Müllschweine wieder unterwegs

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Der Wald ist keine Sperrmüllhalde! In vielen Wohnanlagen, etwa im Marx-Zentrum, gibt es regelmäßigen Sperrmüllaktionen. Fehlen solche und hat man kein Auto für die Fahrt zum Wertstoffhof im Zugriff, kann man den Müll auch von der städtischen Müllabfuhr gegen Gebühr abholen lassen. Es gibt also keinen Grund für solch ein asoziales Verhalten! Gesehen heute an unserem Neubaugebiet Alexisquartier.

Illegale Müllentsorgung
Bild 1 (07.04.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Illegale Müllentsorgung
Bild 2 (07.04.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Kinder, Küche!

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Was so alles zur Sperrmüllabholung bereitgestellt wird! Gut erhaltene Kinderküche mit Ceran-Kochfeld und modernem Einhebelmischer. Gesehen in Neuperlach Nord.

Kinderküche Sperrmüll
Bild 1 (24.12.2018) © Thomas Irlbeck
Kinderküche Sperrmüll
Bild 2 (24.12.2018) © Thomas Irlbeck
Kinderküche Sperrmüll
Bild 3 (24.12.2018) © Thomas Irlbeck

Marmortische sind Bauschutt

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Alle paar Jahre findet bei mir dasselbe Ritual statt. In meinem Dachbodenabteil bringe ich die Türe kaum mehr zu, geschweige denn kann ich den Raum betreten, so viel hat sich an altem Klump angesammelt. Nun ist der städtische Sperrmüllabholdienst dran. Der kostet nicht viel und man kann ihn im Internet bestellen. Wie praktisch. Ein paar Mausklicks und der Speicher entleert sich quasi von alleine, fast schon virtuell.

Der Eingang zum Dachboden im 10. Stockwerk (05.07.2010) © Thomas Irlbeck

Drei freundliche und hoch motivierte Männer in Orange kommen. Ich führe sie in den Speicher und zeige ihnen den aufgetürmten Müllberg. Beim Anblick einer Marmortischplatte sagt einer, diese „Steinplatte“ wäre Bauschutt, so etwas würden sie nicht mitnehmen. Ich wies darauf hin, es wäre eine Tischplatte und das Gestell vom Tisch stünde daneben. Doch der freundliche Herr bleibt beim „Nein“. Dabei ist der Tisch eigentlich noch ganz gut. Ein Ecke von der Tischplatte ist leicht abgeschlagen, aber ansonsten wollte ich ihn nicht hergeben, weil er Schrott ist, sondern weil ich in der Wohnung keinen Platz mehr dafür habe.

Dachböden sind gewissermaßen die dunklen Keller der Lüfte … (05.07.2010) © Thomas Irlbeck
… auch wenn hier und da ein wenig Licht durch eine Luke hereinkommt (05.07.2010) © Thomas Irlbeck

Ich meinte, nun das Wiehern des Amtsschimmels zu hören. Daher probierte ich eine neue Strategie. Ich fragte suggestiv, ob sie Möbel und damit auch Tische mitnehmen würden. Es kam kein Widerspruch. Klar, ich wusste schließlich, dass Möbel abgeholt werden. Ich bot an, dass ich die Tischplatte wieder aufsetzen würde, dann hätten sie einen Tisch, der als Gebrauchtmöbelstück entsorgt werden könnte. Dies wäre eine Sache von einer halben Minute gewesen, da man die Tischplatte nur auflegen muss, sie hält mit Saugnäpfen. Nach kurzer Bedenkpause schien der freundliche Herr den bürokratischen Irrsinn erkannt zu haben. Er sagte „Da diskutieren wir gar nicht lange rum, wir nehmen sie mit“. Also, geht doch.