Das LetoMotel (Gebäude in Schwarz und Anthrazit, Folge 3)

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LetoMotel, Kreillerstraße
Bild 1: LetoMotel, Kreillerstraße (24.11.2017) © Thomas Irlbeck

Im Marx-Zentrum sowie in meiner Wohnanlage hängen schwarze Fassadenplatten, das soll ein Schiefergebirge darstellen. Früher haben mir schwarze und sehr dunkle Fassaden nicht gefallen, aber inzwischen liebe sich sie. Bislang sind hier schon einige Artikel über schwarze oder anthrazitfarbene Gebäude erschienen, jetzt mache ich eine offizielle Serie daraus. Dazu habe ich auch einige bestehende Artikel nachträglich zu Folgen dieser Serie erklärt.

Unser heutiges Gebäude ist ein Hotel, das LetoMotel in Trudering an der Kreillerstraße 200 in Trudering. Es liegt auf Höhe der Kreuzung Karpfenstraße/Marianne-Plehn-Straße, der U-/S-Bahnhof Trudering ist in wenigen Gehminuten erreichbar.

Im Erdgeschoss finden sich eine dm-Drogerie, eine Bäckerei (Wimmer) sowie eine Metzgerei mit Imbiss. Das Gebäude hat bis auf Ziegeloptik mit Ausnahme einer Seite, die verputzt und gestrichen ist (Bild 3). Das 135-Zimmer-Haus wurde 2015 eröffnet.

LetoMotel, Kreillerstraße
Bild 2 (24.11.2017) © Thomas Irlbeck
LetoMotel, Kreillerstraße
Bild 3 (24.11.2017) © Thomas Irlbeck

Zu den übrigen Folgen „Gebäude in Schwarz und Anthrazit“

Heizkraftwerk Nord

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Das Heizkraftwerk Nord Unterföhring von meinem Neuperlacher Flurfenster aus gesehen. Hebt da gerade der Kran das Heizkraftwerk an?

Heizkraftwerk Nord
Bild 1: Links zu sehen: die Kirche St. Augustinus (22.11.2017) © Thomas Irlbeck
Heizkraftwerk Nord
Bild 2 (22.11.2017) © Thomas Irlbeck

Zwei Bilder mit Dreiteilung: Himmel, Alpen, Wald

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Beide Bilder sind von meiner Neuperlacher Loggia entstanden.

Piederstorfer & Alpen im Herbst
Piederstorfer und Alpen im Herbst (05.10.2017) © Thomas Irlbeck
Alpen im Herbst
Alpen im Herbst (05.10.2017) © Thomas Irlbeck

Mehr zum Thema Kieswerk Piederstorfer und das geplante neue Wohnbaugebiet

Werkstoff für das graue Gold

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Auf einem kleinen Rundgang sind aktuelle Fotos unserer beiden Kieswerke entstanden. Es werden nicht die letzten Bilder bleiben, da die Gelegenheit bis zum Abriss noch genutzt werden sollte. Wie bereits berichtet, wird das Kieswerk Piederstorfer am Alexisweg (Bild 1) abgerissen, auf dem Areal entstehen 1.400 Wohnungen für 3.000 Menschen. Das Kieswerk Mächler an der Putzbrunner Straße (Foto 2 und 3) dagegen ist denkmalgeschützt und bleibt uns zum Glück erhalten. Eines Tages soll es aber außer Betrieb genommen und dann so eine Art Technikdenkmal werden. Aber das ist ja auch nicht schlecht. Zum Kieswerk Mächler gibt es von Franz Kerscher ein sehr interessantes PDF mit Hintergrundinformationen.

Kieswerk Piederstorfer
Bild 1: Kieswerk Piederstorfer. Seine Tage sind gezählt (14.08.2017) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Mächler
Bild 2: Kieswerk Mächler – Geschützt durch den Denkmalschutz  (14.08.2017) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Mächler
Bild 3: Kieswerk Mächler (14.08.2017) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Mächler
Bild 4: Detail des Kieswerks Mächler (14.08.2017) © Thomas Irlbeck

TEO, die „Truderinger Einkaufs Oase“

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TEO
TEO , die Truderinger Einkaufs Oase am Schmuckerweg in Trudering (22.05.2017) © Thomas Irlbeck

Hier werden immer mal wieder Einkaufszentren vorgestellt, da mich solche Ansammlungen verschiedenster Läden an einem Ort grundsätzlich faszinieren. Heute soll die Frage gestellt werden, wo der Truderinger einkauft. Die Antwort könnte „Im TEO“ lauten.

Viele dürften von TEO, der „Truderinger Einkaufs Oase“ noch nie etwas gehört habe. So ging es zumindest mir, als ich heute durch Trudering schlenderte und dann zufällig über TEO stolperte.

