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Das ist München. Aber anders. Der Blog zum Stadtteil Neuperlach

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Wendemanöver

Nachdem Neuperlach.org sich letztes Jahr auf Spurensuche begab, um die alte Trambahnschleife in Neuperlach Nord zu rekonstruieren, sorgt nun eine geplante neue Trambahnschleife für Wirbel. Die MVG möchte die steigenden Fahrgastzahlen auf der Linie  20/21 im Bereich Stachus – Lothstraße mit einer Wendeschleife an der Lothstraße beantworten. Die Wendeschleife soll auf dem Gelände der neuen Fachhochschule an der Dachauer Straße entstehen und primär dazu dienen, die Fachhochschüler zu ihrer Schule und wieder zurück zu schaufeln. Dazu sollen die derzeit speziell zur Bedienung  der Fachhochschüler eingesetzten Verstärkerzüge der Linie 21 in Zukunft direkt vor dem neuen Erweiterungsbau der Fachhochschule wenden. Es soll dabei eine extra Haltestelle auf dem Gelände der Fachhochschule errichtet werden, die Züge fahren dabei durch ein Parkgelände, durch den Vorplatz und sogar eine Gebäudedurchfahrt ist vorgesehen (siehe Abbildung).

Die geplante Wendeschleife an der Lothstraße. Der besondere Service ist die Haltestelle auf dem Hochschulgelände, die Tram fährt quasi bis zur Haustüre. Quelle: SWM

Die MVG widerspricht dabei in einer Pressemitteilung der Darstellung eins Berichts des „Münchner Merkur“, der den Eindruck erweckt, alle Züge der Linie 21 würden dann nur noch bis zur Lothstraße fahren und nicht mehr zum Westfriedhof:

Der Artikel erweckt den falschen Eindruck, dass die Tram 21 nach Realisierung einer Wendeschleife an der Lothstraße grundsätzlich dort enden und nicht mehr zum Westfriedhof fahren würde. Richtig ist jedoch, dass die Züge der Linie 21 auch in Zukunft am Westfriedhof wenden werden. Nur die während der Vorlesungszeiten der Fachhochschule eingesetzten Verstärkerzüge, die das Fahrplanangebot der Tram 21 in den Hauptverkehrszeiten wegen des erhöhten Fahrgastaufkommens zur FH ergänzen, würden die neue Wendemöglichkeit nutzen.

Daraus würde sich zwar in den Vorlesungszeiten der Fachhochschule eine Taktverschlechterung zwischen Lothstraße und Westfriedhof ergeben – ein 5-Minutentakt bliebe dort aber immer noch –, aber die vorhandenen Züge würden effektiver genutzt werden, indem sie den kritischsten Abschnitt häufiger bedienen könnten.

Es gibt von einigen Seiten Kritik an den Plänen. FDP-Fraktionschef Michael Mattar befürchtet, dass die Dachauer Straße dann „endgültig blockiert werde“ (Quelle: Abendzeitung vom 03./04.02.2010). Hintergrund ist, dass die Tram beim Wendemanöver zweimal den auswärtigen Teil der Dachauer Straße kreuzen würde. Die MVG teilt diese Bedenken nicht, das Abbiegen der Tram sei „im Schatten des ohnehin querenden Verkehrs problemlos möglich“.

Was aber sicherlich ein Problem ist, ist die Tatsache, dass auch die Fahrgastzahlen nördlich der Lothstraße voraussichtlich steigen werden. Denn das Neubaugebiet, auf dem neben der Fachhochschule u.a. auch Wohnungen und Büros errichtet werden sollen, reicht bis zur Schwere-Reiter-Straße. Das wäre dann eine Haltestelle nach der „Lothstraße“, nämlich der „Leonrodplatz“.  Und unweit der Schwere-Reiter-Straße gibt es ohnehin eine Trambahnwendeschleife, den „Olympiapark Süd“, die allerdings etwas abgelegen am Ackermannbogen liegt.

