Neuperlach Linienplan

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Festring Perlach und Ludwig der Bayer

Festring Perlach – Ludwig der Bayer

Foto: Festring Perlach

Festring Perlach – Ludwig der Bayer

Foto: Festring Perlach

Nach Regensburg zur Bayerischen Landesausstellung „Ludwig der Bayer – Wir sind Kaiser!“ führte die „Klassenfahrt“ des Perlacher Festring in diesem Jahr. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Bischofshof erwartete die Münchner eine unterhaltsame und informative Geschichtsstunde, endend mit der Erkenntnis, dass man immer wieder etwas Neues erfährt.

Die nächste Festring-Veranstaltung: Führung Naturlehrpfad, Samstag, 23. August 2014, Treff 15:00 Uhr, Krehlebogen/Ecke Holzwiesenstraße, Teilnahme kostenlos

Finsterworld – ein bitterböser Film voller Lichtblicke

Finsterworld - Drehort

Hier an dieser Stelle wurde 2012 gedreht. Das Klettergerüst und die Wohnanlage im Hintergrund sind im Film zu sehen (23.07.2014) © Thomas Irlbeck

Eine unschöne Vorgeschichte

Vor zwei Jahren fanden in meiner Wohnanlage Dreharbeiten zu dem Kinofilm Finsterworld statt. Während der Arbeiten kam es zu Einschränkungen, die einige Bewohner als Belästigung empfanden. Der Durchgang über den Nordweg wurde immer wieder unterbrochen. Zeitweise durften die Bewohner nicht am eigenen Fenster stehen, verständlich, weil es im späteren Film ja reichlich seltsam aussehen würde, wenn eine Menge Leute aus dem Fenster schauen.

Einige Bewohner wollten so etwas kein weiteres Mal erleben. Als dann noch bekannt wurde, dass man von der Produktionsgesellschaft laut Aussage der Hausverwalterin kein Honorar als Entschädigung für die Unannehmlichkeiten bekommen habe, kochte bei einigen die Wut hoch. Schlimmer: Einige glaubten der Verwalterin nicht und vermuteten, sie habe das Geld in die eigene Tasche gesteckt. Beweise dafür gibt es keine.

„Ich schwöre …“ – Eid beim Amtsgericht und das ist kein Film …

Mit einem Antrag auf der Eigentümerversammlung sollte zweierlei erreicht werden: Erstens: Es soll nie wieder Dreharbeiten in der Wohnanlage geben – unabhängig davon, ob mit oder ohne Honorar. Zweitens: Die Verwalterin legt auf eigene Kosten einen Eid beim Amtsgericht München ab, dass sie kein Honorar erhalten habe.

Zu meinem Erstaunen wurde der Antrag in allen Bestandteilen zugelassen, also auch der Eid beim Amtsgericht. Die Verwalterin wagte die Flucht nach vorne. Sie habe sich nichts vorzuwerfen, also könne sie das auch unter Eid aussagen. Bei der Abstimmung erhielt der Antrag dann eine große Mehrheit. Das ewige Drehverbot und auch der abzuleistende Eid wurden als Gesamtpaket durchgewunken.

Ich finde so etwas spießig. Natürlich gibt es bei Dreharbeiten immer Einschränkungen und es entstehen auch Schäden, für deren Beseitigung das Honorar kaum ausreicht. Aber ich habe dennoch als einer der wenigen gegen den Antrag gestimmt. Wenn in Zukunft Honorare gezahlt würden, hätte ich mir durchaus erneute Dreharbeiten vorstellen können. Schon einmal, weil es mir Freude macht, meine Wohnanlage später in einem Spielfilm zu sehen.

Der Film

Finsterworld, eine deutsche Produktion, kommt zunächst als typischer Episodenfilm daher. Man sieht in wechselnden Szenen Menschen, die an verschiedenen Plätzen leben und arbeiten. Ein Fußpfleger, ein Polizist, Schüler einer Privatschule, eine Regisseurin, eine alte Dame im Altenheim, ein Einsiedler, um nur einige zu nennen. Erst nach und nach kristallisiert sich heraus, dass die Leute miteinander verbunden sind – weil sie eng verwandt sind oder anderweitig zusammengehören.