Oase, das klingt ziemlich eindrucksvoll, wenngleich nicht so pompös wie die Auflösung des pep, dem „Perlacher Einkaufs Paradies“. Aber eine Oase ist ja auch nicht schlecht. Gut, TEO ist noch sehr neu, das mag den eher geringen Bekanntheitsgrad erklären. Erst seit dem 6. April dieses Jahres gibt es TEO, und seitdem haben die Truderinger ihr eigenes Einkaufszentrum.

Wenn man es denn so nennen darf. Letztendlich besteht TEO nur aus einem Tor, einem großen Parkplatz nebst Tiefgarage, auf dem auf der einen Seite ein Bio-Supermarkt (Basic) steht und auf der anderen Seite ein Supermarkt (Rewe). Für Autofahrer sicherlich praktisch, für Fußgänger und Radfahrer eher weniger.

Das Ganze ist nicht weit vom alten Truderinger Dorfzentrum mit der Gasthof Obermaier und der Eisinsel entfernt. Man findet TEO am Schmuckerweg. Viel mehr gibt es über TEO nicht zu sagen. Die Oase hält nicht, was der Name verspricht.

TEO
„Im“ TEO (22.05.2017) © Thomas Irlbeck

Frühlingsgefühle am Kieswerk Piederstorfer

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Kieswerk Piederstorfer
Bild 1 (02.04.2017) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 2 (02.04.2017) © Thomas Irlbeck
Kieswerk Piederstorfer
Bild 3 (02.04.2017) © Thomas Irlbeck

Es ist echt schade, dass es abgerissen wird.

Von Riem und Trudering über Neuperlach in die Alpen

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An der Willy-Brandt-Allee in Riem entstehen derzeit Gemeinschaftsunterkünfte zur vorübergehenden Unterbringung von Flüchtlingen und Wohnungssuchenden, die voraussichtlich im Januar 2016 eröffnet werden soll (Bild 1). Benno Steuernagel-Gniffke schoss Fotos vom Dach des „Bauzentrum München“. Dabei entstand auch das herrliche Alpenpanorama, in dem das gute, alte Neuperlach ganz klar die Hauptrolle hat (Bild 2). Das weiße Gebäude rechts hinter der S-Bahnstrecke ist übrigens die neue Gemeinschaftsunterkunft an der Stolzhofstraße in Trudering. Vielen Dank für die tollen Fotos!

Gemeinschaftsunterkunft
Bild 1: Errichtung von Gemeinschaftsunterkünften an der Willy-Brandt-Allee in Riem (12.12.2015). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Alpenpanorama
Bild 2: Alpenpanorama von Riem aus gesehen mit dem besten Stadtteil als Akteur. In einer Nebenrolle: ein S-Bahn-Zug (12.12.2015). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Blick ins weite Neuperland

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Wendelstein & Kieserk Piederstorfer
Kieswerk Piederstorfer vor der Alpenkulisse (26.04.2015) © Thomas Irlbeck
Wendelstein
Wendelstein (26.04.2015) © Thomas Irlbeck

Die Idylle wird nicht mehr lange anhalten. Das Kieswerk wird aufgegeben, es sollen Wohnhochhäuser für 3.000 Menschen entstehen.

Animiertes Panorama vom Kieswerk Piederstorfer

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Neuperlach bekommt ein neues Quartier für rund 3.000 Neu-Neuperlacher. Es soll zwischen Alexisweg, Heizwerk Perlach und Handwerkerhof auf dem Grundstück des Kieswerkes Piederstorfer entstehen (Neuperlach.org berichtete). Bevor andere bauen, hat Benno Steuernagel-Gniffke den Istzustand in einer beeindruckenden Panorama-Animation festgehalten. Vielen Dank!

Die Animation startet nach Anklicken der Grafik!

Panorama Kieswerk Piederstorfer
Grafik anklicken, um Animation zu starten! Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Benno Steuernagel-Gniffke und der Piederstorfer GmbH & Co. KG.

Herbst für das Kieswerk! (Update 07.10.2014)

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Herbst Piederstorfer
Das Kieswerk Piederstorfer. Ganz oben: der Truderinger Wald. Wer ganz genau hinsieht, erkennt unten Straßenlaternen, die auf dem Karl-Marx-Ring stehen (06.10.2014) © Thomas Irlbeck

Das Foto zeigt das Kieswerk Piederstorfer am Alexisweg, umgeben von herrlichen Herbstfarben. Bald wird es hier wohl nicht mehr so idyllisch aussehen. Was sicherlich die meisten schon wissen: Das Kieswerk wird aufgegeben und das 13 Hektar große Areal zwischen Alexisweg und Handwerkerhof bebaut, wie „Hallo“ meldet (Artikel ist aus dem April 2014).

