Krautgarten am Strehleranger. Hier ist dieses schöne Kunstwerk „Pac-Man frisst Covid-19“ zu sehen. Immerhin: Die Infektionszahlen gehen nun zurück!



Krautgarten am Strehleranger. Hier ist dieses schöne Kunstwerk „Pac-Man frisst Covid-19“ zu sehen. Immerhin: Die Infektionszahlen gehen nun zurück!




Ab heute befinden sich die Generalkonsulate von Kosovo und Albanien in Neuperlach. Konkret im Bürohaus Albert-Schweitzer-Straße 62, 3. OG. (die Montessori-Schule wird derzeit vor dem Haus errichtet). Der vorherige Sitz der Konsulate war in der Ehrenbreitsteiner Straße in Moosach.
Es handelt sich um die ersten Generalkonsulate in Perlach.
Unverkennbar in der Scheibe als Spiegelbild: unser beliebtestes Einkaufszentrum nach dem pep, das Life.



Immer wieder kommt es an Kreuzungen beim Rechtsabbiegen zu schweren Unfällen mit Radfahrern und Fußgängern. 2019 starb auf der Corneliusbrücke in München ein Elfjähriger, da der Fahrer eines Lastwagens beim Rechtsabbiegen den Schulbuben auf seinem Fahrrad übersehen hatte. Weitere Unfälle mit Toten oder Schwerverletzten folgten – auch in München.

Die Ursache für solche Unfälle liegt vor allem im toten Winkel. Rechts und vor einem Lkw oder Bus befindliche Verkehrsteilnehmer sind für den Fahrer oft nicht oder nicht hinreichend sichtbar – weder über die Spiegel im Fahrzeug noch über einen Schulterblick.
Sogenannte Trixi-Spiegel sollen hier eine Verbesserung bringen. Die an Mittelinsel-Fußgängerampeln angebrachten Konvexspiegel zeigen aus Fahrbahnsicht die Szenerie rechts und vor dem Fahrzeug. Verkehrsteilnehmer, die sich früher im toten Winkel befunden hätten, werden sichtbar. Studien haben ergeben, dass Trixi-Spiegel die Unfallzahlen tatsächlich sinken können.
Heute sind sie mir diese Trixi-Spiegel das erste Mal in Neuperlach aufgefallen – an der Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Fritz-Schäffer-Straße.
Trotz Verbesserung durch die Spiegel wird dringend empfohlen, sich nicht alleine auf die Trixi-Spiegel zu verlassen. Diese bieten zwar eine zusätzliche Sicherheitsstufe. Im schlechtesten Fall täuschen sie Sicherheit aber auch nur vor. Speziell als Fahrradfahrer und Fußgänger sollten man sich vergewissern, dass ein etwaiger nebenher oder hinter einem fahrender Bus oder Lkw beim Rechtsabbiegen nicht nur an der Ampel abbremst, sondern auch tatsächlich stehenbleibt und einen vorbeilässt. Das Vorbeifahren/-gehen als Radfahrer/Fußgänger am wartenden Fahrzeug erfolgt am besten mit möglichst großem Sicherheitsabstand, damit bei einem plötzlich doch anfahrenden Fahrzeug noch eine gewisse Chance besteht, sich mit einem Schlenker oder Sprung zu retten. Auch das Aufnehmen eines Blickkontakts zum Fahrer ist ratsam. Das eigene Leben hat eine höhere Priorität als das Recht auf Vorfahrt – was aber offenbar nicht alle so sehen. Im Zweifelsfall sollte man als Radfahrer oder Fußgänger den Bus oder Lkw passieren lassen und nicht auf die eigene Vorfahrt bestehen.
Probleme bei Verkehrsspiegeln generell sind, dass die Szenerie verkleinert und verzerrt dargestellt wird und daher im ungünstigsten Fall Verkehrsteilnehmer doch übersehen werden können. Ferner kann es durch Scheinwerfer und Sonneneinstrahlung zu Blendeffekten kommen, was die Darstellung einschränkt. Durch Vandalismus (Aufkleber, mutwilliges Verstellen der Spiegel) können die Spiegel zudem unbrauchbar gemacht werden, ohne dass es immer sofort auffällt.
Der Name „Trixi“ hat nicht etwa mit der Zahl 3 zu tun, wie man zunächst annehmen könnte. Vielmehr heißt die Tochter von Ulrich Willburger, die 1994 bei einem Abbiege-Unfall von einem Lkw erfasst und schwer verletzt worden war, Beatrix. Als Reaktion entwickelte Willburger den Spiegel und benannte ihn nach seiner Tochter.


