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Die beiden Hochhäuser im Alexisquartier

Map Parkside
Die Positionen der beiden Hochhäuser. №1 befindet sich bereits im Bau. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Erstmals seit 40 Jahren – seit 1982 – werden im klassischen Neuperlach (ohne Neuperlach Süd) wieder Hochhäuser gebaut. Das letzte Hochhaus war 1982 der zweite Zwillingsturm am Gerhart-Hauptmann-Ring 11 mit 18 Geschossen. Pathetisch lässt sich sagen, die Hochhäuser sind zurück!

Warum der Hinweis auf Neuperlach Süd? Dort wird ja dieses Jahr das Boardinghouse fertiggestellt. Es ist das erste und bisher einzige Hochhaus in Neuperlach Süd. Wenn man Gesamt-Neuperlach betrachtet, stellt damit das Bordinghouse das erste Hochhaus in Neuperlach seit 1982 dar.

Konkret werden im Alexisquartier zwei Hochhäuser gebaut, beide werden 15 Geschosse umfassen und 52 Meter hoch sein. Sie werden von Demos errichtet.

Hochhaus №1: Parkside

Parkside
Baugrube von Parkside vom Osten aus gesehen (29.06.2022) © Thomas Irlbeck
Parkside
Baugrube von Parkside vom Westen (Nähe Demos-Verkaufscontainer) aus gesehen (29.06.2022) © Thomas Irlbeck

Das erste Hochhaus ist ein Bestandteil des Bauabschnittes „Parkside“ (WA 6). Zu Parkside gehört neben dem Hochhaus auch noch ein weiteres Wohnhaus mit 20 Metern Höhe sowie eine Kita. Der Baubeginn für Parkside ist bereits erfolgt, es wird bereits die Baugrube ausgehoben.

Wie es mal aussehen soll, ist hier visualisiert. Die Parkside-Modellgrafik lässt größere Gemeinsamkeiten mit den Hochhäusern von Ernst Barth erkennen, die im Volksmund wegen der umlaufenden verglasten Balkone auch „Glashäuser“ genannt werden. Diese preisgekrönten Häuser sind eine Bereicherung für Neuperlach und finden sich am Ostpark, aber auch am Friedrich-Engels-Bogen. Zudem hat Ernst Barth Häuser dieser Art auch am Cosimapark realisiert. Daher ist es eine gute Nachricht, wenn sich das Design an diese architektonischen Schmuckstücke anlehnt.

Der Name „Parkside“ deutet es an, das Hochhaus wird am Rande des geplanten Quartierparks liegen. Die Wohnungen weisen 1 bis 4 Zimmer auf bei einer Wohnfläche von ca. 26 m² bis ca. 127 m².

Beide Hochhäuser werden in statisch optimierter Stahlbetonbauweise errichtet. Um die Tragfähigkeit des Grundes auf das erforderliche Maß zu bringen, wird wie bei der benachbarten Wohnanlage (Pandion, WA 8) auf eine Pfahlgründung zurückgegriffen. Unterhalb des Gebäudes ist eine zweigeschossige Tiefgarage vorgesehen.

Hochhaus №2

Hier kommen noch Informationen. Die Position des Hochhauses ist oben aus der Karte ersichtlich.

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Großsanierung am Karl-Marx-Ring 11–21 (am „Lichtmenschen“)

Lichtmensch
Lichtmensch. Foto: Geo Goidaci
Lichtmensch
Lichtmensch. Foto: Geo Goidaci

Unser Neuperlach wird modernisiert. Am Karl-Marx-Ring 11–21 findet nun auch eine Großsanierung statt. Es handelt sich keinesfalls um eine standardmäßige Sanierung, sondern um eine besonders umfangreiche und auch ökologisch-nachhaltige. Letzteres bedeutet, dass eine energetische Fassadensanierung durchgeführt und zudem auf den Dächern eine Photovoltaikanlage errichtet wird. Erwähnenswert ist auch, dass in der Anlage das Kunstwerk „Lichtmensch“ steht, dem natürlich nichts passieren darf!

Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21. Rechts: Der verschalte „Lichtmensch“ (22.04.2022) © Thomas Irlbeck

Was wird gemacht?

Außen

  • An den Balkonen werden Instandsetzungsarbeiten und eine Betonsanierung durchgeführt. Die bestehenden Brüstungen und Blumenkästen aus Beton werden rückgebaut. Als Ersatz kommt ein Geländer aus Stahl.
  • Die Fassade wird wärmegedämmt und neu gestrichen.
  • Die Dächer werden erneuert. Zudem wird auf den Dächern eine Photovoltaikanlage errichtet.
  • Die Fenster und Balkontüren aus Holz werden durch solche aus Kunststoff ersetzt.

Innen

  • Es werden Brandschutzmaßnahmen umgesetzt.
  • Die Wohnungseingangstüren werden instandgesetzt und die Haustüren ersetzt.
  • Die Treppenhauswände innen und die Gemeinschaftsflure werden neu gestrichen.
  • Die Beleuchtung im Treppenhaus wird verbessert.
  • Die Heizungsanlagen und haustechnischen Leitungen in den Kellern werden erneuert.
  • Die Heizkörperventile in den Wohnungen werden ausgetauscht.
    Es erfolgt ein teilweiser Einbau einer zentralen Wohnraumabluftanlage (nur mittlere Wohnungen).
  • Es wird eine zentrale Wasserentkalkungsanlage in den Kellern eingebaut.

Die Hauptarbeiten am Gebäude sollen bis zum Dezember 2022 abgeschlossen sein. Die Wiederherstellung der Außenanlagen ist für das Frühjahr 2023 geplant.

Lichtmensch

Lichtmensch
Wiederinstallation des Kunstwerks (15.09.2019). Foto: Geo Goidaci
Lichtmensch
Der Lichtmensch ist wieder da (15.09.2019). Foto: Geo Goidaci

Das Kunstwerk „Lichtmensch“ wurde bereits verschalt, damit es die Sanierung unbeschadet übersteht. Hintergrund: 2010 erwarb die Gewofag das Kunstwerk „Lichtmensch“ des Münchner Künstlers Geo Goidaci und stellte es im Park der Wohnanlage Karl-Marx-Ring 3–21 auf. Nach einer gründlichen Renovierung ist die Lichtinstallation wieder an ihrem angestammten Platz. Das Kunstwerk besteht aus vier Holzteilen (Merantiholz) und einer LED-Achse. Im Dunkeln leuchtet der Lichtmensch langsam wechselnd in den Spektralfarben. Mehr Kunst in Neuperlach →

Stand 22.04.2022

Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (22.04.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (22.04.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Verschalter „Lichtmensch“ (22.04.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Verschalter „Lichtmensch“ (22.04.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (22.04.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Verschalter „Lichtmensch“ (22.04.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (22.04.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (22.04.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (22.04.2022) © Thomas Irlbeck

23.04.2022

Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Damit mir keiner den Rasen kaputtfährt! (23.04.2022) © Thomas Irlbeck

04.05.2022

Derzeit werden die Balkonbrüstungen abgesägt. Hier sind die einzelnen Phasen des Absägens zu sehen. Dabei werden erst von außen Löcher in die Brüstungen gebohrt und dann wird eine Schiene angebracht. Dort läuft das runde Sägeblatt zweimal durch. Das dauert nur wenige Minuten, und schon ist ein großes Brüstungselement entfernt. Das Ganze wird über eine Hebebühne realisiert. Ich spekuliere mal, dass sich auf diese Weise der Abtransport der Brüstungselemente mit dem mobilen Kran einfacher gestaltet, als wenn ein Gerüst im Weg wäre.

Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (04.05.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (04.05.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (04.05.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (04.05.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (04.05.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (04.05.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (04.05.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (04.05.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (04.05.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (04.05.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (04.05.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (04.05.2022) © Thomas Irlbeck

10.05.2022

Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (10.05.2022) © Thomas Irlbeck

Gerüstaufbau startet (11.05.2022)

Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (11.05.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (11.05.2022) © Thomas Irlbeck

Trümmerteile (27.05.2022)

Was die Balkonsanierung, zu der auch das Absägen der Balkonbrüstungen gehört, für die Bewohner bedeutet, zeigt eine Lesereinsendung. Vielen Dank dafür!

