Kunst

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In Neuperlach gibt es zwar kein Museum, aber dafür jede Menge fest installierter Objekte im Freien: Kunst, Technikrelikte, einfach ungewöhnliche Bauten, nachträgliche Verschönerungen an Profanbauten und vieles, was manche Zeitgenossen nicht für Kunst, sondern nur für Schrott oder Sperrmüll halten.

Die schönen Objekte im Freien ersparen die Eintrittskosten fürs Museum. Eine Reihe von Werken werden hier vorgestellt.

Die hier gezeigten und weitere Bilder zu Freiluftausstellungen in Neuperlach in höherer Auflösung gibt es auch im Kunst-Album auf flickr – einfach hier klicken!

Graffiti am Kulturhaus (Jan Deichmann alias CAZ13)

Graffiti am Kulturhaus
Das Graffiti noch im Anfangsstadium. Die Neuperlacher Zwillingstürme thronen über dem Kulturhaus (10.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Fertiges Kunstwerk kurz vor der Einweihung. Das Graffiti enthält eine ganze Reihe von Aussagen, die sich der Betrachter selbst erarbeiten möge (19.05.2017) © Thomas Irlbeck

Mehr zum Graffiti, auch zu seiner Entstehung (umfassende Reportage mit vielen Bildern)

Space Churn

Altes aus Neuperlach - Video
Das Wahrzeichen Neuperlachs, hier noch am ursprünglichen Standort, vor dem Verwaltungsgebäude der Neuen Heimat im Plett-Zentrum (Screenshot aus dem Video „Altes aus Neuperlach“)

Die Neuperlach-Plastik (Raumspindel Space Churn) wird 1972 von George M. Rickey gebaut. Sie gilt als Wahrzeichen Neuperlachs und wird auch „Perlach Mobile“ genannt. Zuerst wird sie an der Neuen Heimat an der Albert-Schweitzer-Straße aufgestellt (Foto).

Heute steht die Plastik auf dem Hanns-Seidel-Platz:

Raumspindel Space Churn
Raumspindel Space Churn vor dem Kulturhaus am Hanns-Seidel-Platz (16.02.2017) © Thomas Irlbeck

Video „Altes aus Neuperlach“ anschauen

Eisengeflecht vor dem Kulturhaus

Eisengeflecht
Eisengeflecht-Kunstwerk vor dem Kulturhaus am Hanns-Seidel-Platz (16.02.2017) © Thomas Irlbeck

Ausgequetscht: Technikrelikte im alten Quetschwerk Fritz Roth

Eine Art Minimuseum, … (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Es sind faszinierende Technikrelikte, die man in einer Art dauerhaften Freiluftausstellung im alten Quetschwerk Fritz Roth in Neuperlach (Putzbrunner Straße) bewundern kann.

Zur Anfahrt per ÖPNV: Am besten fährt man mit dem Autobus M55 oder 198 bis zur Haltestelle „Gefilde“ und läuft dann am Waldrand entlang Richtung Kieswerk. Die Objekte muss man sich aber selbst zusammensuchen – das Ganze ist kein offizielles Museum!

… wo es keiner erwartet (12.06.2009) © Thomas Irlbeck
Entsprechend muss man sich nicht erst am Eingang anstellen, bis man … (12.06.2009) © Thomas Irlbeck
zu diesem Kurzhobler vorgelassen wird. Wann an dieser wohl das letzte Mal Schichtende war? (12.06.2009) © Thomas Irlbeck
Die Feldbahn erfüllt nun einen anderen Zweck – als Blumenkübel (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Fischschwarm

„Fischschwarm“ vor einer Schule am Karl-Marx-Ring. Künstler: Raimund Hartmann, 1973 (12.06.2009) © Thomas Irlbeck
Der „Fischschwarm“  herangezoomt (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Verhüllt – aber nicht von Dauer

Verhüllt
Diese leider nicht dauerhafte Installation am Oskar-Maria-Graf-Ring erinnert an den berühmten Verhüllungskünstler, der mal in Berlin ein ziemlich berühmtes Gebäude verhüllte (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Münchhausen

Münchhausen
„Münchhausen“, Bronzeskulptur, 1971 von Marlene Neubauer-Woerner geschaffen, gesehen an der Außenfassade der Grundschule an der Max-Kolmsperger-Straße (21.05.2009) © Thomas Irlbeck

Der berühmte Lügenbaron Münchhausen bedient sich hier eines sehr ungewöhnlichen „öffentlichen“ Verkehrsmittels. Er lässt sich auf einer Kanonenkugel aus einer belagerten Festung herausschießen.

