Kunst

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In Neuperlach gibt es zwar kein Museum, aber dafür jede Menge fest installierter Objekte im Freien: Kunst, Technikrelikte, einfach ungewöhnliche Bauten, nachträgliche Verschönerungen an Profanbauten und vieles, was manche Zeitgenossen nicht für Kunst, sondern nur für Schrott oder Sperrmüll halten.

Die schönen Objekte im Freien ersparen die Eintrittskosten fürs Museum. Eine Reihe von Werken werden hier vorgestellt. Die Seite wird in unregelmäßigen Abständen erweitert.

Die hier gezeigten und weitere Bilder zu permanenten Freiluftausstellungen in Neuperlach in höherer Auflösung gibt es auch im Kunst-Album auf flickr – einfach hier klicken!

Space Churn

Die Neuperlach-Plastik (Raumspindel Space Churn) wird 1972 von George M. Rickey gebaut. Sie gilt als Wahrzeichen Neuperlachs und wird auch „Perlach Mobile“ genannt. Zuerst wird sie an der Neuen Heimat an der Albert-Schweitzer-Straße aufgestellt. Heute steht die Plastik auf dem Hanns-Seidel-Platz:

Raumspindel Space Churn
Raumspindel Space Churn vor dem Kulturhaus am Hanns-Seidel-Platz (16.02.2017) © Thomas Irlbeck
Altes aus Neuperlach - Video
Das Wahrzeichen Neuperlachs, hier noch am ursprünglichen Standort, vor dem Verwaltungsgebäude der Neuen Heimat im Plett-Zentrum (Screenshot aus dem Video „Altes aus Neuperlach“)

Video „Altes aus Neuperlach“ anschauen

Ausgequetscht: Technikrelikte im alten Quetschwerk Fritz Rotth

Es sind faszinierende Technikrelikte, die man in einer Art dauerhaften Freiluftausstellung im alten Quetschwerk Fritz Roth in Neuperlach (Putzbrunner Straße) bewundern kann.

Zur Anfahrt per ÖPNV: Am besten fährt man mit dem Autobus M55 oder 198 bis zur Haltestelle „Gefilde“ und läuft dann am Waldrand entlang Richtung Kieswerk. Die Objekte muss man sich aber selbst zusammensuchen – das Ganze ist kein offizielles Museum!

Eine Art Minimuseum, … (12.06.2009) © Thomas Irlbeck
… wo es keiner erwartet (12.06.2009) © Thomas Irlbeck
Entsprechend muss man sich nicht erst am Eingang anstellen, bis man … (12.06.2009) © Thomas Irlbeck
zu diesem Kurzhobler vorgelassen wird. Wann an dieser wohl das letzte Mal Schichtende war? (12.06.2009) © Thomas Irlbeck
Die Feldbahn erfüllt nun einen anderen Zweck – als Blumenkübel (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Fischschwarm

„Fischschwarm“ vor einer Schule am Karl-Marx-Ring. Künstler: Raimund Hartmann, 1973 (12.06.2009) © Thomas Irlbeck
Der „Fischschwarm“  herangezoomt (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Verhüllt – aber nicht von Dauer

Diese leider nicht dauerhafte Installation erinnert an den berühmten Verhüllungskünstler, der mal in Berlin ein ziemlich berühmtes Gebäude verhüllte (12.06.2009) © Thomas Irlbeck

Münchhausen

Der berühmte Lügenbaron Münchhausen bedient sich hier eines sehr ungewöhnlichen „öffentlichen“ Verkehrsmittels. Er lässt sich auf einer Kanonenkugel aus einer belagerten Festung herausschießen.