Die Balkonfliesen werden abgeschlagen, und wegen des Fensteraustausches muss auch um die Fenster herum Mauerwerk abgemeißelt werden. Dir Trümmerteile türmen sich auf dem Balkonboden, werden aber spätestens nach wenigen Tagen abtransportiert

Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Balkonboden mit Trümmerteilen. Foto: Lesereinsendung
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Balkonboden mit Trümmerteilen. Foto: Lesereinsendung
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Balkonboden mit Trümmerteilen. Foto: Lesereinsendung

02.06.2022

Auf den meisten Balkonen wurden bereits die Balkonbrüstungen aus Beton abgesägt. Einige Fotos zeigen den schlechten Zustand der Bausubstanz, sodass jeder erkennt, wie notwendig diese Sanierung ist. Die Einrüstung auch auf der Seite mit den Balkonen hat nun begonnen.

Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (02.06.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (02.06.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (02.06.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (02.06.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Das Gerüst wächst nun auch auf der Fassadenseite mit den Balkonen (02.06.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (02.06.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (02.06.2022) © Thomas Irlbeck

Fenster teilen (28.06.2022)

Inzwischen wurden alle Balkonbrüstungen abgesägt und die Häuser eingerüstet. Nun werden bereits die Wärmedämmplatten angebracht und die alten Fenster sowie Balkontüren mit Holzrahmen durch solche mit Kunststoffrahmen ausgetauscht. Interessanterweise haben die neuen Fenster statt einer 2er-Teilung eine 3er- oder gar 4er-Teilung.

Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (28.06.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21 (28.06.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Alte Zweierteilung (28.06.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Neue Viererteilung (28.06.2022) © Thomas Irlbeck
Großsanierung Wohnanlage Karl-Marx-Ring 11–21
Die neuen Fenster stehen bereit (28.06.2022) © Thomas Irlbeck
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Elektrisierend – die alten Trafohäuschen verschwinden

Trafohäuschen neu
Trafohäuschen neu (30.01.2022) © Thomas Irlbeck

Die alten begehbaren Trafohäuschen (Netztrafostationen) aus Beton in Neuperlach mit 29 m² werden durch kompakte Einrichtungen mit nur noch 7 m² ersetzt. Hier ein Beispiel für einen solchen neuen Bau an der Kurt-Eisner-Straße. Ein Beispiel mit der alten Bauweise Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52–62 ist hier auch zu sehen. Dort stehen entsprechend Neubau und Abriss noch bevor.

Trafohäuschen neu
Trafohäuschen neu (30.01.2022) © Thomas Irlbeck
Trafohäuschen alt
Trafohäuschen alt (27.03.2021) © Thomas Irlbeck
Rhododendron am Trafohäuschen Karl-Marx-Ring 52–62
Rhododendron am Trafohäuschen Karl-Marx-Ring 52–62 (20.05.2022) © Thomas Irlbeck
Rhododendron am Trafohäuschen Karl-Marx-Ring 52–62
Rhododendron am Trafohäuschen Karl-Marx-Ring 52–62 (20.05.2022) © Thomas Irlbeck
Rhododendron am Trafohäuschen Karl-Marx-Ring 52–62
Rhododendron am Trafohäuschen Karl-Marx-Ring 52–62 (20.05.2022) © Thomas Irlbeck
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Mütterberatung des Gesundheitsamts (Abriss und Neubau)

Mütterberatung des Gesundheitsamts
Mütterberatung des Gesundheitsamts (29.04.2017) © Thomas Irlbeck
Mütterberatung des Gesundheitsamts
Mütterberatung des Gesundheitsamts (29.04.2017) © Thomas Irlbeck
Mütterberatung des Gesundheitsamts
Mütterberatung des Gesundheitsamts (29.04.2017) © Thomas Irlbeck

Wieder einmal verschwindet ein Bau der ersten Stunde aus Neuperlach, die Mütterberatung des Gesundheitsamts – und wird durch einen Neubau mit ähnlicher Funktion ersetzt.

Fast alle Neuperlacher, nicht nur aktive oder ehemalige Schüler des gegenüberliegenden „Schulzentrum an der Quiddestraße“ (früher: Schulzentrum Nord), dürften ihn kennen, denn der Bau steht direkt an der Quiddestraße. Die Mütterberatung des Gesundheitsamtes.

Laut Leserberichten wurden da früher auch die Schluckimpfungen durchgeführt. Anfang der 1970er-Jahre soll vor dem Bau ein Röntgenbus bereitgestanden haben. Da mussten Erwachsene zum Lungenröntgen, wohl als Vorsorge gegen Tuberkulose. Da soll eine Aufforderung per Post gekommen sein. Es heißt, das sei Pflicht gewesen, keine Option.

Der Bau mit der Hausnummer 1 ist architektonisch so langweilig, dass einem dazu nur mal wieder der Begriff Legoriegel einfällt. Heute würde man so etwas nicht mehr bauen. Damals, in den 1970er-Jahren, hatte man noch großzügig Abstand von der Straße gelassen. Auch würde man sich heute mit nur einem einzigen Geschoss nicht mehr zufriedengeben.

Mütterberatung des Gesundheitsamts
Mütterberatung des Gesundheitsamts. Hier sieht man besonders gut, wie großzügig Neuperlach gebaut wurde (29.04.2017) © Thomas Irlbeck

Neubau

Nun aber wird der Bau abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, der dann als Väter-Mütter-Beratungsstelle fungieren wird. Auch die Kinderbetreuungseinrichtung in den dahinterliegenden Bauten werden neu errichtet.

Die Arbeiten haben bereits begonnen. Es wurden sowohl Bäume gefällt als auch andere Bäume durch Zäune geschützt.

18.03.2022

Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abrissvorbereitungen (18.03.2022) © Thomas Irlbeck
Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abrissvorbereitungen (18.03.2022) © Thomas Irlbeck

19.03.2022

Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abrissvorbereitungen (19.03.2022). Foto: Lesereinsendung
Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abrissvorbereitungen (19.03.2022). Foto: Lesereinsendung
Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abrissvorbereitungen (19.03.2022). Foto: Lesereinsendung
Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abrissvorbereitungen (19.03.2022). Foto: Lesereinsendung
Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abrissvorbereitungen (19.03.2022). Foto: Lesereinsendung

08.05.2022

Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abrissvorbereitungen (08.05.2022). Foto: Lesereinsendung
Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abrissvorbereitungen (08.05.2022). Foto: Lesereinsendung

12.05.2022

Die Abrissarbeiten schreiten schnell voran. Der Bagger kann sich sehr leicht durch den schmalen Eingeschosser fressen.

Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abrissarbeiten (12.05.2022) © Thomas Irlbeck
Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abrissarbeiten (12.05.2022) © Thomas Irlbeck
Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abrissarbeiten (12.05.2022) © Thomas Irlbeck

02.06.2022

Vom Beratungsbau ist nun nichts mehr übriggeblieben.

Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abriss beendet (02.06.2022) © Thomas Irlbeck
Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abriss beendet (02.06.2022) © Thomas Irlbeck
Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abriss beendet (02.06.2022) © Thomas Irlbeck
Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abriss beendet (02.06.2022) © Thomas Irlbeck
Mütterberatung des Gesundheitsamts
Abriss beendet (02.06.2022) © Thomas Irlbeck
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Annette-Kolb-Anger wieder nett!

Annette-Kolb-Anger Sanierung
Annette-Kolb-Anger, saniertes Haus 11 (31.12.2021) ©Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger Sanierung
Annette-Kolb-Anger, saniertes Haus 13 (31.12.2021) ©Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger Sanierung
Annette-Kolb-Anger, nicht saniertes Haus 15 (31.12.2021) ©Thomas Irlbeck

Kaum zu glauben, wie sich mein altes Haus, Annette-Kolb-Anger 11, verändert hat. Hier habe ich rund 5 Jahre (bis 1991) im 9. Stock (von 11) gewohnt.

Nun wurde eine umfassende Fassadensanierung vorgenommen. Die Fassadenplatten sind verschwunden. Die neue Fassade ist jetzt verputzt und sehr hell gestrichen. Wäre nicht der alte Eingangsbereich noch vorhanden, könnte man denken, es handelte sich bei dem Haus um einen Neubau.

Ich lege zum Vergleich ein Foto bei, das 2020 entstanden ist. Damals waren die Arbeiten noch am Anfang. Die alte Fassade ist noch sehr gut erkennbar.

Annette-Kolb-Anger Sanierung
Annette-Kolb-Anger, nicht saniertes Haus 15 (31.12.2021) ©Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger Sanierung
Annette-Kolb-Anger, nicht saniertes Haus 15 (31.12.2021) ©Thomas Irlbeck

Es wurde der gesamte Wohnblock saniert (Annette-Kolb-Anger 3-13), nur das Haus 15 blieb im Urzustand. Im Haus 15 wurden offenbar einige Fassadenplatten eingeschlagen. Dass es unzufriedene Bewohner waren, die neidisch auf die übrigen Häuser sind, ist jedoch nur ein Gerücht.