Das Faszinierende aber ist, dass hinter der spießigen Fassade gewaltige menschliche Abgründe und Perversionen stecken, die dem Zuschauer in einem dramaturgischen Spannungsablauf mit bitterbösen Szenen präsentiert werden. Manchmal ist der Film absolut und fast enttäuschend vorhersehbar, oft wird der Zuschauer aber mit höchst überraschenden Wendungen konfrontiert. Die meisten Gags sind so gelungen, dass es unangemessen wäre, sie hier zu verraten. Nur eines soll gesagt werden: Die unrühmliche deutsche Geschichte unter Adolf Nazi und typische deutsche Klischees spielen eine zentrale Rolle. Einige der vorgetragenen Thesen sind geradezu köstlich und wie immer steckt in jeder Satire auch eine dynamisch große Portion Wahrheit.

Negativ ist mir aufgefallen, dass im Film laufend geraucht wird. Rauchen wird als Normalität dargestellt, auch die Schüler qualmen wie Schlöte und erhalten sogar von Erwachsenen Zigaretten angeboten. In einer Szene in einer Tankstelle gibt es ein riesiges überbreites Regal, in dem klar erkennbar Zigaretten fast nur einer Marke zu sehen sind. Offenbar wurde hier massives Product Placement betrieben.

Finsterworld ist inzwischen als DVD erhältlich.

Infos kompakt

Produktionsjahr: 2013

Regie: Frauke Finsterwalder

Drehbuch: Christian Krach

Darsteller: Ronald Zehrfeld, Sandra Hüller, Michael Maertens, Margit Carstensen, Corinna Harfouch

Spieldauer: 91 Minuten

FSK 12

Mehr Infos/bestellen: hier klicken

Studentenwohnheim „Home Base“ ersetzt Bürohaus am Peschelanger

Home Base

Bild 1: Geplantes Studentenwohnheim Home Base. Vom Karl-Marx-Ring aus gesehen. Zur Orientierung: Rechts ist der Peschelanger, hinter dem Haus die Jet-Tankstelle © wob Immobilien, http://www.homebase-muenchen.de

Wie bereits kurz berichtet, wird das Bürohaus am Peschelanger 3, in dem sich derzeit noch die Münchner Bank befindet, abgerissen und durch ein Studentenwohnheim mit 141 Appartements ersetzt, das die wob Immobilien errichtet. Einen Namen hat das Haus auch schon: Home Base – Dein Zuhause in München und auch eine eigene Website: http://www.homebase-muenchen.de. Home Base wird über acht Geschosse verfügen und aus zwei Flügeln bestehen, von denen der größere terrassenförmig angelegt ist. Eine Besonderheit sind die beiden großen Dachterrassen, die über die gesamte Dachfläche reichen und begrünte Aufenthaltsflächen bieten.

Bürohaus Peschelanger 3

Bild 2: Wird abgerissen: Bürohaus Peschelanger 3 (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Fast schon spektakulär ist ein auf der Dachterrasse integrierter Multifunktions-Sportplatz (Bild 3) auf dem zweiten, niedrigeren Flügel. Ein hoher Zaun verhindert, dass allzu viele Bälle verlorengehen. Die Dachterrassen und der Sportplatz werden allen Home Base-Bewohnern zugänglich sein. Der Innenhof von Home Base wird als Gartenanlage ausgeführt, im Erdgeschoss ist zusätzlich eine Kita vorgesehen. Auch die Münchner Bank kehrt ins neue Gebäude zurück.

Home Base

Bild 3: Home Base, so wie es die Spatzen sehen werden: Links der Peschelanger, rechts der Karl-Marx-Ring. Im Erdgeschoss soll eine Kita entstehen, die an den begrünten Innenhof anschließt. Die Kreuzung oben ist eine Ungenauigkeit, hier sollte nur eine Einmündung zu sehen sein. Zur Orientierung. Die Jet-Tankstelle wäre rechts unten zu sehen, wenn der Ausschnitt größer wäre © wob Immobilien, http://www.homebase-muenchen.de

Home Base

Bild 4: Home Base mit dem Innenhof. Der Peschelanger verläuft hier links hinter dem Haus, der Karl-Marx-Ring rechts. Erneut wäre die Jet-Tankstelle ganz rechts zu finden © wob Immobilien, http://www.homebase-muenchen.de

Der Abriss des Bürohauses soll bereits Anfang bis Mitte September 2014 beginnen. Home Base könnte dann schätzungsweise 2016 bezugsfertig sein.

