Kardinal Reinhard Marx weiht neue Kirche St. Jakobus am Quidde-Zentrum ein

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St. Jakobus – Einweihung
Bild 1: Kardinal Reinhard Marx weiht das neue St. Jakobus ein (09.02.2019). Foto: Tobias D.

Neuperlach hat nun ganz offiziell eine neue Kirche! Kardinal Reinhard Marx hat am Samstag, den 09.02.2019, die Kirche St. Jakobus am Quidde-Zentrum eingeweiht. Eine vollständige Chronik des Baus ist hier zu finden.

Einweihungen von Gotteshäusern sind in Deutschland selten geworden. Elf Jahre ist Marx (was für ein passender Name für Neuperlach, siehe Karl-Marx-Ring und Marx-Zentrum) bereits im Amt, doch es ist erst das vierte Mal, dass er ein neues Gotteshaus weiht. Das liegt daran, dass die beiden christlichen Kirchen in Deutschland massive Austritte zu verzeichnen hatten und haben. Die Kirche ist für viele Leute nicht mehr attraktiv und modern genug, sie erreicht gerade jüngere Leute kaum noch. Auch die noch vorhandenen Kirchenmitglieder gehen seltener in den Gottesdienst. Auch die Zuwanderung aus Ländern, in denen andere Religionen vorherrschen, spielt eine nicht unbedeutende Rolle.

St. Jakobus – Einweihung
Bild 2: Die Kirche – zwei verschieden große Quader formen sie (09.02.2019). Foto: Tobias D.

Fazit: Man braucht weniger Kirchen bzw. kleinere Kirchen. Das ist aber nicht der Grund für den Neubau. Denn die alte Kirche St. Jakobus war marode, sogar einsturzgefährdet, und wurde 2012 abgerissen (Neuperlach.org berichtete).

Wenn die Kirche schon abgerissen werden muss, ergibt es Sinn, den Neubau an den sinkenden Bedarf anzupassen. So wurde eine weit kleinere Kirche gebaut. Die Anzahl der Sitzplätze sank von mehreren Hundert auf nun 50.

Die Kirche wurde auf dem Standplatz des alten Kindergartens gebaut, der ebenfalls marode war und abgerissen worden war. Dafür entstand am alten Platz der Kirche nun ein neuer Kindergarten. Es wurden also die Plätze getauscht.

Ergänzung/Richtigstellung: Kapelle oder Kirche?

Anfangs wurde das neue St. Jakobus als „Kapelle“ bezeichnet. In jüngerer Vergangenheit ist davon die Rede , dass es doch eine „Kirche“ geworden sei. Laut Pressemitteilung der Erzdiözese ist St. Jakobus eine „Kirche“. Die Tagespresse hat das übernommen. Laut der Kathpedia liegt der Unterschied nicht in der Größe des Baus, sondern darin, ob der Bau eine eigene Pfarrei besitzt. Auch wenn in Neuperlach Pfarreien zusammengelegt wurden, würde ich schon bejahen, dass St. Jakobus über eine Pfarrei verfügt. Bezeichnen wir St. Jakobus also als „Kirche“.

Architektur

Die neue Kirche hat 2,6 Millionen Euro gekostet. Die Nutzfläche beträgt 315 Quadratmeter. Letztlich besteht der Bau aus zwei unterschiedlich großen Quadern. Einer ist gemauert und wurde mit Holz verkleidet. Der größere Hauptbau, der den Gebetsraum enthält, ist aus Beton und behielt seinen Sichtbeton. Nur der schräg versenkte Eingangsbereich des Hauptbaus stört die strenge mathematische Form, aber selbst das Kreuz fügt sich der Quaderstruktur, da es nicht freisteht, sondern – ums Eck gebogen – mit der (Sichtbeton-)Oberfläche verschmilzt (siehe u.a. Bild 3).

St. Jakobus – Einweihung
Bild 3 (09.02.2019). Foto: Tobias D.

Diese „brutale“ Architektur (Brutalismus heißt der Stil, was aber nicht „brutal“, sondern mehr „Beton“ bedeutet) stieß und stößt auch auf Kritik. Immer wieder erhalte ich Kommentare, wie hässlich die neue Kirche doch sei.