Trambahnen auf der Dachauer Straße Nähe Leonrodplatz (Archivfoto von 2006). Foto: Ben Neudek / Lizenz siehe: flickr

Hanns-Seidel-Platz: Gratis Parken bis zum Ende

Das Parken auf dem Hanns-Seidel-Platz bleibt wahrscheinlich kostenlos. Guido Bucholtz von den Grünen hatte bereits vor zweieinhalb Jahren einen Antrag auf Parkraumbewirtschaftung gestellt. Doch das Kommunalreferat kann ihm kaum Hoffnung machen. Bewirtschafter wollten langfristige Verträge und der Architekturwettbewerb zur Bebauung des Platzes laufe bereits. In ein paar Jahren sollen die Bauarbeiten beginnen, dann ist der Parkplatz ohnehin Geschichte.

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 02.02.2010, Seite 42, Stadtausgabe

Der Hanns-Seidel-Platz im September 1980. Damals hätte wohl keiner gedacht, dass der Platz 2010 immer noch unbebaut sein wird. Fotograf: Peter Bauer. Mit freundlicher Genehmigung der Freunde des Münchner Trambahnmuseums e.V.

Knapp 30 Jahre später, ist der Platz immer noch eine riesige, als Parkplatz genutzte Freifläche, sieht man einmal von dem Bürgerhausprovisorium (im Hintergrund zu sehen) und dem Postgebäude ab (Archivfoto von 2009) © Gelbmann Stephan, http://www.marx-zentrum.de

So sieht der Hanns-Seidel-Platz heute aus. Das Gelände ist ein riesiger Parkplatz, auf dem man kostenlos seinen fahrbaren Untersatz parken kann. Das wird wohl die nächsten Jahre auch so bleiben (02.02.2010). © Thomas Irlbeck

Und noch einmal ist der Hanns-Seidel-Platz zu sehen, jetzt in einem Video:

(Link: YouTube)

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Impressionen aus dem „Life“ – 3 Läden haben schon aufgegeben

Es ist Zeit, sich mal wieder im Einkaufszentrum Life umzuschauen. Was hat sich seit der Eröffnung im September getan? Die Bienen-Apotheke hat zwar inzwischen ihre Räume bezogen, aber es gibt nach wie vor drei Leerstände (die von Anfang an unbesetzt sind), zudem haben drei weitere Geschäfte wieder aufgegeben, laut Aushang zum Teil „vorübergehend“. Dies kann man glauben oder nicht.

Die Saftbar hat laut Aushang "vorübergehend" geschlossen (25.01.2010) © Gelbmann Stephan, http://www.marx-zentrum.de

Das Reisebüro hat selbst eine Reise gemacht (laut Aushang umgezogen) und ist derzeit nicht mehr im Life vertreten (25.01.2010) © Gelbmann Stephan, http://www.marx-zentrum.de

Die Espresso-Bar ist ist auch verwaist – hier gibt es keine köstlichen italienischen Kaffeegetränke mehr (25.01.2010) © Gelbmann Stephan, http://www.marx-zentrum.de

Nicht erst die Schließungen lassen erkennen, dass im Life nicht alles auf den Kunden eingestellt ist. Die Inneneinrichtung ist spartanisch, es gibt keine gemütlichen Plätze zum Verweilen. Warum hat man z.B. kein Café in der „Nase“ des Gebäudes (im ersten Stock mit Ausblick) eingebaut, sondern dort ausgerechnet den Blumenladen hingepflanzt?

Zum schnellen Einkauf ist das Life gut geeignet, aber nicht jeder will im Weltrekordtempo einkaufen, sondern auch shoppen und sich mal kurz entspannen. Das versprochene Restaurant lässt auch noch auf sich warten. Hoffen wir, dass sich hier was tut und das Life verbessert wird!

„Life“ bekommt Bushaltestelle

Das Einkaufszentrum Life bekommt eine eigene Bushaltestelle. Voraussichtlich ab Dezember 2010 werden die Autobuslinien der MVG 139, 192 und 199 an der Albert-Schweitzer-Straße auf Höhe des „Life“ halten. Das berichtet HALLO Ramersdorf-Perlach in der gestrigen Ausgabe (Seite 2). Ein Fußgängerüberweg wird wahrscheinlich nicht realisiert. Durch die Bushaltestelle werden pro Fahrtrichtung fünf bis sieben Parkplätze auf der Albert-Schweitzer-Straße entfallen.