Knapper Wohnraum in München – gerade für Studierende

In München fehlt Wohnraum wie in keiner anderen Stadt. Daher ist der Gedanke, ganz oder weitgehend leer stehende Bürogebäude durch Wohngebäude zu ersetzen, naheliegend. Speziell für Studierende ist es sehr schwer, eine bezahlbare Unterkunft zu finden.

Die Appartements werden zwischen 21 m² und 27 m² groß sein. Dass in München die Immobilienblase platzt, gilt in den nächsten 20 Jahren fast ausgeschlossen, zumal die Einwohnerzahlen Münchens weiter beständig nach oben gehen werden. Investoren müssen also nicht fürchten, dass sie keine Mieter finden.

Lage

Ich wurde bereits mehrfach darauf angesprochen, ein Studentenwohnheim wäre in Neuperlach doch wenig sinnvoll, da die Universitäten und Hochschulen ja in der Stadtmitte oder noch weiter entfernt seien. Letzteres ist zwar richtig, aber die U-Bahnstation Quiddestraße ist nur rund zehn Gehminuten entfernt. In knapp 15 Minuten ist man mit der Unterirdischen in der Stadtmitte. Damit lässt sich etwa die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in rund einer halben Stunde erreichen, von Haustür zu Haustür versteht sich. Bei einer Vielzahl alternativer Unterkünfte dürfte das nicht so schnell gehen, selbst wenn sie zentraler liegen.

Jeder Neuperlacher weiß, dass sein Stadtteil besser als sein Ruf ist, und so lebt es sich hier sehr gut. Zum Fahrradfahren ist sehr viel Platz, es gibt sehr viele Grünflächen, der Truderinger Wald ist gleich um die Ecke, das beliebte Einkaufszentrum pep ist in ca. 15 Gehminuten zu erreichen (mit dem Rad oder der Ringbuslinie 197 geht es noch schneller), ebenso der Ostpark. Waren für den täglichen Gebrauch finden sich im Marx-Zentrum, einem Ladenzentrum, das direkt angrenzt. Zwei Supermärkte (Rewe und Penny), das Minikaufhaus Woolworth, ein Bäcker und weitere Läden machen so manchen Weg zum pep überflüssig.

Architektur und Ausstattung

Das Haus ist einem mediterranen Terrassenhang nachempfunden und schließt damit vom Stil her an die progressiveren Bauten an, die sich in Neuperlach Ost befinden. Die stufenförmige Anordnung und weitere Abstufungen, die mit der strengen Quaderform des ursprünglichen Neuperlach Nord brechen, lassen den Bau nicht so hoch und mächtig erscheinen, obwohl er ja auch auf immerhin acht Geschosse (also sieben Stockwerke) kommt.

Alle Fenster sind dreifachverglast und verfügen über Rollläden. Es wird eine sehr gute Energieeffizienz erreicht (KfW-Effizienzhaus 70 nach EnEV 2014).

Neben den erwähnten beiden Gemeinschaftsdachterrassen sind noch weitere Terrassen vorgesehen. Ein Highlight: In jedem Apartment ist eine eigene Loggia integriert.

Die Küchen sind standardmäßig bereits mit Elektrogeräten und Granitarbeitsplatten ausgestattet.

Die Bäder verfügen über bodengleiche Duschen oder niedrige Duschtassen und Handtuchheizkörper. Die Böden des Wohnbereichs sind in Holzoptik ausgeführt.

Ein absperrbarer Spind und ein Radstellplatz (jeweils im Keller) sind auch inklusive.

