Neuperlach Linienplan

Neuperlach Linienplan

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Die unbekannte Buslinie nach Neuperlach

Die Trambahn nach Neuperlach wurde bekanntlich am 12.09.1970 eröffnet (mehr dazu hier). Bereits im Juni 1968 wurden aber die ersten Wohnungen in Neuperlach bezogen, wobei es unterschiedliche Versionen gibt, welcher Wohnblock zuerst fertiggestellt wurde.

Die Trambahn nach Neuperlach wurde eben eröffnet. Zu sehen ist ein M/m-Zug der Linie 11 an der Haltestelle Neuperlach Nord. Blick ist stadteinwärts. Foto ist vom 12.09.1970. Fotograf: Peter Wagner. Mit freundlicher Genehmigung der Freunde des Münchner Trambahnmuseums e.V.

Die Frage aller Fragen ist aber, wie man die ersten zwei Jahre nach Neuperlach mit den „Öffis“ kam, wenn es doch noch keine Tram gab. Die Antwort ist naheliegend. Es verkehrte eine Buslinie, die vom Michaelibad (dem damaligen Endpunkt der Trambahnlinien 11 und 29) nach Neuperlach fuhr. Es ist die berühmte Linie 97. Es wurde folgender Kurs gefahren:

Buslinie 97 (01.06.1968 – 12.09.1970)*

Michaelibad
Heinrich-Wieland-Straße
Rofanstraße
Quiddestraße
Plettstraße
(und zurück)**

* Quelle: Michael Schattenhofer: 100 Jahre Münchner Straßenbahn – Stadtarchiv München / Buch- und Kunstdruckerei Brenner + Stanglmeier, 1976
** Die Quelle lässt offen, ob es noch weitere Zwischenhalte gab

Ein Bild eines Busses auf der Linie nach Neuperlach habe ich leider keines, aber immerhin eines von der Heinrich-Wieland-Straße kurz vor der Trambahneröffnung, also zu einem Zeitpunkt, als der Bus noch fuhr:

Die Heinrich-Wieland-Straße kurz vor der Trambahneröffnung. Blick ist Richtung Neuperlach. September 1970, Fotograf: Peter Wagner. Mit freundlicher Genehmigung der Freunde des Münchner Trambahnmuseums e.V

Ab 1970: Zubringerlinie 97

Nachdem die Trambahn eröffnet wurde, wurde die Buslinie 97 zum Trambahnzubringer umgestaltet (Haltestelle Karl-Marx-Ring, anfangs wurde auch die Haltestelle Neuperlach Nord angefahren) und sukzessive verlängert. Zeitweise lautete die Endstation im östlichen Teil schlicht und ergreifend Neuperlach Ost. Dabei wurde an der Position des heutigen Mercure-Hotels umgedreht. Die Haltestelle wurde später in Hugo-Lang-Bogen umbenannt. Denn weiter ging Neuperlach damals nicht, der Karl-Marx-Ring endete dort abrupt. Später erreichte die Linie 97 die Endhaltestelle Neuperlach Süd und bot damit einen Zubringer zur S-Bahn (1978), ab 1980 dann natürlich auch zur U-Bahn. Auch eine Endhaltestelle Neuperlach West gab es, diese existierte sogar lange Zeit weiter. Heute wird die Haltestelle nicht mehr bedient, es ist nur noch ein Parkplatz vorhanden (etwas südlich von der Stelle, wo die Nawiaskystraße den Adolf-Baeyer-Damm kreuzt, direkt vor der Ständlerstraße).

Die Ringlinie 97 im Innenringbetrieb 2009 an der Haltestelle Friedrich-Engels-Bogen. Wegen Bauarbeiten muss der Busfahrer Slalom fahren (Archivbild). Foto: Thomas Irlbeck

Die Linie (1)97 heute

Die Linie 97 lebt weiter, in Gestalt der Linie 197, die als Ringlinie weite Teile Neuperlachs abdeckt und vor allem als U-Bahnzubringer zu den U-Bahnhöfen Quiddestraße und Neuperlach Zentrum fungiert. Die Linie fährt etwas missverständlich als Innenring und Außenring. Der Radius der beiden Ringe liegt keine zehn Meter auseinander, es ist schlicht gemeint, dass die eine Linie im Uhrzeigersinn (Innenring) und die andere Linie entgegen des Uhrzeigersinns fährt (Außenring, logischerweise auf der anderen Straßenseite, was die zwei Ringe erklärt).

Der Neuperlacher Linienplan zeigt das auch sehr gut:

Neuperlach Linienplan

Peschelanger/Marx-Zentrum: Auf der Suche nach dem Schweigerweg

Haltestelle Peschelanger (Außenring)

Haltestelle Peschelanger (Außenring) (20.05.2013) © Thomas Irlbeck

Die Benennung einer Bus- oder Trambahnhaltestelle ist eine Kunst. Der Name sollte so gewählt werden, dass er die Verbindung zwischen dem Namen und dem, was dort zu finden ist und von den Fahrgästen typischerweise aufgesucht wird, bestmöglich herstellt. Sicherlich nicht nur in München wird als Name für die Haltestellen häufig die Querstraße herangezogen. Die Vorteile sind klar: Denn auf diese Weise werden die tatsächlichen Haltestellenpositionen gerade auf längeren, gar kilometerlangen Straßen gut markiert.

Wer heute in das Marx-Zentrum will, etwa zu einem Facharzt des renommierten Ärztehauses am Peschelanger, fährt folglich mit dem Bus (es ist die Ringlinie 197; früher verkehrte hier die Linie 97, zeitweise auch die Linie 39) bis zur Haltestelle Peschelanger. Der Bus rollt den gesamten Karl-Marx-Ring entlang, ergo ist der (kurze) Peschelanger ein durchaus sinnvoller Namensgeber, zumal ja Patienten des Ärztehauses, die ortsfremd sind, gezielt nach der Ärztehausadresse – es ist Peschelanger 11 – Ausschau halten.

Doch früher hieß die Haltestelle Schweigerweg. Äh, Schweiger… wie bitte? Es gibt aber überhaupt keine postalische Adresse Schweigerweg, somit wohnt kein Münchner am Schweigerweg. Jetzt könnte man zumindest damit argumentieren, dass die heutige Haltestelle Peschelanger gar nicht direkt am Peschelanger liegt, der ist nämlich noch ein schönes Stück davon entfernt. Dann sollte aber an der Haltestelle der Schweigerweg als Querstraße (oder Querweg) zu finden sein, denn irgendeine Bedeutung muss der Haltestellenname ja haben. So etwas wäre nicht untypisch. So gibt es z.B. in Neuperlach die Siegfried-Mollier-Straße, die auch keine postalische Adresse darstellt, aber nach der die Bushaltestelle vor dem Einkaufszentrum Life benannt ist. (Der Name ist so gesehen auch nicht glücklich, denn die Siegfried-Mollier-Straße ist nicht des Fahrgastes Objekt der Begierde.)