Bis 2020 soll eine Hochhaussiedlung mit ca. 1.300 Wohnungen für rund 3.000 Menschen entstehen. Läden sowie soziale Einrichtungen sind auch vorgesehen. Einen Teil der Versorgung können der Handwerkerhof (mit Lidl-Markt, Bäcker etc.) und das Graf-Zentrum (Aldi-Markt) übernehmen, die beide kaum mehr als einen Steinwurf entfernt liegen.

Zur Verkehrserschließung soll vom Karl-Marx-Ring aus eine Verbindungsstraße zur Friedrich-Creuzer-Straße gebaut werden. Selbstverständlich soll auch ein Linienbus die neue Siedlung erschließen, entweder durch Verlegung einer bestehenden Buslinie oder durch Einrichtung einer neuen Linie.

Rückkehr der Wohn-Hochhäuser?

Map Piederstorfer
Umgebungskarte Kieswerk Piederstorfer. Die Karte zeigt, dass das Areal teilweise auf Truderinger und teilweise auf Neuperlacher Gebiet liegt. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Es soll wohlgemerkt wieder höher gebaut werden. Die Zeiten, als man sich bei Neubausiedlungen weitgehend auf maximal vier Stockwerke begrenzt hatte, etwa in der Messestadt Riem, scheinen vorbei zu sein. Ob nun hier tatsächlich bis zu 13 Geschosse übereinander gesetzt werden – teilweise war auch von 20 Geschossen die Rede –, bleibt abzuwarten.

Hinweis: Zwei Kieswerke – nicht zu verwechseln!

Das Kieswerk Piederstorfer, das in der Nähe des Heizwerks Perlach kurz nach dem Ende der Ständlerstraße liegt (siehe Karte), ist nicht zu verwechseln mit dem Quetschwerk Mächler an der Putzbrunner Straße. Letzteres ist denkmalgeschützt und bleibt uns schon einmal deshalb selbst nach einer möglichen Aufgabe des kiesverarbeitenden Betriebs dauerhaft erhalten.

Update 07.10.2014 – Mehr Bilder

Neubaugebiet Kieswerk Piederstorfer
Das Kieswerk Piederstorfer (07.10.2014) © Thomas Irlbeck
Neubaugebiet Kieswerk Piederstorfer
Der Handwerkerhof mit dem Colina-Hotel am Marieluise-Fleißer-Bogen und den Türmen des Heizwerks Perlach im Hintergrund. Das Neubaugebiet ist rechts davon (07.10.2014) © Thomas Irlbeck
Neubaugebiet Kieswerk Piederstorfer
Dieselbe Ansicht wie das Vorgängerbild mit etwa mehr Abstand betrachtet (07.10.2014) © Thomas Irlbeck

Die Burg, so wie sie die anderen sehen

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Das Marx-Zentrum, auch ehrfürchtig „Die Burg“ genannt, von der Wabula aus gesehen. Wie ein Hochgebirge thront der schönste deutsche Bau nach dem Schloss Neuschwanstein (o.k., leicht übertrieben) über den Häuschen der Gartenstadt. Einfach herrlich. Der Fotostandpunkt ist Wasserburger Landstraße, Höhe Horst-Salzmann-Weg.

Marx-Zentrum von Wabula aus gesehen
Bild 1 (03.09.2014) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum von Wabula aus gesehen
Bild 2 (03.09.2014) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum von Wabula aus gesehen
Bild 3 (03.09.2014) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum von Wabula aus gesehen
Bild 4 (03.09.2014) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum von Wabula aus gesehen
Bild 5 (03.09.2014) © Thomas Irlbeck

Das Kruzifix in Trudering – Mystische Orte (Teil 13)

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Kruzifix Trudering
Kruzifix in Trudering (18.10.2013) © Thomas Irlbeck

Viele Orte sind für jeden auffindbar, da man regelrecht darüber stolpert. Bei dem Kruzifix in Trudering an der Friedenspromenade, Höhe Gartenstadtstraße/Markgrafenstraße, ist dies nicht unbedingt der Fall. Wer mit dem Auto vorbeifährt, wird das Kruzifix kaum entdecken, da es hinter Bäumen in einer kleinen Parkanlage versteckt ist. Die Parkanlage befindet sich an der linken Seite der Friedenspromenade, wenn man von Neuperlach kommend Richtung Wasserburger Landstraße fährt (siehe Umgebungskarte). Die Abgeschiedenheit gibt dem Ort etwas Besonderes, Ruhiges, Idyllisches. Durch die Parkanlage führt ein Fuß- und Radweg zur Feldbergstraße. Radfahrer und Fußgänger leben nicht nur gesünder, sondern sie sehen und erleben auch mehr.