Auf dem Parkplatz zwischen dem Life-Einkaufszentrum und dem Büro-/Gewerbehaus Albert-Schweitzer-Straße 62-66 (nicht nur Ureinwohner kennen den Platz mit seiner markanten Thermometer-Uhr) wird ein dreistöckiger Neubau in Holzmodulbauweise und Niedrigenergiestandard realisiert. Dort wird die Montessori-Schule „Campus di Monaco“ einziehen. Bis zum Sommer 2022 entsteht eine zweizügige Grund- und Mittelschule für rund 320 Schülerinnen und Schüler. Die bestehende Montessori-Mittelschule zieht dabei von ihrem Provisorium an der Schwanthalerstraße an den neuen Standort, die Grundschule entsteht neu. „Bildung statt Parkplatz“ könnte man sagen. Zusammen mit dem Neubau der Grundschule am Strehleranger und der Grundschule am Karl-Marx-Ring ist das der bereits dritte Schulneubau in Neuperlach – und das in kurzer Zeit.
Ursprünglich sollte auch das bestehende 6-stöckige Büro-/Gewerbehaus verändert werden. Dabei war vorgesehen, es im Erdgeschoss zu vergrößern, es sollte also tiefer werden, was den bereits vorhandenen Läden und gastronomischen Einrichtungen zugutegekommen wäre. Sowohl für Pächter und Kunden wären die Einrichtungen durch das größere Platzangebot attraktiver geworden. Dieser Plan wurde jedoch laut Auskunft eines Pächters gecancelt. Die Büros und Gewerbeeinheiten erhalten teilweise neue Grundrisse. Bestandsmieter sollen bleiben. Eine bauliche Verbindung des Bestandsgebäudes mit der Montessori-Schule wird es nun doch nicht geben. Die lange geplante Aufstockung des Bestandsgebäudes ist auch vom Tisch. Der Parkplatz kommt fast vollständig weg, nur 13 Stellplätze sollen erhalten werden.
Der Schulbau wird im vorderen Bereich aufgeständert sein, da er dort auf die bestehenden Tiefgaragenabfahrt gesetzt wird. Zur Ausstattung werden ein Dachgarten, offene Lernbereiche, ein Sportraum, eine Aula, eine Werkstatt und eine Kantine gehören.
Die Bauarbeiten haben am 20.04. mit dem Abtragen des Parkplatzes begonnen.
Mehr zum Thema in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung: Holzbau auf der Tiefgarage
Das Besondere am Projekt ist auch, dass die unter dem ehemaligen Parkplatz liegende Tiefgarage aus statischen Gründen als nicht bebaubar galt. Doch mit Holzleichtbauweise und geschickte Platzierung schwererer Elemente wie den Fahrstuhlschacht aus Beton außerhalb des unmittelbaren Tiefgaragenbereichs gelang doch eine Bebauung.



Wikipedia verrät dazu Folgendes:
Zur Montessoripädagogik ist ein von Maria Montessori ab 1907 entwickeltes und namentlich in Montessori-Schulen angewandtes pädagogisches Bildungskonzept, das die Zeitspanne vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen abdeckt. Sie beruht auf dem Bild des Kindes als „Baumeister seines Selbst“ und verwendet deshalb zum ersten Mal die Form des offenen Unterrichts und der Freiarbeit. Sie kann insofern als experimentell bezeichnet werden, als die Beobachtung des Kindes den Lehrenden dazu führen soll, geeignete didaktische Techniken anzuwenden, um den Lernprozess optimal zu fördern. Als Grundgedanke der Montessoripädagogik gilt die Aufforderung „Hilf mir, es selbst zu tun“.




Heute wurde ein Kran aufgestellt. Nun kann es richtig losgehen.

Inzwischen wurden bereits große Teile der Bodenplatte gegossen.



Ein Modul wiegt rund 15 Tonnen. Bis Weihnachten sollte alles fertig sein! Ganz geschafft hat man es dann doch nicht bis Heiligabend, aber dennoch wurde Erstaunliches in so kurzer Zeit geleistet!












Der Rohbau ist nun fast fertig. Es fehlt quasi nur noch ein Zimmer.







Teile des Gerüstes wurden abgenommen, sodass erstmals die finale Optik sichtbar wird.


Auf dem Abenteuerspielplatz Utopia in Ramersdorf entstand in einem Gemeinschaftsprojekt von Kindern und Erwachsenen ein großes Boot nach dem Vorbild eines Schulschiffes aus Bangladesch.
Am Sonntag startete von der Ottobrunner Straße 10 eine bunte Bootsparade für Vielfalt von Ramersdorf nach Neuperlach. Das Boot nahm dann auf dem Dach der kurz vor der Fertigstellung stehenden Montessori-Schule in Neuperlach seinen Platz ein, um von dort aus künftig für Vielfalt und Toleranz zu werben.
Zur feierlichen Bootsparade luden über 20 Initiativen und Einrichtungen aus der ganzen Stadt. Musikalisch unterstützt wurde der Umzug für ein friedliches Zusammenleben von der Express Brass Band.
Quelle Originalmeldung: Campus di Monaco













Am 13.09. hat der Schulbetrieb in der Montessori-Schule an der Albert-Schweitzer-Straße begonnen. An den Außenanlagen wird derzeit noch gearbeitet, aber diese werden ja nicht zwingend benötigt. Auch der Eingang und die letzten Fassadenelemente sind noch nicht fertig. Es ist aber ein provisorischer Eingang entstanden.
Fotos vom 13.09. und 14.09. Die ersten beiden Fotos (Luftballons am Geländer und Blumen; beide 13.09.) wurden mir von der Montessori-Schule zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!





Bauprojekte kann man erst dann final beurteilen, wenn die Außenanlagen sowie Dachgärten fertiggestellt sind. Letztere ziehen sich ja oft Jahre hin. Seit einiger Zeit ist nun aber alles fertiggestellt.






Die beiden Logen-Wohnhäuser sind längst bezogen, die Perlach Plaza wächst jeden Tag. Fast schon vergessen wurden die beiden Gewofag-Wohnhäuser, die auch noch im Bau sind. Das muss sich schleunigst ändern. Gesagt, getan. Es entstehen 133 geförderte Wohnungen, früher nannte man das Sozialwohnungen.










Herrliches Baumhaus an unserem Spielhaus in Maulwurfshausen (Albert-Schweitzer-Straße). Wer hat hier als Kind gespielt – oder spielt immer noch? Ich selbst war hier ab 1974 als Bub (8) aktiv!
Noch drei Nachzügler vom Samstag:




Die Wegweiser zu unseren Subzentren mit den Läden sind so typisch für Neuperlach. Leider werden diese Tafeln nicht mehr gut gepflegt. Folgendes gibt es hier nicht mehr:
Es wäre einfacher gewesen, das aufzulisten, das noch existiert.

Mein Bericht scheint Wirkung gezeigt zu haben. Das Döner-Restaurant „Doy Doy“ im Marx-Zentrum, in dem man vortrefflich speisen kann, findet jetzt Erwähnung!


Die Kafkastraße wird aufgeforstet! Soweit ich das in Google Earth sehe, sind das keine Ersatzpflanzungen für an Ort und Stelle gefällte Bäume, sondern zusätzliche Anpflanzungen.