Blaue Spirale

Blaue Spirale
„Blaue Spirale“ von Louis Constantin, 1972 gebaut, 2001 an der Heinrich-Wieland-Straße auf der alten Trambahntrasse der Linie 24 installiert (17.05.2009) © Thomas Irlbeck

Stahlskulptur

Stahlskulptur
„Stahlskulptur“ von Alfred Aschauer, 1970 gebaut, steht vor dem AOK-Gebäude am Friedrich-Engels-Bogen 6, (17.05.2009) © Thomas Irlbeck

Pavillon – Schräge Wände

Pavillon - Schräge Wände
„Pavillon – Schräge Wände“ des Künstlers Kay Winkler an der Ständlerstraße. Leider wurde es durch Sprayer verunstaltet (07.05.2009) © Thomas Irlbeck
Das Kunstwerk ganz aus der Nähe betrachtet (07.05.2009) © Thomas Irlbeck

Dieses Kunstwerk ist eine begehbare Installation von Kay Winkler aus vier Betonwänden, die 2003 entstanden ist. Hier wird der Betrachter zum Teil des Kunstwerks. Dieser nimmt das Kunstwerk nicht ausschließlich von außen wahr, sondern sucht sich seine Perspektive selbst, die auch den Blick aus dem Innenleben des Objekts nicht ausschließt. Winkler hat seinem Objekt den wohl einfachsten denkbaren Namen gegeben: „Pavillon – Schräge Wände“. Der Betrachter mag die Antwort auf die Frage nach dem Verzicht eines einzigartigen, wortspielerischen Namens im Kunstwerk selbst finden.

Nur der Mensch ist der Ort der Bilder

Nur der Mensch ist der Ort der Bilder
„Nur der Mensch ist der Ort der Bilder“ des Künstlers Jai-Young Park an der Kreuzung Ständlerstraße/Heinrich-Wieland-Straße (13.05.2009) © Thomas Irlbeck

Eines der auffälligsten Kunstobjekte in Neuperlach ist die Arbeit „Nur der Mensch ist der Ort der Bilder“ des Künstlers Jai-Young Park, vier mächtige kegelartige Körper aus Beton, die sich an der viel befahrenen Ständlerstraße, Ecke Heinrich-Wieland-Straße, finden. Praktisch jeder Neuperlacher dürfte dieses Kunstobjekt kennen.

Jai-Young Park wurde 1957 in Seoul, Südkorea, geboren, und siedelte 1966 nach Deutschland über. Die Arbeit entstand 1998 und wurde zunächst auf der Kunstplattform beim Alten Botanischen Garten installiert. Seit 1999 steht das Kunstwerk in Neuperlach.

Weblinks

Verschönerung von Betonblöcken

Dieses zeigt, dass als hässlich empfundene Bauwerke bei einer Sanierung durchaus erheblich aufgehübscht werden können:

Früher eines der wohl hässlichsten Häuser und heute – nach der Renovierung – schon fast ein Schmuckstück: das Bürogebäude an der Albert-Schweitzer-Straße gegenüber dem Plett-Zentrum (06.02.2000). Die Konstruktion im Vordergrund (die heute nicht mehr existiert, sie stand auf dem Ostflügel des inzwischen abgerissenen Gebäudes, das früher die Neue Heimat Bayern beherbergte) war im Übrigen keine Transrapid-Versuchstrasse. Foto: Thomas Irlbeck

Perlach-Park mit dem Kunstwerk „Objekt im See“ (Neuperlach Süd)

Perlach-Park, Brunnen in Betrieb
Brunnen in Betrieb. Foto: Rufus46 / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Mehr zum Perlach-Park

Quidde-Zentrum: Was Kunst wirklich ist

Kunst Quiddestraße
Das Werk steht sehr nahe an den Häusern (05.11.2012). Foto: A. K.

Neuperlach.org-Leser A. K. hat im November 2012 dieses Kunstwerk in der Nähe des Quidde-Zentrum entdeckt. Es ist ein Steinblock, der an einen Grabstein erinnert. Offenbar stand das Werk zu diesem Zeitpunkt noch nicht lange da, speziell der Untergrund wirkte damals noch frisch. Es stellt sich die Frage, von wem das Kunstwerk stammt, wie es heißt und was damit ausgesagt werden soll. Es stehen noch mehr Objekte dieser Art in der Nähe. Insgesamt sind es mindestens drei.

Mehr zu diesen Kunstwerken

Schulzentrum Nord:Verbindendes Graffiti

Schulzentrum Nord
Kunst verbindet – Graffiti-Kunst an der Brücke (04.11.2017) © Thomas Irlbeck

Mehr zum Schulzentrum Nord

Ein bisserl neue Farbe für Neuperlach …

Brücke Maulwurfshausen
Foto: Manfred Westner

… an der Brücke Albert-Schweitzer-Straße bei Maulwurfshausen. Den Künstlern ein herzliches Dankeschön!

Mehr Kunstwerke aus der Reihe

Sonnenuhr am Plett-Zentrum (inzwischen abgebaut)

Sonnenuhr 2010
Sonnenuhr am Plett-Zentrum (2010). Bild: Franco und Manuel aus Neuperlach

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3 Gedanken zu „Kunst“

  1. Vermutlich war dieses Gebilde nur eine Zierde – ein leistenartiges Betonelement, das auf Stelzen aufgestellt war. Die Betonung liegt auf „war“, denn die Konstruktion gibt es nicht mehr. Sie wurde beerdigt – wie der Transrapid, der aber ansonsten nichts damit zu tun hat.

    Das Gebilde stand im Ostflügel des Gebäudes, das früher die Neue Heimat Bayern beherbergte. Der Ostflügel wurde ja Anfang dieses Jahres abgerissen.

    In dem Bild kam es auf das Gebäude im Hintergrund an, das natürlich noch steht und das noch genauso „schön“ ist.

  2. zu „nur der mensch…“: ich hab mich immer gefragt, was das ist: schachfiguren? dachte mir irgendwann einfach: 4 pins, oder apostels, so wie die apostels in australien. und im hintergrund die „mondbasis“. welcome to neuperlach!

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