Die Tela-Post (Das historische Haus, Folge 27)

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Heute besuchen wir die Tela-Post im Nachbarstadtteil Obergiesing. „Tela“ , das klingt international, wie eine Abwandlung von „tele“, also „fern“. Wie passend für eine Branche, die vor allem mit Fernzustellungen ihr Geschäftsfeld betreibt. Doch die Wahrheit ist weit nüchterner, „Tela“ steht tatsächlich für „Tegernseer Landstraße“. An dieser Straße liegt die Post (auf der Höhe zwischen Deisenhofener Straße und Werinherstraße), früher hatte man sogar eine Adresse an der Tegernseer Landstraße (es war die Hausnummer 57), nun aber wird das Gebäude dem Tegernseer Platz zugeordnet und müsste eigentlich Tepl-Post heißen. Da dies aber nicht so gut klingt, bleiben wir bei Tela-Post. Der offizielle Name ist ohnehin „Postamt an der Tegernseer Landstraße“.  Einen schwachen Perlach-Bezug gibt es, immerhin ist die „Perlacher Straße“ nicht weit entfernt.

Wer die Tela-Post besuchen will, der U-Bahnhof Silberhornstraße liegt direkt vor (unter) dem Gebäude.  Die ÖPNV-Oberflächenanbindung erfolgt durch die Tram 15 und 25 sowie einige Buslinien.

Tela-Post
Bild 1 (24.07.2018) © Thomas Irlbeck

Die Tela-Post ist denkmalgeschützt. Der Bayerische Denkmal-Atlas weiß zu dem Gebäude Folgendes zu berichten:

Postamt, fünfgeschossiger, kubischer Stahlbetonskelettbau mit Ziegelausfachung, sehr flachem Walmdach und Mezzaningeschoss, davor liegend erdgeschossiger Ladenbau mit Flachdach, rückwärtig an den Hauptbau anschließende zweigeschossige Schalterhalle mit Flachdach, flankiert von zwei viergeschossigen Wohnhausbauten mit Walmdächern, im Stil der Neuen Sachlichkeit, von Robert Vorhoelzer und Walther Schmidt, 1928/29; Einfriedung, verputzte Ziegelmauern mit breiten segmentbogigen Eisentoren, zu beiden Seiten der Wohnhausbauten, gleichzeitig.

Tela-Post
Bild 2 (24.07.2018) © Thomas Irlbeck
Tela-Post
Bild 3 (24.07.2018) © Thomas Irlbeck
Tela-Post
Bild 4 (24.07.2018) © Thomas Irlbeck
Tela-Post
Bild 5 (24.07.2018) © Thomas Irlbeck
Tela-Post
Bild 6 (24.07.2018) © Thomas Irlbeck
Tela-Post
Bild 7 (24.07.2018) © Thomas Irlbeck

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Handgemacht: Eine ganz besondere Einsendung zum Neuperlacher ÖPNV (Update)

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Die Trambahn nach Neuperlach wurde erst am 12.09.1970 eröffnet. Von diesem Tag stammt auch die Aufnahme. Vorher musste man auf Gummi nach Neuperlach reisen. Fotograf: Peter Wagner. Mit freundlicher Genehmigung der Freunde des Münchner Trambahnmuseums e. V.

In den Anfangsjahren war Neuperlach noch überschaubar und es gab auch keine unzähligen Buslinien. Aus dieser Zeit (1968 bis 1973) stammen spezielle handgezeichnete Pläne mit der ÖPNV-Netz- und Angebotsentwicklung, die mir Matthias Hintzen einsandte. Ganz herzlichen Dank dafür!

Aus den Plänen ist auch der Takt ersichtlich: Jeder Strich steht für eine Fahrt pro Stunde und Richtung zur Hauptverkehrszeit.

Neuperlach nur mit Buserschließung – ohne Trambahn, aber auch ohne U-Bahn und S-Bahn, ja was heute unvorstellbar ist, war für die ersten Bewohner Realität. Dafür waren aber auch die Einkaufsmöglichkeiten bescheiden. Immerhin gab es ab Ende der 1960er-Jahre in der Baracke des heutigen FestSpielHaus (Plettstraße) den ersten Supermarkt in Neuperlach.