Vielleicht gefällt den Kirchenbesuchern aber der Altarstein besser, den das Künstlerpaar Lutzenberger & Lutzenberger, das sich für die Innenausstattung verantwortlich zeichnet, auf einer Wanderung im Allgäu entdeckt hat.

Der Bau war gezeichnet von vielen Verzögerungen. Bereits im Februar 2017 (!) schien die Kirche vom Rohbaustadium nicht mehr weit entfernt zu sein und dennoch mussten wir noch zwei weitere Jahre auf die Fertigstellung warten.

Vielen Dank an Tobias D. für die Fotos!

St. Jakobus – Einweihung
Bild 4 (09.02.2019). Foto: Tobias D.
St. Jakobus – Einweihung
Bild 5 (09.02.2019). Foto: Tobias D.
St. Jakobus – Einweihung
Bild 6: Kunst in Form von Tafeln zum Thema Heiliger Jakobus (09.02.2019). Foto: Tobias D.

Die Kirche drei Tage vor der Einweihung

Neubau St. Jakobus
Bild 7 (06.02.2019) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 8 (06.02.2019) © Thomas Irlbeck

Rückblick

Das war die alte Kirche St. Jakobus, die 2012 abgerissen wurde.

St. Jakobus
St. Jakobus vor dem Abriss (19.11.2011) © Thomas Irlbeck

Quellen

St. Jakobus am Quidde-Zentrum: Stillstand und Verfall

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An unserem St. Jakobus am Quidde-Zentrum hat sich optisch nichts mehr getan. Ich glaube, dass wir noch ein viele, viele Monate, vielleicht auch noch länger, auf die Fertigstellung der Kapelle warten müssen (Neuperlach.org berichtete, dort sieht man auch, dass im Februar 2017 die Baustelle kaum anders als Ende November 2017 aussah). Aber es ist eine Gelegenheit, sich das daneben befindliche Wohnhaus (mit Gewerbe im Erdgeschoss) einmal genauer anzuschauen, schließlich ist es das letzte Überbleibsel des ursprünglichen St.-Jakobus-Ensembles. Auf den ersten Blick steht das Haus noch ganz gut da. Bei näherer Betrachtung kann einem dann aber doch das Grausen kommen. Da haben sich zumindest stellenweise Moose, Flechten und wohl auch Schimmel breitgemacht.

Quiddestraße 35
Bild 1: Das Wohnhaus am St. Jakobus, ganz rechts ist noch die Baustelle der neuen Kapelle zumindest angedeutet (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Quiddestraße 35
Bild 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Quiddestraße 35
Bild 3 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Quiddestraße 35
Bild 4 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Quiddestraße 35
Bild 5 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Bei dieser Gelegenheit noch ein Foto vom Zugang zum alten Quidde-Zentrum. Das sah auch schon mal besser aus:

Durchgang zum Quidde-Zentrum
Bild 6 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Alte Zeiten, die nie wieder zurückkehren

An dieser Stelle soll mal wieder an die alte Kirche mit ihrem Parkhaus-Beton-Charme erinnert werden:

St. Jakobus
Bild 7: Die Kirche St. Jakobus vor dem Abriss. Von der Optik könnte man hier ein Parkhaus erwarten (19.11.2011) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
Bild 8: Diese Ansicht der Kirche lässt eher auf eine Schule schließen 19.11.2011) © Thomas Irlbeck

St. Jakobus am Quidde-Zentrum: Stand der Bauarbeiten bei Kapelle und Gemeinderäumen (Update 01.05.2019)

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Große Bewegung bei St. Jakobus. Die Kirche wurde abgerissen und an ihrer Stelle ist eine Kita entstanden, die bereits eröffnet wurde. Im Anschluss daran wurde die alte Kita abgerissen, an ihrer Stelle entstehen derzeit Kapelle und Gemeinderäume. Neuperlach.org zeigt den aktuellen Baustand.

Neubau St. Jakobus
Bild 1 (15.02.2017) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 2 (15.02.2017) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 3 (15.02.2017) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 4 (15.02.2017) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 5 (15.02.2017) © Thomas Irlbeck

Stand 25.10.2017

Die Fortschritte sind nicht allzu groß, was an einer zwischenzeitlichen, mehrmonatigen Pause liegt. Aber es geht weiter!