Neuanpflanzungen auch auf dem Karl-Marx-Ring vor dem Mercure-Hotel. Der Grund liegt darin, das beim Umbau der T-Kreuzung Karl-Marx-Ring/Ständlerstraße zur echten Kreuzung einige Bäume für die neue Linksabbiegerspur ins Alexisquartier entfernt werden mussten. Fotos: Benno Steuernagel-Gniffke, vielen Dank!






Bei der Planung des Alexisquartiers wurde vorgesehen, dass das Miniwäldchen neben dem ehemaligen Quetschwerk erhalten wird. Es wird zum Quartierspark. Daran ändert sich im Prinzip auch nichts, der Quartierspark kommt. Aber ein nicht unerheblicher Teil der Bäume muss gefällt werden, denn die Fichten sind vom Borkenkäfer befallen.
Laut Anschlag sollen – so wörtlich „im Wesentlichen nur die Fichten“ der Säge zum Opfer fallen.
Aber auch die Eschen sind vermutlich krank, da muss man noch abwarten, ob die dauerhaft erhalten werden können.
So schade das Abholzen auf der einen Seite auch klingt, aber wer möchte schon neben einem Kindergarten, welche gleich daneben gebaut werden soll, kranke Bäume stehen haben, die bei einem Sturm Kinder, Personal und Gebäude gefährden?
Fotos: Benno Steuernagel-Gniffke, vielen Dank!



Seit dem Vortag laufen nun die Fällarbeiten. Ein großer Teil der Fichten war beim Aufnahmezeitpunkt bereits nicht mehr am Leben.












So sieht nun also unsere (ehemals) orange Fußgängerbrücke aus, die das Marx-Zentrum mit der Grundschule am Karl-Marx-Ring verbindet. Auf der anderen Seite ist sie noch orange. Es sieht nach dem „Werk“ eines Anhängers des Fanpoint München aus.


So sah die Brücke früher mal aus:

Nun haben sogenannte 1860-Fans die Brücke mit „ihren“ Farben übermalt.


Das Hotel Königshof am Münchner Stachus wurde 2019 abgerissen. Jetzt entsteht ein luxuriöser Neubau.
Dieser Artikel dokumentiert ausführlich den Neubau des Hotels.
Der Hauptartikel mit umfangreichen Informationen zu Historie, zur Architektur des alten Baus und des Neubaus findet sich hier: Hotel Königshof: Historie, Architektur, Abriss und Neubau
Um den Abriss des alten Gebäudes dreht sich alles hier: Hotel Königshof: Der Abriss
Update Dezember 2023 – Hinweis zum Namen: Im Oktober 2021 hat die Familie Geisel das Hotel an die INKA Karlsplatz GmbH & Co. KG verkauft. Das Hotel sollte unter der Marke JW Marriott als Franchisenehmer betrieben werden. Zwischenzeitlich war der Name Hotel Karlsplatz 25 in Gebrauch. Der endgültige Name ist nun „Königshof München, a Luxury Collection Hotel“, wobei „Luxury Collection“ eine Marriott-Marke ist. Es ist sicherlich eine gute Entscheidung, dass der weltweit bekannte und etablierte Name Königshof erhalten bleibt.
Es werden erste Formen sichtbar.






Es ist gewaltig nach oben gegangen.
















Es werden immer mehr Gerüstteile entfernt. Die Haupteingangsseite, das dem Stachus sein neues „Gesicht“ geben wird, ist aber noch eingerüstet.


Das dauert sehr lange mit der Fassade. Immer noch ist die Hälfte der Front eingerüstet. Es bleibt spannend, denn das endgültige Aussehen lässt sich nur bedingt abschätzten. die Frage, ob der Bau gelungen sei, ist noch unbeantwortet.
Hinweis: Wegen des Verkaufs des Hotels wird dieses ab sofort unter dem neuen Namen JW Marriott geführt.




Das Gerüst wurde an der Hauptfassade weitestgehend abgebaut. Nun kommt erstmals die expressionistische Fassade annähernd zur Geltung.




Jetzt hat man damit begonnen, die Hauptfassade erneut einzurüsten. Hast das nie ein Ende?





Fast drei Jahre nach Baubeginn zeigt der Bau nun erstmals sein unverhülltes Gesicht. Das Gerüst wurde weitestgehend abgebaut. Der expressionistische Einblick ins Hotel – bislang verdeckt durch das ein besonders hartnäckiges Gerüst – ist nun möglich.
Ganz ehrlich, auch wenn es ohne Gerüst jetzt weit besser aussieht, begeistert bin ich nicht.










Vor ein paar Tagen kam die Frage auf, ob es den 10-Meter-Sprungturm in unserem Michaelibad noch gäbe. Denn immerhin schrieb der Merkur Folgendes:
Über die Ortsgrenzen hinaus ist das Unterhachinger Freibad unter anderem deshalb beliebt, weil es – neben der Anlage im Münchner Olympiapark – über den einzigen Zehn-Meter-Sprungturm der Region verfügt.
Aber was ist mit dem Michaelibad? Gibt es unseren 10-Meter-Sprungturm etwa nicht mehr? Laut SWM-Website steht er noch. Aber das ist kein Beweis. Also habe ich heute beim Michaelibad auf einen Sprung vorbeigeschaut. Ergebnis: Den Turm gibt es noch, er hat nicht mal einen Sprung!
Ich wurde darauf hingewiesen, der Turm sei ja laut Aufdruck gar keine 10 Meter hoch, sondern nur 9,36 Meter. Also wäre es streng genommen ja kein 10-Meter-Turm. Die SWM führen ihn aber mit 10 Metern. Außerdem liegt der Wasserpegel meist ein schönes Stück unterhalb des Wasserpegels, sodass die effektive Sprunghöhe doch 10 Meter betragen könnte. Die exakte Höhe der Türme im Olympia-Schwimmbad und im Unterhachinger Freibad wären auch zu hinterfragen.
Wie auch immer: Der Sprungturm im Michaelibad ist der höchste, der sich auf städtischem Münchner Grund befindet und zu einem Freibad gehört. Ein Rekord! Aber, Moment mal, was ist mit dem 10-Meter-Sorungturm im Dantebad? Dieser wurde inzwischen abgebaut.
Ein Leser wies mich darauf hin, dass man den Wasserspiegel um 70 cm angehoben habe. Gesetzliche Bestimmungen hätten dies erforderlich gemacht. Der Beckenrand sei jetzt erhöht worden, man könne jetzt darauf sitzen. Vermutlich erreicht man nun auf diese Weise die geforderte höhere Wassertiefe – ohne mit riesigem Aufwand den Beckenboden tieferlegen zu müssen. Das bedeutet, dass die Sprungtiefe offenbar doch ein schönes Stück unterhalb der 10-Meter-Marke liegt. Ein paar Zentimeter sind jetzt nicht gravierend, aber ich versuche immer, Angaben so genau wie möglich zu machen. Das Michi behält aber sprachlich auf jeden Fall gesehen seinen „Zehner“.