Es sei hier auch auf den älteren Artikel Die unbekannte Buslinie nach Neuperlach hingewiesen, der die anfängliche ÖPNV-Anbindung durchleuchtet.

Jetzt aber zu den Plänen. Wie immer: Ein Klick macht groß!

München-Neuperlach_1969
Netzplan 1968. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1969
Netzplan 1969. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1970
Netzplan 1970. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1971
Netzplan 1971. Urheber: Matthias Hintzen
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Netzplan 1972: Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1973
Netzplan 1973. Urheber: Matthias Hintzen

Update

Mit weiteren Plänen wird das Netz nun bis in die Gegenwart abgedeckt.

München-Neuperlach_1975
Netzplan 1975. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1977
Netzplan 1977. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1980_06
Netzplan 1980 (Juni). Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1980-10
Netzplan 1980 (Okt). Urheber: Matthias Hintzen
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Netzplan 1982. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1985
Netzplan 1985. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1989
Netzplan 1989. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_2002
Netzplan 2002. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_2003
Netzplan 2003. Urheber: Matthias Hintzen
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Netzplan 2012. Urheber: Matthias Hintzen

April, April!

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Einkaufszentrum „Life“ (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Andere machen viele und meist schlechte Aprilscherze, Neuperlach.org verzichtet dieses Jahr darauf. Dafür gibt es harte News.

Das Neuperlacher Einkaufszentrum Life hat auch eigene News, die „Life News“. Letztlich handelt es sich dabei um eine Anzeigenseite, die in der dieswöchigen Ausgabe des „Südlost-Kurier“ erschienen ist. Lobenswert ist, dass auch auf die Erreichbarkeit des Life mit öffentlichen Verkehrsmitteln hingewiesen wird. Peinlich ist es jedoch, dass zur Anfahrt die „U2“ angegeben wurde. Folgt der Kaufinteressierte diesem Hinweis, landet er unfreiwillig in den RIEM ARCADEN. Dort kann man aber auch einkaufen. Richtig müsste es natürlich U5 heißen.

Immer gerne zu Gast: die U2

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Heute war die U2 zu Gast in Neuperlach. Domi schoss dieses Mal einen C-Wagen in der Quiddestraße. Zu beachten sind die neuen LCD-Zugzielanzeiger, welche die alten Fallblattanzeiger ablösen.

(Bild entfernt)

C-Wagen der Linie U2 in der Quiddestraße (15.11.2009).

Update

Der Grund für den Besuch ist die Ertüchtigung der Stromversorgung im Ostabschnitt der U2, wozu auch Arbeiten im Gleisbereich erforderlich sind. Die U2 kann dann jeweils nur alle 20 Minuten zwischen Innsbrucker Ring und Messestadt Ost fahren, die übrigen Züge werden über die U5 nach Neuperlach Süd abgeleitet.

Weitere Besuche der U2 in Neuperlach:

  • Montag, 16. mit Donnerstag, 19. November, jeweils ab ca. 22 Uhr
  • Sonntag, 22. November, ganztägig

Quelle

Pressemitteilung der MVG zur U2-Ableitung nach Neuperlach (Seite nicht mehr verfügbar)

Ein seltener Gast in Neuperlach

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Am 14. August (ab ca. 21.45 Uhr) bis 16. August (Betriebsschluss) und am Sonntag, 23. August (ganztägig) wurden bzw. werden zwischen den U-Bahnhöfen Kreillerstraße und Moosfeld Stromkabel verlegt. Daher fand bzw. findet zwischen den U-Bahnhöfen Innsbrucker Ring und Messestadt Ost nur ein eingleisiger Betrieb mit 20-Minuten-Takt statt.

Laut Beobachtung von Domi fuhren die „überschüssigen“ Züge der U2 heute bis Neuperlach Zentrum oder am Abend sogar bis Neuperlach Süd – im 20-Minuten-Takt. Damit gab die U2, die früher ganztägig nach Neuperlach rollte, ein kurzes Gastspiel in ihrer alten Heimat. Ein Beweisfoto hat Domi mitgeliefert.

(Bild entfernt)

Gastspiel in Neuperlach. Die U2 am heutigen Sonntag im U-Bahnhof Quiddestraße (16.08.2009, 15:48:37).