Home Base Typ A

Appartement Typ A (23,27 m² bis 26,63 m²)

Home Base Typ B

Appartement Typ B (barrierefrei; 21,66 m² bis 21,76 m²)

Home Base Typ C

Appartement Typ C (21,18 m² bis 21,96 m²)

Es gibt drei Appartement-Typen: A, B und C (siehe Abbildungen), wobei Typ B barrierefrei ist.

Noch ein Hinweis: Alle Angaben zum Bau sind unter Vorbehalt, es kann – wie üblich – noch Änderungen geben.

Ansonsten kann es heißen: Ich freue mich auf die Studierenden, die hoffentlich auch den Stadtteil Neuperlach zu schätzen lernen werden!

Abschied vom alten Bürohaus am Peschelanger 3

Es ist ein Novum, denn noch die wurde in Neuperlach Nordost ein Gebäude abgerissen, sieht man einmal von dem Fertighaus-Flachbau Sechseck am Friedrich-Engels-Bogen ab, das bis 2009 durch ein Pflegeheim ersetzt wurde. Es ist schade um den nicht uneleganten fünfgeschossigen Bau, der mit seiner einheitlichen braunen Fassade und den umlaufenden Balkonen durchaus ein Blickfang war.

Früher waren hier einmal ein Rechenzentrum untergebracht, lange Zeit auch die Deutschland-Zentrale von Burger King. Die Zugspitz-Apotheke war von Beginn an eine feste Einrichtung in dem Haus. Sie schloss bereits zum 1. Januar 2014 ihre Pforten. Ebenso gehörte zum Haus immer ein Geldinstitut. Erst war es die Raiffeisenbank, später die Münchner Bank, die aktuell noch geöffnet hat.

2008 gab es noch einen Wiederbelebungsversuch des Gebäudes, bei dem eine Innenraumsanierung durchgeführt wurde. Der Erfolg blieb aus. Inzwischen sind die Außenbereiche total heruntergekommen (siehe Bilder).

Die Münchner Bank zieht während der Bauzeit in die Mittelinsel des Marx-Zentrum – in die ehemaligen Räume der Bubbletea-Bar Chibabu, die im Oktober 2012 schloss.

Bürohaus Peschelanger 3

Tiefgaragenrampe (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Die Zugspitz-Apotheke ist bereits seit einem halben Jahr geschlossen (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Eingangsbereich (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Briefkastenanlage (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Andeutungen an vergangene Zeiten (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Abstufen muss man wohl hier sagen (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Das sieht nicht gut aus (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Das auch nicht (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

So eine Art neuer Blumenkasten (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Abwärts (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Die Königseiche bei Moosach (Grafing) – Mystische Orte (Teil 14)

Königseiche

2013 stellte ich mir noch die Frage: Was soll dieses Objekt darstellen? (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Bereits letztes Jahr kam ich bei einer Radtour an diesem seltsam erscheinenden Objekt vorbei, das sich unweit von Moosach bei Grafing befindet. Es sind aufrechte Holzpfähle und Holzstücke, teilweise mit länglichen Metallplatten verbunden, die in einem riesigen Kreis angeordnet sind. Was soll dies darstellen? Eine Kultstätte? Ein Kunstwerk? Ich kam nicht darauf, aber schoss ein Foto.

Vermutlich lässt sich das Rätsel durch Kombinieren und Überlegen alleine nicht lösen. Erfreulicherweise hat man nun zwei Infotafeln aufgestellt, welche die Fragen beantworten.

Königseiche

Königseiche 1909 (von der Infotafel abfotografiert)

Es handelt sich bei diesem Objekt um ein Naturdenkmal auf der Flur Breitwiese. Es entstand 2012 und erinnert an die mächtige Maximilians- oder Königseiche, einer Stieleiche, die rund 1.000 Jahre alt gewesen ist und am 7. April 1988 exakt an dieser Stelle Opfer der Osterstürme wurde. Der Kreis des Naturdenkmals bildet den enormen Stammumfang ab, der stolze 13 Meter betrug. Mit integriert wurden die letzten noch enthaltenen Stammreste der Königseiche sowie fünf Sitzsteinblöcke aus heimischem Nagelfluh. Wenige Meter entfernt (im ersten Bild ganz rechts) wurde – ebenso 2012 – eine neue Stieleiche gepflanzt.