Umgebungskarte Trudering
Umgebungskarte Trudering mit dem Kruzifix und dem neuen Gymnasium. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Zur wohl wichtigsten bildlichen Darstellung des Christentums, dem Kruzifix, wurde in Teil 11 der Mystischen Orte schon alles gesagt, daher möchte ich einfach auf diesen Artikel verweisen: Das Kruzifix vor Oedenstockach.

Der Widerspruch mag sein, dass nur wenige Meter vom Kruzifix entfernt das neue Truderinger Gymnasium errichtet wurde. Es befindet sich bezogen auf das Eingangsfoto hinter dem Fotografen. Es sei hier auf den Artikel Die Mauer – das neue Truderinger Gymnasium stellt sich vor verwiesen.

Die Mauer – das neue Truderinger Gymnasium stellt sich vor

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Gymnasium Trudering
Gymnasium Trudering, Bild 1 (20.10.2013) © Thomas Irlbeck

Bereits zu Beginn des neuen Schuljahres 2013/2014 wurde das neue Truderinger Gymnasium eröffnet (Neuperlach.org berichtete von der Bauphase). Höchste Zeit also, den Bau an der Markgrafenstraße (Ecke Friedenspromenade) einmal vorzustellen. Obwohl bereits Schüler unterrichtet werden, wird noch an unzähligen Stellen geschraubt und geschaufelt.

Wie eine Mauer

Der Bau ist wie in der Gegend üblich auf drei Etagen begrenzt. Dennoch wirkt das Gebäude durch seine enorme Länge – es reicht die Markgrafenstraße entlang bis fast an den Truderinger Wald – übermächtig, vereinnahmend. Wie eine Mauer. Trotz Weitwinkelbereich gelang es mir nicht, den Bau an einem Stück in voller Länge zu zeigen.

Womöglich wäre es städtebaulich verträglicher gewesen, ein höheres Gebäude hinzustellen. Dann hätten bei gleicher Gebäudekapazität mehr Freiflächen erhalten werden können. Ausnahmen von der Bauhöhe gibt es bei den Wohnhäusern nebenan an der Felicitas-Füss-Straße. Wie das Gelände früher aussah, zeigen die Bilder ganz am Ende der Bilderstrecke.

Gymnasium Trudering
Gymnasium Trudering, Bild 2 (20.10.2013) © Thomas Irlbeck
Gymnasium Trudering
Gymnasium Trudering, Bild 3 (20.10.2013) © Thomas Irlbeck
Gymnasium Trudering
Gymnasium Trudering, Bild 4 (20.10.2013) © Thomas Irlbeck
Gymnasium Trudering
Gymnasium Trudering, Bild 5 (20.10.2013) © Thomas Irlbeck
Gymnasium Trudering
Gymnasium Trudering, Bild 6 (20.10.2013) © Thomas Irlbeck
Gymnasium Trudering
Gymnasium Trudering, Bild 7 (20.10.2013) © Thomas Irlbeck
Gymnasium Trudering
Gymnasium Trudering, Bild 8 (20.10.2013) © Thomas Irlbeck

So sah es früher aus

Gymnasium Markgrafenstraße
Das Baugelände vor Beginn der Bauarbeiten (04.05.2011) © Thomas Irlbeck
Gymnasium Markgrafenstraße
Das Baugelände aus einem leicht anderen Blickwinkel. Ganz rechts im Bild ist die bestehende Grundschule zu sehen (04.05.2011) © Thomas Irlbeck

Die Kirche mit dem „angeschrägten“ Hochhaus-Turm – Mystische Orte (Teil 12)

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St.-Augustinus-Kirche,
St.-Augustinus-Kirche (30.08.2013) © Thomas Irlbeck

Wie sicherlich das eine oder andere Mal erwähnt, habe ich mit der Kirche als Institution weniger als wenig am Hut. Aber Kirchenarchitektur kann mich durchaus begeistern. Dabei zieht mich hier vor allem klassische Kirchenarchitektur an. Moderne Kirchenbauten gibt es nur sehr wenige, die mir gefallen.

Der heutige mystische Ort ist die katholische St.-Augustinus-Kirche in Trudering, die folgerichtig an der St.-Augustinus-Straße liegt. Die Kreuzung zur Bajuwarenstraße ist hier ganz in der Nähe, und – wen wundert es – an dieser befindet sich auch die Augustinus-Apotheke. Räumlich sind wir zwar ein Stückchen von Neuperlach entfernt. Doch das Ziel, endlich einen mystischen Ort in Neuperlach zu finden, kommen wir heute vielleicht näher denn je.