In der Architekturszene kursiert der Witz, den Neuperlacher Wohnring könne man sogar vom Mars sehen. Doch zumindest von den Alpen, dem Brauneck bei Lenggries, ist er sichtbar, wie es das Foto beweist. Danke an Julian Reischl dass ich die Bilder hier zeigen darf!
Der Wohnring ist im obersten linken Teil des ersten Fotos zu sehen:

Ich lege noch zwei Fotos vom selben Standpunkt aus der Serie bei, damit ihr einen Eindruck davon habt, wo Julian genau war:





Gesehen am 30.09.2020 an unserer St. Monika am Marx-Zentrum. Unter dem Kirchturm steht ein Regal zum Bücher-Tauschen (neudeutsch eher Sharen/Teilen). Eine nette Idee, wie ich finde, zumal „Teilen“ auch ein christlicher Begriff ist. Das meine ich jetzt keineswegs abwertend. Ich bin Atheist, aber manchmal war ich in der Kirche, etwa wenn Freunde gehen mussten, weil es die Eltern befohlen hatten. Exakt in dieser Kirche bzw. genauer dem Vorgänger der St. Monika in Gestalt eines Holzprovisoriums erinnere ich mich noch genau an einen Gottesdienst. Als Bewohner des Marx-Zentrum (Peschelanger 12) war dies ja „meine“ Kirche.
Das Thema war „Teilen“. Der Pfarrer sagte, man sollte mit anderen teilen. Er bezog das auf alles Erdenkliche. Als Kinder, die damals vielleicht 10 Jahre oder so waren, probierten wir es aus und gaben uns untereinander Süßigkeiten ab. Nicht, dass wir das vorher abgelehnt hätten. Aber wir wollten gezielt die Empfehlung des Pfarrers umsetzen. Eigentlich könnte man die Geschichte unter „nicht besonders erwähnenswert“ abheften. Aber da ich wie angedeutet so selten einen Gottesdienst besucht habe, verbinde ich die St. Monika immer mit dem Vorgang des Teilens. Heute bin ich bei Facebook.

Es war die wohl die gefährlichste und nervigste Stelle im Neuperlacher Straßennetz: Der Übergang an der viel befahrenen Albert-Schweitzer-Straße, Ecke Siegfried-Mollier-Straße, vor dem Einkaufszentrum Life. Oft musste man als Fußgänger oder Radfahrer Minuten warten, bis man eine Lücke fand. Es kam immer wieder zu gefährlichen Situationen.
Endlich wurde hier eine Fußgängerampel installiert. Die Arbeiten haben im August 2020 begonnen, wenngleich die Ampel eigentlich erst für 2021 vorgesehen ist.
Als sichere Alternative gab es zwar die U-Bahnunterführung, die aber von Radfahrern nur schiebend benutzt werden darf. Auch für Fußgänger ist sie eher dann praktisch, wenn diese geradeaus Richtung Plett-/Quidde-Zentrum weiter möchten. Zum Life ist es ein Umweg.
Es geht voran. Die Masten stehen schon!



Die Fahrbahnmarkierungen wurden gezogen, die südliche Mittelinsel verbreitert und die Ampeln an die schon länger stehenden Masten montiert. Mit der verbreiterten Mittelinsel (diese macht jetzt einen kleinen Kurve; siehe nachfolgendes Bild) soll offenbar verhindert werden, dass ein stadtauswärts fahrender Bus an der Haltestelle überholt werden kann. Es dürfte zumindest jetzt knapp werden.





Die Ampel ist seit Anfang Dezember in Betrieb.




Am 09.09.2020 jährte um 09:09 sich die Eröffnung unseres Einkaufszentrums Life (offizielle Website) an der Albert-Schweitzer-Straße zum 11. Mal. Dies sind nicht nur viele Schnapszahlen, sondern ist auch eine gute Gelegenheit, noch einmal zurückzuschauen – vor allem darauf, wie der Bau entstand.
Dankenswerterweise hat der Neuperlacher Georg Pantel sein Archiv geöffnet. Er hat damals den Bau des Life von Anfang an verfolgt. Erstmals ist seine Fotoserie öffentlich zu sehen (als Ergänzung werden auch noch einige Bilder anderer Fotografen gezeigt).
Fangen wir ganz vorne an: Nach dem Abriss des Neue-Heimat-Verwaltungsgebäudes am Plett-Zentrum (siehe folgendes Foto von 1970; Bruno Tamborino hat zu diesem Bau den bemerkenswerten Artikel Requiem – in Erinnerung an das Plett-Zentrum verfasst) entstand ein vollklimatisiertes, hochmodernes Einkaufszentrum, das Life. Es ersetzt das alte Ladenzentrum des Plett-Zentrum, das vorerst noch als Ruine im Südteil des Plett-Zentrum-Gebäudes stehenblieb und noch bis Anfang 2012 eine Durchgangsfunktion Richtung Allianz/pep hatte.