Schweigerweg/Peschelanger

Umgebungskarte Peschelanger. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Wenn man heute die Gegend an er Haltestelle Peschelanger absucht, wird man sehr wahrscheinlich nirgends ein Straßenschild mit dem Namen Schweigerweg finden. Vermutlich ist der breite Fußweg von der Haltestelle Richtung Kirche St. Monika der Schweigerweg oder der Fußweg in die entgegengesetzte Richtung, also Richtung Zehntfeldstraße. Oder beide gleichzeitig. Oder einer der anderen Wege in der Gegend, die so zu finden sind (siehe Umgebungskarte). Eine Erklärung könnte sein, dass nur die Schilder verschwunden sind, nicht aber der Weg. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, ob ich als Kind damals ein Straßenschild Schweigerweg gesehen habe. Vermutlich ja, aber ich habe keine Gewissheit.

Ein Neuperlach.org-Leser hatte noch die interessante Idee, dass der Schweigerweg eine ehemalige Straße gewesen sein könnte, die an dieser Stelle über das spätere Neuperlacher Gebiet führte. Alte Stadtpläne sprechen allerdings eher dagegen, wenngleich dort einige kleinere Wege nicht mit ihren Namen eingezeichnet sind. Ganz ausgeschlossen ist diese Erklärung also nicht, da tatsächlich eine Reihe von Straßen heute nicht mehr existieren bzw. nur noch als kurzer Stummel vorhanden sind. So etwa ist von der Corinthstraße nur noch ein kurzes Stück in der Nähe der Michaelikapelle (Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße) übrig geblieben. Früher führte die Corinthstraße als Landstraße von dort weiter fast bis Perlach (gemeint ist quasi Alt-Perlach). Damals (bis Ende der 1960er-Jahre) gab es dort nur Felder und so gut wie keine Bebauung.

Es stellt sich aber auch noch die nicht ganz unwichtige Frage, welcher Herr oder welche Frau Schweiger mit dem Schweigerweg geehrt wurde, der Nachname kommt ja nicht gerade selten vor.

Was den Haltestellennamen angeht, hatten 1987 die Verantwortlichen endlich ein Einsehen. Vermutlich hat sich ein Verband eingesetzt, die Haltestelle umzubenennen, da die meisten Fahrgäste zum Peschelanger oder zumindest zu einer Straße in der Nähe möchten, die auch im Stadtplan verzeichnet ist. Da hilft der Name Schweigerweg nur denjenigen, die maximale Irritation bevorzugen. Ab dem Sommerfahrplan 1987 heißt die Haltestelle nun Peschelanger (vielen Dank an Spirit of ChristianMUC aus dem Eisenbahnforum für die Recherche).

Jetzt aber die Frage aller Fragen: Wer hilft, das Rätsel ganz zu lösen? Es kann hier gerne die Kommentarfunktion dazu genutzt werden.

Haltestelle Peschelanger (Innenring)

Haltestelle Peschelanger (Innenring) (20.05.2013) © Thomas Irlbeck

Haltestelle Peschelanger (Außenring)

Haltestelle Peschelanger – Ist das im Hintergrund rechts der Schweigerweg? (20.05.2013) © Thomas Irlbeck

Haltestelle Peschelanger

Oder dieses Stück, auf dem wir hier stehen (hinter uns ist St. Monika) (20.05.2013) © Thomas Irlbeck

Haltestelle Peschelanger- DFI

Beide Wartehäuschen sind seit einiger Zeit mit DFI-Anzeigern ausgestattet (20.05.2013) © Thomas Irlbeck

Spiegel Online kämpft gegen Werbeblocker – aber es gibt eine Lösung (Update 14.05.2013)

Die meisten Websites finanzieren sich durch Werbung. Es erscheint verständlich, dass die Betreiber darauf drängen, dass die Werbung auch beachtet wird, ist sie doch ein oder gar der entscheidende Teil des Geschäftsmodells. Werbeblocker wie Adblock Plus sind da ein Dorn im Auge. Doch solange Werbeblocker legal sind, kann jeder selbst entscheiden, ob er diese einsetzt. Ich schalte Adblock Plus selbst auch auf Seiten aus, die mir sympathisch sind oder die keine zu aufdringliche Werbung haben. Manche Seiten setzen aber hüpfende, flackernde Banner ein, die so ablenken, dass ein Stöbern auf der Website keinen Spaß mehr macht.

Wenn man die Werbung nicht sehen will, kann man dennoch was zur Finanzierung beitragen. Oft sind ja auch noch Bezahlmodelle vorhanden, etwa E-Paper oder eine gedruckte Ausgabe, und die Möglichkeit, einen Betrag zu spenden, hat man in aller Regel auch. Flattr ist eine weitere Variante, von der inzwischen viele Websites Gebrauch machen.

Spiegel Online schlägt jetzt einen etwas härteren Ton gegen Werbeblocker an. Seit klebt seit Wochenbeginn ein riesiger feuerroter Kasten oben auf jeder Seite mit dem Hinweis, doch zumindest für Spiegel Online den Werbeblocker zu deaktivieren. Man kann den Kasten zwar deutlich minimieren, aber nicht ganz ausblenden, solange der Werbeblocker aktiv bleibt. Somit bleibt ein immer noch großer Kasten oben ständig sichtbar.

Eigentlich kann man serverseitig gar nicht so ohne Weiteres abfragen, ob Adblock Plus installiert ist. Das ist auch so gewollt. Maßnahmen wie ein Aussperren von Werbeblocker-Benutzern sollen gerade damit verhindert werden. Doch der Betreiber kann eine verdächtige Ressource in die Seite einbauen (z.B. ad.gif oder banner.gif) und dort z.B. eine Variable setzen. Wenn der Webbrowser diese Ressource nicht lädt, da dieser davon ausgeht, es ist Werbung, dann kann man das wiederum serverseitig auswerten, da dann die Variable nicht gesetzt ist. Spiegel Online umgeht mit diesem Trick die Sperre, Adblock Plus nicht mit Bordmitteln abfragen zu können.

Werbung weg und Hinweiskasten weg, so geht‘s:

Aber auch die Umgehung dieser Sperre lässt sich wieder umgehen, indem man in Adblock Plus eine Ausnahme definiert, die im Falle von Spiegel Online so lautet:

@@|http://www.spiegel.de/static/sys/v10/bannerad/*$~third-party

Adblock Plus

So sieht das dann in Adblock Plus aus (ein Klick macht groß)

Der nervende Kasten ist nun verschwunden und die Werbung bleibt ebenso weg.

Das soll jetzt nicht als Aufruf missverstanden werden, auf Teufel komm raus der Werbung zu entgehen. Schnell setzt man sich dem Schmarotzervorwurf aus, alles für lau haben zu wollen. Aber die anfangs erwähnten Alternativen, doch zur Finanzierung beizutragen, kann jeder nutzen und bei einem dann reinen Gewissen auf besondere Werbeformen, etwa Layer mit blinkenden Inhalten, die sich schon auch mal zeitweise über den redaktionellen Text legen, verzichten.