Annette-Kolb-Anger Sanierung
Annette-Kolb-Anger, Haus 11 noch mit alter Fassade (25.04.2020)
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Neues Buch: Heimat „Neuperlach“ – Transformation der öffentlichen Räume in einer Großsiedlung

Heimat Neuperlach– Transformation der öffentlichen Räume in einer Großsiedlung
Einblick ins Buch – Nutzungsplan
Heimat Neuperlach– Transformation der öffentlichen Räume in einer Großsiedlung
Einblick ins Buch
Heimat Neuperlach– Transformation der öffentlichen Räume in einer Großsiedlung
Das Buch: Tugba Ercan – Heimat Neuperlach – Transformation der öffentlichen Räume in einer Großsiedlung

Große Ehre für unsere Hood! Es ist ein neues Buch über Neuperlach erschienen. Anfang 2022 wird es noch eine E-Book-Ausgabe geben.

Wie viele andere Großstädte befindet sich auch München in einer Wachstumsphase. Die Bevölkerungszahl wächst kontinuierlich. Entsprechendes gilt für den Münchner Stadtteil Neuperlach. Der Stadtteil unterliegt einem stetigen Wandel und entwickelt sich ständig weiter. Nichtsdestotrotz hat sich Neuperlach einen ganz eigenen Charakter erhalten. Hier leben Menschen mit unterschiedlichsten Lebensplanungen und Wohnbedürfnissen zusammen. Um der Weiterentwicklung dieses Wohnraums gerecht zu werden, reicht eine rein marktwirtschaftlich orientierte Vorgehensweise nicht aus. Im Rahmen dieser Studie soll in erster Linie eine Strategie zur Transformation der öffentlichen Räume in Neuperlach entwickelt werden.Mit Hilfe dieser strategischen Herangehensweise wird der Fokus auf die wichtigen identitätsstiftenden Orte gelegt und Schritt für Schritt der Betrachtungsraum verkleinert. Ziel der Untersuchung ist es, auf Grundlage der städtebaulichen Analyse sowie der Analyse der Lebenswelten der Bewohner vor Ort den Umbau der Transformationsfläche des ehemaligen Quidde-Zentrums durchzuführen. Dabei ist es wichtig – aufbauend auf der vorhandenen Atmosphäre und Struktur – einen nachhaltigen Mehrwert zu schaffen. Des Weiteren sollen in der vorliegenden Studie die Großsiedlungen Nordweststadt, Gropiusstadt und Neuperlach auf deren unterschiedliche Entwicklungsprozesse untersucht und einer vergleichenden Betrachtung unterzogen werden.

Mehr Infos: Amazon

Heimat Neuperlach– Transformation der öffentlichen Räume in einer Großsiedlung
Kindheitserinnerung als Motivationsschreiben zum Quidde-Zentrum
Heimat Neuperlach– Transformation der öffentlichen Räume in einer Großsiedlung
Inhalt
Heimat Neuperlach– Transformation der öffentlichen Räume in einer Großsiedlung
Schwarzplan Neuperlach mit den Stimmen der Bewohner
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Vater von Neuperlach

Hans-Jochen-Vogel-Platz
Hans-Jochen-Vogel-Platz (02.10.2021) © Thomas Irlbeck

Hans-Jochen Vogel (1926–2020) war so etwas wie der Vater von Neuperlach. Und ganz nebenbei war es ein Ausnahmepolitiker. Geehrt wurde Hans-Jochen Vogel aber mit einem Platz im Olympiapark in der Nähe des Olympiaturms. Dazu wurde ein Teil des bisherigen Coubertinplatzes umbenannt. Das ist natürlich angemessen, denn Vogel holte die Olympischen Spiele 1972 nach München.

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Auch in Neuperlach Süd Nachverdichtung nach oben

Die Häuser der Maximilian-Kolbe-Allee 8 bis 12 in Neuperlach Süd werden derzeit um zwei bzw. drei auf einheitlich sechs Geschosse aufgestockt. Es entstehen 43 zusätzliche Wohnungen.

Mehr Infos: Immobilienmanager

Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (12.09.2021). Foto: Lesereinsendung
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (12.09.2021). Foto: Lesereinsendung
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (12.09.2021). Foto: Lesereinsendung
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (12.09.2021). Foto: Lesereinsendung

09.03.2022

Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (09.03.2022) © Thomas Irlbeck
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (09.03.2022) © Thomas Irlbeck
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (09.03.2022) © Thomas Irlbeck
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (09.03.2022) © Thomas Irlbeck
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (09.03.2022) © Thomas Irlbeck
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (09.03.2022) © Thomas Irlbeck
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (09.03.2022) © Thomas Irlbeck
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (09.03.2022) © Thomas Irlbeck
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee
Aufstockung Maximilian-Kolbe-Allee (09.03.2022) © Thomas Irlbeck

Weitere Aufstockungen in Neuperlach:

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Kein Happy End für unser Siedlerhaus

Siedlerhaus vor dem Wohnring
Siedlerhaus vor dem Wohnring, Ottweilerstraße 15 (Ecke Otterfinger Straße) (05.09.2021) © Thomas Irlbeck

Das kultige Siedlerhaus vor dem Wohnring dürfte fast jeder Neuperlacher kennen. Letztes Jahr wurde bekannt, dass das zweigeschossige Doppelhaus, das schon mal in der Krimiserie „München 7“ von Franz Xaver Bogner eine Rolle spielte, durch ein 9-Parteienhaus ersetzt wird. Die aufkommenden Proteste konnten das Haus leider nicht retten. Das Haus wurde bereits entkernt, wie meine Aufnahmen von heute zeigen. Ein Plot Twist mit Happy End gibt es halt nur im Film, in der Realität ist das selten.

Update: Bereits Mitte September wurde das Haus abgerissen.

Siedlerhaaus vor dem Wohnring
Siedlerhaus vor dem Wohnring (05.09.2021) © Thomas Irlbeck
Siedlerhaus vor dem Wohnring
Siedlerhaus vor dem Wohnring (05.09.2021) © Thomas Irlbeck

So sah das Haus mal aus:

Siedlerhaus vor dem Wohnring
Siedlerhaus vor dem Wohnring (24.02.2012). Foto: Casey Hugelfink / Lizenz: CC BY-SA 2.0
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Ex-Allianz: Bauzaun-Kunst zeigt Stadt der Zukunft

Neuperlach hat ein neues Kunstprojekt. An einem Bauzaun. Ein Bauzaun steht für Veränderung – und nicht nur das. Denn das Englische „town“ (also Stadt) entstand aus einem proto-germanischen Wort, das im Deutschen zu „Zaun“ wurde. „Town“ und „Zaun“ sind damit eng etymologisch verwandt. Eine Stadt ist schließlich genau abgesteckt, quasi eingezäunt (auch wenn wir in Neuperlach Zäune nicht so gerne sehen). Passender geht es kaum noch. Denn genau die Frage, wie könnten Städte zukünftig aussehen, ist das Thema. Bei der Vorbereitung zu  diesem Bericht hatte ich auch ein nettes Déjà-vu.

Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Biegung des Zauns wurde geschickt genutzt, damit der Betrachter das Gefühl bekommt, der Wagen würde tatsächlich auf ihn zusteuern! (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Auch das könnte die Zukunft der Stadt sein! (02.09.2021) © Thomas Irlbeck

Der Hintergrund: Die Allianz hat Neuperlach Ende 2020 verlassen. Das jüngere der beiden Gebäude an der Fritz-Schäffer-Straße (das weiße) soll saniert, der (dunklere) Altbau dagegen abgerissen und durch einen höheren Neubau ersetzt werden (Neuperlach.org berichtete). Bis es so weit ist, wird es im Altbau eine Zwischennutzung geben. Konkret entsteht die Community Kitchen, das „Restaurant der geretteten Lebensmittel“ (siehe Ex-Allianz: Community Kitchen, das „Restaurant der geretteten Lebensmittel“).

Der Allianz-Neubau ist bereits mit Bauzäunen abgeschirmt. Der so wichtige Durchgang durch das LAO-Vierschanzenhaus zum Einkaufszentrum Life und zur Plettstraße ist als etwas schmalere Schneise erhalten geblieben. Baustellen bedeuten normalerweise Lärm und Dreck. Das wird auch hier so sein, aber in Neuperlach ist alles anders (was mein Slogan: „Neuperlach – Das ist München, aber anders!“ aussagt). Auf dem Bauzaun sind auf 200 Metern Kunstwerke unterschiedlichster Art entstanden – Graffiti, aber auch Wandgemälde. Ebenso unterschiedlich sind die Künstler. So unterschiedlich wie wir Neuperlacher.