Frühe urkundliche Erwähnung

Bereits in einer Urkunde aus dem 13. Jahrhundert wurde die Königseiche als „alter und großer Baum“ erwähnt.

Namensherkunft Königs-/Maximilianseiche

König Ludwig I. kaufte die Eiche 1846 von Kaspar Maier ab, dem Bauern am nahe gelegenen Schartlhof, und zahlte ihm 70 Gulden, um den Baum vor Abholzung zu schützen und der Nachwelt zu erhalten. Dennoch wurde die Eiche Maximilianseiche und nicht etwa Ludwigseiche genannt. Eine Erklärung könnte eine Namensverwechslung sein. Auf dem an der Eiche angebrachten Schild stand fälschlicherweise „Diese mehr als tausendjährige Eiche wurde von weiland Maximilian II. König von Bayern, dem Unvergeßlichen, gekauft, um sie vor Vernichtung durch die Axt zu bewahren (gestiftet von Bürgern Haidhausens 1882, renov. 1892 und 1898)“. Erst 1952 wurde der Fehler in einem neuen Schild korrigiert.

Die 1.000-jährige Königseiche – Ausflugsziel und Kraftplatz

Eine historische Aufnahme von 1909 lässt erahnen, wie mächtig der Baum war. Schon damals war die Eiche längst zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Die Besucher schätzten den Ort als Kraftzentrum.

Rettungsversuche

Die Eiche wurde keinesfalls ihrem Schicksal überlassen. Bereits 1949 wurden Sanierungen an dem altersschwachen Baum durchgeführt. Dabei wurde im Inneren des Baumes ein Gerüst aus Eichenpfählen installiert und mit 12 Kubikmetern Beton aufgefüllt. Herausbrechende Teile des Baumes konnten auf diese Weise durch starke Verschraubungen an dem Gerüst wieder fixiert werden. Mit einer 25 Meter langen Eisenkette, mehrere Zentner schwer, wurde der Baum zusammengeschnürt. Derartige Reparaturen unter Einsatz von Beton werden heute nicht mehr durchgeführt, da sie dem Baum mehr schaden als nützen. Denn die sich dort festsetzende Feuchtigkeit führt zu Pilzbefall. Auch geht die Sicherheit vor, gerade wenn Bäume nahe an Straßen stehen. Bäume, die ein Risiko darstellen, werden gefällt. Alleebäume werden heutzutage kaum mehr als 80 bis 100 Jahre alt.

Bei der Sanierung von 1949 wurden auch drei Ruhebänke aufgestellt und eine Treppe errichtet, um den Zugang von der Straße zu erleichtern. Ebenso wurde das Alter der Eiche näher bestimmt. Bei eine Zählung der Jahresringe an einem herausgebrochenen Stammstück kommt der Heimatkundler Ludwig Aicher zu dem Ergebnis, dass der Baum mehr als 1.000 Jahre alt ist.

Reste Königseiche

Reste Königseiche (von der Infotafel abfotografiert)

Das Ende – und ein Weiterleben als Denkmal und Madonnenskulptur

Ab 1960 verfällt der Baum zusehends. Schuld an dem Niedergang soll auch der Fichtenaufwuchs gehabt haben, der dem Baum Licht entzog. Denn Eichen brauchen viel Licht. Pläne, die Fichten zu entfernen, konnten nicht umgesetzt werden, da Verhandlungen der Behörden scheiterten.

1988 kam dann, wie schon erwähnt, das Ende. Der Baum konnte den Osterstürmen nichts mehr entgegensetzen und stürzte um. Der Platz mit den Resten der Königseiche (Foto) wurde abgesichert. Aus den vermodernden Resten des Baumes wird 2000 ein großer Ast geborgen, aus dem der Ebersberger Bildhauer German Larasser eine lebensgroße Madonnenskulptur mit Christuskind schnitzte, die in de Kapelle des Schartlhofes angebracht wurde. Der Baum ist damit nicht nur durch sein Naturdenkmal unsterblich geworden, sondern lebt auch in dieser Madonnenskulptur weiter.