Der Neuperlach-Faktor liegt in der Architektur. Die Kirche ist kein klassischer, aber auch kein typisch moderner Bau. Es ist 1950er-Jahre Architektur, so gesehen also der Nachkriegsmoderne zuzuordnen. Genauer wurde die Kirche 1952 bis 1955 geplant und gebaut. Am 28. August 1955 zum Fest des heiligen Augustinus wurde sie geweiht.

Ungewöhnlich: Die Form des Turmes ist die eines „angeschrägten“ Quaders

Das Neuperlachige ist die Form des Turmes, der 26 Meter Höhe misst bei einem Grundriss von 7 × 9 Metern. Dieser sieht wie ein Quader aus und hat auch das in Neuperlach obligatorische Flachdach. Damit ähnelt der Turm von der Optik einem Hochhausblock, wobei es hier doch zwei Unterschiede gibt. Erstens: Das Flachdach ist weit auskragend. Zweitens: Der Quader ist bei strengerer Betrachtung keiner, der Turm verjüngt sich nach oben hin zumindest leicht. Das Besondere ist, dass die Schräge nur auf der Nordseite vorhanden ist, im Bild ist das rechts. Das Foto kann diesen Effekt nur begrenzt zeigen – siehe weiter unten unter Nicht objektiv, sondern eine Sache der Perspektive.

Glocken

St.-Augustinus-Kirche
Nordseite des Kirchenschiffs (30.08.2013) © Thomas Irlbeck

Im Turm befinden sich sieben Glocken, die 1955 auf Basis einer zinnfreien Bronzelegierung in Erding gegossen wurden. Die Töne der Glocken lauten von unten nach oben: As – c‘ – es‘ – f‘ – as‘ – b‘ – c“

Kirchenschiff und Orgel

Das Kirchenschiff misst 15 Meter in der Höhe, ist 45 Meter lang und 22 Meter breit. Es verfügt über ein übliches Satteldach. Verspätung gab es bei der Kirchenorgel. Diese wurde erst 1965 von der Firma Carl Schuster und Sohn erbaut und in Betrieb genommen. Die 41 Register sind auf Hauptwerk, Positiv, Schwellwerk und Pedal verteilt.

Kirchturm ohne Kreuz – der Flughafen Riem war schuld

St.-Augustinus-Kirche, Kreuz Detail
Der Abstand des Kreuzes zur Turmwand wird nach oben hin größer. Durch Klick vergrößern, um den Effekt gut sehen zu können (30.08.2013) © Thomas Irlbeck

Der Flughafen Riem, 1939 eröffnet, sorgte für ein Kuriosum. Aus Sicherheitsgründen galten in der Einflugschneisen des Stadtgebiets strenge Bauhöhenbegrenzungen. Diese kann man heute noch in Neuperlach sehen. An der Haupteinflugschneise war eine Begrenzung auf 25 Meter vorgeschrieben (was acht Stockwerke ermöglichte), wobei man bei Dachaufbauten manchmal großzügig waren, sodass manche Häuser doch zumindest punktweise auf rund 26 Meter kamen. Außerhalb der Haupteinflugschneise – bereits das Marx-Zentrum lag ein paar Meter von dieser entfernt – gab es weniger strenge Limitierungen. So waren für die Häuser im Marx-Zentrum bis zu 35 Meter erlaubt, was sich in bis zu 14 Stockwerken (zuzüglich teilweise mehrstöckiger Dachaufbauten) widerspiegelt.

Genau diesr Bauhöhenbegrenzung war verantwortlich dafür, dass die St.-Augustinus-Kirche kein Kreuz auf dem Turm tragen durfte. Mit 26 Meter Höhe des Turmes war offenbar schon alles ausgeschöpft. Als Ersatz war aber aber ein kleines Kreuz auf dem Dach des Kirchenschiffs ganz vorne am Haupteingang (Westseite) aufgesetzt worden. 1992 wurde der Flughafen Riem stillgelegt, doch erst 2002 bekam der Kirchturm sein Kreuz. Im Rahmen einer umfassenden Sanierung wurde an der Nordseite des Turms ein zwölf Meter langes vergoldetes Kreuz angebracht, das sechs Meter über das Flachdach hinausragt, und das alte Kreuz auf dem Satteldach entfernt. Obwohl gerade diese Nordseite nicht senkrecht, sondern schräg läuft, steht das Kreuz selbst exakt vertikal. Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass dies durch zwei unterschiedlich lange waagrechte Halterungen erzielt wird (die Abbildung zeigt es, diese anklicken, um zu vergrößern). Der Abstand des Turms zum Kreuz wird nach oben hin größer. Aber auch bei den Fenstern am rechten Rand des Turmes (Abbildung am Artikelanfang) sieht man, dass deren Abstand zur rechten Turmwand nach oben hin kleiner wird.