Neubau St. Jakobus
Bild 6 (25.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update 22.11.2017

Auf der Baustelle geht es munter weiter. Die großen Verzögerungen waren witterungsbedingt, aber auch „der mangelhafte Guss der 9 m hohen Altarwand“ hat nach Darstellung der Kirche eine wesentliche Rolle gespielt. Die Probleme konnten inzwischen gelöst werden.

Neubau St. Jakobus
Bild 7 (22.11.2017) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 8 (22.11.2017) © Thomas Irlbeck

Update 29.01.2018

Es werden zwar immer wieder Arbeiter gesichtet, aber wenn man den aktuellen Stand mit dem vom November vergleicht, wird man nur geringe Änderungen feststellen. Auffällig sind vor allem die eingesetzten Tür- und Fensterrahmen. Wer findet weitere Unterschiede?

Neubau St. Jakobus
Bild 9 (29.01.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 10 (29.01.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 11 (29.01.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 12 (29.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 25.03.2018

Fortschritte am Bau. Die Fassade wurde mit Holz verkleidet (im linken Bereich des folgenden Fotos).

Neubau St. Jakobus
Bild 13 (25.03.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 14 (25.03.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 15 (25.03.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 16 (25.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 07.04.2018

Es wurde weitergearbeitet Wenn man genau hinschaut, dann sind die Flächen, die mit Holz verkleidet sind, größer geworden. Vergleiche vor allem Bild 13 (alt) mit den aktuellen Bildern 17 und 18.

Neubau St. Jakobus
Bild 17 (07.04.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 18 (07.04.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 19 (07.04.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 20 (07.04.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 21 (07.04.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 22 (07.04.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 23 (07.04.2018) © Thomas Irlbeck

Update 15.07.2018

Zumindest äußerlich scheint sich fast nichts getan zu haben. Nur eines fällt auf: Die in das Himmelreich ragenden langen Betonquader auf einem separaten Sockel (siehe z.B. Bild 22 und 23) – was auch immer diese zu bedeuten hatten (Kunst?) – sind verschwunden.

Neubau St. Jakobus
Bild 24 (15.07.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 25 (15.07.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 26 (15.07.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 27 (15.07.2018) © Thomas Irlbeck

Update 29.07.2018

Das Gerüst wurde entfernt, aber großartige weitere Fortschritte sieht man zumindest von außen nicht.

Neubau St. Jakobus
Bild 28 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 29 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 30 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 31 (29.07.2018) © Thomas Irlbeck

Update 21.09.2018

Die Fassade des linken Gebäudeteils wurde komplettiert, sonst hat sich zumindest praktisch nichts getan.

Neubau St. Jakobus
Bild 32 (21.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 33 (21.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 34 (21.09.2018) © Thomas Irlbeck

Update 29.11.2018

Es tut sich etwas. Der Vorplatz wird gepflastert und eingefasst. Dank des Musters der Platten kann man dann (fast) Schach spielen. Aber mal im Ernst: Am Hauptgebäude gibt es kaum von außen sichtbare Veränderungen. Die Fortschritte seit dem Februar 2017 (!) – damals entstanden meine ersten Bilder von den Bauarbeiten – sind enttäuschend. Aber vielleicht wird im Frühjahr nun alles gut!

Neubau St. Jakobus
Bild 35 (29.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 36 (29.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 37 (29.11.2018) © Thomas Irlbeck

Update 18.12.2018

Vor der Kapelle wurde eine ganze Reihe an Tafeln aufgestellt. Die Darstellungen decken – wie zu erwarten – das Thema Heiliger Jakobus ab. Die Tafel mit der Darstellung des Heiligen Jakobus ist etwas ganz Besonderes. Diese basiert auf vielen, vielen kleinen Bohrungen, die auf diese Weise das Motiv bilden. Die anderen Tafeln präsentieren Bibelverse und andere Abbildungen. Die Einweihung der Kapelle soll am 9. Februar 2019 stattfinden.