Das Thema ist: „Wie könnte städtischer Raum eines Tages aussehen?“. Das dahinterstehende Künstlerkollektiv „Der blaue Vogel“ ist nicht unbekannt, jeder Neuperlacher dürfte schon Werke am Quidde-Zentrum gesichtet haben – und an anderen Stellen in München.

Eine dystopische Stadt von Katharina Belaga

Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße – Katharina Belaga
Das Werk von Katharina Belaga – eine dystopische Stadt mit erstaunlichen Technologien (03.09.2021) © Thomas Irlbeck

Als ich am Bauzaun eintreffe, arbeitet die Künstlerin Katharina Belaga noch an ihrem Werk. Es ist ihr erstes Freiluftprojekt. Das Bild befindet sich in den letzten Zügen. Die letzte Farbschicht wird gerade aufgetragen.

Zu sehen ist eine dystopische Stadt. Zunächst einmal ist es ein Gemälde. Aber das ist nicht alles. Einen im Bauzaun integrierten Sehschlitz hat sie zur Klimasanduhr umfunktioniert. Wenn der Sand komplett durchgerieselt ist, dann ist totale Klimakollaps eingetreten.

Die Menschen in der dystopischen Welt leben in Wohnkapseln, die auf Säulen stehen – links im Bild einzelne, in der Bildmitte ein Konglomerat von Kapseln, das an einen Baum erinnert. Ist das die Form des Hochhauses der Zukunft? Die Kapseln können auf die Straße heruntergelassen werden. Dort sind die in der Lage, wie Autos zu fahren. Wohnen und Reisen werden in stärkerem Maße eins, als es das beste Wohnmobil heute leisten kann.

Nakagin Capsule Tower
Nakagin Capsule Tower: Ein Hochhaus aus Kapseln. Foto: Jordy Meow / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Déjà-vu – Vor ein paar Tagen habe ich gelesen, dass ein Hochhaus in Tokio, der aus zwei verbundenen Türmen bestehende Nakagin Capsule Tower, in denen die Wohnungen aus quaderförmigen Kapseln mit kreisrundem Fenstern aufgestapelt sind, abgerissen werden soll. Die Kapseln sollen herabgelassen und an verschiedenen Orten der Welt weiterleben – als Ausstellungsobjekte, aber auch zum Wohnen. Nur fahren wie Autos können sie nicht. Belaga sagte mir, sie kenne das Projekt nicht, habe sich also nicht davon inspirieren lassen. So haben wir hier eine erstaunliche Synchronizität.

Die Wohnkapseln haben bei Belaga Solarschirme, die sich nach Bedarf in Trichter verwandeln lassen, um Regenwasser sammeln zu können.

Dadurch sind die Menschen vor Überschwemmung, Dürren, kosmischer Strahlung und Energiemangel geschützt. Rechts im Bild ist ein Verwaltungsgebäude zu sehen. Es kommt ohne Menschen aus, denn künstliche Intelligenz verwaltet alles. Im Wasser (Mitte) schwimmen Chimären, also genetische Mischwesen.

Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße – Katharina Belaga
Katharina Belaga arbeitet … (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße – Katharina Belaga
… (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße – Katharina Belaga
… an ihrem Werk (02.09.2021) © Thomas Irlbeck

Die anderen Kunstwerke

Die anderen Kunstwerke stellen eine Reise durch unterschiedliche Stilarten darf. Von ihnen wird eine Auswahl gezeigt, wobei das wörtlich zu nehmen ist. Sie sind hier nur zu sehen, werden aber nicht näher beschrieben. Die Werke sprechen ohnehin für sich. Jeder kann und wird Aussagen finden, auch wenn jeder auch zu unterschiedlichen Interpretationen kommen kann.

Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
Bauzaun Fritz-Schäffer-Straße
Die Kunstwerke (02.09.2021) © Thomas Irlbeck
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Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!

Grandiose Graffiti und Entkernungsarbeiten
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Entkernung (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel

Das Quidde-Zentrum wird derzeit für den Abriss vorbereitet und entkernt. Es ist hermetisch abgeriegelt, der Zutritt für Unbefugte strengstens verboten. Von außen sieht man kaum etwas, auch der Bewuchs verhindert Blicke ins Innerste. Doch wie es dort aussieht, muss keine Spekulation bleiben. Denn Georg und Marcus Pantel durften in das Heiligste. Dabei zeigen sie nicht nur den Stand der Entkernung, sondern halten auch die herrlichen Graffiti, die teilweise schon Jahre nicht mehr zugänglich sind, für die Nachwelt fest! Die Fotos sind am 05.07.2021 entstanden. Vielen Dank an die beiden!

Weitere Graffiti: Neuperlach Zoo: Graffiti im Quidde-Zentrum

Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Entkernung (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Entkernung (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Entkernung (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Entkernung (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Der Blaue Vogel (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Quidde-Zentrum: Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!
Graffiti-Kunst (05.07.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel

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Quidde-Zentrum: Der Abriss

Was keiner mehr für möglich gehalten hat, wird nun wahr. Der Abriss des Quidde-Zentrum hat begonnen. Es wird höchste Zeit. Vor fast 10 Jahren schloss dort der letzte Lebensmittelmarkt. Nach einer Zwischennutzung durch Künstler steht die Ruine seit Mitte 2019 leer und verfiel immer weiter.

Geplanter Neubau

Als Ersatz sollen zwei Wohnblöcke mit 6 bzw. 8 Geschossen mit insgesamt 177 Wohnungen gebaut werden. Wie das aussehen soll, kann man sich hier anschauen: Neues Quidde-Zentrum (dort auf Seite 20 blättern). Ob und welche Läden zurückkommen, da schweigt sich das Dokument allerdings aus. Es hieß aber die ganze Zeit, dass wieder Läden entstünden.

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (03.07.2021). Foto: Lesereinsendung
Map Umleitung Quidde-Zentrum 2021
Wer das Neuperlacher Fußwegsystem zwischen Strehleranger und Plett-Zentrum benutzen will, muss die grün eingezeichnete Umleitung nehmen. Für Radfahrende ist sie ungeeignet, da für den östlichen Brückenanfang nur eine steile Treppe ohne Rampe zur Verfügung steht. Lizenz: Open Database License 1.0

Jetzt wurde das gesamte Gelände, auch der Parkplatz abgesperrt. Die Brücke über die Quiddestraße kann nur noch über den Zugang der ehemaligen Möbelapotheke benutzt werden. Es steht nur eine Treppe ohne Rampe zur Verfügung. Die Treppe findet sich direkt unterhalb der Brücke in unmittelbarer Nähe der Haltestelle Nawiaskystraße 197 Innenring.

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (03.07.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (03.07.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (03.07.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (03.07.2021) © Thomas Irlbeck

05.07.2021

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (05.07.2021) © Thomas Irlbeck

Weitere Bilder vom 05.07.2021: Quidde-Zentrum – Ein vielleicht letzter Blick ins Innere!

Quidde-Zentrum: Abriss begonnen (Fotos vom 22.09.2021)

Nun sind die ersten Mauern gefallen.

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (22.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (22.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (22.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (22.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (22.09.2021) © Thomas Irlbeck

Der Abriss geht unaufhaltsam weiter (23.09.2021)

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (23.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (23.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (23.09.2021) © Thomas Irlbeck

27.09.2021

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (27.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (27.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (27.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (27.09.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (27.09.2021) © Thomas Irlbeck

30.09.2021

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (30.09.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (30.09.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (30.09.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (30.09.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (30.09.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (30.09.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (30.09.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (30.09.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (30.09.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (30.09.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel

03.10.2021

Der Fotograf hat dem Bild den passenden Titel „Der Bus hat Verspätung“ verpasst:

Abriss Quidde-Zentrum
„Der Bus hat Verspätung“ (03.10.2021). Foto: Lesereinsendung

Und ein Video dazu vom selben Tag. Lesereinsendung, vielen Dank!