Das Life ist nach dem pep das zweite Einkaufszentrum in Neuperlach, das nicht mehr den ursprünglichen Neuperlacher Ladenzentren (Subzentren) folgt. Letztere stellen keine abgeschlossenen Gebäudekomplexe dar, sondern bestehen aus im Freien verteilten Läden (meist als Bestandteil von Wohnhäusern; etwa im Marx-Zentrum) oder sind als weitgehend überdachte Ladenpassage realisiert (etwa das inzwischen abbruchreife Quidde-Zentrum). Aber die Passagen sind immer – auch nach Ladenschluss – begehbar, es gibt keine zentralen Eingangstüren. Bei Regen, Kälte oder Hitze ist das Einkaufen auf dieser Art wenig angenehm. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder auch für Mütter und Väter mit Kinderwagen sind die Festtreppen eine Zumutung oder gar ein K.-o.-Kriterium. Und gerade beim Plett-Zentrum musste erst eine steile Festtreppe überwunden werden, um zur Ladenpassage zu gelangen.
Das Life erfüllt die heutigen Standards. Es ist durch Rollsteige und Fahrstühle barrierefrei. Selbstverständlich gibt es auch eine Tiefgarage. Das Konzept „alles unter einem Dach“ erlaubt das bequeme Einkaufen unabhängig von Wind und Wetter.

Eine Besonderheit ist, dass der 9.700 m² große, zweigeschossige Bau mit seinen rund 20 Läden nach Feng-Shui-Prinzipien gebaut wurde. Das Wellendach (nebenstehende Abbildung), das in einer Art „Nase“ über dem Haupteingang endet, ist dabei nach dem „Reisschalenprinzip“ (Einkaufen unter der Reisschale) konstruiert und soll nach der Lehre des Feng Shui positive Energie (Himmels-Qi) sammeln. Auf Ecken am Gebäude wurde konsequent verzichtet, alles wurde stattdessen penibel abgerundet. Die Fenster sind mit Metallbedampfung, Aluminiumrahmen und Wärme isolierendem Glas versehen und sollen auf diese Weise einen lückenlosen Schutz vor Funkbelastung bieten.
Damit nicht das Zentrum des Gebäudes attackiert wird – nach Feng Shui der Herzpunkt – wurden die Rollsteige im Ober- und Erdgeschoss außerhalb der Mitte angeordnet.
Erwähnenswert – wenngleich spätestens jetzt der eine oder andere den Kopf schütteln dürfte – ist die vor Baubeginn durchgeführte Landreinigung mithilfe von Erdakupunktur. Auf diese Weise sollen nach Feng-Shui-Lehre die positiven Punkte aktiviert werden.

Den Abriss überspringen wir nun und starten mit dem Baubeginn. Als Erstes schauen wir uns die Bautafel an und betrachten dann die einzelnen Stationen bis zur Eröffnung.























Es ist so weit! Die Tore sind auf, die Massen strömen ins Life!





Auf dem ehemaligen P&R-Parkplatz an der Carl-Wery-Straße kurz vor dem U-/S-Bahnhof Neuperlach Süd (neben dem Leonardo Hotel) entsteht ein 17-geschossiges Hochhaus, das als Boardinghouse fungieren wird, in dem aber auch Einzelhandelsflächen und ein Parkhaus integriert sein werden. Der offizielle Name: R.evo Serviced Apartments.
Ein Blickfang dürfte die Fassade mit ihrer ungewöhnlichen Bullaugenoptik werden. Es entstehen 607 Apartments mit 1 bis 2 Zimmern mit einer Fläche von 20,5 m² bis 61,1 m². Die Appartements sind als Studio- und Galerie-Räume ausgeführt.
Highlights sind die Skydeck-Bar, die Fitness-Area mit Alpenblick, Rewe, Rossmann, Vinzenzmurr und Ihle im Erdgeschoss und das Restaurant. Ein Garten, eine Co-Working-Area und eine Tiefgarage sind ebenso vorhanden.
Ein Boardinghouse, auch als „Serviced Apartment“ bezeichnet, ist ganz vereinfacht gesagt eine Mischung aus einem Appartementhaus und einem Hotel. Man könnte es auch aus „Zuhause auf Zeit“ bezeichnen. In einem Boardinghouse wird man sich in aller Regel länger als in einem Hotel aufhalten, die Kosten sind meist üblicherweise erheblich geringer als in einem Hotel.
Die Baugrube mit den U-Bahnzügen im Hintergrund ist imposant. Die Verbauwand entsteht mittels Mixed-In-Place-Verfahren.





















Der Bau wächst immer mehr in der Höhe. Die Bullaugen ziehen bereits jetzt ihre Blicke auf sich.


Es wächst, verleiht aber keine Flügel wie Red Bull!

Das Haus wächst weiter. Die Bullaugen-Optik trennt Optimisten und Pessimisten. Erstere denken dabei an Urlaub und Schiffsreise, Letztere an die Arbeit in der Waschküche! Weiterlesen →














Das Gerüst wurde zu großen Teilen entfernt. Ich bin angenehm überrascht, mir gefällt die Fassade. Es lohnt sich also, zu warten, bevor ein Urteil gefällt wird. Allerdings wird es hier wohl auch andere Meinungen geben.

Anfrage einer Leserin zum Thema: „Und wo ist jetzt der Parkplatz für die Menschen, die mit der U oder S-Bahn nach München fahren sollen?“
Keine Sorge, es ist an alles gedacht. Der P&R-Parkplatz wurde auf die andere Straßenseite verlegt. Zudem wird derzeit neben dem Boardinghouse ein P&R-Parkhaus erreichtet.





Auch auf dieser Gebäudeseite wird das Gerüst nun abgenommen.

Die letzten Gerüstteile fallen.











