Ampelkoalition: Radfahrer sehen rot, nichts ist im grünen Bereich

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Radampel, neuer Typ
Radampel, ganz neuer Typ. Rotsehen reicht aus, wer braucht schon Grün? Gesehen an der Kreuzung Carl-Wery-Straße/Otto-Hahn-Ring in Neuperlach Süd. Mehr dazu weiter unten im Text (26.02.2017) © Thomas Irlbeck

Radfahren in München ist immer noch ein Abenteuer.  Die Stadt München lässt sich immer wieder etwas einfallen. Eigentlich bin ich ein Anhänger von Fahrradspuren, die auf der normalen Fahrbahn angelegt werden. Dort wird man von Rechtsabbiegern nicht so schnell übersehen und man kann Tempo machen, ohne von Fußgängern und Hunden behindert zu werden. Allerdings sind von den angelegten Radspuren viele ständig durch Falschparker, auch durch Lieferverkehr (ganz übel in der Rosenheimer Straße!), unterbrochen. Da kann man sich dann nicht einmal so einfach vorbeizwängen, da man rechts den hohen Randstein hat und links die normale(n) Fahrspur(en) mit meist starkem Verkehr. Dann werden aber auch inzwischen immer mehr Fahrradstraßen angelegt.

Die neuen Radampeln

Relativ neu sind die Fahrradampeln, die nun nicht mehr an der Haltelinie stehen, sondern an der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung. Sie haben immerhin den Vorteil, dass man wie bei den alten Radampeln jetzt wieder nur eine einzige Ampel hat, um über die Kreuzung zu kommen, und nicht wie bei den kombinierten Fußgänger-/Radampeln bis zu drei oder vier, was mehrfaches Anhalten bedeuten kann. Den neuen Radampeln fehlt im Unterschied zu den alten Radampeln aber ein Gelb. Meist werden nun diese neuen Radampeln verbaut, aber längst nicht immer. Und es gibt noch genug Kreuzungen, an denen man auf dem viel zu schmalen Mittelstreifen anhalten muss, da dort ja eine kombinierte Fußgänger-/Radampel Rot signalisieren kann. An manchen Stellen muss man zumindest theoretisch sein Rad querstellen, damit es nicht den Querverkehr behindert.

Große Radampel
Große Radampel an der Kreuzung Berg-am-Laim-Straße/Leuchtenbergring (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Auch werden manchmal noch Fahrradampeln verbaut, die doch wieder an der Haltelinie vor der Kreuzung stehen. Eine seltene Form ist dabei die Form der Fahrradampel, die so groß wie die Autoampel ausfällt (Foto links).

Der Vorteil der neuen Radampeln an der gegenüberliegenden Seite ist, dass diese vom Autoverkehr besser oder überhaupt gesehen werden können. Autofahrer sollten ja nicht nur auf die eigenen Ampeln achten, sondern auf die separaten Ampeln anderer Verkehrsteilnehmer. Beim Abbiegen ist es ja wichtig zu wissen, dass der Radverkehr noch Grün hat.

Neuperlach Süd: Die unvollständige Ampel

Was wir hier in Neuperlach Süd sehen (Bild ganz oben), ist eine solche neue Radampel. Nun ja, wir sehen sie – und sehen sie nicht. Zumindest nicht den entscheidenden grünen Teil. Das Bild ist von der Warteposition auf dem Radweg entstanden – ohne Tricks. Ein echtes Problem besteht hier aber nicht. Zwar kann man die grüne Leuchtscheibe kaum sehen, aber wenn das rote Licht ausgeht, weiß man, dass Grün sein muss. Auch wenn man einen Meter weiter links oder rechts wartet, wird die Sache schon besser sichtbar, wenngleich man dann nicht mehr vorschriftsmäßig hält.

Villa in Baumkirchen (Das historische Haus, Folge 14)

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Villa am Tomannweg 3
Villa am Tomannweg 3 (23.02.2017) © Thomas Irlbeck

Unser heutiges historisches Haus ist eine herrliche Villa am Tomannweg im Stadtteil Baumkirchen, der zum Stadtbezirk Berg am Laim gehört. Das Gebäude, der Gartenpavillon (rechts im Bild) und die Vorgarteneinfriedung stehen unter Denkmalschutz. Der Bayerische Denkmal-Atlas weiß zu dem Gebäude Folgendes zu berichten:

Villa, zweigeschossiger Walmdachbau mit Zwerchhausrisaliten und polygonalem Erkerturm mit Zwiebelhaube, in Formen der deutschen Renaissance, von Georg Giunin, 1901; Gartenpavillon, Holzkonstruktion mit Zeltdach und Turmaufsatz, gleichzeitig; Vorgarten-Einfriedung, Pfeilgitterzaun und verputzte Mauer, gleichzeitig.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Kaufland erklärt Unabhängigkeit

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Jeder Neuperlacher kennt das Kaufland im pep. In Berg am Laim an der Berg-am-Laim-Straße 117 wird gerade ein zweites Kaufland gebaut. Das liegt übrigens sehr nahe am Prima Markt (siehe Ausweichquartier für Mix Markt-Freunde). Mit dem Bau soll die „Zentrumsmeile“ von Berg am Laim attraktiver werden. Bereits 2015 soll Eröffnung sein. Die Erschließung per Öffis erfolgt durch das Trämli 19, Haltestelle Schlüsselbergstraße.

Kaufland Berg am Laim
Bautafel (05.09.2014) © Thomas Irlbeck
Kaufland Berg am Laim
Baustelle (05.09.2014) © Thomas Irlbeck