05.10.2021

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (05.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (05.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (05.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (05.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (05.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (05.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (05.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (05.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (05.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel

09.10.2021

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (09.10.2021). Foto: Lesereinsendung

14.10.2021

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (14.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (14.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (14.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (14.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (14.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (14.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (14.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (14.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (14.10.2021). Foto: Georg und Marcus Pantel

17.10.2021

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (17.10.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (17.10.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (17.10.2021) © Thomas Irlbeck

Der traurige Rest (05.11.2021)

Abriss Quidde-Zentrum
Der Rest von unserem Quidde-Zentrum (05.11.2021) © Thomas Irlbeck

Das letzte Gebäude (14.12.2021)

Kaum zu glauben, das war mal unser Quidde-Zentrum. Nun ist auch das letzte Gebäude gefallen, es steht nur noch ein trauriger Rest.

Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (14.12.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (14.12.2021) © Thomas Irlbeck
Abriss Quidde-Zentrum
Abriss Quidde-Zentrum (14.12.2021) © Thomas Irlbeck
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Architektur Mystisches/Legenden

Die Anschläge vom 11. September: In puncto Numerologie auch bei uns 911-Zwillingstürme

Terroranschläge vom 11. Seeptember
Foto: Michael Foran (Flickr) / Lizenz: CC BY 2.0

„911“ steht bekanntlich als Schreckenssymbol für die islamistischen Terrorattentate vom 11. September 2001 in New York, bei denen Terroristen zwei Passagiermaschinen in die beiden Türme des World Trade Centers lenkten. Beide Gebäude stürzten dann ein, wie wir alle wissen.

Weniger bekannt dabei ist, dass 911 nicht nur das Datum in amerikanischer Schreibweise darstellt (dort wird erst der Monat und dann der Tag geschrieben), sondern auch die Notrufnummer in den USA. Es ist eine weitere Verbindung zum Thema Unglück.

In Neuperlach mussten wegen der Einflugschneise des Flughafens Riem, der inzwischen längst stillgelegt ist, die meisten Häuser (gerechnet mit allen Aufbauten wie Fahrstuhlbetriebsräumen) unter 25 Metern und damit knapp unter der Grenze für echte Hochhäuser bleiben. Laut allgemeiner Definition muss der Fußboden des höchstgelegenen Aufenthaltsraums mehr als 22 Meter über der festgelegten Geländeoberfläche liegen, damit ein Haus als Hochhaus gilt (Quelle: Brockhaus Wissenschaft und Technik). In der Praxis bedeutete das, bei 8 Stockwerken (9 Geschossen) war Schluss.

Es gibt aber auch eine Reihe von Ausnahmen. Gebäude, die außerhalb der Hauptflugschneise liegen, durften bis zu 65 Meter hoch werden.

Die beiden höchsten Gebäude unseres Stadtteils bringen es daher doch auf immerhin 17 Stockwerke (18 Geschosse). Die Höhe beträgt jeweils 64,14 Meter. Sie stehen nahe beieinander und können durchaus als Zwillingstürme gesehen werden. Von uns Neuperlachern werden die die beiden am Gerhart-Hauptmann-Ring liegenden Wohnhäuser (in Nähe des pep, des größten Münchner Einkaufszentrums) auch oft so bezeichnet.

Der erste Turm wurde 1975 fertiggestellt, der zweite 1982. Bei der Fertigstellung waren also die Terroranschläge vom 11. September noch ganz, ganz weit weg.

Hausnummern 9–11 für diese Zwillingstürme!

Zwillingstürme in Neuperlach
Zwillingstürme in Neuperlach, links Haus 11, rechts Haus 9 (Archiv). Bild: Franco und Manuel aus Neuperlach

Zwar bin ich kein Anhänger von Numerologie. Aber ein durchaus makabrer Zufall ist, dass die beiden Türme ausgerechnet die Hausnummern 9 (der 1975 fertiggestellte Bau) und 11 (der 1982 fertiggestellte Bau) erhalten haben.

Zwillingsturm 9
Zwillingsturm 9 (Foto von 2021)
Zwillingsturm 11
Zwillingsturm 11 (Foto von 2021)
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Architektur Baustellen Bilder Sanierung/Abriss/Bau Sprache/Wortherkunft

Pfahlstadt bei Pandion Verde im Alexisquartier: Pfeilgerade versenkt

Alexisquartier Pandion Verde Map
Alexisquartier: Pandion realisiert hier sein Projekt Pandion Verde mit zunächst 133 Eigentumswohnungen (WA 8)

Immer werde ich gefragt, was da Seltsames im Alexisquartier abgehe – im wahrsten Wortsinn, denn es geht dort ja nach unten. Seit Ende März dieses Jahres werden unter lautem Getöse und unzähligen Hammerschlägen lange Pfähle aus Stahlbeton in die Erde gerammt. Der Vorgang ist in weiten Teilen Neuperlachs und Truderings deutlich wahrnehmbar. Inzwischen ist eine grotesk anmutende Pfahlstadt entstanden mit Pfählen, die verschieden weit aus dem Boden herausstehen.

Pfahlstadt

Zu finden ist diese „Pfahlstadt“ an dem Ende des Alexiswegs, das näher am Graf-Zentrum/Handwerkerhof liegt – auf Höhe der zukünftigen Zenzl-Mühsam-Straße. (Am anderen Ende des Alexiswegs baut bekanntlich Demos. Dort sind die ersten Häuser bereits fertiggestellt; um die Jahreswende 2020/2021 sind die ersten Bewohner eingezogen.)

Pandion Verde Pfahlstadt
Pfahlstadt im Alexisquartier (18.05.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Was jetzt noch sehr seltsam aussieht und für viele Fragen sorgt, ist in Wirklichkeit die Vorbereitung für – wer hätte es gedacht – den Bau von Wohnhäusern. Dabei realisiert das Kölner Unternehmen Pandion sein Projekt Pandion Verde. In zwei Bauabschnitten werden 256 Eigentumswohnungen entstehen. Derzeit wird am ersten Abschnitt WA 8 mit 133 Wohnungen gearbeitet. Die Häuser werden fünf Stockwerke aufweisen und voraussichtlich 2023 bezugsfertig sein.

Pfahlgründung bei zu geringer Tragfähigkeit

Die Erklärung für die Pfähle ist relativ einfach. Der Untergrund ist zu weich und daher muss ein Weg gefunden werden, eine ausreichende Tragfähigkeit zu erzielen. Sonst könnten im schlimmsten Fall später Schäden an den Häusern entstehen, sollte der Untergrund nachgeben. Man nennt das hier eingesetzte Verfahren Pfahlgründung.

Pandion Verde Pfahlstadt
Der Pfahl wird versenkt (30.03.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Dabei werden nebeneinander viele Pfähle in die Erde geschlagen, die hier jeweils in der Regel 13 Meter lang sind. Über jeden versenkten Pfahl wird ein weiterer, etwas kürzerer  Pfahl (meist 9 oder 10 Meter) aufgesetzt und mit einer Kupplung verbunden. Diese Konstruktion wird dann weiter versenkt, sodass die Pfähle faktisch auf eine Länge von bis zu 23 Metern kommen. Warum nimmt man nicht gleich längere Pfähle mit der gewünschten Länge? Ganz einfach, längere Pfähle als 13 Meter würden die Kapazität von Satttelschleppern sprengen und auch das Rammgerät hat Obergrenzen für ein einzelnes Pfahlelement. Das hier Beschriebene sind spezifische Parameter für diese Baugrube. An anderer Stelle kann das stark variieren, vor allem, was die Zahl der Kupplungen angeht. Das auf Pfahlgründung spezialisierte Bauunternehmen Aarsleff, das auch bei Pandion Verde zum Einsatz kommt, hat etwa bei einem Projekt in der Nähe des Bodensees gekuppelte Pfähle mit bis zu 55 Metern Gesamtlänge versenkt.

Pandion Verde Pfahlstadt
Kupplungsvorgang zur Verbindung zweier Pfähle (30.03.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Auf die Pfähle kommt dann die Bodenplatte des Kellers. Dabei wird aber die Last nicht von den Pfählen selbst getragen, sondern von den stabileren Bodenschichten unterhalb der Pfähle. Konkret wird der Druck durch die Reibung der Pfähle mit dem Baugrund (Mantelreibung) und den Spitzendruck der Pfähle abgetragen. Anders ausgedrückt überbrücken die Pfähle die Bodenschichten, die nicht ausreichend tragfähig sind.

Auf den Fotos und vor Ort mag die Perspektive etwas täuschen. Es sieht eher so aus, als würden die Pfähle bis ins Erdgeschoss und sogar darüber hinausragen. Doch tatsächlich ist schon ein Kellergeschoss abgegraben worden. Da es keine Steilwand gibt, sondern nur ein sanftes Gefälle, ist das nicht so gut wahrnehmbar. Der Keller wird auch nicht so tief, nur ein Kellergeschoss ist vorgesehen. Punktuell geht es aber tiefer, da Duplex-Garagen vorgesehen sind.