Update

Einige weitere Nachrichten-Websites haben es dem Spiegel gleichgemacht und zeigen ebenso seit Montag für den Fall eines vorhandenen Werbeblockers große Hinweise an. Man kann daher von einer konzertierten Aktion ausgehen. Der Vorteil für die Betreiber ist, dass sich der Frust der Benutzer nicht auf eine bestimmte Website fokussiert, sondern verteilt.

Den Hinweiskasten kriegt man aber bei diesen anderen Websites auch auf ähnliche Weise wie oben beschrieben weg. Beispiele:

Süddeutsche Zeitung: @@|http://polpix.sueddeutsche.com/staticassets/js/show_ads.js?r=*$third-party

RP Online: rp-online.de##div#liebeleser (hier abweichend ein Eintrag in den „Ad Blocking Rules“)

Spiegel online: Im Spiegel-Forum kommt der rote Kasten weiterhin, was schnell klar wird, da dort der Domänenname nicht www.spiegel.de, sondern forum.spiegel.de lautet. Doch aus unerfindlichen Gründen läuft es selbst dann nicht, wenn man den Domänennamen allgemeiner schreibt. Alles sonst scheint absolut identisch zu sein! Wer hat eine Erklärung und kriegt es lauffähig? Aber eigentlich ist das Problem gelöst, wenn auch sehr dirty. Eine Alternative als Eintrag in den „Ad Blocking Rules“ habe ich nämlich. Diese funktioniert auf Spiegel online und im Spiegel-Forum gleichermaßen:

spiegel.de##div[style *="820px"]

Was passiert hier? Das Hinweis-DIV wird ausgeblendet. Dieses hat im Code keinen Namen, was wohl seitens des Betreibers Absicht ist, um es nicht so einfach ansprechen zu können. Also wird es über eine andere Eigenschaft abgegriffen, hier über die Größe, die auf der gesamten Seite eindeutig ist.

Bilder einer („anderen“) Ausstellung – Jan Deichmann eröffnet sein Atelier im Quidde-Zentrum

Kunstausstellung CAZ132

Kunstausstellung. Der Künstler ist im Bild(e)! (11.05.2013) © Thomas Irlbeck

Allenfalls dem Begriff nach bedeutet Ausstellung, etwas ins Aus zu stellen. Doch wer sich den Ort anschaut, an dem der Graffiti- und Streetart-Künstler Jan Deichmann alias CAZ132 (zur Website von CAZ132) sein neues Atelier hinverlagert hat, der findet mit dem Quidde-Zentrum ein schrecklich heruntergekommenes Ladenzentrum, das schon vor Jahren hätte abgerissen werden sollen, aber irgendwie von den Verantwortlichen bislang vergessen wurde. Einst war es der Stolz Neuperlachs mit Supermärkten, Schreibwarengeschäft, Apotheke, Wienerwald und Stadtsparkasse, später dann auch mit der legendären Stadtteilbibliothek. Läden im eigentlichen Sinn gibt es dort nicht mehr, heute kann man einen Teil der Räume nicht einmal mehr mieten, weil sie nicht mehr „verkehrssicher“ sind oder ein undichtes Dach haben.

Kunstausstellung CAZ132

Ausstellung CAZ132 (11.05.2013) © Thomas Irlbeck

Ein total marodes Zentrum mit „Einstürzende Neubauten“-Flair ist aber eine Chance für Kunst und Kultur fernab vom Mainstream, weil eben einige Räume doch noch zu haben und auch entsprechend günstig sind. Entsprechend hat CAZ132 hier ins Schwarze getroffen. Seine Räume gehören zu den besseren, da diese vor kurzem noch ein Café und eine Bar beherbergten und somit nicht einfach verfielen. Etwas Laufkundschaft ist hier auch zu finden, da das Quidde-Zentrum auf dem Neuperlacher Fußwegsystem liegt. Heute – zufälligerweise hat Neuperlach Geburtstag und ist stolze 46 geworden (Grundsteinlegung Neuperlach 11. Mai 1967), wir gratulieren –, ist offiziell Eröffnung des neuen Ateliers. Neues und Altes – Totes und Lebendiges –, die Gegensätze könnten kaum größer sein.

Heute ging es nicht darum, Werke zu verkaufen – Preise waren entsprechend auch keine auf den Werken angebracht –, sondern mit interessierten Bürgern, mit Kunstliebhabern, Presse und einfach mit Menschen von nebenan ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen. Entsprechend kam quasi Hinz und Kunst (o.k., Kunz ;) ) in die neuen Räume – zum Staunen und Plaudern. Tatsächlich war neben dem Fachpublikum auch die nette, liebe Familie aus dem Nachbarblock zum Schauen da. Immer wieder treffen neue Gäste ein.

Ich erfahre einiges. Da wird die Wohnungsbaugesellschaft WSB auch schon einmal lobend erwähnt, weil sie Stellen im Stadtteil, die in der Vergangenheit immer wieder mit Schmierereien verunstaltet wurden, nun von Künstlern verschönern lässt. Das Konzept geht auf: Mehrere von CAZ132 neu gestaltete Flächen sind seit Jahren kein Opfer von Vandalismus mehr geworden. Auch über den Verfall Neuperlachs wird gesprochen, über neue Tendenzen und über das hässliche Wort Nachverdichtung. Bis in alle Unendlichkeit wird auch das Quidde-Zentrum nicht mehr stehen. Ein Jahr könnte es durchaus noch so weitergehen, dann oder auch etwas später aber kommt der Neubau. Neben Läden (genauer darüber) wird es viele, viele Wohnungen geben, die ach so dringend gebraucht werden. Bis dahin wird vor allem eines hier zu Hause sein: die Kreativität.

Was Sie schon immer wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten: Was bedeutet NPL83? Wohl jeder Neuperlacher ist schon mal auf den Begriff NPL83 gestoßen. Doch was steckt dahinter? NPL83 ist eine Künstlervereinigung, die von Hakan K., Grosses K, ENZ und eben CAZ132 gegründet wurde. Schwerpunkte sind Musik und bildende Kunst.
NPL steht keinesfalls für Neurolinguistisches Programmieren, das wäre dann ja NLP, sondern schlicht für Neuperlach. Die 83 ist nicht das Gründungsjahr, sondern der alte Postleitzahlzusatz für Neuperlach (8000 München 83). Gegründet wurde NPL83 auch „erst“ 1986.