Neubau St. Jakobus
Bild 38 (18.12.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 39 (18.12.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 40 (18.12.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 41 (18.12.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 42 (18.12.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 43 (18.12.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 44 (18.12.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 45 (18.12.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 46 (18.12.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 47 (18.12.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 48 (18.12.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 49 (18.12.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 50 (18.12.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 51 (18.12.2018) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 52 (18.12.2018) © Thomas Irlbeck

Der heutige Besuch auf der Baustelle löste auch ein älteres Rätsel. Es geht um dieses Objekt (das weiter oben auf diversen Bildern zu sehen ist), das lange neben dem Kapellenrohbau stand und dann verschwand. Es war ein Probeguss für die Altarwand. Er wurde verschrottet:

Neubau St. Jakobus
Bild 53: Jetzt ist klar, was das war (25.03.2018) © Thomas Irlbeck

Update 26.01.2019

Der heutige Besuch ergab, dass sich zumindest äußerlich nicht viel geändert hat. Aber es wurde jetzt die Eingangstüre eingesetzt (Foto 54 rechts). Der Innenausbau läuft, auch heute wurde innen gearbeitet.

Neubau St. Jakobus
Bild 54 (26.01.2019) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 55 (26.01.2019) © Thomas Irlbeck

Update 06.20.2019

St. Jakobus hat kurz vor der offiziellen Einweihung durch Kardinal Reinhard Marx am 9. Februar ihr Kreuz erhalten. Es sieht so aus, dass es beim Hauptbau der Kapelle beim Sichtbeton bleiben wird, da das Kreuz nun einer etwaigen Verkleidung im Weg ist. Eine besondere Note ist, dass das Kreuz ums Eck gebogen wurde. Dadurch kann man das Kreuz von mehreren Seiten gut sehen. Mal sehen, ob die katholische Kirche auch in anderen Punkten in Zukunft ums Eck denkt. Sinnvoll wäre es, da die katholische Kirche immer noch sehr konservativ ist. Frauen ist das Priesteramt weiterhin verwehrt, und Papst Franziskus beleidigte jüngst homosexuelle Menschen, indem er sagte, Homosexualität sei eine „Modeerscheinung“.

Neubau St. Jakobus
Bild 56 (06.02.2019) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 57 (06.02.2019) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 58 (06.02.2019) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 59 (06.02.2019) © Thomas Irlbeck
Neubau St. Jakobus
Bild 60 (06.02.2019) © Thomas Irlbeck

Letztlich basiert die Architektur der Kapelle auf zwei verschiedenen Quadern, die unmittelbar nebeneinandergesetzt wurden. Der schräg versenkte Eingangsbereich des größeren Hauptbaus stört die strenge mathematische Form, aber selbst das Kreuz fügt sich der Quaderstruktur, da es nicht freisteht, sondern mit der (Sichtbeton-)Oberfläche verschmilzt.

Update 08.02.2019

Die Abendzeitung hat ein paar Daten: Kapelle und Gemeinderäume umfassen 315 Quadratmeter Nutzfläche. 50 Gläubige haben in der Kapelle Platz. 2,6 Millionen Euro hat der Bau gekostet.

Update 10.02.2019

Bericht zur Einweihung am 09.02.2019: Kardinal Reinhard Marx weiht neue Kapelle St. Jakobus am Quidde-Zentrum ein

St. Jakobus mit sprudelndem Brunnen (Update 01.05.2019)

St. Jakobus
Bild 61 (01.05.2019) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
Bild 62 (01.05.2019) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
Bild 63 (01.05.2019) © Thomas Irlbeck

Einschränkungen wegen Anschluss des neuen St. Jakobus ans Fernwärmenetz

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St. Jakobus Nachfolger
Modell des neuen St. Jakobus (06.02.2013) © Thomas Irlbeck

Weil das neue St. Jakobus an der Quiddestraße ans Fernwärmenetz angeschlossen wird, kommt es zwischen Anfang Mai und Anfang Juni zu Einschränkungen. Parkplätze entfallen, die Zugänge zu den Häusern werden durch Behelfsbrücken sichergestellt, die Quiddestraße bleibt für den Fahrverkehr eingeschränkt nutzbar.

Mehr Infos: Fernwärme-Anschluss: Sperrungen in der Quiddestraße

Was es für Einschränkungen geben wird, kann man erahnen, wenn man sich daran erinnert, wie das Pflegeheim am Friedrich-Enges-Bogen ans Fernwärmenetz angeschlossen wurde. Die Busfahrer mussten fast millimetergenau rangieren, um den Parcours zu bewältigen: Keine Haarspalterei: Um Haaresbreite (Bilderstrecke)

St. Jakobus an Weihnachten

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Der neue Papst übt sich in Bescheidenheit. Mit dem Verzicht auf einen neuen Kirchenbau am Quidde-Zentrum hat dies eher weniger zu tun, denn die Entscheidung liegt schon länger zurück. Wie auch immer, statt einer Kirche werden nur Gemeinderäume, eine Kita und eine Kapelle gebaut (Neuperlach.org berichtete). Ich zeige den Baustand von Heiligabend, dazu ein Modell von der Bautafel sowie zwei Fotos von 2011, als der alte Bau noch stand.