Mitte Juni soll die Pfahlgründung beendet sein. Danach wird 20 bis 30 cm Kies derart ausgebaggert, dass alle Pfähle aus dem Boden schauen. Dann werden die Pfähle auf eine einheitliche Höhe gekappt. Darauf kommt dann die Keller-Bodenplatte.

Dass einzelne Pfähle relativ weit und unterschiedlich herausstehen, liegt daran, dass die Pfähle mit vertretbarem Aufwand nicht weiter versenkt werden konnten, da punktuell härtere und damit wie gewünscht tragfähige Schichten erreicht wurden. Das ist also letztlich so gewünscht.

Gründe für die verringerte Tragfähigkeit

Warum aber ist der Boden an diesem Bauabschnitt relativ weich? Hier wurde früher Kies abgebaut. Später wurde das mit Erde und Bauschutt aufgeschüttet. Das bedeutet aber nicht, dass bei den anderen Bereichen des Alexisquartiers, die schon fertiggestellt oder noch im Bau sind, bester, tragfähiger Schotter die Basis war. Auch dort gab es zumindest teilweise auch weichere Bereiche, bei denen aber dann ein anderes Verfahren, nämlich Bohren und anschließendes Betonpfahl-Gießen eingesetzt wurden. Jedes Verfahren hat Vor- und Nachteile. Die Anwohner spüren bis heute bei der Pfahlgründung den Nachteil der besonders hohen Geräuschemission. Dafür müssen aber keine Unmengen an Betonmischern durch die halbe Stadt fahren, um den Beton zum Pfahlgießen anzukarren.

Namensherkunft Pandion Verde

Pandion ist die Immobilienfirma, der Ausdruck ist sehr wahrscheinlich altgriechischer Herkunft. Über weitere Hintergründe schweigen sich die Quellen aus.  Weit besser gesichert ist der zweite Teil, der eigentliche Projektname. Das verde ist Spanisch und steht schlicht für „grün“ und (das) „Grün“. Auch in anderen romanischen Sprachen gibt es verde oder einen ähnlichen Begriff. Zurückzuführen ist verde auf Lateinisch viridis, das für „grün, grünlich“ und im übertragenen Sinne für „frisch, munter, jugendlich, rüstig“ steht. Im Englischen findet sich verdure, das „Grün“ und „Kraft“ bedeutet. Die indogermanische Wurzel für verde lautet „weys“, aus dem später deutsch „Wiese“ wurde. Pandion Verde bedeutet also etymologisch schlicht „Wiese“, ist das nicht traumhaft?

Bilderstrecke

Pandion Verde Pfahlstadt
Ein Pfahl wird in Position gebracht (06.05.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Pandion Verde Pfahlstadt
Pfahlstadt im Alexisquartier (06.05.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Pandion Verde Pfahlstadt
Angelieferte Pfähle mit Meterangaben (29.03.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Pandion Verde Pfahlstadt
Pfahlstadt mit einigen der bereits bestehenden Alexisquartier-Häusern (18.05.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Pandion Verde Pfahlstadt
Pfahlstadt im Alexisquartier, im Hintergrund hinter der Alexisweg (18.05.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Pandion Verde Pfahlstadt
Pfahlstadt im Alexisquartier, auch hier ist im Hintergrund hinter der Alexisweg erkennbar (18.05.2021). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Hochbauarbeiten starten (16.07.2021)

Pandion Verde
Ausblick auf die Alexisquartier-Baustelle (oben) und auch ein wenig auf die Baustelle der Grundschule am Karl-Marx-Ring. Dr Pfeil markiert den eben aufgestellten Kran im Quartier Pandion Verde. Unten ist das Phönix-Pflegeheim zu sehen (16.07.2021) © Thomas Irlbeck

Nachdem die Pfahlgründung beendet wurde, starten nun die Hochbauarbeiten. Gestern wurde der erste Kran aufgestellt.

Mein Blick von meinem Fensterbankerl zeigt den Kran auf der rechten Seite hinter des langgezogenen Wohnbaus am Karl-Marx-Ring 75-83, Ecke Hugo-Lang-Bogen. Der Pfeil erleichtert das Auffinden.

Pandion Verde
Der erste Kran für Pandion Verde (17.07.2021) © Thomas Irlbeck
Pandion Verde
Der erste Kran für Pandion Verde (17.07.2021) © Thomas Irlbeck
Pandion Verde
Pandion Verde-Baustelle mit den versenkten Pfählen und dem ersten, eben aufgestellten Kran (links) (17.07.2021) © Thomas Irlbeck

Kran #2

Am Dienstag, den 20.07.2021, wurde der zweite Kran aufgestellt.

Pandion Verde
Kran #2 bei Pandion Verde (21.07.2021) © Thomas Irlbeck
Pandion Verde
Eine speziellere Ansicht, auch ganz nett (21.07.2021) © Thomas Irlbeck

Stand August

Pandion Verde Pfahlstadt
Pandion Verde (06.08.2021) © Thomas Irlbeck
Pandion Verde Pfahlstadt
Pandion Verde 06.08.2021) © Thomas Irlbeck
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Architektur Baustellen Bilder Sanierung/Abriss/Bau Soziales

Gewofag-Wohnhäuser (Neue Mitte)

Gewofag, Hanns-Seidel-Platz
Gewofag, Hanns-Seidel-Platz (04.04.2021) © Thomas Irlbeck
Map Neue Mitte
Neuperlachs Neue Mitte – Lage der Gewofag-Häuser sowie der anderen Bauten. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Die beiden Logen-Wohnhäuser sind längst bezogen, die Perlach Plaza wächst jeden Tag. Fast schon vergessen wurden die beiden Gewofag-Wohnhäuser, die auch noch im Bau sind. Das muss sich schleunigst ändern. Gesagt, getan. Es entstehen 133 geförderte Wohnungen, früher nannte man das Sozialwohnungen.

Gewofag, Hanns-Seidel-Platz
Gewofag, Hanns-Seidel-Platz (04.04.2021) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Hanns-Seidel-Platz
Gewofag, Hanns-Seidel-Platz (04.04.2021) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Hanns-Seidel-Platz
Gewofag, Hanns-Seidel-Platz (04.04.2021) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Hanns-Seidel-Platz
Gewofag, Hanns-Seidel-Platz (04.04.2021) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Hanns-Seidel-Platz
Gewofag, Hanns-Seidel-Platz (04.04.2021) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Hanns-Seidel-Platz
Gewofag, Hanns-Seidel-Platz (04.04.2021) © Thomas Irlbeck
Gewofag, Hanns-Seidel-Platz
Gewofag, Hanns-Seidel-Platz (04.04.2021) © Thomas Irlbeck
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Architektur Baustellen Bilder Sanierung/Abriss/Bau

Hotel Königshof: Der Neubau

Das Hotel Königshof am Münchner Stachus wurde 2019 abgerissen. Jetzt entsteht ein luxuriöser Neubau.

Dieser Artikel dokumentiert ausführlich den Neubau des Hotels.

Der Hauptartikel mit umfangreichen Informationen zu Historie, zur Architektur des alten Baus und des Neubaus findet sich hier: Hotel Königshof: Historie, Architektur, Abriss und Neubau

Stand 06.02.2021

Es werden erste Formen sichtbar.

Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (06.02.2021) ©Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (06.02.2021) ©Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (06.02.2021) ©Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (06.02.2021) ©Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (06.02.2021) ©Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (06.02.2021) ©Thomas Irlbeck

Stand 21.05.2021

Es ist gewaltig nach oben gegangen.

Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (21.05.2021) ©Thomas Irlbeck

Stand 05.06.2021

Neubau Hotel Königshof^
Neubau Hotel Königshof (05.06.2021) ©Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (05.06.2021) ©Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (05.06.2021) ©Thomas Irlbeck

Stand 17.06.2021

Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (17.06.2021) ©Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (17.06.2021) ©Thomas Irlbeck

Stand 20.07.2021

Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (20.07.2021) © Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (20.07.2021) © Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (20.07.2021) © Thomas Irlbeck

Stand 13.09.2021

Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (13.09.2021) © Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (13.09.2021) © Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (13.09.2021) © Thomas Irlbeck

Stand 19.11.2021

Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (19.11.2021) © Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (19.11.2021) © Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof. Im Vordergrund der bereits in weiten Teilen aufgebaute, aber inzwischen wieder abgesagte „Eiszauber“ (19.11.2021) © Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Blick durch das Karlstor auf die Baustelle (19.11.2021) © Thomas Irlbeck

Stand 07.06.2022

Es werden immer mehr Gerüstteile entfernt. Die Haupteingangsseite, das dem Stachus sein neues „Gesicht“ geben wird, ist aber noch eingerüstet.

Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (07.06.2022) © Thomas Irlbeck
Neubau Hotel Königshof
Neubau Hotel Königshof (07.06.2022) © Thomas Irlbeck
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Architektur Bilder Mystisches/Legenden Natur/Umwelt(schutz) Wetter

Kann man den Wohnring vom Mars aus sehen?

Luftbild Neuperlach Oliver Betz
Luftbild Neuperlach mit dem legendären Wohnring © Oliver Betz. Mit freundlicher Genehmigung von Oliver Betz. Weiterverbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung von Oliver Betz!

In der Architekturszene kursiert der Witz, den Neuperlacher Wohnring könne man sogar vom Mars sehen. Doch zumindest von den Alpen, dem Brauneck bei Lenggries, ist er sichtbar, wie es das Foto beweist. Danke an Julian Reischl dass ich die Bilder hier zeigen darf!
Der Wohnring ist im obersten linken Teil des ersten Fotos zu sehen:

Wohnring vom Brauneck
Wohnring vom Brauneck (30.10.2020). Foto: Julian Reischl

Ich lege noch zwei Fotos vom selben Standpunkt aus der Serie bei, damit ihr einen Eindruck davon habt, wo Julian genau war:

Bad Tölz vom Brauneck
Bad Tölz vom Brauneck (30.10.2020). Foto: Julian Reischl
Berge vom Brauneck aus
Berge vom Brauneck aus (30.10.2020). Foto: Julian Reischl
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Architektur Baustellen Bilder Einkaufen/Ladenzentren Esoterik/Parapsych. Historisches Sanierung/Abriss/Bau

Rückblick auf Bau und Eröffnung unseres Life, dem Einkaufszentrum nach Feng-Shui-Prinzipien

Bau des Life
Der Bau des Life. Hier sind heute Zufahrt und Parkplatz. Die „Nase“ dagegen ist schon annähernd fertiggestellt. In sie wird ein Blumenladen einziehen – leider kein Café, obwohl sich die Aussicht dafür eignen würde (15.05.2009). Foto: Georg Pantel

Am 09.09.2020 jährte um 09:09 sich die Eröffnung unseres Einkaufszentrums Life (offizielle Website) an der Albert-Schweitzer-Straße zum 11. Mal. Dies sind nicht nur viele Schnapszahlen, sondern ist auch eine gute Gelegenheit, noch einmal zurückzuschauen – vor allem darauf, wie der Bau entstand.

Dankenswerterweise hat der Neuperlacher Georg Pantel sein Archiv geöffnet. Er hat damals den Bau des Life von Anfang an verfolgt. Erstmals ist seine Fotoserie öffentlich zu sehen (als Ergänzung werden auch noch einige Bilder anderer Fotografen gezeigt).

Fangen wir ganz vorne an: Nach dem Abriss des Neue-Heimat-Verwaltungsgebäudes am Plett-Zentrum (siehe folgendes Foto von 1970; Bruno Tamborino hat zu diesem Bau den bemerkenswerten Artikel Requiem – in Erinnerung an das Plett-Zentrum verfasst) entstand ein vollklimatisiertes, hochmodernes Einkaufszentrum, das Life. Es ersetzt das alte Ladenzentrum des Plett-Zentrum, das vorerst noch als Ruine im Südteil des Plett-Zentrum-Gebäudes stehenblieb und noch bis Anfang 2012 eine Durchgangsfunktion Richtung Allianz/pep hatte.

Neuperlach 1967 bis 1970
Bild 1: Das Plett-Zentrum (ca. 1970). Foto: Christoph Wimber

Das Life ist nach dem pep das zweite Einkaufszentrum in Neuperlach, das nicht mehr den ursprünglichen Neuperlacher Ladenzentren (Subzentren) folgt. Letztere stellen keine abgeschlossenen Gebäudekomplexe dar, sondern bestehen aus im Freien verteilten Läden (meist als Bestandteil von Wohnhäusern; etwa im Marx-Zentrum) oder sind als weitgehend überdachte Ladenpassage realisiert (etwa das inzwischen abbruchreife Quidde-Zentrum). Aber die Passagen sind immer – auch nach Ladenschluss – begehbar, es gibt keine zentralen Eingangstüren. Bei Regen, Kälte oder Hitze ist das Einkaufen auf dieser Art wenig angenehm. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder auch für Mütter und Väter mit Kinderwagen sind die Festtreppen eine Zumutung oder gar ein K.-o.-Kriterium. Und gerade beim Plett-Zentrum musste erst eine steile Festtreppe überwunden werden, um zur Ladenpassage zu gelangen.

Das Life erfüllt die heutigen Standards. Es ist durch Rollsteige und Fahrstühle barrierefrei. Selbstverständlich gibt es auch eine Tiefgarage. Das Konzept „alles unter einem Dach“ erlaubt das bequeme Einkaufen unabhängig von Wind und Wetter.

Hochmodern und nach Feng-Shui-Prinzipien

Bau des Life
Bau des Life (11.06.2009) © Thomas Irlbeck

Eine Besonderheit ist, dass der 9.700 m² große,  zweigeschossige Bau mit seinen rund 20 Läden nach Feng-Shui-Prinzipien gebaut wurde. Das Wellendach (nebenstehende Abbildung), das in einer Art „Nase“ über dem Haupteingang endet, ist dabei nach dem „Reisschalenprinzip“ (Einkaufen unter der Reisschale) konstruiert und soll nach der Lehre des Feng Shui positive Energie (Himmels-Qi) sammeln. Auf Ecken am Gebäude wurde konsequent verzichtet, alles wurde stattdessen penibel abgerundet. Die Fenster sind mit Metallbedampfung, Aluminiumrahmen und Wärme isolierendem Glas versehen und sollen auf diese Weise einen lückenlosen Schutz vor Funkbelastung bieten.

Damit nicht das Zentrum des Gebäudes attackiert wird – nach Feng Shui der Herzpunkt – wurden die Rollsteige im Ober- und Erdgeschoss außerhalb der Mitte angeordnet.

Erwähnenswert – wenngleich spätestens jetzt der eine oder andere den Kopf schütteln dürfte – ist die vor Baubeginn durchgeführte Landreinigung mithilfe von Erdakupunktur. Auf diese Weise sollen nach Feng-Shui-Lehre die positiven Punkte aktiviert werden.

Der  Bau (02.07.08–27.06.09)

Bau des Life
Bild 2: Bautafel zum Life. Aldi, Rewe, dm, Alnatura und Vinzenzmurr sind bis heute Mieter. Als wichtiger Mieter ist später noch die Postbank dazugekommen (02.07.2008). Foto: Georg Pantel

Den Abriss überspringen wir nun und starten mit dem Baubeginn. Als Erstes schauen wir uns die Bautafel an und betrachten dann die einzelnen Stationen bis zur Eröffnung.

Bau des Life
Bild 3: Es geht los! (02.07.2008). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 4 (12.07.2008). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 5 (22.07.2008). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 6 (21.08.2008). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 7 (06.09.2008) © Thomas Irlbeck
Bau des Life
Bild 8 (06.09.2008) © Thomas Irlbeck
Bau des Life
Bild 9 (20.10.2008). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 10 (04.11.2008). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 11 (04.11.2008). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 12 (14.12.2008). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 13 (16.12.2008). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 14 (07.02.2009) © Thomas Irlbeck
Bau des Life
Bild 15 (22.02.2009). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 16 (13.03.200). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 17 (19.03.200). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 18 (15.05.2009). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 19 (15.05.2009). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 20 (17.05.2009) © Thomas Irlbeck
Bau des Life
Bild 21  (30.05.2009). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 22 (30.05.2009). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 23 (11.06.2009) © Thomas Irlbeck
Bau des Life
Bild 24 (27.06.2009). Foto: Georg Pantel
Bau des Life
Bild 25 (27.06.2009). Foto: Georg Pantel

Eröffnung (09.09.09 um 09:09)

Es ist so weit! Die Tore sind auf, die Massen strömen ins Life!