Nicht objektiv, sondern eine Sache der Perspektive

Ein Objektiv ist nur dem Begriff nach objektiv. In der Realität gibt es starke Verzerrungen, je weitwinkiger, desto größer werden sie. Objekte laufen dann auf einmal spitz nach oben oder unten zu, Hochhäuser und Türme, speziell am Bildrand, drohen umzustürzen. Diese stürzenden Linien lassen sich per Bildbearbeitung automatisch oder manuell aufrichten. Hat man ein Gebäude vor sich, bei dem die Kanten wirklich senkrecht laufen, lässt sich auf diese Weise ein gutes Ergebnis erzielen und ein Schiefer Turm von Pisa vermeiden. Besitzt ein Gebäude aber keine oder nicht durchgehend senkrechte Kanten, da es sich tatsächlich verjüngt, wird es schwieriger, da es weniger oder keine Anhaltspunkte gibt. Eine normale Entzerrung stürzender Linien würde hier ein Ergebnis erzielen, das an der Realität vorbeigeht. Daher wurde hier die Entzerrung behutsam eingesetzt. Dabei wurde darauf geachtet, dass alle senkrechten Kanten inklusive des Kreuzes möglichst vertikal verlaufen. Die einzige Schräge ist damit die Turmnordseite, die aber hier im Ergebnis möglicherweise subjektiv zu stark ausfällt. Es muss klar sein, dass dies nur ein Kompromiss sein kann. Keine Aufnahme, ganz speziell in diesem Fall, kann eine Betrachtung vor Ort ersetzen.

Der heilige Augustinus

St.-Augustinus-Kirche, Relief
Relief an der Westseite mit dem heiligen Augustinus (30.08.2013) © Thomas Irlbeck

Augustinus von Hippo (* 13. November 354 in in Tagaste, auch: Thagaste, in Numidien, heute Souk Ahras in Algerien; † 28. August 430 in Hippo Regius, heute Annaba in Algerien) war „einer der vier lateinischen Kirchenlehrer der Spätantike und ein wichtiger Philosoph an der Epochenschwelle zwischen Antike und Mittelalter“ (Quelle: Wikipedia). Von den Westkirchen wird Augustinus als Heiliger verehrt.

An der Westseite der Kirche mit dem Haupteingang befindet sich ein Relief des heiligen Augustinus (siehe Abbildung). Der Künstler Siegfried Moroder meißelte dieses 1958 aus den Sandsteinblöcken heraus, die bereits beim Bau der Kirche eingefügt worden waren.

Umgebungskarte

Umgebungskarte St.-Augustinus-Kirche
Umgebungskarte St.-Augustinus-Kirche. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Per ÖPNV erreicht man die Kirche am besten so:

Bus 195, N49: Gnadenwaldplatz

oder

Bus 139, 195, N49: St.-Augustinus-Straße

Quellen

Spitzhelm-Türmchen (Das historische Haus, Folge 3)

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Spitzhelmdach
Spitzhelmdach (30.08.2013) © Thomas Irlbeck

Ein harter Kontrast zu unserer Neuperlacher Architektur. Der Bau liegt an der Kreuzung Bajuwarenstraße / Truderinger Straße und damit nur unweit von Neuperlach. Gar nicht so schlecht passt die blaue Verkleidung im Erdgeschoss, da dort ein Schwimmbecken-Fachhandel untergebracht ist.

Solche herrlichen Gebäude mit Spitzhelm-Türmchen gibt es leider immer weniger, sie werden immer mehr für Einheitsarchitektur geopfert, da sich damit mehr Kasse machen lässt (siehe abgerissene Michaeliburg). Auch dieses Gebäude ist offenbar nicht denkmalgeschützt, in den offiziellen Verzeichnissen der Baudenkmäler ist es jedenfalls nicht gelistet.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Das Gesetz der Fahrradstraße – Radler auf die Straße!

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München will Radlhauptstadt sein, aber manche Radfahrer werden den Hauptstadtstatus anzweifeln. Speziell wer durch die Innenstadt fährt, erlebt noch viele Schikanen, das geht an bei Slalomparcours in Gestalt enger Radwege an, führt über eine immer größere Zahl verschiedenster Bauarten von (Fahrrad-)Ampeln, und endet an gewissen Verkehrsführungen, bei denen der Ausdruck „nicht selbsterklärend“ noch euphemistisch ist.