Link

Website von Jan Deichmann/CAZ132

Kunstausstellung CAZ132

Kunstausstellung CAZ132 (11.05.2013) © Thomas Irlbeck

Kunstausstellung CAZ132

Kunstausstellung CAZ132 (11.05.2013) © Thomas Irlbeck

Kunstausstellung CAZ132

Kunstausstellung CAZ132 (11.05.2013) © Thomas Irlbeck

Kunstausstellung CAZ132

Kunstausstellung CAZ132 (11.05.2013) © Thomas Irlbeck

Kunstausstellung CAZ132

Kunstausstellung CAZ132 (11.05.2013) © Thomas Irlbeck

Kunstausstellung CAZ132

Kunstausstellung CAZ132 (11.05.2013) © Thomas Irlbeck

Kunstausstellung CAZ132

Kunstausstellung CAZ132 (11.05.2013) © Thomas Irlbeck

Kunstausstellung CAZ132

Kunstausstellung CAZ132 (11.05.2013) © Thomas Irlbeck

Kunstausstellung CAZ132

Kunstausstellung CAZ132 (11.05.2013) © Thomas Irlbeck

Kunstausstellung CAZ132

Kunstausstellung CAZ132 (11.05.2013) Foto: Jan Deichmann

Kunstausstellung CAZ132

Das Atelier von außen (11.05.2013) © Thomas Irlbeck

Ausstellung zeitgenössischer Kunst im Quidde-Zentrum

Graffit & Streetart Ausstellung Atelier NPL83

Graffiti & Streetart Ausstellung Atelier NPL83

Nach dem Umzug aus seinen alten Räumlichkeiten am Oskar-Maria-Graf-Ring hat Jan Deichmann nun im Quidde-Zentrum seine „Zelte“ aufgeschlagen.

Zu diesem Anlass gibt‘s eine kleine Eröffnungsveranstaltung und jeder, der Interesse an zeitgenössischer Kunst hat, ist herzlich eingeladen!

Am 11.05.2013, 17:00, Quiddestraße 45 (Quidde-Zentrum), Eintritt frei

Facebook-Seite zur Ausstellung: Hier klicken

Hier läuft was schief!

Schiefe Laterne Marx-Zentrum

Schiefe Laterne im Marx-Zentrum (25.04.2013) © Thomas Irlbeck

Meist wird nur die spektakulär schiefe Laterne vor dem Minikaufhaus Woolworth gezeigt. Zu Unrecht! Auch diese Laterne gehört zu den berühmten „Drei Krummen vom Marx-Zentrum“. Nun werden die Laternen nach lediglich ca. sieben (!) Jahren Vorbereitung ausgetauscht, wenn es denn dieses Mal klappt. Die neuen Lampenmasten wurden immerhin vor über einem Jahr angeliefert. Noch hat die Laterne einen Knick, Klebeband scheint bei der Stabilisierung das Schlimmste zu verhindern.

Mit heißer Nadel gestrickt? Automat am pep erlaubt das Ziehen steriler Spritzen

Präventionsautomat

Präventionsautomat in der Nähe des pep (21.04.2013) Foto: J. W.

Bei vielen ist AIDS schon fast in Vergessenheit geraten, bedeutet die Krankheit doch inzwischen nicht mehr zwangsläufig das Todesurteil. AIDS ist aber keinesfalls heilbar, sondern allenfalls zur chronischen Krankheit mutiert, die man recht gut in den Griff kriegen kann. Zu den Übertragungswegen gehören weiterhin ungeschützter Geschlechtsverkehr sowie gebrauchte und damit nicht sterile Nadeln beim Spritzen von Heroin und in Verbindung mit anderen Drogen, die intravenös zugeführt werden. Neben AIDS gibt es weitere schlimme Krankheiten, die auf diese Weise übertragen werden können, vor allem das sehr gefährliche Hepatitis C.

Es spricht also einiges dafür, wenn man schon den Heroin- und Drogenkonsum nicht verhindern kann, den Leuten zumindest den Zugang zu sterilen Nadeln zu ermöglichen.

Präventionsautomat

Näher dran (21.04.2013) Foto: J. W.

In der Nähe des Einkaufszentrums pep steht seit einiger Zeit ein Präventionsautomat der Münchner AIDS-Hilfe, an dem man sterile Spritzen (sogenanntes Fixerbesteck) und Kondome ziehen kann. Gebrauchte Nadeln können hier ebenso entsorgt werden. Kritiker befürchten, dass solche Automaten zu einem Treffpunkt von Drogenabhängigen werden, den Drogenkonsum eher fördern und Begleitkriminalität mit sich bringen. Vereine, die sich für die Aufstellung einsetzen, weisen diese Kritik zurück. Abhängige würden sich hier lediglich Nadeln ziehen und dann schnell wieder den Platz verlassen.

Die ideale Auswahl des Standorts ist fast die Quadratur des Kreises. Der Automat muss leicht erreichbar sein, darf aber nicht zu auffällig postiert sein, da sonst keine Diskretion gegeben ist. Denn die wenigsten lassen sich hier gerne beobachten. Dennoch ist eine gute Beleuchtung erforderlich, da eine dunkle Ecke auch keine Einladung zur Benutzung ist.

Ein Kondomset mit zwei Kondomen und Gleitcreme kostet 0,50 EUR. Für ein Fixerbesteck, das unter anderem eine Spritze, einen Löffel, einen Tupfer sowie Ascorbinsäure zum Auflösen der Droge enthält, sind ebenfalls 0,50 EUR zu berappen.

Was haltet ihr von solchen Präventionsautomaten?

Danke an J. W., der den Automaten entdeckt und festgehalten hat.

World Wide Wait reloaded – Telekom führt drastische DSL-Drosselung auf 384 Kbit/s ein (Update 22.04.2013)

Update 22.04.2013: Nun ist es amtlich. Für Neuverträge wird ab 2. Mai bei Volumenüberschreitung eine Drosselung auf lächerliche 384 Kbit/s eingeführt. Bei VDSL 50 liegt das Limit bei 200 GB pro Monat. Mehr dazu: Hier klicken.

Vielen dürfte es noch in Erinnerung sein: Beim Surfen im Web musste man früher sehr geduldig sein. Alleine der Aufbau einer Seite konnte schon mal ein paar Minuten dauern. Diese Schreckenszeiten aus den späten 1990er-Jahren könnten bald in bestimmten Fällen wieder Realität werden.

Noch ist zwar nichts entscheiden, aber die Deutsche Telekom hat inzwischen bestätigt, dass man plane, eine drastische Drosselung von DSL einzuführen. Ist das Monatskontingent verbraucht, setzt die Drosselung ein. Erst ab dem Monatsanfang steht dann wieder die volle Geschwindigkeit zur Verfügung, es sei denn, man kauft weitere Kontingente dazu, falls das möglich sein wird. Damit würde das, was bereits bei Mobilfunktarifen in aller Regel Standard ist, auch für das Festnetz gelten.