St. Jakobus
St. Jakobus (24.12.2013) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
St. Jakobus (24.12.2013) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
St. Jakobus (24.12.2013) © Thomas Irlbeck

Modell

St. Jakobus Nachfolger
Modell – so soll es mal aussehen (06.02.2013) © Thomas Irlbeck

Alte Zeiten, die nie wieder zurückkehren

St. Jakobus
St. Jakobus vor dem Abriss (19.11.2011) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
Andere Ansicht (19.11.2011) © Thomas Irlbeck

Abschied nehmen vom Quidde-Zentrum – Abriss St. Jakobus (Update 06.02.2013)

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Quidde-Zentrum
Düstere Wolken über dem Quidde-Zentrum (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

In einem Jahr könnte bereits Abriss sein im Quidde-Zentrum (Neuperlach.org berichtete). Der Bau soll einem neuen Gebäudekomplex Platz machen, der neben Läden auch über viele, viele Wohnungen verfügen soll, die in München so dringend gebraucht werden. Ich habe die Gelegenheit genutzt, noch ein paar Fotos zu machen.

Ein paar Läden haben noch geöffnet. Jüngst ist nach mehreren Jahrzehnten die Stadtsparkasse ausgezogen. Einen Lebensmittelmarkt gibt es schon lange nicht mehr. Die Papeterie ist noch da, auch die Apotheke (Update 11.01.2013: Auch Letztere ist nun geschlossen, der Laden leer geräumt). Als Ersatz für die ehemalige Konditorei sind zwei Lokale (Pizza/Café/Bar und Café) eingezogen (siehe Bild links). Die Räume des ehemaligen Mix Markt stehen weiterhin leer, man erkennt sie an den unzähligen Umzugkartons, die dort seit einer Ewigkeit und einen Tag stehen.

Der asiatische Garten mit der kaskadenförmigen Brunnenanlage, der sich am Rande des Quidde-Zentrum findet, macht leider auch keinen guten Eindruck mehr. Das ist aber noch längst nicht alles. Auch an das Heiligste ist man gegangen und hat inzwischen die Kirche St. Jakobus fast vollständig abgerissen (Neuperlach.org berichtete).

Mein Traum wäre eine Revitalisierung des Quidde-Zentrum. Auf dem riesengroßen Parkplatz könnte ein Wohnhaus oder ein kombiniertes Gewerbe-/Wohnhaus entstehen, sodass das Argument, dann gäbe es ja keine neuen Wohnungen, obsolet wäre. Mit einem Verbindungsbauwerk könnte man so auch für die teilweise fehlende Barrierefreiheit sorgen. Reißen wir doch nicht alles ab! Nicht alles, was danach kommt, ist besser.

Ex-Stadtsparkasse
Hier war mal die Stadtsparkasse (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Ex-Stadtsparkasse/Ex-Mix Markt
Die Ex-Stadtsparkasse und der Ex-Mix Markt (im Hintergrund) (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Schäden
Einige Schäden, manche Wand ist sogar offen (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum mit Parkplatz
Quidde-Zentrum mit Parkplatz (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

Brunnen „Wasserfall“

Brunnen "Wasserfall"
Brunnen „Wasserfall“ vor dem Quidde-Zentrum (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

Wenn man sich auf dem Neuperlacher Fußwegsystem vom Plett-Zentrum Richtung Quidde-Zentrum bewegt, findet sich kurz vor dem Quidde-Zentrum – bereits auf der Rampe – links der Eingang zu dem kleinen Wassergarten. Der Brunnen wurde 1971 eröffnet und besteht aus zwei einzelnen Brunnenelementen, die nebeneinander positioniert sind. Die Elemente selbst setzen sich aus kaskadenförmig angeordneten Wasserschalen zusammen. Das Wasser fließt dabei sukzessive von den oberen in die darunterliegenden Schalen. Die ganze Anlage stammt von Gottfried Hansjakob und ist einem asiatischen Garten nachempfunden. Der heutige Zustand ist katastrophal. Die Anlage ist vermoost, zugewachsen, dreckig. Der Beton wirkt angegriffen. Schade, dass man solche Anlagen so verkommen lässt. Quelle (wie passend 😉 ): Kunst in Perlach