Life Eröffnungstag
Bild 26: Eröffnungstag (09.09.2009) © Thomas Irlbeck
Life Eröffnungstag
Bild 27: Eröffnungstag (09.09.2009) © Thomas Irlbeck
Life Eröffnungstag
Bild 28: Eröffnungstag (09.09.2009) © Thomas Irlbeck
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Architektur Baustellen Bilder

Boardinghouse in Neuperlach Süd: „Zuhause auf Zeit“

Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 1: Werbetafel für Boardinghouse in Neuperlach Süd (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 2: Werbetafel für Boardinghouse in Neuperlach Süd (19.04.2019) © Thomas Irlbeck

Auf dem ehemaligen P&R-Parkplatz an der Carl-Wery-Straße kurz vor dem U-/S-Bahnhof Neuperlach Süd (neben dem Leonardo Hotel) entsteht ein 17-geschossiges Hochhaus, das als Boardinghouse fungieren wird, in dem aber auch Einzelhandelsflächen und ein Parkhaus integriert sein werden. Der offizielle Name: R.evo Serviced Apartments.

Ein Blickfang dürfte die Fassade mit ihrer ungewöhnlichen Bullaugenoptik werden. Es entstehen 607 Apartments mit 1 bis 2 Zimmern mit einer Fläche von 20,5 m² bis 61,1 m². Die Appartements sind als Studio- und Galerie-Räume ausgeführt.

Highlights sind die Skydeck-Bar, die Fitness-Area mit Alpenblick,  Rewe, Rossmann, Vinzenzmurr und Ihle im Erdgeschoss und das Restaurant. Ein Garten, eine Co-Working-Area und eine Tiefgarage sind ebenso vorhanden.

Was ist ein Boardinghouse?

Ein Boardinghouse, auch als „Serviced Apartment“ bezeichnet, ist ganz vereinfacht gesagt eine Mischung aus einem Appartementhaus und einem Hotel. Man könnte es auch aus „Zuhause auf Zeit“ bezeichnen. In einem Boardinghouse wird man sich in aller Regel länger als in einem Hotel aufhalten, die Kosten sind meist üblicherweise erheblich geringer als in einem Hotel.

Stand der Bauarbeiten (19.04.2019)

Die Baugrube mit den U-Bahnzügen im Hintergrund ist imposant. Die Verbauwand entsteht mittels Mixed-In-Place-Verfahren.

Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 3 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 4 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 5 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 6 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 7 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 8 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 9 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 10 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 11 (19.04.2019) © Thomas Irlbeck

Update 05.06.2020

Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 12 (05.06.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 13 (05.06.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 14 (05.06.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 15 (05.06.2019) © Thomas Irlbeck

Update 28.06.2020

Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 16: Imposante Baugrube (28.06.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 17 (28.06.2019) © Thomas Irlbeck

Update 29.09.2019

Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 17 (29.09.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 18 (29.09.2019) © Thomas Irlbeck
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Bild 19 (29.09.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 20 (29.09.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 21 (29.09.2019) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 22 (29.09.2019) © Thomas Irlbeck

Update 27.08.2020

Der Bau wächst immer mehr in der Höhe. Die Bullaugen ziehen bereits jetzt ihre Blicke auf sich.

Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 23 (27.08.2020) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 24 (27.08.2020) © Thomas Irlbeck

Update 23.10.2020

Es wächst, verleiht aber keine Flügel wie Red Bull!

Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 24 (23.10.2020) © Thomas Irlbeck

Update 06.11.2020

Das Haus wächst weiter. Die Bullaugen-Optik trennt Optimisten und Pessimisten. Erstere denken dabei an Urlaub und Schiffsreise, Letztere an die Arbeit in der Waschküche! Weiterlesen →

Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 25 (06.11.2020) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 26 (06.11.2020) © Thomas Irlbeck

Update 31.12.2020

Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 27 (30.12.2020) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 28 (30.12.2020) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 29 (30.12.2020) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 30 (30.12.2020) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 31 (30.12.2020) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 32 (30.12.2020) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 33 (30.12.2020) © Thomas Irlbeck

Update 04.02.2021

Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 34 (04.02.2021) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 35 (04.02.2021) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 36 (04.02.2021) © Thomas Irlbeck
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Bild 37 (04.02.2021) © Thomas Irlbeck

Update 11.04.2021

Boardinghouse Neuperlach Süd
Bild 38 (11.04.2021) © Thomas Irlbeck

Update 09.03.2022

Das Gerüst wurde zu großen Teilen entfernt. Ich bin angenehm überrascht, mir gefällt die Fassade. Es lohnt sich also, zu warten, bevor ein Urteil gefällt wird. Allerdings wird es hier wohl auch andere Meinungen geben.

Boardinghouse Neuperlach Süd
Das Gerüst wurde teilweise abgenommen (09.03.2022) © Thomas Irlbeck

P&R in Neuperlach Süd

Anfrage einer Leserin zum Thema: „Und wo ist jetzt der Parkplatz für die Menschen, die mit der U oder S-Bahn nach München fahren sollen?“

Keine Sorge, es ist an alles gedacht. Der P&R-Parkplatz wurde auf die andere Straßenseite verlegt. Zudem wird derzeit neben dem Boardinghouse ein P&R-Parkhaus erreichtet.

P&R Neuperlach Süd
Provisorischer P&R-Parkplatz in Neuperlach Süd (04.06.2022) © Thomas Irlbeck
P&R Neuperlach Süd
Provisorischer P&R-Parkplatz in Neuperlach Süd (04.06.2022) © Thomas Irlbeck
P&R Neuperlach Süd
Hier wies das P&R -Parkhaus gebaut (04.06.2022) © Thomas Irlbeck
P&R Neuperlach Süd
Hier wies das P&R -Parkhaus gebaut (04.06.2022) © Thomas Irlbeck
P&R Neuperlach Süd
Hier wies das P&R -Parkhaus gebaut (04.06.2022) © Thomas Irlbeck

Gerüstabbau (03.06.2022)

Auch auf dieser Gebäudeseite wird das Gerüst nun abgenommen.

Boardinghouse Neuperlach Süd
Boardinghouse Neuperlach Süd (03.06.2022) © Thomas Irlbeck

11.06.2022

Die letzten Gerüstteile fallen.

Boardinghouse Neuperlach Süd
Boardinghouse Neuperlach Süd (11.06.2022) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Boardinghouse Neuperlach Süd (11.06.2022) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Boardinghouse Neuperlach Süd (11.06.2022) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Boardinghouse Neuperlach Süd (11.06.2022) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Boardinghouse Neuperlach Süd (11.06.2022) © Thomas Irlbeck
Boardinghouse Neuperlach Süd
Boardinghouse Neuperlach Süd (11.06.2022) © Thomas Irlbeck
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Architektur Bilder Historisches Kunst und Denkmäler

Boardinghouse im Gasthaus zur Post?

Boardinghouse im Gasthaus zur Post?

Gasthaus zur Post
Gasthaus zur Post am Perlacher Pfanzeltplatz (28.03.2017) © Thomas Irlbeck

Die Süddeutsche Zeitung berichtet im Artikel Bedrohtes Kulturgut, dass der Eigentümer des Gasthaus zur Post am Pfanzeltplatz plane, Wirtshaussaal und Dachgeschoss in Gästezimmer umwandeln. Damit müssten im Dachgeschoss Gauben eingebaut werden, was die Optik verändere. Die Gaststätte im Erdgeschoss soll bleiben, der Biergarten vergrößert werden. Aber der Saal im 1. Obergeschoss würde wegfallen. Die Gästezimmer sollen offenbar als Boardinghouse genutzt werden. Stadtviertelvertreter und Denkmalschützer lehnen die Pläne entschieden ab.

Gasthaus zur Post Perlach um 1900
Gasthaus zur Post Perlach um 1900. Quelle: „Grüße aus Perlach“, Festring Perlach, Seite 1

Allerdings zeigt eine alte Postkarte (um 1900) das Gasthaus zur Post ziemlich eindeutig mit Gauben.  Die jetzigen Fensterluken scheinen mir neuere Datums zu sein (vielleicht 1950er- bis 1970er-Jahre). Vielleicht wäre ja ein Kompromiss möglich: Gästezimmerausbau im Dachgeschoss ja, 1. Obergeschoss unverändert. So könnte das Haus eventuell sogar wieder seine ursprüngliche Dachoptik zurückerhalten, was ein Gewinn sein könnte. Wichtig: Die Gedanken in diesem Absatz sind nur eine persönliche Meinung und basieren auf dieser alten Postkarte. Im Demkmalschutzliste ist sicherlich die jetzige Optik geschützt. Damit müsste die Machbarkeit erst geprüft werden.

Gasthaus zur Post Perlach um 1900, Detail Gauben
Postkarte von oben, Detail Gauben