Heute wurde der erste Laden im Boardinghouse eröffnet: Rossmann. Ein Rabatt von 10 % auf alles sowie ein Maskottchen im Eselskostüm sorgten für Begeisterung. Der Rewe eröffnet am 15.12. um 9:00, für den Ihle und Vinzenzmurr habe ich noch keine Infos.
Die Läden im Boardinghouse sind eine Bereicherung für die Bewohner, aber auch die Anwohner!

















Das Parkhaus wurde am 11.03.2024 eröffnet. Nicht nur nach Meinung des Oberbürgermeisters und einer Zeitung ist es Münchens schönstes Parkhaus. Bericht der tz.




Die Süddeutsche Zeitung berichtet im Artikel Bedrohtes Kulturgut, dass der Eigentümer des Gasthaus zur Post am Pfanzeltplatz plane, Wirtshaussaal und Dachgeschoss in Gästezimmer umwandeln. Damit müssten im Dachgeschoss Gauben eingebaut werden, was die Optik verändere. Die Gaststätte im Erdgeschoss soll bleiben, der Biergarten vergrößert werden. Aber der Saal im 1. Obergeschoss würde wegfallen. Die Gästezimmer sollen offenbar als Boardinghouse genutzt werden. Stadtviertelvertreter und Denkmalschützer lehnen die Pläne entschieden ab.

Allerdings zeigt eine alte Postkarte (um 1900) das Gasthaus zur Post ziemlich eindeutig mit Gauben. Die jetzigen Fensterluken scheinen mir neuere Datums zu sein (vielleicht 1950er- bis 1970er-Jahre). Vielleicht wäre ja ein Kompromiss möglich: Gästezimmerausbau im Dachgeschoss ja, 1. Obergeschoss unverändert. So könnte das Haus eventuell sogar wieder seine ursprüngliche Dachoptik zurückerhalten, was ein Gewinn sein könnte. Wichtig: Die Gedanken in diesem Absatz sind nur eine persönliche Meinung und basieren auf dieser alten Postkarte. Im Demkmalschutzliste ist sicherlich die jetzige Optik geschützt. Damit müsste die Machbarkeit erst geprüft werden.




Unser Funkmast an der Heinrich-Lübke-Straße, Ecke Schumacherring. ist heute Nacht (von Dienstag auf Mittwoch) in Brand geraten. Es wird von Brandstiftung ausgegangen. Das berichtet die Abendzeitung. Ende Mai wurde bereits ein Funkmast auf dem BR-Gelände in Freimann in Brand gesteckt. In all diesen Fällen ermittelt das Kommissariat 43, das sich für politisch motivierte Kriminalität von links zuständig zeichnet. Wobei ich mir eher vorstellen kann, dass 5G-Verschwörungstheoretiker am Werk waren, die eher rechts zu finden sein dürften, auch wenn es freilich auch genug Verschwörungstheoretiker aus dem linken Spektrum gibt. Aber ob links oder rechts, so etwas ist natürlicher gleichermaßen abzulehnen.




Ein Bericht über das Gebäude nebenan und den Funkturm gibt es hier. Aus diesem stammt auch vorangegangene Foto mit dem intakten Funkturm: Waschbeton am Funkmast.
Um die reduzierte Mobilfunkabdeckung auszugleichen, wurde neben dem alten Sendemast ein provisorischer Sendeturm aufgestellt.

Erst Ende des Jahres soll der Mast wieder in Betrieb gehen. Quelle: Abendzeitung
Hier ist die Herkunft von Ortsnamen das Thema. Es sollen bald auch weitere Arten von Namen dazukommen, etwa Straßennamen. Nur den Karl-Marx-Ring muss man wohl nicht erklären! Auch allgemein Sprachliches findet hier Platz.

Perlach ist die Perle Münchens, zumindest fast. Doch mit der Perle hat Perlach etymologisch nichts zu tun. Woher kommt aber dann der Name? Der Anfang klingt ein wenig wie Bär, und das ist sogar ein Teil der Lösung. Per oder Pera ist ein altgermanisches Wort, das für Bär oder aber Eber (also Wildschwein, Saubär) steht. Ob jetzt Braunbären gemeint waren oder Eber, da gehen die Meinungen auseinander. Beide Theorien finden sich in etwa gleichwertig und beide Tierarten waren seinerzeit in der Umgebung verbreitet.

Eine Leserin hat ein starkes Argument für die Eber-These. Sie weist darauf hin, dass es sich bei dem Gehölz um einen lichter Auwald gehandelt habe, der vornehmlich aus Eichen bestanden habe. Die dunklen Nadelgehölze seien erst im 18. Jahrhundert aus kommerziellen Gründen gepflanzt worden. Und unter Eichen hätten Eber gelebt, Eicheln seien ein Nahrungsbestandteil. Bären seien eher im alpinen Raum verbreitet gewesen. Im Flachland hätten sie keine Höhlen gefunden, um ihre Jungen aufzuziehen oder Winterschlaf zu halten. Es darf aber erwähnt werden, dass Bären einen großen Aktionsradius haben.
Der zweite Wortbestandteil lach ist schwieriger aufzulösen. Dazu muss man wissen, dass Perlach früher mal Peralooh hieß (erstmalige Erwähnung 780, der Ort existierte aber vermutlich schon um 600 herum; verbreitet sind auch die Schreibweisen Peralohc, Peraloh (heute noch als Straßenname in Perlach existent), Peroloch, Perloch, Perloh, Perlôhen, Perloch). Das Looh führt uns zu dem alten deutschen Wort Lohe, also dem Auwald.
Perlach bedeutet also schlicht Bärenwald oder Eberwald. Wälder gibt es immer noch, auch mit dem Namen Perlach, eben den berühmten Perlacher Forst. Bären sind aber äußerst rar geworden und allenfalls darauf beschränkt, dass ein Verwandter des Problembären Bruno Perlach als neue Heimat entdecken könnte.
Nicht zu verwechseln ist das Münchner Perlach mit dem Perlachturm in Augsburg Interessanterweise kommt hier etymologisch auch die Bären-Erklärung zum Zuge, zumindest nach einer von drei gängigen Thesen. Nach dieser besonders populären These gab es im Mittelalter auf dem Platz vor dem damaligen Wachturm regelmäßige Vorführungen mit wilden Bären; das lach soll Fest oder Vorführung bedeuten. Eine weitere These stützt sich auf ein Schild im Turm, auf dem steht, der Name stammt vom Lateinischen „perlego“ (durchlesen). Der Hintergrund: Auf dem Platz vor dem Turm sollen offizielle Verlautbarungen verlesen worden sein. Eine dritte These besagt, an dieser Stelle habe einst eine römische Legion eine Schlacht verloren. „perdita legio“ bedeutet „untergegangene Legion“. Keine der Thesen ist jedoch historisch belegt, sodass die Namensherkunft wohl nie eindeutig geklärt werden kann.
Nicht nur Perlach ist ein besondere Name in München, auch die Umgebung ist reich an weiteren besonderen Namen: Entsprechend geht es hier weiter mit Nachbarstadtteilen und Nachbarorten.
Der Münchner Stadtbezirk wurde am 23. April 812 als „ad Perke“ erstmals urkundlich erwähnt, der Zusatz „am Laim“ in Gestalt von „auf dem Laimb“ erstmalig 1430. Der Begriff Laim bedeutet schlicht „Lehm“. Der Name nimmt auf die Lage Anspielung. Denn der Stadtbezirk befindet sich auf einer Erhöhung (Berg), die auf der etwa ein Kilometer breiten Löß-Lehm-Zunge der Münchner Schotterebene zwischen Ismaning und Berg am Laim liegt.

