zu sagen, dass das jeweilige Feature nicht installiert ist. Das könnte einem jede Menge Zeit und Nerven sparen. Danke!

Unglaublich unwürdig unglaubwürdig

Werbung

Eine angebliche Anwaltskanzlei aus London teilt mir gestern per Fax mit, ein mutmaßlicher Verwandter von mir, ein Herr Alex Irlbeck, wäre 2008 an einem schweren Herzinfarkt gestorben. Er hinterlässt ein Vermögen von 32,6 Millionen EUR. Bislang konnten keine Verwandten ausfindig gemacht werden, nun aber sei man auf mich gekommen. Ich könnte also bald reich sein, wenn ich auf den Deal eingehe. Rund eine Stunde später kommt das nächste Fax. Spätestens jetzt wird es unglaubwürdig. Solche Schreiben wie diese sind zwar nichts Neues. Es scheinen aber immer wieder Leute darauf reinzufallen und überweisen erst mal Geld für die Abwicklung, um dann später nie wieder was von der Sache zu hören. Bemerkenswert ist aber, wie sich die Connection durch grobes Ungeschick das potenzielle Geschäft selbst kaputt macht.

London Erbe 1
London Erbe, Teil I (Ein Klick macht groß)
London Erbe 2
London Erbe, Teil II (Ein Klick macht groß)

Zensus 2011, die unendliche Geschichte einer besonderen Verfolgung (2. Update, 28.02.2012)

Werbung

Spam
Lecker Spam! Foto: AJC1 / Lizenz siehe: flickr

Es gibt Dinge, die verfolgen einen beständig. So wie Spam, das ursprünglich nur als omnipräsentes Dosenfleisch in Großbritannien bekannt war und in der Comedyserie Monty Python’s Flying Circus verarbeitet wurde. Auf der Speisekarte des Cafés aus dem Sketch stehen nur Spam-Gerichte. Geboren war ein Ausdruck, der die Verfolgung mit dem immer Gleichen beschreibt. Später wurde der Ausdruck Spam auf immer gleiche elektronische Textnachrichten ausgedehnt, insbesondere solchen mit Werbung. Auch bei sich wiederholenden Werbeanrufen wird inzwischen häufig von Spam gesprochen (oder von Telefonterror).

Heute erhielt ich mit großem Erstaunen ein Schreiben der Landeshauptstadt München. Es geht um den Zensus 2011, den ich schon fast vergessen hatte. Das Ganze hat eine gewisse Historie:

Zunächst musste ich mich mit der Gebäudezählung herumschlagen. Damals ließ meine Hauverwalterin verbreiten, dass die Beantwortung der Fragen für den Eigentümer „äußerst umfangreich und zeitintensiv sein dürfte“, kurzum wurde der Eindruck erweckt, dass man als Eigentümer mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit überfordert sein könnte. Da mich die Geschichte anwiderte, ging ich auf das Angebot der Verwalterin ein, diese mit dem Ausfüllen des Fragebogens zu beauftragen. Diese Leistung kostet zwar Geld, aber das war mir in diesem Fall egal. Allerdings hat die Verwalterin keine Kenntnis über alle Charakteristika der Wohnungen. Vereinfacht gesagt, weiß sie zwar alles über die Wohnanlage als Ganzes, aber nicht alles über die Wohnungen. Diese Dienstleistung kann also nur gelingen, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht. Der eine hilft dem anderen und umgekehrt. Konkret bedeutete dies, zusammen mit der Beauftragung dann einen speziell von der Verwalterin vorbereiteten, reduzierten Fragebogen auszufüllen, der die unbekannten Daten komplettiert. Um den Rest würde sich dann die Verwalterin kümmern. Ich füllte den Fragebogen aus und erteilte den Auftrag. Damals hoffte ich, nie wieder etwas vom Zensus zu hören. Doch leider war ich jeder Zehnte, anders ausgedrückt, wurde ich nun auch für die Haushaltsbefragung ausgewählt.

Zensus
Zensus 2011. Eigentlich sollte das alles längst abgeschlossen sein. Aber nein! Foto: aktion-freiheitstattangst.org / Lizenz siehe: flickr

Bei der Gebäudezählung lief es auch nicht so rund, die Verwalterin sendete mir ein Erinnerungsschreiben mit einer Wiederholung des Angebots. Als dann der offizielle Zensus-Gebäudezählungs-Fragebogen bei mir eintraf, entschied ich mich, das Ausfüllen doch selbst vorzunehmen. Ich wählte die Online-Methode. Es war dann alles gar nicht so schwer. Allerdings war die Geschichte noch nicht zu Ende, offenbar erinnerte sich die Verwalterin nun doch an die Auftragserteilung und sendete mir diverse Erinnerungsschreiben, dass man noch auf die Weiterleitung des Fragebogens warte. Man würde mir ja gerne helfen, könnte das aber erst mit dem guten Stück Papier, das eben noch nicht da sei. Es mischten sich auch Schreiben der Verwalterin darunter, in denen mitgeteilt wurde, dass Eigentümer, für die man das Ausfüllen übernommen hatte, unberechtigte Erinnerungsschreiben der Stadt erhalten würden.