Brunnen "Wasserfall"
Im Hintergrund die ehemaligen Räume der Stadtbibliothek, in denen …  (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Brunnen "Wasserfall"
… heute das Deutsch-Islamische Kulturzentrum untergebracht ist (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

St. Jakobus

Der Abriss ging schnell. Am 25. November wurde die erste Wand eingerissen (zweites Foto), heute am 19.12.2012 war fast nichts mehr übrig von dem Bau (letztes Foto).

St. Jakobus
Im November 2011 stand das Gebäude noch, war aber bereits wegen Einsturzgefahr gesperrt (19.11.2011) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
St. Jakobus geht dahin, jetzt gibt es kein Zurück mehr  (25.11.2012) Foto: Benedikt Bast
St. Jakobus
Der Bau verschwindet rasend schnell (07.12.2012) Foto: Benedikt Bast
St. Jakobus
St. Jakobus (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

Update (06.02.2013)

St. Jakobus Nachfolger
Der Nachfolger von St. Jakobus (06.02.2013) © Thomas Irlbeck

Das Quidde-Zentrum verfällt zusehends. Die Apotheke hat seit Januar geschlossen. Nun sind auch die beiden neuen Lokale schon wieder dicht. Die Papeterie widersetzt sich noch dem Verfall.

Von St. Jakobus ist außer dem Kreuz nichts mehr zu sehen.

Wie der Nachfolger von St. Jakobus (Kindergarten und Kapelle) aussehen soll, zeigt die Bautafel.

Quidde-Zentrum Schriftzug
Selbst der Schriftzug verabschiedet sich (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Ex-Apotheke
Quidde-Zentrum: Die Apotheke ist zu (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum/Parkplatz
Quidde-Zentrum: Immer mehr Fassaden-Platten lösen sich (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus (06.02.2013)
St. Jakobus: alles weg (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
St. Jakobus: viel Platz (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus Kreuz
St. Jakobus: Nur das Kreuz hat überlebt (06.02.2013) © Thomas Irlbeck

Was Kunst wirklich ist (Update Dezember 2013)

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Was ist Kunst? Wenn man es kann, ist es keine Kunst. Wenn man es nicht kann, ist es erst recht keine.*

Kunst Quiddestraße
Bild 1: Das Werk steht sehr nahe an den Häusern (05.11.2012). Foto: A. K.

Neuperlach.org-Leser A. K. hat im November 2012 dieses Kunstwerk in der Nähe des Quidde-Zentrum entdeckt. Es ist ein Steinblock, der an einen Grabstein erinnert. Offenbar stand das Werk zu diesem Zeitpunkt noch nicht lange da, speziell der Untergrund wirkte damals noch frisch. Es stellt sich die Frage, von wem das Kunstwerk stammt, wie es heißt und was damit ausgesagt werden soll. Es stehen noch mehr Objekte dieser Art in der Nähe. Insgesamt sind es mindestens drei.

Kunst Quiddestraße
Bild 2: Kunstwerk (05.11.2012). Foto: A. K.
Kunst Quiddestraße
Bild 3: Ob der Hydrant auch Kunst ist? 😉 (05.11.2012). Foto: A .K.

* Wandspruch in einer Kunstausstellung im Wissenschaftszentrum Bonn, ganz grob um 1985 (Quelle: Wiktionary)

Update Dezember 2013

St. Jakobus
Bild 4: Der Kirchturmersatz von St. Jakobus an der Quiddestraße. Links unten lässt sich schwach einer der Steine erkennen (Archivbild vom 19.11.2011) © Thomas Irlbeck

Zunächst spekulierten Neuperlach.org-Leser, dass es sich um Steine handele, die sich ursprünglich vor St. Jakobus befanden und nun wegen des Kirchenabrisses nicht stehen bleiben konnten und daher versetzt wurden. Das alles klingt zunächst durchaus logisch. Auf dem Foto von 2011 (Bild 4, zum Vergrößern anklicken), welches das vor der Kirche befindliche Kreuz zeigt, als sich St. Jakobus kurz vor dem Abriss befand, kann man bei genauer Hinsicht im linken unteren Bereich einen dieser Steine erkennen. Das Kreuz, das erst 1989 als eine Art Kirchturmersatz aufgestellt wurde, stammt wie auch sehr wahrscheinlich wie die damals in Kreuznähe postierten Steine vom Künstler Karl-Jakob Schwalbach (Quelle: Kunstwerke in Perlach).