Die Gemeinde wurde 1140 erstmals als Gramasprunnen erwähnt. Der Name leitet sich vom adeligen Grundbesitzers Graman ab, der gesamte Name bedeutet Brunnen des Graman.
Siehe unter Kleinkarolinenfeld.
Der Name der Gemeinde Haar hat seinen Ursprung nicht von der Haarpracht der Bevölkerung oder der Dichte an Frisören. Es leitet sich vielmehr von dem Begriff Hardt (harde/hart) ab, welches ein leicht bewachsenes Waldland beschreibt. Daran erinnert auch das Beil im Haarer Wappen, das für die Rodung des Waldes steht.

Die Siedlung, die zu Aying gehört, entstand ab 1802 als planmäßige Neugründung durch die Ansiedlung protestantischer Siedler aus der Pfalz und aus Baden. Wie auch Großkarolinenfeld wurde sie nach der zweiten Gemahlin Max IV. Joseph, der Prinzessin Karoline von Baden, benannt.

Der Name der Siedlung (die teilweise auf Perlacher Gebiet liegt) kommt entweder vom Gastwirt Michael Neumeyer (manche Quellen sagen auch Obermayer oder Obermeyer), der 1898 auf dem Gebiet ein burgähnliches Gebäude errichtet hat (die Michaeliburg; 2009 abgerissen), oder von der 1900 gebauten Michaelikapelle, die St. Michael geweiht ist. Näheres im Artikel: Auf der Suche nach der Michaeliburg
Der Name Biberg leitet sich von althochdeutsch pipurc (Umwallung, Ringburg) ab. Eine Umwallung in Gestalt einer Keltenchanze wurde in der Gegend durch Luftbildarchäologie nachgewiesen. Der Ort findet erstmals als Villa piburc zwischen 1034 und 1041 als Schenkung an das Kloster Tegernsee Erwähnung. Das heutige Neubiberg besteht aus zwei Teilen. Das westlich gelegene Unterbiberg ist der historische Teil des Ortes, gehört aber formal zur Gemeinde Neubiberg, dem – der Ausdruck neu deutet es an – später entstandenen Ort östlich vom historischen Kern.
Künstlervereinigung, die von Hakan K., Grosses K, ENZ und CAZ132 gegründet wurde. Schwerpunkte sind Musik und bildende Kunst. NPL steht dabei natürlich für Neuperlach. Die 83 ist nicht das Gründungsjahr, sondern der alte Postleitzahlzusatz für Neuperlach (8000 München 83). Gegründet wurde NPL83 auch „erst“ 1986.
Die Gemeinde Ottobrunn hat ihren Namen von Prinz Otto von Wittelsbach. Der damals 17-Jährige war 1832 auf der Reise in sein künftiges Königreich Griechenland. Vor den Toren Münchens, 13 km vom Münchner Marienplatz entfernt, verabschiedete er sich von seinem Vater. Zwei Jahre später wurde an diesem Schauplatz eine dorische Säule errichtet, die an dieses Geschehen erinnert. Die knapp 10 Meter hohe Ottosäule ist heute das Wahrzeichen der Gemeinde und auch im Gemeindewappen abgebildet. Ottobrunn ist also noch verhältnismäßig jung, als politische Gemeinde existiert der Ort gar erst seit 1955.

Die erste Gemeinde hinter der Stadtgrenze in Waldperlach hat ihren ersten Namensbestandteil einem gewissen Puzzi zu verdanken, dessen Sippe sich dort im achten Jahrhundert niederließ. Der gesamte Name bedeutet Brunnen des Puzzi. In der ersten urkundlichen Erwähnung heißt der Ort noch Puzeprunnin. Südöstlich von München, auf der Münchner Schotterebene, musste das Trinkwasser aus mehreren Metern Tiefe geholt werden. Um die errichteten Brunnen bildeten sich Ansiedlungen, daran erinnert in vielen Ortsnamen der hinterer Namensbestandteil brunn.