„Münchhausen“, Bronzeskulptur, 1971 von Marlene Neubauer-Woerner geschaffen, gesehen an der Außenfassade der Grundschule an der Max-Kolmsperger-Straße (21.05.2009) © Thomas Irlbeck

Blaue Spirale

„Blaue Spirale“ von Louis Constantin, 1972 gebaut, 2001 an der Heinrich-Wieland-Straße auf der alten Trambahntrasse der Linie 24 installiert (17.05.2009) © Thomas Irlbeck

Stahlskulptur

„Stahlskulptur“ von Alfred Aschauer, 1970 gebaut, steht vor dem AOK-Gebäude am Friedrich-Engels-Bogen 6, (17.05.2009) © Thomas Irlbeck

Pavillon – Schräge Wände

Dieses Kunstwerk ist eine begehbare Installation von Kay Winkler aus vier Betonwänden, die 2003 entstanden ist. Hier wird der Betrachter zum Teil des Kunstwerks. Dieser nimmt das Kunstwerk nicht ausschließlich von außen wahr, sondern sucht sich seine Perspektive selbst, die auch den Blick aus dem Innenleben des Objekts nicht ausschließt. Winkler hat seinem Objekt den wohl einfachsten denkbaren Namen gegeben: „Pavillon – Schräge Wände“. Der Betrachter mag die Antwort auf die Frage nach dem Verzicht eines einzigartigen, wortspielerischen Namens im Kunstwerk selbst finden.

„Pavillon – Schräge Wände“ des Künstlers Kay Winkler an der Ständlerstraße. Leider wurde es durch Sprayer verunstaltet  (07.05.2009) © Thomas Irlbeck
Das Kunstwerk ganz aus der Nähe betrachtet (07.05.2009) © Thomas Irlbeck

Nur der Mensch ist der Ort der Bilder

Eines der auffälligsten Kunstobjekte in Neuperlach ist die Arbeit „Nur der Mensch ist der Ort der Bilder“ des Künstlers Jai-Young Park, vier mächtige kegelartige Körper aus Beton, die sich an der viel befahrenen Ständlerstraße, Ecke Heinrich-Wieland-Straße, finden. Praktisch jeder Neuperlacher dürfte dieses Kunstobjekt kennen.

Jai-Young Park wurde 1957 in Seoul, Südkorea, geboren, und siedelte 1966 nach Deutschland über. Die Arbeit entstand 1998 und wurde zunächst auf der Kunstplattform beim Alten Botanischen Garten installiert. Seit 1999 steht das Kunstwerk in Neuperlach.

„Nur der Mensch ist der Ort der Bilder“ des Künstlers Jai-Young Park an der Kreuzung Ständlerstraße/Heinrich-Wieland-Straße (13.05.2009) © Thomas Irlbeck

Weblinks

Verschönerung von Betonblöcken

Dieses auch in der Rubrik Bilder veröffentlichte Foto zeigt, dass hässlich empfundene Bauwerke bei einer Sanierung durchaus erheblich aufgehübscht werden können:

Früher eines der wohl hässlichsten Häuser und heute – nach der Renovierung – schon fast ein Schmuckstück: das Bürogebäude an der Albert-Schweitzer-Straße gegenüber dem Plett-Zentrum (06.02.2000). Die Konstruktion im Vordergrund (die heute nicht mehr existiert, sie stand auf dem Ostflügel des inzwischen abgerissenen Gebäudes, das früher die Neue Heimat Bayern beherbergte) war im Übrigen keine Transrapid-Versuchstrasse. Foto: Thomas Irlbeck

3 Gedanken zu „Kunst“

  1. Vermutlich war dieses Gebilde nur eine Zierde – ein leistenartiges Betonelement, das auf Stelzen aufgestellt war. Die Betonung liegt auf „war“, denn die Konstruktion gibt es nicht mehr. Sie wurde beerdigt – wie der Transrapid, der aber ansonsten nichts damit zu tun hat.

    Das Gebilde stand im Ostflügel des Gebäudes, das früher die Neue Heimat Bayern beherbergte. Der Ostflügel wurde ja Anfang dieses Jahres abgerissen.

    In dem Bild kam es auf das Gebäude im Hintergrund an, das natürlich noch steht und das noch genauso „schön“ ist.

  2. zu „nur der mensch…“: ich hab mich immer gefragt, was das ist: schachfiguren? dachte mir irgendwann einfach: 4 pins, oder apostels, so wie die apostels in australien. und im hintergrund die „mondbasis“. welcome to neuperlach!

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