Bei der Haushaltszählung lief es dann erstaunlich gut. Den Erhebungsbeauftragten ließ ich nicht in die Wohnung. Ich bestand darauf, den Fragebogen selbst auszufüllen und ließ mir die Unterlagen an der Türschwelle geben. Gleich im Anschluss füllte ich das Teil online aus. Das war Anfang Juli 2011. Was diese Haushaltszählung anging, hatte ich dann zunächst meine Ruhe. Die Betonung liegt auf zunächst.

Denn wir wissen ja, Spam kommt immer zurück. Damit knüpfe ich an das Schreiben vom Artikelanfang an. Es ist ein Erinnerungsschreiben. Dieses trägt tatsächlich ein Datum vom Februar 2012, es ist also kein altes Dokument, das irgendwo in einer Amtsstube verstaubte und wiedergefunden oder auf dem Postweg leicht verzögert wurde oder beides. Nein, obwohl inzwischen weit über ein halbes Jahr vergangen ist, ist es aktuell, und es ist real. Mir wird mitgeteilt, dass mich der Erhebungsbeauftragte noch nicht erreicht habe. Es liegt der Haushaltszählungs-Fragebogen bei, der nun auszufüllen sei. Meinen Namen und meine Adresse hat man bereits eingetragen. Hiiiiiiiiiiilfe!!!

Update 27.02.2012

Ein Anruf bei der Erhebungsstelle ergab, dass der Zensus 2011 keineswegs schon längst abgeschlossen sei. Die Sünder, die nicht abgegeben haben, werden teilweise erst jetzt ermittelt und mit Erinnerungsschreiben gequält. Ein Versuch, im Computer meine Daten abzufragen, endete, wie es sich für eine unendliche Geschichte gehört, in einer Dauer-Wartemeldung. Das IT-System hängt. Morgen soll ein neuer Versuch gestartet werden.

Update 28.02.2012

Der heutige Anruf bei der Erhebungsstelle hatte zum Ergebnis, dass meine beantworten Fragen dort korrekt vorliegen. Damit sollte eigentlich alles geklärt sein, oder? Mitnichten. Die Daten seien nämlich noch nicht an das Landesamt weitergeleitet worden. Ich fragte, wie dies sein könne, dass dies nach einem Dreivierteiljahr noch immer nicht passiert sei. Man konnte die Frage nicht beantworten, hoffe aber, dass jetzt eine Weiterleitung stattfinde. Eine schriftliche Bestätigung, dass ich meiner Verpflichtung nachgekommen bin, wolle man mir trotz meines klar vorgetragenen Wunsches nicht zusenden, da man so etwas nie durchführe. Der Mitarbeiter meinte dann wörtlich, dass es sein könne, dass ich demnächst in die zweite Mahnstufe komme und das nächste Erinnerungsschreiben erhalte. Was soll das? Und wie lange geht es dann weiter, bis zum Bußgeldbescheid? Einige Behörden scheinen da noch nicht optimal vernetzt zu sein.

Rechnen gegen Spam

Werbung

Leider ist auf Neuperlach.org der Spam dramatisch angestiegen, die Spam-Kommentare gingen im Minutentakt ein. Der bisherige CAPTCHA-Schutz wurde offenbar automatisiert per Texterkennung umgangen, anders ist die hohe Rate nicht zu erklären.

Daher wurde nun ein neuer Schutz realisiert. Ab sofort muss beim Kommentieren eine kleine Rechenaufgabe gelöst werden. Auch wenn Zahlwörter angezeigt werden, muss die Eingabe in Ziffern erfolgen.

Für euch, liebe Neuperlach.org-Besucher, wird das Kommentieren nicht unbedingt mühsamer, ganz im Gegenteil, da sich die Rechenaufgabe leicht lösen lässt. Beim alten Schutz musste dagegen ein grafisch dargestelltes Wort entziffert werden, was oft gar nicht so einfach war.

Manche CAPTCHAS sind wirklich gelungen, weil sie die Maschine kaum mehr lesen kann, der Mensch aber auch nicht:

Captcha1
Ein übles Beispiel für ein CAPTCHA
Captcha2
Und noch eines
CAPTCHA 3
Und ein drittes

Dann doch lieber die Rechenaufgabe:

CAPTCHA-Rechenaufgabe
CAPTCHA-Rechenaufgabe

Warten wir mal ab, bis die Spammer auch diesen Schutz umgehen können.

So leicht wird man neureich

Werbung

Gewinnen kann so schön sein © Rainer Sturm / Pixelio

Ich bin ein richtiger Glückspilz. Denn ich gewinne praktisch täglich in Gewinnspielen. Einmal zählte ich sogar an einem Tag zehnmal zu den Gewinnern. An zehn meiner verschiedenen E-Mail-Adressen ging fast gleichzeitig eine Gewinnmeldung ein – dank unterschiedlicher Losnummern gewann ich tatsächlich laut der Gewinn-E-Mail jeweils schlappe 2 Millionen EUR. Das Beste: Die teuren Lose hatte ich nicht mal gekauft und trotzdem alles abgeräumt. Denn die Onlinelotterien sind wahre Freunde – sie losen einfach unter Trillionen von E-Mail-Adressen die Gewinner aus, sodass ein Loskauf erst gar nicht notwendig wird.

Auch heute erhielt ich wieder eine Gewinn-Mail. Ich hätte die Chance auf einen Gewinn von 25 EUR, heißt es. Nun bin ich doch ein wenig enttäuscht wegen der Höhe des Gewinns.