Der Stadtteil bildet heute zusammen mit Perlach, Neuperlach und Waldperlach den Stadtbezirk Nummer 16 Ramersdorf-Perlach. Namensgeber war die Familie Rumoltes. Entsprechend lautete der Name ursprünglich Rumoltesdorf. Der Name wurde erstmals 1006 bis 1022 in einer Freisinger Urkundenabschrift erwähnt. Die Endung „‑dorf“ deutet aber darauf hin, dass es bereits in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts eine Siedlung gegeben haben könnte, zumal einzelne Mitglieder der Familie seit dem 8. Jahrhundert urkundlich bezeugt sind.
Diesen Stadtteil kann man wörtlich nehmen und muss sich bei der Herleitung nicht am Riemen reißen. Oder genau doch, denn eben der Begriff Riemen ist Namensgeber, im Mittelhochdeutschen rieme. Der Ortsname bedeutet also schlicht Streifen, spezifischer (schmaler) Ackerstreifen, Gürtel, Kanal, Traufe. Die letzten beiden Deutungen sind die wohl entscheidenden. Denn in Riem tritt der Grundwasserstrom an die Oberfläche. Es gibt aber auch die Theorie, die Höfe des ursprünglichen Ortes seien wie ein Gürtel um die Kirche herumgebaut gewesen. Die erste urkundliche Nennung war 957 bzw. 972 als Riema. Doch bereits um 700 soll ein fränkischer Ritter den Ort gegründet haben.
Im Münchner Südosten und im Umland gibt es sicherlich noch weitere interessante Geschichten hinter Ortsnamen. Dazu vielleicht irgendwann mal in einem weiteren Teil.
Hinsichtlich dieser Ortsteile von Putzbrunn, die abgesetzte Dörfer darstellen, habe ich nichts in puncto Namensherkunft gefunden. Bei Solalinden drängt sich etwas mit solar (Sonne) auf, aber das ist nur ein vager Verdacht.

Der Name der Gemeine im Landkreis München leitet sich vom bayerischen Adelsgeschlecht der Taufkircher ab. Die erste Vertreterin des Geschlechts könnte Juditha de Tovkirchen um die Mitte des 12. Jahrhunderts sein (der Ort entsprechend anfangs Tovkirchen). Es gibt aber auch die These, dass die Linie aus der Gefolgschaft des Klosters Tegernsee abstammt. Ob sich der Name des Adelsgeschlechts an den heiligen Johannes der Täufer anlehnt, dafür konnte ich keinen direkten Beleg finden. Es ist aber anzunehmen, da bereits 1052 die Taufkirche St. Johannes der Täufer urkundlich erwähnt wird, die in Taufkirchen liegt.
Der Stadtteilname ist auf einen Bauern namens Truchtaro zurückzuführen, der sich dort um 500 mit seiner Sippe niederließ. Im Auftrag seines Grundherrn, wahrscheinlich handelt es sich um den adeligen Fagana, kultivierte er Fluren und errichtete Stallungen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit war die erste Siedlungsstätte der Zehentbauernhof in Kirchtrudering oder der Mayrhof in Straßtrudering. Die erste bekannte schriftliche Erwähnung ist 772 als Truhtheringa. Als Schreibweise ist noch Truchteringa bekannt. An den alten Namen erinnert heute noch der Straßenname Truchthari-Anger in Kirchtrudering, an dem im Rahmen eines Bauprojekts Reste einer Kelten-Siedlung aus vorchristlicher Zeit gefunden wurden. Trudering ist also so gesehen viel älter.
Zu der Gemeinde, die südlich von Aying liegt, gehören u.a. das Dorf Valley und das Dorf Kreuzstraße (Endpunkt der S7). Der Gemeindename hat nichts mit den englischen Wort valley, das Tal bedeutet, gemein. Vielmehr stammt der Name vermutlich von der keltischen Göttin Fallada. Entsprechend wird der Name auch nicht wie das englische valley (Lautschrift: vălē) gesprochen, sondern so, wie man es bei einem deutschen Wort üblich wäre (Lautschrift: faˈlaɪ]).
Die Nachbargemeinde von Haar ist mit knapp 25.000 Einwohnern die nach Unterhaching bevölkerungsreichste Gemeinde Bayerns, die weder die Bezeichnung Stadt noch Markt führt. Die erste Vaterstettener Siedlung entstand bereits in der Zeit zwischen 750 und 600 v. Chr. im Ortsteil Purfing. Der Name Vaterstetten leitet sich vom altbajuwarischen Geschlecht der Fater ab, die den Ort gegründet haben.

Selbst viele Münchner stutzen bei diesem Namen, obwohl er in der Lokalpresse oft erwähnt wird. Der Name ist schlicht die Abkürzung für „Wasserburger Landstraße“, die als mehrspurige Hauptstraße Richtung Wasserburg am Inn führt. Am Rand liegen unzählige Läden und Gewerbebauten, diverse Autohäuser prägen das Bild. Sie beginnt in Trudering ab der Kreuzung mit der Bajuwarenstraße als Fortsetzung der Kreillerstraße und läuft in östlicher Richtung. Ab der Stadtgrenze in Haar ändert sich der Namen in Münchner Straße, später – noch in Haar – gibt es eine weitere Namensänderung. Nun heißt sie Wasserburger Straße. Am östlichen Ende von Haar – dass Gebiet gehört zu Grasbrunn – erhält sie ihren alten Namen „Wasserburger Landstraße“ zurück. Am Ortsende in Vaterstetten geht sie in die B 304 über. Auch in Zorneding existiert eine „Wasserburger Landstraße“ (die Wabula gibt es also gleich mehrfach) als Teil der ehemaligen Hauptverbindung München – Wasserburg am Inn. Durch Ortsumgehungen in Zorneding und Ebersberg wurde der Durchgangsverkehr zu großen Teilen ausgesperrt, wodurch die ursprünglich Hauptstraße den Charakter der Verbindung München – Wasserburg am Inn eingebüßt hat.

Der Begriff Hausieren/Hausierer ist im Aussterben begriffen. Man sagt höchstens noch „er ging mit der Idee hausieren“, was aber mit dem klassischen Hausierer nichts gemein hat. An meinem Haus (Baujahr 1971) steht aber noch „Betteln und Hausieren verboten“.