Lobenswerter ist das schon das Vorhaben der Stadt, die Anzahl der Fahrradstraßen deutlich auszubauen. Eine Fahrradstraße ist im Prinzip eine ganz normale Straße, die zum Radweg erklärt wird. Autos und Motorräder dürfen auch fahren, wenn es per Zusatzschild angegeben ist (was in München immer das Fall ist), werden aber eher geduldet. Im Grunde genommen ändert sich nicht viel, außer dass Radfahrer – auch in Gruppen – auch ausdrücklich nebeneinander rollen dürfen. Der motorisierte Verkehr muss ggf. die Geschwindigkeit reduzieren.

Es darf maximal 30 km/h gefahren werden, ebenso ist „rechts vor links“ Vorschrift. Da Fahrradstraßen meist in bestehenden Tempo 30-Zonen eingerichtet werden, bleibt in dieser Hinsicht in der Regel alles beim Alten.

Interessant dürfte es aber vor allem dann werden, wenn ein gut ausgeschildertes Netz entsteht, das weite Teile des Stadtgebiets abdeckt, sodass sich dann große Strecken möglichst durchgehend auf Fahrradstraßen zurücklegen lassen. Radfahrer können dann richtig Tempo machen, zumal man als Radler dort auch andere Fahrradfahrer vernünftig überholen kann, was auf den engen Radwegen kaum möglich oder mindestens gefährlich ist.

Fahrradstraße Friedenspromenade
Die Friedenspromenade Ost ist jetzt Fahrradstraße (20.06.2013) © Thomas Irlbeck

Anfang des Jahres gab es noch 22 Fahrradstraßen, nun sollen es 47 werden.

Heute habe ich gesehen, dass inzwischen die Friedenspromenade Ost nicht nur einen neuen Asphalt bekommen hat, was aufgrund des katastrophalen Zustandes auch dringend notwendig war, sondern bereits zur Fahrradstraße erklärt wurde. Zwischen dem Beginn (Einmündung „Am Hochacker“) bis zur Markgrafenstraße gilt nun das Gesetz der Fahrradstraße. Zur Kennzeichnung dienen sowohl Schilder als auch auf der Fahrbahn aufgemalte Piktogramme (siehe Abbildungen). Auf der parallel laufenden Straße, gewissermaßen der Friedenspromenade West, ändert sich nichts, sie behält ihren bisherigen Status. Es ist eine der letzten Straßen im Viertel, auf der sogar noch 50 km/h gefahren werden darf.

Eine komplette Übersicht der neuen Fahrradstraßen findet sich hier: Radlhauptstadt München: Fahrradstraßen 2013

Fahrradstraße Friedenspromenade
Friedenspromenade: näher dran (20.06.2013) © Thomas Irlbeck
Fahrradstraße Friedenspromenade
So sieht es an der Kreuzung mit der Vogesenstraße aus (20.06.2013) © Thomas Irlbeck

Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt (Das historische Haus, Folge 2)

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Spielwaren Fuchs
Spielwaren Fuchs in Trudering in einem Haus mit dominantem Anstrich (17.04.2013) © Thomas Irlbeck

Im Life an der Albert-Schweitzer-Straße gibt es seit 2013 idee+spiel und damit endlich wieder Spielwaren in Neuperlach (Neuperlach.org berichtete). Tatsächlich existiert nach dem Aus für den Obletter im pep in ganz Neuperlach kein reinrassiges Spielwarengeschäft mehr. Natürlich haben einige Läden wie der Woolworth im Marx-Zentrum und die einzelnen Schreibwarengeschäfte in den umliegenden Ladenzentren auch Spielwaren, aber da handelt es sich eher um vergleichsweise winzige Spielwarenabteilungen.

Dabei ist es von Neuperlach gar nicht so weit bis zum nächsten richtigen Spielwarenladen. In Truderings Zentrum, dort wo sich Schmuckerweg und Truderinger Straße kreuzen und auch der bekannte Gasthof Obermaier zu finden ist, gibt es noch einen Laden eines Typs, die in ihrer Art immer rarer werden. Hier scheint die Zeit fast stehengeblieben zu sein. Wer erinnert sich noch daran, wie er hier mit seinen Eltern für Leistungen (Schule, Jugend forscht, Wahl zum Schulsprecher) oder Nicht-Leistungen (Geburtstag, Weihnachten) mit herrlichen Spielwaren versorgt wurde?

