Das LetoMotel (Gebäude in Schwarz und Anthrazit, Folge 3)

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LetoMotel, Kreillerstraße
Bild 1: LetoMotel, Kreillerstraße (24.11.2017) © Thomas Irlbeck

Im Marx-Zentrum sowie in meiner Wohnanlage hängen schwarze Fassadenplatten, das soll ein Schiefergebirge darstellen. Früher haben mir schwarze und sehr dunkle Fassaden nicht gefallen, aber inzwischen liebe sich sie. Bislang sind hier schon einige Artikel über schwarze oder anthrazitfarbene Gebäude erschienen, jetzt mache ich eine offizielle Serie daraus. Dazu habe ich auch einige bestehende Artikel nachträglich zu Folgen dieser Serie erklärt.

Unser heutiges Gebäude ist ein Hotel, das LetoMotel in Trudering an der Kreillerstraße 200 in Trudering. Es liegt auf Höhe der Kreuzung Karpfenstraße/Marianne-Plehn-Straße, der U-/S-Bahnhof Trudering ist in wenigen Gehminuten erreichbar.

Im Erdgeschoss finden sich eine dm-Drogerie, eine Bäckerei (Wimmer) sowie eine Metzgerei mit Imbiss. Das Gebäude hat bis auf Ziegeloptik mit Ausnahme einer Seite, die verputzt und gestrichen ist (Bild 3). Das 135-Zimmer-Haus wurde 2015 eröffnet.

LetoMotel, Kreillerstraße
Bild 2 (24.11.2017) © Thomas Irlbeck
LetoMotel, Kreillerstraße
Bild 3 (24.11.2017) © Thomas Irlbeck

Zu den übrigen Folgen „Gebäude in Schwarz und Anthrazit“

Marx-Zentrum: Schlecker ist tot, es lebe Schlecker!

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Die Arbeiten gehen voran (21.05.2010) © Thomas Irlbeck

Der Konzern hatte angekündigt, den Laden im Marx-Zentrum (Peschelanger 13) zu schließen (Neuperlach.org berichtete). Die Kunden wurden auf die weit entfernte Filiale am Gustav-Heinemann-Ring verwiesen. Doch nun tut sich Erstaunliches, die Filiale wird als Schlecker XL wieder eröffnet. Wie der Schlecker-Konzern mir mitteilte, wird am 04.06. Eröffnung sein. Dabei wird nicht nur alles neu, sondern auch alles erheblich größer sein, denn die Fläche des alten unmittelbar angrenzenden NKD-Ladens wird zukünftig als Verkaufsraum mitgenutzt. Die Trennmauer zwischen beiden Läden wurde bereits entfernt.

Der Hintergrund der Umwandlungen von Schlecker in Schlecker XL ist Zeitungsberichten zufolge, dass die Kunden vermehrt zur Konkurrenz mit ihrem größeren Warenangebot laufen. Schlecker hat dann ebenso mit einer Vergrößerung des Warenangebots reagiert und nennt das Ganze dann eben Schlecker XL.

Der Konzern war mit dem Schlecker XL-Konzept aber in die Kritik geraten. So berichteten Zeitungen, dass Mitarbeitern gekündigt und ihnen angeboten wurde, sie in der eigenständigen Schlecker XL GmbH wieder neu einzustellen – zu erheblich schlechteren Konditionen. Dem Magazin Stern TV vom 16.09.2009 zufolge sahen diese Konditionen eine Halbierung des Bruttogehalts, eine Verringerung der Anzahl der Urlaubstage von 30 auf 24 und eine Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld vor.

Der neue Schriftzug pappt schon am Schaufenster. Die sechs bunten Scheiben stehen für „Schlecker XL“  (21.05.2010) © Thomas Irlbeck
Das Plakat weist auf die Eröffnung am 04.06.2010 hin (21.05.2010) © Thomas Irlbeck

Wikipedia berichtet davon, dass eine Mitarbeiterin gegen die Praktik gerichtlich vorging und einen Teilerfolg erzielte. Zitat:

Das Arbeitsgericht Marburg hat Schlecker XL am 23. April 2010 im Rahmen einer einstweiligen Verfügung verpflichtet bis zum Abschluss des Hauptsacheverfahren eine ehemalige Schlecker-Mitarbeiterin zu alten Konditionen weiterzubeschäftigen, da in der Umwandlung Schlecker zu Schlecker XL ein Betriebsübergang i.S.v. § 613a BGB zu sehen sei und daher, zum Zeitpunkt des Übergangs von Schlecker, bestehende Arbeitsverträge auf den neuen Schlecker XL übergegangen seien.

Historisches Zuckerl

Noch als Zuckerl ein kurzer historischer Rückblick: Dort, wo jetzt Schlecker ist, befand sich früher mal das Marx-Zentrum-Hallenbad. Das Schwimmbecken betonierte man Mitte der 1990er Jahre zu, riss die sanitären Anlagen heraus und wandelte den Gebäudeteil in zwei Läden um. Da jetzt die Räumlichkeiten wieder vereint wurden, steht gewissermaßen die alte Schwimmhalle wieder als ein einziger Raum zur Verfügung. Vom alten Schwimmhallenflair ist aber nichts mehr zu spüren. Wer es nicht weiß, kommt hier kaum auf die Idee, dass hier mal früher Leute ihre Bahnen im Wasser zogen.

Ausgeschleckt – Ladensterben im Marx-Zentrum setzt sich fort

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Der Schlecker verabschiedet sich unspektakulär (19.04.2010) © Thomas Irlbeck (Handyfoto)

Das Ladensterben im Marx-Zentrum nimmt immer größere Ausmaße an. Der Schlecker schließt zum Monatsende. Bald gibt es auch keine Drogerie mehr im Marx-Zentrum. Damit erhöht sich die Anzahl der Leerstände auf 4. Die Alternative Gustav-Heinemann-Ring ist übrigens keine. Der Fußweg dahin dürfte mindestens eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Denn der Gustav-Heinemann-Ring liegt in der Nähe der U- und S-Bahnstation Neuperlach Süd, wir sind aber hier in Neuperlach Nordost.