Kommentar: Das Life ist erstklassig an den ÖPNV angeschlossen, der Südausgang der U-Bahnhaltestelle Quiddestraße endet fast unmittelbar vor dem Life. Die Autobusse 139, 192 und 199 haben ihre Haltestelle jedoch am Nordausgang der U-Bahnhaltestelle Quiddestraße und fahren daher am Life ohne Halt vorbei. Daher wurde die Schaffung einer Bushaltestelle angeregt.

Das Life wird bald noch besser an den ÖPNV angeschlossen. Eine U-Bahnstation vor dem Haus ist schon vorhanden, in knapp einem Jahr werden noch drei Buslinien am Life halten (Archivfoto). © Thomas Irlbeck

Günther Oettinger isch dolk-ging Inglisch

Neuperlach ist international. Günther Oettinger auch, denn schließlich ist der Ex-Ministerpräsident aus Baden-Württemberg angehender EU-Kommissar. Das Englisch muss ja nicht perfekt sein und „Management“ spricht Oettinger schon ganz passabel aus.

(Link: YouTube)

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Feuer im pep – Eingreifen von Personal verhindert Schlimmeres

Gestern kurz vor Ladenschluss bemerkten Mitarbeiter des Nordsee-Restaurants im pep ein Feuer in einem Lagerraum. Dort war Verpackungsmaterial in Brand geraten. Das Personal griff schnell ein und schloss die Glasfassade des Geschäfts. Dadurch konnte verhindert werden, dass sich der Rauch im Einkaufszentrum ausbreitet. Die Sprinkleranlage dämmte das Feuer ein, das schließlich von der Feuerwehr gelöscht wurde. Es wurde niemand verletzt, der Sachschaden beträgt rund 15.000 EUR. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlung aufgenommen.

Quelle: München 24

pep (Archivfoto). © Gelbmann Stephan, http://www.marx-zentrum.de

Die berühmteste Wiese der Welt ist keine

Irgendwie erinnert mich dieser Platz:

Wiesn, die Wiese mit eher wenig Grashalmen (20.01.2010) © Thomas Irlbeck

an den Neuperlacher Hanns-Seidel-Platz, bei dem man die Bebauung seit 30 Jahren plant. Doch, was hier zu sehen ist, ist die berühmte Wiese der Welt, die Theresienwiese. Dieses Jahr feiert man 200-Jähriges!* Das Bild zeigt, wie groß das Gelände ist. Statt Autoscootern und Achterbahnwagen sieht man derzeit aber nur Kraftwagen und vor allem viel Leere.

Dieses Jahr wird es eine spezielle historische Wiesn geben – in einem extra Bereich, für den wahrscheinlich ein extra Eintrittsgeld verlangt werden wird.

* Zwar fand die erste Wiesn 1810 statt, aber es ist die 177. Wiesn, da einige Male das Fest ausfiel – im Krieg und in den Nachkriegsjahren sowie wegen Cholera-Epidemien 1854 und 1873.

Wiesn 2009. Foto: meironke / Lizenz siehe: flickr

Webcam direkt auf Neuperlach.org

Die Neuperlach-Cam steht nun auch direkt auf Neuperlach.org in der linken Navigation zur Verfügung. Die volle Ansicht erscheint nach einem Klick auf die verkleinerte Darstellung. Alle 2 Minuten gibt es ein neues Bild.

Zur Aktualisierung [F5] drücken oder auf die „Aktualisieren“-Schaltfläche des Browsers klicken. Sollte dies nichts bringen, [Strg]+[F5] drücken. Sollte auch dies nicht den gewünschten Effekt haben, kann die Webcam über die ursprüngliche Seite aufgerufen werden (hier klicken). Dort steht noch eine zusätzliche Schaltfläche „Neu laden“ bereit, die unter Umständen mehr bringt.

Der Name macht‘s – auch im Traum! Oder „der kürzeste Marketing-Name der Welt“

Der richtige (Produkt-)Name ist entscheidend. Das Interessante dabei ist, dass auch im Traum die Namensgebung eine große Rolle zu spielen scheint. Gestern träumte ich, dass die Fassaden im Marxzentrum saniert worden wären. Einer der Bewohner teilte mir dann mit, dass er seine Wohnanlage nun mit der Bezeichnung „Mallorca-Zentrum“ bzw. „Mein Malle“ aufwerten würde. Inoffiziell wäre dies nun der Name. Schließlich sei der Name „Mallorca“ und „Marx“ ja so ähnlich, nur sei das noch niemand aufgefallen. „Mallorca“ und „Malle“ klingen ja einfach besser, sie würden mediterranes Ambiente versprühen.