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Nomen est omen (Teil 2)

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Unter manchen Ortsnamen kann man sich entweder gar nichts vorstellen oder vielleicht auch das Falsche. Dass Perlach zumindest begrifflich nichts mit Perlen zu tun hat, sondern je nach Theorie „(Braun-)Bären-Wald“ oder „Eber-Wald“ bedeutet, wurde schon mal erörtert. Aber die Umgebung ist reich an weiteren besonderen Namen:

Trudering

Der Stadtteilname ist auf einen Bauern namens Truchtaro zurückzuführen, der sich dort um 500 mit seiner Sippe niederließ. Im Auftrag seines Grundherrn, wahrscheinlich handelt es sich um den adeligen Fagana, kultivierte er Fluren und errichtete Stallungen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit war die erste Siedlungsstätte der Zehentbauernhof in Kirchtrudering oder der Mayrhof in Straßtrudering. Die erste bekannte schriftliche Erwähnung ist 772 als Truhtheringa. Als Schreibweise ist noch Truchteringa bekannt. An den alten Namen erinnert heute noch der Straßenname Truchthari-Anger in Kirchtrudering, an dem im Rahmen eines Bauprojekts Reste einer Kelten-Siedlung aus vorchristlicher Zeit gefunden wurden. Trudering ist also so gesehen viel älter.

Putzbrunn

Die erste Gemeinde hinter der Stadtgrenze in Waldperlach hat ihren ersten Namensbestandteil einem gewissen Puzzi zu verdanken, dessen Sippe sich dort im achten Jahrhundert niederließ. Der gesamte Name bedeutet Brunnen des Puzzi. In der ersten urkundlichen Erwähnung heißt der Ort noch Puzeprunnin. Südöstlich von München, auf der Münchner Schotterebene, musste das Trinkwasser aus mehreren Metern Tiefe geholt werden. Um die errichteten Brunnen bildeten sich Ansiedlungen, daran erinnert in vielen Ortsnamen der hinterer Namensbestandteil brunn.

Ottobrunn

Ottosäule
Die Ottosäule in Ottobrunn. Foto: Rufus46 / Lizenz siehe: Wikipedia

Die Gemeinde Ottobrunn hat ihren Namen von Prinz Otto von Wittelsbach. Der damals 17-Jährige war 1832 auf der Reise in sein künftiges Königreich Griechenland. Vor den Toren Münchens, 13 km vom Münchner Marienplatz entfernt, verabschiedete er sich von seinem Vater. Zwei Jahre später wurde an diesem Schauplatz eine dorische Säule errichtet, die an dieses Geschehen erinnert. Die knapp 10 Meter hohe Ottosäule ist heute das Wahrzeichen der Gemeinde und auch im Gemeindewappen abgebildet. Ottobrunn ist also noch verhältnismäßig jung, als politische Gemeinde existiert der Ort gar erst seit 1955.

Grasbrunn

Die Gemeinde wurde 1140 erstmals als Gramasprunnen erwähnt. Der Name leitet sich vom adeligen Grundbesitzers Graman ab, der gesamte Name bedeutet Brunnen des Graman.

Neubiberg, Unterbiberg

Der Name Biberg leitet sich von althochdeutsch pipurc (Umwallung, Ringburg) ab. Eine Umwallung in Gestalt einer Keltenchanze wurde in der Gegend durch Luftbildarchäologie nachgewiesen. Der Ort findet erstmals als Villa piburc zwischen 1034 und 1041 als Schenkung an das Kloster Tegernsee Erwähnung. Das heutige Neubiberg besteht aus zwei Teilen. Das westlich gelegene Unterbiberg ist der historische Teil des Ortes, gehört aber formal zur Gemeinde Neubiberg, dem – der Ausdruck neu deutet es an – später entstandenen Ort östlich vom historischen Kern.

Riem

Diesen Stadtteil kann man wörtlich nehmen und muss sich bei der Herleitung nicht am Riemen reißen. Oder genau doch, denn eben der Begriff Riemen ist Namensgeber, im Mittelhochdeutschen rieme. Der Ortsname bedeutet also schlicht Streifen, spezifischer (schmaler) Ackerstreifen, Gürtel, Kanal, Traufe. Die letzten beiden Deutungen sind die wohl entscheidenden. Denn in Riem tritt der Grundwasserstrom an die Oberfläche. Es gibt aber auch die Theorie, die Höfe des ursprünglichen Ortes seien wie ein Gürtel um die Kirche herumgebaut gewesen. Die erste urkundliche Nennung war 957 bzw. 972 als Riema. Doch bereits um 700 soll ein fränkischer Ritter den Ort gegründet haben.

Im Münchner Südosten und im Umland gibt es sicherlich noch weitere interessante Geschichten hinter Ortsnamen. Dazu vielleicht irgendwann mal in einem weiteren Teil.

Quellen

  • Trudering – Waldtrudering – Riem: Münchens ferner Osten / hrsg. von Willibald Karl. Mit Beitr. von Karl Bachmair … – München: Buchendorfer Verl., 2000
  • Wikipedia-Einträge zu den Ortsnamen