Doch diese Steine wirken weit älter und sind von einer anderen Struktur als die 2012 vor den Wohnhäusern aufgestellten Steine. Aber auch aus einem anderen Grund muss die These von den versetzten Steinen wohl zu den Akten gelegt werden, denn die alten Steine (zumindest sechs Stück davon, unklar ist, ob es noch mehr von ihnen gab) wurden zwar von ihrem ursprünglichen Platz entfernt, lagern aber nun recht lieblos unter dem Kreuzgerüst (Bild 5 und 6).

Gestapelte Steine unter dem Kreuz von St. Jakobus
Bild 5: Gestapelte Steine unter dem Kreuz von St. Jakobus (25.12.2013) © Thomas Irlbeck
Gestapelte Steine unter dem Kreuz von St. Jakobus
Bild 6: Näher dran (25.12.2013) © Thomas Irlbeck

Ein weiteres von den neuen Kunstwerken findet sich vor dem Quidde-Zentrum in unmittelbarer Nähe der Bushaltestelle Nawiaskystraße (Bild 7 und 8). Noch immer stellt sich die Frage, was es mit diesen neuen Steinen auf sich hat.

Kunstwerk Quidde-Zentrum
Bild 7: Eines der neuen Kunstwerke am Quidde-Zentrum (25.12.2013) © Thomas Irlbeck
Kunstwerk Quidde-Zentrum
Bild 8: Näher dran (25.12.2013) © Thomas Irlbeck

St. Jakobus Neuperlach wird abgerissen

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St. Jakobus
Das Gebäude von St. Jakobus ist marode, es besteht sogar Einsturzgefahr (19.11.2011) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
Hoch ragt es, das künstlerisch vor dem Bau aufgestellte Erkennungszeichen von St. Jakobus an der Quiddestraße (19.11.2011) © Thomas Irlbeck

Neuperlach verändert immer weiter sein Gesicht. Wohnblöcke werden saniert, dürfen aber bleiben. Dagegen müssen Gewerbe- und soziale Bauten früher oder später weichen. So wird die Kirche St. Jakobus am Quidde-Zentrum abgerissen. Das berichtet „Hallo“ in der Ausgabe Ramserdorf-Perlach vom 17.11.2011 auf Seite 1. Das Gebäude ist marode, das Dach könnte bei größeren Schneemassen nachgeben. So musste der Bau bereits letzten Winter für drei Monate gesperrt werden. Auch das Nebengebäude, in dem die Kita untergebracht ist, ist marode. Eine Sanierung der Kirche wäre zu aufwändig und gilt als problematisch, weil Schadstoffe aus der Brandschutzdämmung entweichen könnten. Bei der Untersuchung wurden Asbest und Formaldehyd gefunden. Ab Dezember soll die Kirche für immer geschlossen werden. Um den Abriss zu ermöglichen, muss die Kirche in einem Ritual zunächst weltlich gemacht werden, was für Herbst nächsten Jahres geplant ist.

St. Jakobus
Auch das Schild hat seine besten Zeiten hinter sich. Die letzte heilige Messe ist nicht mehr weit entfernt (19.11.2011) © Thomas Irlbeck

Es wird keine neue Kirche gebaut, sondern nur noch eine Kapelle. Dafür wird aber die Kita erweitert und es werden neue Gemeinderäume geschaffen. Auch Gottesdienste soll es dann wieder geben. Bis der Neubau steht, werden die Gottesdienste und Pfarreiaktivitäten ins Kirchenzentrum St. Stephan (Nähe pep) verlagert. Die Kita St. Jakobus soll bis zur Eröffnung des neuen Gebäudes in den alten Räumen bleiben.

St. Jakobus
Eine andere Ansicht von St. Jakobus (19.11.2011) © Thomas Irlbeck