Slow Internet

Langsames Web. Ganz so schlimm wird es nicht kommen. Aber vielleicht schlimm genug. Foto: Phil Denton / Lizenz siehe: flickr

Das freie Monatskontingent wird nach den Plänen von der Anschlussart abhängen. 75 GB könnten bei einem DSL-Anschluss frei sein und 200 GB bei VDSL mit 25 oder 50 Mbit/s. Das klingt zwar viel, dürfte aber selbst dem Weniguser nicht reichen. Alleine die automatisch durchgeführten Sicherheitsupdates sind groß. Da können durchaus schon einmal einzelne Pakete von 1 GB darunter sein. Eine halbe Tagesration wäre nach wenigen Minuten verloren. Spiele, die online gekauft werden, können im Extremfall durchaus bis zu 30 GB betragen. Das halbe Monatskontingent könnte dann für einen einzigen Download draufgehen. Schaut man HD-Filme als Stream an, wäre ebenso ein komplettes Monatskontingent innerhalb weniger Stunden aufgebraucht. Das normale Surfen, die Nutzung von Cloud-Diensten, Videotelefonie, all das kommt noch obendrauf. Auch Privatanwender haben ihre Daten – etwa Fotos und Musikdateien – inzwischen in der Cloud. Jeder Zugriff darauf knabbert dann am Monatskontingent.

Drosselung auf 384 Kbit/s ein schlechter Witz

Die geplante Drosselung soll bei allen Anschlussarten einheitlich 384 Kbit/s betragen, also kaum mehr 0,3 Mbit/s. Damit hat man bei VDSL mit 50 Mbit/s noch gerade einmal 1/150 (!) der normalen Kapazität zur Verfügung. Das darf mit Recht als schlechter Witz bezeichnet werden. Es ist in etwa die Hälfte des allerersten DSL-Produktes um das Jahr 2000 herum. Selbst für das normale Surfen wäre dies kaum mehr akzeptabel, da die Seiten heute nicht mehr in dem Maß optimiert sind, wie es früher der Fall war.

Was steckt dahinter? Laut der Aussage des roten Riesen steige das Datenvolumen exponentiell an. Der Ausbau der Netzinfrastruktur koste Milliarden, daher müssten andere Ansätze her, die gewohnte Flatrate könnte es dann nicht mehr geben, sondern nur noch eine mit viel Kleingedrucktem – vom Benutzer sicherlich als Mogelpackung verstanden.

Nun liegt es aber sicher nicht an dem bösen Anwender, der womöglich auch noch illegal große Dateimengen tauscht oder es mit dem Anschauen von HD-Videos auf YouTube übertreibt. Tatsächlich propagiert die Telekom ihr Entertain Internet-TV (IPTV). Die Kunden besitzen nun auch noch die Frechheit, diese Dienste tatsächlich zu buchen und auch – jetzt wird es richtig frech – noch umfassend zu nutzen! Solche Dienste sind im großen Maße mitverantwortlich für die Engpässe. Inwieweit es sinnvoll ist, das Internet als Rundfunkersatz zu nutzen, sei dahingestellt. Meines Erachtens ergibt zwar Video on Domand Sinn, da es eine Individualisierung ist. Zur Übertragung eines normalen TV-Programms hingegen reicht auch die Satellitenschüssel oder ein herkömmlicher Kabelanschluss, zumindest solange die Netzinfrastruktur nicht entsprechend ausgebaut ist.

Öffentliches BTX-Terminal

Online in Vor-Internet-Zeiten. Ein öffentliches BTX-Terminal. Die Datenraten waren damals noch herrlich gering. Foto: KlausNahr / Lizenz siehe: flickr

Die Motive der Telekom liegen sicherlich in einer Umsatzerhöhung. Die Konkurrenz hat längst entsprechende Drosselungs-Klauseln, wenngleich die Geschwindigkeit nach Einsetzen der Drosselung längst nicht so weit heruntergefahren wird, wie es jetzt die Telekom vorhat. Auch in den Verträgen der Telekom finden sich schon bereits seit Längerem solche Klauseln. Interessanterweise wird hier eine Drosselung auf 6 Mbit/s nach 200 GB Monatsverbrauch bei einem VDSL-Anschluss genannt. Dies wäre ja noch annehmbar. Technisch umgesetzt wurde dies aber offenbar nie. Warum nutzt man nicht erst diese Klausel, sondern geht gleich so weit mit der Geschwindigkeit runter? Sicherlich wird bei einer moderaten Drosselung kaum einer teure Zusatzkontingente kaufen. Erst bei 384 Kbit/s tut es so richtig weh, sodass der Benutzer zähneknirschend darauf zurückgreifen dürfte.

Angriff auf die Netzneutralität

Es ist davon auszugehen, dass die anbietereigenen volumenhungrigen Dienste nicht angerechnet werden. Wer sein Monatskontingent verbraucht hat, wird wahrscheinlich weiterhin wie gewohnt IPTV nutzen können, wenn es ebenso von der Telekom bzw. vom selben Anbieter ist. Dies ist keine reine Kundenbindung, die verständlich wäre, sondern ein Angriff auf die Netzneutralität. Der Kunde könnte faktisch nicht mehr sinnvoll auf Streamingdienste anderer Anbieter zurückgreifen. Selbst das Anschauen von YouTube-Videos wäre kaum mehr interessant. Hier geht es nicht um eine höhere Wartezeit, sondern eher darum, dass das Video alle paar Sekunden stocken wird und dann viele Sekunden „nachgepuffert“ werden muss. Wer das früher erlebt hat, weiß, dass dies an den Nerven sägt und keinen Spaß macht. Hier sind aber zusätzliche Geschäftsmodelle denkbar – etwa eine YouTube-Pseudoflat mit 100 GB extra Volumen für sosundsoviel Euro versteht sich.

Eine erzieherische Maßnahme wäre eine Drosselung ebenso. Man wird sich besser überlegen, was man noch genau nutzt. Im Zweifelsfall wird man nur noch Dinge initiieren, die einen subjektiven oder sofort erkennbaren Vorteil haben. Damit das Monatskontingent länger hält, werden wahrscheinlich viele Kunden die vielen Sicherheitsupdates abschalten, eine Katastrophe für das ohnehin unter Dauerbeschuss von Hackern stehende Netz. Auch das neue Aufsetzen eines Rechners – nach einer bewiesenen oder vermeintlichen Infektion – ginge nicht mehr so sorglos. Allein die Neuninstallation bedeutet, dass nach Installation des Betriebssystems und weiterer Software von DVD viele GB Sicherheits- und funktionale Updates nachgeladen werden. Wenn das Monatskontingent fast schon erschöpft ist, werden solche sinnvollen Aktionen vermutlich erst einmal hinten angestellt.

Bestandskunden nicht betroffen – wirklich?

Die Telekom weist darauf hin, dass Bestandskunden nicht betroffen seien. Dies würde bedeuten, dass diese noch eine Zeit lang unbeschwert surfen könnten und allenfalls die moderate Drosselung ertragen müssten. Doch Verträge haben eine gewisse Laufzeit (meiner läuft noch bis Oktober dieses Jahres), wenngleich sie sich dann automatisch verlängern. Bei nachteiligen Änderungen der Konditionen hätte der Kunde zwar ein Sonderkündigungsrecht. Fraglich ist aber, ob er bei der Konkurrenz viel bessere Konditionen erhält. Außerdem bedeutet die Umstellung oft einen ziemlich hohen Aufwand. Ggf. wird andere Hardware (Router) gebraucht, die dann erst einmal installiert werden muss. All das ist machbar, aber ärgerlich. Die Frage ist nur, ob auch andere Anbieter auf die 384 Kbit/s heruntergehen werden. Falls nein, dürfte die Telekom viele Kunden verlieren.