Das Naturdenkmal

Die aktuellen Fotos vom 18. Juli 2014 zeigen das Naturdenkmal. Deutlich sind die alten Stammreste zu erkennen. Eine der beiden Infotafeln wurde in die Mitte des eigentlichen Denkmals gesetzt und die andere neben der Neupflanzung platziert (letztes Foto). Die neu geschaffene Lichtung soll dauerhaft freigehalten, also Wildwuchs regelmäßig entfernt werden, damit die neue Eiche genug Licht erhält. Dazu hat der Landkreis Ebersberg eigens einen 903 Quadratmeter großen Bereich um das Naturdenkmal herum erworben. Dennoch erscheint es eher unwahrscheinlich, dass die Nachfolger-Eiche auch eines Tages 1.000-Jähriges feiern darf.

Königseiche

Naturdenkmal Königseiche. Deutlich … (18.07.2014) © Thomas Irlbeck

Königseiche

… lassen sich die Originalstücke … (18.07.2014) © Thomas Irlbeck

Königseiche

… der Königseiche erkennen (18.07.2014) © Thomas Irlbeck

Königseiche Neupflanzung

Königseiche Neupflanzung (18.07.2014) © Thomas Irlbeck

Umgebungskarte Königseiche

Umgebungskarte Naturdenkmal Königseiche. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Trivia

Blitzableiter

Der Baum verfügte über einen Blitzableiter. Auch wenn das jetzt kurios erscheinen mag, bei Mammutbäumen ist eine solche Einrichtung nicht unüblich.

Verschwundene Neupflanzung

Laut einem Bericht des Münchner Merkur wurde bereits 1990 eine neue Eiche gepflanzt und eine Gedenktafel angebracht. Im Frühjahr 2011 stellte man dann fest, dass der Baum verschwunden ist. Es wird vermutet, dass ein Arbeitstrupp den Baum versehentlich beseitigt hat.

Weitere Folgen „Mystische Orte“

Optische Täuschung am LAO

Das LAO (Leben am Ostpark) wird bekanntlich durchgehend sehr hohe, schmale Fenster erhalten, gewissermaßen Schießscharten erhalten (in Bild 2 und 3 durch den gepunkteten Rahmen hervorgehoben). Inzwischen wurde an der Eingangsseite mit dem zweiten Stockwerk von insgesamt sieben Stockwerken begonnen. In diesem derzeit obersten Stockwerk sieht es aber so aus, als gäbe es extrem niedrige Schlitzfenster (siehe Pfeil in Bild 2 und 3). Alle Bilder können per Klick vergrößert werden.

LAO

LAO (13.07.2014) © Thomas Irlbeck

LAO

LAO (13.07.2014) © Thomas Irlbeck

LAO

Näher dran (13.07.2014) © Thomas Irlbeck

Die Erklärung ist nicht allzu schwer. Wer nicht daraufkommt, klickt auf „… weiterlesen“.

… → Optische Täuschung am LAO weiterlesen

Veranstaltungen des Festring Perlach e.V.

Hier kann die Veranstaltungsvorschau für das 2. Halbjahr 2014 heruntergeladen werden:

Festring Logo

Hier klicken: Festring Perlach e.V. – Veranstaltungen 2. Halbjahr 2014

Voll, der Mond!

Geisterstunde, Vollmond! Ein Schnappschuss von meiner Neuperlacher Loggia.

Voll, der Mond!

Voll, der Mond! (12.07.2014) © Thomas Irlbeck

Spielfarben

Zu dem grünen Neuperlach, das auch hier gut erkennbar ist, kommen in spielreichen Zeiten noch weitere Farben hinzu. Vielen Dank für das herrliche Foto!

Farbspiele

Blick von da oben auf Neuperlach Ost und Süd (Lesereinsendung)

Der Mond über Neuperlach

Freihändig, ohne Stativ.

Mond

Der Mond über Neuperlach (06.07.2014) © Thomas Irlbeck

Festring Perlach: Wir sind Kaiser

Ludwig der Bayer

Zur Bayerischen Landesausstellung „Ludwig der Bayer“ fährt der Festring Perlach am Freitag, den 25. Juli 2014.