Als ich aufwachte, bewertete ich die Namensähnlichkeit eher als gering an. Mit „Mallorca“ hat der alte „Karl Marx“ ja eher wenig zu tun, schon gar nicht namensmäßig. Ein wenig mediterran geht es im Marxzentrum aber dennoch zu, seit dem 16. Dezember hat im Peschelanger 13, der Mittelinsel des Marxzentrums, das Bella Calabria (Ristorante, Pizzeria, Bar) geöffnet, welches das Lecco Mokko ablöst. Das klingt doch schon mal ganz schön südlich, mindestens.

Mit Mallorca hat dies alles nichts zu tun, aber mit südlichem Flair (12.10.2010). © Thomas Irlbeck

Überall, wo wir uns umschauen, wird ein Produkt mit dem richtigen Namen eine oder gleich ein paar Stufen angehoben. Aus dem schlichten Pudding wird ein „Grand Dessert“, die Tiefkühlpizza ist selbstverständlich „ofenfrisch“ und bei dem schlichten Pülverchen, das man mit heißem Wasser überbrüht, ist man sich nicht zu schade, „Cappuccino“ auf die Packung zu schreiben, wenngleich bei so manchem Produkt „kaffeeähnliches Heißgetränk mit Cappuccino-affinem Geschmack“ ehrlicher wäre. Aber wer würde das kaufen? Neben dem richtigen Bild und der länger gefassten Werbebotschaft macht es einfach der richtige Name.

Werbewirksam haben die Betreiber des beliebten Neuperlacher Einkaufszentrums „pep“ die Auflösung, die erst „Perlacher Einkaufs-Passagen“ lautete, nachträglich in „Perlacher Einkaufs-Paradies“ umgedeutet. Fragt sich, wer vorher überhaupt in einer schlichten „Passage“ einkaufen wollte, wenn man dies im Paradies auch kann.

Die Stuttgarter versehen ihre Stadbahnfahrzeuge mit einem „U“. Hier macht es ein einziger Buchstabe, jeder assoziiert damit „U-Bahn“. Dumm nur, dass das Stuttgarter System nicht die Anforderungen an eine U-Bahn erfüllt. Offiziell steht das „U“ daher in Stuttgart gar nicht für „Untergrund“, sondern für „unabhängig“. Das „U“ der Stuttgarter Stadtbahn ist damit wohl der kürzeste Marketingname der Welt, denn kürzer als ein Buchstabe geht ja wohl nicht.

Ergänzung: Diverse andere Städte (nicht alle!) werten ihr Stadtbahnsystem begrifflich auch zur „U-Bahn“ auf. Stuttgart ist also nicht alleine.

Stuttgarter Stadtbahn: Macht den Fahrgästen ein "X" für ein "U" vor (eigentlich umgekehrt). Foto: tracktwentynine / Lizenz siehe: flickr

Privatveranstaltung – bitte nicht stören

Das tagsüber offen zu haltende Tor widersetzt sich bislang zumindest rein optisch der Öffnung und gibt sich verschlossen. Sieht es denn offen aus? Mitnichten, auch wenn es im Moment angelehnt sein mag. Zum Durchgehen lädt es aber nicht ein – erst recht nicht von der anderen Seite. Wenn das Tor nicht weithin sichtbar offen ist, dann läuft hier niemand durch, zumal man dabei Gefahr läuft, dass man nicht durchkommt und in der Sackgasse landet. Außerdem verbieten die Schilder den Durchgang für Nicht-Bewohner, sodass das Tor so betrachtet für den allgemeinen Publikumsverkehr weiterhin geschlossen ist.

Siehe hierzu: Hinter Schloss und Riegel – aber nur noch von 18-8 Uhr

Hier ist alles privat, auch die Möbellieferung (12.01.2010, 11:45) © Thomas Irlbeck

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    Alle 2 Minuten ein aktuelles Bild aus Neuperlach – 24h/Tag!

Bild vom: 9.02.2010, 06:46
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Gezwitscherte Hochstapeleien

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