Die Telekom hat auch viel Unsicherheit gesät. Auf Fragen besorgter User, die sogar bereit sind, Kontingente dazuzukaufen, reagiert die Telekom auf der offiziellen Facebook-Seite auffällig verhalten. Ein Benutzer wollte wissen, was 1 TB pro Monat koste (das würde einem Poweruser reichen, eventuell auch einer Wohngemeinschaft, die das Internet nicht exzessiv nutzt). Doch die Antwort der Telekom war nur, dass man nicht plane, solche vergleichsweise großen Kontingente anzubieten.

Noch sind es nur Überlegungen, aber schon sehr konkrete. Es spricht viel dafür, dass die Zeit der Sorglos-Internettarife bald zu Ende geht und auch eine unbeschwerte Nutzung des Internets in naher Zukunft bald der Vergangenheit angehört.

Ich beispielsweise habe Internet-Pay-Radio abonniert, das mit moderaten 256 Kbit/s auskommt. Doch bei einer Drosselung auf 384 Kbit/s läuft auch dieses nicht mehr stabil, da die Bandbreite anteilsmäßig aufgeteilt wird, wenn man z.B. noch nebenbei surft. Störungsfrei läuft der Dienst ab ca. 1 Mbit/s. Da es sich um einen kleinen US-amerikanischen Anbieter handelt, wird dieser sicherlich nicht vom Monatskontingent ausgenommen. Ich müsste den Anbieter dann kündigen. Vergleichbare Dienste von der Telekom gibt es nicht, da es sich hierbei um sehr spezielle Musikkanäle handelt, die in ihrer Zusammenstellung weltweit einmalig sein dürften.

Es kann nur an die Telekom appelliert werden, die Pläne noch einmal zu überdenken. Das Vorhaben würde den Nutzen des Internets erheblich reduzieren. Vielleicht bewirkt ja der viel zitierte Shitstorm, den die Telekom derzeit erleben darf, etwas.

Update – DSL-Drosselung auf 384 Kbit/s nun amtlich (22.04.2013)

Die Pläne sind nun amtlich. Für Neuverträge wird ab 2. Mai bei Volumenüberschreitung eine Drosselung auf lächerliche 384 Kbit/s eingeführt. Bei VDSL 50 liegt das Limit bei 200 GB pro Monat (Infos siehe folgende Tabelle). Bestimmte Telekom-eigene Dienste (Entertain, DSL-Telefonie*) werden nicht auf das freie Volumen angerechnet (Unterscheidung gute/schlechte Daten). Es soll die Möglichkeit geben, Zusatzkontingente hinzuzubuchen. Die technische Umsetzung soll angeblich nicht vor 2016 erfolgen. Quelle: SPIEGEL

Anschluss Mbit/s Limit pro Monat in GB
16 75
50 200
100 300
200 400

* Das ist auch das Mindeste, was man erwarten kann, sonst könnten die Kunden nach Volumenüberschreitung faktisch nicht mehr fernsehen und telefonieren.

Vieles mag sich jetzt noch nicht so beunruhigend anhören, aber es ist anzunehmen, dass ausgelaufene Bestandsverträge als Neuverträge gewertet werden. Auch ist nicht bekannt, wann die Drosselung wirklich eingeführt wird. Wenn es so weit ist, ist es durchaus möglich, dass es keine Kunden mehr oder nur noch wenige gibt, die sich auf ihre ursprüngliche Regelung (keine Drosselung oder moderate Drosselung auf 6 Mbit/s) berufen können. Dennoch bleibt Zeit, Druck auf die Telekom zu machen. Viele sind sicher bereit, ein paar EUR mehr zu zahlen, wenn sie eine echte Flatrate erhalten. Doch genau so ein Angebot soll es ja nicht geben. Die Möglichkeit, weitere Volumina hinzuzukaufen ist nicht dasselbe und im Allgemeinen kein annähernder Ersatz, auch wenn die genauen Konditionen noch nicht bekannt sind. Es gilt auch abzuwarten, ob andere Anbieter mitziehen werden.

Wandern rund um die Insel Herrenchiemsee

Die Abteilung Gymnastik des SVN München e.V. lädt herzlich ein zu einer Wanderung rund um die Insel Herrenchiemsee.

Am: Donnerstag, 9. Mai 2013 (Feiertag). Treffpunkt 9:00 Uhr, U-Bahn Neuperlach Zentrum. Wir lösen das Bayern-Ticket.

Info: Manfred Westner (bitte bei Rückfragen nur an ihn wenden)

Herrenchiemsee

Herrenchiemsee. Foto: …olli… / Lizenz siehe: flickr

Falsche Schlange

1972 schuf Louis Constantin die Blaue Spirale, seit 2001 steht dieses Kunstwerk auf der ehemaligen Trambahntrasse an der Heinrich-Wieland-Straße in Neuperlach, dort wo sie sich mit der Albert-Schweitzer-Straße und Corinthstraße kreuzt.

Nun aber wurde eine Veränderung an dem Kunstwerk durchgeführt und jetzt ist das Stück eindeutig zum Tier mutiert. Wie gefällt euch nun die „neue“ Blaue Spirale?

Vielen Dank an R. sowie Gunnar Lattemann für den Hinweis!

Blaue Spirale verändert

Die Blaue Spirale an der … (21.04.2013) © Thomas Irlbeck

Blaue Spirale verändert

… alten Trambahntrasse …  (21.04.2013) © Thomas Irlbeck

Blaue Spirale verändert

…  wurde „bearbeitet“ (21.04.2013) © Thomas Irlbeck

So sah das Teil übrigens früher aus: Hier klicken.

Ein paar Daten: Die Blaue Spirale ist neun Meter lang, der Durchmesser beträgt 3,5 Meter. Das Material ist glasfaserverstärktes Polyester. Die acht in Hohlbauweise errichteten Elemente sind durch Metalllanschen verbunden. Das Ganze wiegt dann 1,5 Tonnen. Laut Nordostkultur München ist die Blaue Spirale Münchens größte freitragende Kunststoffskulptur.

Mehr Kunst in Neuperlach: Hier klicken (auch dort findet sich die Blaue Spirale im Urzustand, leider aber von der „falschen“ Seite aus fotografiert, sodass der Unterschied nicht richtig vermittelt wird).