Treff: 8:55 Uhr am Perlacher Bahnhof (Bayern-Ticket 5 Personen = 38,– Euro)

Info/Anmeldung unter Tel. 089/637 33 11

„Pane Bavaria“ kommt im Rewe/Marx-Zentrum

Am 21. Juni war Ende, Bäcker Bachmeier im Rewe (Marx-Zentrum) öffnete das letzte Mal. Für Brezen- und Brotfreunde im Marx-Zentrum gibt es derzeit nur noch den Traublinger, da die türkische Bäckerei durch ein Wettbüro ersetzt wurde und auch im Penny schon seit Urzeiten kein Bäcker mehr integriert ist.

Das Bachmeier-Inventar wurde schnell aus dem Rewe rausgerissen. Jetzt kommt eine SB-Bäckerei (Selbstbedienung) unter dem Namen „Pane Bavaria“.

Laut Eigenangabe wird es ein breites Sortiment vor allem von regionalen Bäckern geben. Ein „Mix aus bayrischer Rustikalität und italienischem Lebensgefühl“ soll es werden. pane ist ja schließlich italienisch und heißt Brot.

Noch ist nicht eröffnet, aber die Außenreklame ist schon dran. Innen wird noch fleißig gewerkelt.

Pane Bavaria

Pane Bavaria (03.07.2014) © Thomas Irlbeck

Vortrag zur Pflege- und Krankenhausreform

Günter Jockisch

Günter Jockisch

Die Arbeiterwohlfahrt-Seniorengruppe Neuperlach lädt herzlich ein zu einem Vortrag von Günter Jockisch zum Thema „Pflege- und Krankenhausreform“.

Freitag, 27. Juni 2014 um 14 Uhr im Neuperlacher Sportwirt, Bert-Brecht-Allee 17. Eintritt frei – Gäste sind immer herzlich willkommen.

Wald-Neuperlach

Das grüne Neuperlach

Wald-Neuperlach (23.06.2014) © Thomas Irlbeck

Das grüne Neuperlach

Wald-Neuperlach (23.06.2014) © Thomas Irlbeck

Das grüne Neuperlach

Wald-Neuperlach (23.06.2014) © Thomas Irlbeck

Das grüne Neuperlach

Wald-Neuperlach (23.06.2014) © Thomas Irlbeck

Von diesem Standpunkt aus (Barth-Hochhaus zwischen Friedrich-Engels-Bogen und Kurt-Eisner-Straße) sieht man von meinem Haus kaum mehr als ein einzelnes Fenster. Es ist nicht mein Fenster, sondern das Fenster ein Stockwerk weiter oben. Dieser Teil des Hauses scheint zu schweben, irgendwo ganz oben in den schönen Baumwipfeln. Obwohl hier so viele Leute leben, sind nur mit Mühe überhaupt Häuser zu erkennen. Neuperlach liegt anscheinend im Wald. Ich nenne meinen Stadtteil jetzt Wald-Neuperlach.

Alle Fotos entstanden vom gleichen Ort aus.

Fahnen zählen

Mein Haus

Mein Haus (21.06.2014) © Thomas Irlbeck

Mein Haus heute. Wer die Fahnen zählt, ist schnell fertig. Aber es ist schön grün.

Hochhaus-Stockwerktäuschung

Hochhaus mit optischer Täuschung

Bild aus dem November 2013 © Thomas Irlbeck

Die beiden hervorgehobenen Bereiche befinden sich im selben Stockwerk (9. Stock) desselben Hauses! Jetzt kann man zwar anmerken, dass die rechte Spalte nach hinten versetzt ist, was den Effekt erklärt. Allerdings ist diese Versetzung nur wenige Meter, nämlich nur die Länge eines Zimmers!

Gemeinsame AWO-Feier in Neuperlach

Plievierpark

Plievierpark

40 Jahre Horst-Salzmann-Zentrum und das alljährliche AWO-Kinder- und Bürgerfest des AWO-Ortsvereins Neuperlach werden heuer am 5. Juli von 13:00 bis 18:00 Uhr gemeinsam im Plievierpark begangen. Schirmherr der Veranstaltung ist Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Für gute Stimmung beim Fest werden „Charly’s Band“ sowie zahlreiche Attraktionen für Jung und Alt sorgen: Der Kinder-Mitmach-Zirkus „Bambino“, ein Feuerwehr- und ein Polizeiauto zum Erkunden, die „Showtanzgruppe Starlights“ des SVN München tritt auf, Bastel- und Schminkstationen für Kinder – für jeden Geschmack ist etwas Passendes dabei.