Kritik an Verlegung der Post ins Life reißt nicht ab – AWO verabschiedet Resolution

Alte Post am Hanns-Seidel-Platz

Alte Post am Hanns-Seidel-Platz. Die Postfiliale ist für immer geschlossen. Mit dem neuen Standort am Life sind viele unzufrieden (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Die Kritik am Umzug der Postfiliale vom Hanns-Seidel-Platz ins Einkaufszentrum Life an der Albert-Schweitzer-Straße reißt nicht ab (Neuperlach.org berichtete). Kritisiert werden nicht nur die chaotische Planung und die ungenügende Informationspolitik (Kunden standen vor verschlossenen Türen und wussten nicht, wohin. Neuperlach.org berichtete ebenfalls). Auch ist die Park- und verkehrliche Situation am und vor dem Life alles andere als optimal. Wer ins Life will, etwa von der stadtauswärtigen Bushaltestelle Siegfried-Mollier-Straße oder zu Fuß/per Rad von Neuperlach Nordost/Neuperlach Zentrum kommend, muss über die stark frequentierte Albert-Schweitzer-Straße. Zu manchen Zeiten findet man kaum noch Lücken zum sicheren Überqueren. Es gibt zudem an der Stelle unmittelbar nebeneinander vier Ein- und Ausfahrten (zweimal Life, zweimal Parkplatz Albert-Schweitzer-Straße). Autos biegen dort in alle mögliche Richtungen ab – auch verbotswidrig nach links –, dazwischen die Fußgänger. Hier kann man regelrecht darauf warten, bis der erste schwere Unfall passiert. Wo bleibt der versprochene Fußgängerüberweg nebst Ampel? Wer sicher über die Albert-Schweitzer-Straße will, kann zwar die U-Bahn-Unterführung Quiddestraße benutzen, was aber vielen nicht bekannt ist und auch einen ziemlichen Umweg bedeutet.

Wenn erst einmal das Vierschanzenhaus neben dem Life eröffnet ist, dürfte sich die Situation noch einmal verschärfen, da die Zufahrt zu diesem achtgeschossigen Wohn- und Gewerbekomplex ebenfalls über die Albert-Schweitzer-Straße erfolgen wird.

Auch liegt das Life nicht so zentral in Neuperlach wie die frühere Filiale, die unweit vom beliebten Einkaufszentrum pep angesiedelt war. Unverständlich ist auch, dass die alte Niederlassung keinesfalls aufgegeben wurde. Zustellstützpunkt, Postfächer und Packstation sind dort weiterhin untergebracht. Wer ein Postfach hat, muss nun umständlich zwei Niederlassungen ansteuern, wenn er auch die Postfiliale besuchen will. Auch der Post selbst dürfte es kaum Vorteile bringen, da nun doch augenscheinlich zweimal Pacht bezahlt werden muss. Wo liegt der Sinn? Zwar muss auch der Zustellstützpunkt langfristig verschwinden, wenn ab Mitte 2017 (frühestens) der Hanns-Seidel-Platz bebaut wird. Aber die Übergangslösung stellt nach meinem Empfinden nur für wenige einen Vorteil dar. Sicher bringt es dem Life mehr Laufkundschaft und für manche, die in Neuperlach Nord oder Nordwest wohnen, verkürzt sich der Weg zur Postfiliale, zur Postbank und zum nächsten Geldautomaten. Wenn man die erwähnten Nachteile dagegen rechnet, sieht die Bilanz allerdings nicht rosig aus.

Der AWO (Arbeiterwohlfahrt)-Verein Neuperlach ist mit der Verlegung auch alles andere als zufrieden und hat eine Resolution verabschiedet, in der weitere Probleme genannt, aber auch konstruktive Vorschläge gemacht werden. Die Resolution im Wortlaut:

Situation der Postfiliale am Hanns-Seidel Platz
äußerst unbefriedigend und die Ersatzlösung am „Life-Center“ nicht hinnehmbar.

Ohne größere öffentliche Ankündigung hat die Deutsche Post AG die Fortführung der Postfiliale am Hanns-Seidel-Platz aufgegeben.

Nur unzureichend wurden viele aufgebrachten Postkunden davon informiert, dass sowohl die Postbank als auch der Kauf von Briefmarken und die Aufgabe/Abholung von Postpaketen nicht mehr möglich sind.

Ist man nicht zu Hause, wird man darauf hingewiesen, dass das Paket im Einkaufscenter „Life“, Albert-Schweitzer-Straße 78, abgeholt werden könne. Dort sei ein Post-Shop eingerichtet. Vernichtend ist auch das Urteil der Benutzer mit dem ÖPNV, um das „Life“ zu erreichen. Von der U-Bahnhaltestelle sei es für gehbehinderte Menschen schwer, an die Oberfläche zu kommen. Ganz schwer sei es auch, wenn man mit dem Bus (192) vom Busbahnhof „Neuperlach Zentrum“ zur dem Life gegenüberliegenden Haltestelle (Siegfried-Mollier-Straße) kommt, dort aussteigt und die Albert-Schweitzer-Straße überqueren will/muss. Ein Fußgängerüberweg ist dort bis heute noch nicht eingerichtet und die Querung der Albert-Schweitzer-Straße bei starkem Autoverkehr schon fast „lebensgefährlich“.

Das ist nach Meinung der heute beim AWO-Seniorennachmittag anwesenden Senioren und den Mitgliedern des AWO-Ortsvereins Neuperlach äußerst unbefriedigend und es muss schnellstmöglich eine andere Alternative angeboten werden. So hat sich z.B. der Geschäftsführer des Edeka-Ladens im Sudermann-Zentrum in einem Gespräch mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Markus Rinderspacher angeboten, einen Post-Shop einzurichten, bei dem man Briefmarken kaufen, Pakete abgeben und abholen kann. Aber die Deutsche Post AG habe bis heute auf dieses sein Angebot nicht reagiert, erklärte ein Mitarbeiter auf Nachfrage.

Dieser Platz käme vielen Gehbehinderten, älteren Menschen und Müttern mit Kindern weitestgehend entgegen: liegt er doch sehr zentral zwischen den Familien beiderseits der Putzbrunner Straße, Alfred-Neumann-Anger und Tucholsky- sowie Kafkastraße + Karl-Marx-Ring, dem Gewerbehof am Marieluise-Fleißer-Bogen und dem Oskar-Maria-Graf-Ring (Klinikum Neuperlach).

Wir bitten deshalb die politisch in unserem Stadtteil Tätigen, mit der Post AG ein „ernstes Wort“ zu sprechen und eine kunden- und menschenfreundliche Lösung anzumahnen.

München, den 12. April 2013
Die Resolution wurde einstimmig angenommen!

Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt

Im Life an der Albert-Schweitzer-Straße eröffnet demnächst idee+spiel und wirbt damit, dass es endlich wieder Spielwaren in Neuperlach geben werde (Neuperlach.org berichtete). Tatsächlich existiert nach dem Aus für den Obletter im pep in ganz Neuperlach kein reinrassiges Spielwarengeschäft mehr. Natürlich haben einige Läden wie der Woolworth im Marx-Zentrum und die einzelnen Schreibwarengeschäfte in den umliegenden Ladenzentren auch Spielwaren, aber da handelt es sich eher um vergleichsweise winzige Spielwarenabteilungen. Dabei ist es von Neuperlach gar nicht so weit bis zum nächsten richtigen Spielwarenladen. In Truderings Zentrum, dort wo sich Schmuckerweg und Truderinger Straße kreuzen und auch der bekannte Gasthof Obermaier zu finden ist, gibt es noch einen Laden eines Typs, die in ihrer Art immer rarer werden. Hier scheint die Zeit fast stehengeblieben zu sein. Wer erinnert sich noch daran, wie er hier mit seinen Eltern für Leistungen (Schule, Jugend forscht, Wahl zum Schulsprecher) oder Nicht-Leistungen (Geburtstag, Weihnachten) mit herrlichen Spielwaren versorgt wurde?