Selbstverständlich ist für das leibliche Wohl gesorgt und jedes Kind erhält ein Paar Würstl und ein Getränk geschenkt.

Die offizielle Eröffnung mit Grußworten ist um 14:00 Uhr.

Kinder-Mitmach-Zirkus

Kinder-Mitmach-Zirkus

Gleichzeitig findet ein Tag der offenen Tür statt. Sie können sich auch ausführlich über die Einrichtungen und Angebote für unsere Bewohnerinnen und Bewohner informieren: Führungen durch das Horst-Salzmann-Zentrum sind um 15:00 Uhr und 16:00 Uhr.

Der AWO-Ortsverein Neuperlach und das Horst-Salzmann-Zentrum laden herzlich ein.

Sommerserenade mit dem Kammerorchester Neuperlach

Kammerorchester Neuperlach

Kammerorchester Neuperlach

Mit einem abwechslungsreichen Programm will das Kammerorchester Neuperlach sein Publikum auf eine unterhaltsame Reise durch verschiedene Musikepochen führen, mit zwei Sinfonien von Christoph Willibald Gluck und Wolfgang Amadeus Mozart, mit dem Violinkonzert a-Moll von Johann Sebastian Bach und mit Stücken von Carl Stamitz, Ermanno Wolf-Ferrari, Gustav Holst und mit der Violinromanze von Johan Severin Svendsen.

Solist ist Meinhard Paffrath, Violine; die Leitung hat Wolfgang Schmitt. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Reservierung Tel: 089/63 89 18 43. Die Programmwerkstatt lädt herzlich ein.

Wann und wo?

4. Juli 2014, 20 Uhr, Kulturhaus Neuperlach, Hanns-Seidel-Platz

Wohnung zu vermieten – Klo auf dem Gang

Klo auf dem Gang

Klo auf dem Gang (14.06.2014) © Thomas Irlbeck

Klo auf dem Gang

Klo auf dem Gang (14.06.2014) © Thomas Irlbeck

Klo auf dem Gang

Symbolfoto. Bild: jaime.silva / Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0, Details siehe: flickr

Gesehen in einem Wohnhaus an der Plettstraße in Neuperlach Nord. Früher war das Gemeinschaftsklo auf dem Gang üblich, heute dürfte es selbst in Altbauten eine absolute Seltenheit sein. Wer von den Neuperlach.org-Lesern muss noch rauslaufen – das heißt die Wohnung verlassen –,  wenn er „muss“?

Bairischer Hoagartn – in Neuperlach!

Schlossanger Musi

Schlossanger Musi

Hedi Westphal und Albert Kammere

Hedi Westphal und Albert Kammerer

Zu einem gemütlichen Abend lädt die Programmwerkstatt am Freitag, 27. Juni 2014, um 19:30 Uhr ins Kulturhaus Neuperlach am Hanns-Seidel-Platz (gegenüber pep). Die Schlossanger Musi spielt auf, die Turmschwaiberl vom Isartorturm singen Couplets und Münchner Lieder. Hedi Westphal und Albert Kammerer lesen bairische Gedichtl. Die Bewirtung erfolgt durch den Neuperlacher Sportwirt. Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten, Reservierung Tel: 089/63 89 18 43

Festring Perlach – Führung „Fasangarten – Geschichte einer fortwährenden Veränderung“

Fasangarten

Bild: Festring Perlach

Führung „Dr. Willibald Karl: Fasangarten – Geschichte einer fortwährenden Veränderung“

Wann: Donnerstag, 26.06.2014, 16:00 Uhr

Wo: Treff am S-Bahnhof Fasangarten, Richtung stadtauswärts

Kosten: 5,00 Euro, Festring-Mitglieder frei

Anmeldung Tel: 089/637 33 11