Spielwaren Fuchs

Spielwaren Fuchs in Trudering in einem Haus mit dominantem Anstrich (17.04.2013) © Thomas Irlbeck

E.T. Hochhaus

Hochhaus Putzbrunn

Hochhaus in Putzbrunn (15.04.2013) © Thomas Irlbeck

Fast wie in Neuperlach. Putzbrunns einziges Hochhaus. Zumindest annährend, denn mit neun Geschossen dürfte das Gebäude knapp unter der Grenze für echte Hochhäuser bleiben. Laut allgemeiner Definition muss der Fußboden des höchstgelegenen Aufenthaltsraums mehr als 22 Meter über der festgelegten Geländeoberfläche liegen, damit ein Haus als Hochhaus gilt (Quelle: Brockhaus Wissenschaft und Technik). Geht man von einer üblichen Raumhöhe aus, muss ein Gebäude etwa mindestens 10 Geschosse haben, um die Bedingung zu erfüllen.

Der Kopf des Hauses mit dem Penthouse da oben erinnert mich an E.T. Ein sehr markantes Gebäude mit Bushaltestelle „Brennerei“ unmittelbar vor dem Haus und mit Direktverbindung unter anderem zum pep in Neuperlach (Autobuslinie 55).

 

Schlag den Kahl – alle Bäume weg und ratet mal, was als Ersatz „gebaut“ wurde

Einen ganz besonderen Kahlschlag hat man sich am Karl-Marx-Ring, Ecke Gerhart-Hauptmann-Ring, genauer an der grünen Brücke, die das Graf-Zentrum mit dem Sudermann-Zentrum verbindet., geleistet. Vor einer Wohnanlage hat man sämtliche Bäume geopfert. Ein Verdacht scheint sich zu bestätigen. Doch, der Reihe nach: Vor einiger Zeit sah es hier noch so aus, wie es die Vogelperspektive von Bing zeigt (im Bild unten in der Mitte, am linken Ende der geschwungenen Brücke), nämlich schön grün.

Am 8. März dieses Jahres sind die Bäume verschwunden, nur noch die Stümpfe sind zu sehen (Foto links). Am 22. März sieht es so aus, als würde man dort eine Baustellenzufahrt oder einen breiten Fußweg errichten (Foto Mitte). Doch auch damals spekulierte ich schon, es entstünde eine Feuerwehrzufahrt bzw. die zugewachsene Feuerwehrzufahrt würde wiederhergestellt. Heute bestätigte sich das mit der Feuerwehrzufahrt (rechtes Foto).

Bäume gefällt Karl-Marx-Ring/Gerhart-Hauptmann-Ring

Bäume weg (08.03.2013) © Thomas Irlbeck (Handycam)

Bäume gefällt Karl-Marx-Ring/Gerhart-Hauptmann-Ring

Bäume weg, was entsteht denn da? (22.03.2013) © Thomas Irlbeck (Handycam)

Bäume gefällt Karl-Marx-Ring/Gerhart-Hauptmann-Ring

Brandschutz durch Feuerwehrzufahrt (15.04.2013) © Thomas Irlbeck

Der Grund für das Fällen der Bäume bleibt aber Spekulation. Laut eines Anwohners waren die Bäume krank und mussten daher weichen. Möglich, aber unwahrscheinlich, dass sämtliche Bäume gleichzeitig so schwer krank sind. Ich habe einen anderen Verdacht: Die Bäume standen immer schon nahe am Haus, Feuerwehrfahrzeuge konnten die Zufahrt wegen der inzwischen mächtigen Bäume sicherlich gar nicht mehr oder nur noch mit Mühe befahren. Man hätte die Bäume massiv an der Hausseite beschneiden können, dann wäre der Weg eventuell wieder frei gewesen. Möglicherweise reichte dies der Brandschutzdirektion aber nicht. Wie gesagt, ich habe keine näheren Informationen, daher sind auch andere Gründe denkbar. Die Wiederherstellung der Feuerzufahrt durch eine amtliche Anweisung scheint mir am plausibelsten zu sein. Wer weiß mehr? Schade auf jeden Fall, dass unser grünes Neuperlach an einigen Stellen wieder grau wird.

Meldungen aus der Vergangenheit

Spam

Lecker Spam! Foto: AJC1 / Lizenz siehe: flickr

Ich fahre meinen Rechner hoch. Outlook 2007 startet. In meinem Postfach habe ich Dutzende E-Mails. Praktisch alles Spam. Dazu muss gesagt werden, dass Microsofts eigener Spam-Filter, aber auch andere Lösungen meines Erachtens keine auch nur annähernd zufriedenstellende Lösung bringen. Zu viel Spam rutscht durch. Standardmäßig signalisiert Outlook sogar Spam-Meldungen höher (!) als die echten E-Mails. Es erscheint also laufend ein nervtötendes Dialogfeld, das einem auf den Eingang einer Spam-Mail hinweist. In der Praxis will man aber doch, dass man nur beim Eingang echter E-Mails benachrichtigt wird und Spam elegant im Spam-Ordner verschwindet. Das alles war ein Grund, dass ich mir in VBA einen eigenen Spam-Filter programmiert habe. Die Grundidee: In Spam-E-Mails findet sich fast nie eine persönliche Anrede mit dem eigenen Namen. Werde ich also persönlich angeredet, dann soll die Mail als normale E-Mail bewertet werden. Oft bekommt man aber Mails, in denen aus Bequemlichkeitsgründen auf die Anrede verzichtet wird. Diese entstehen typischerweise in einem längeren Faden einer Kommunikation. Solche E-Mails stammen aber dann von bekannten Absendern. Die Regel lautet daher: Alle E-Mails mit persönlicher Anrede („Hallo Thomas“, „Hi Thomas“, „Hallo Herr Irlbeck“ usw.) oder bei denen der Absender im Adressbuch steht, sind echte E-Mails, der Rest ist Spam. Für alle Fälle habe ich noch White- und Blacklists realisiert, in denen verbotene Wörter sowie Absender generell gesperrt bzw. als erlaubt definiert werden können.

Die Lösung klappt erstaunlich gut. Nur noch sehr, sehr selten klingelt der Rechner bei einer Spam-Mail.

Doch nun ist alles anders. Ich schaue mir das Ganze näher an. Das Makro startet nicht mehr. Der Code sieht o.k. aus, ich aktiviere aber mal eine Debug-Zeile, um zu überprüfen, ob diese überhaupt abgearbeitet wird. Beim Speichern erhalte ich dann die Meldung

Ein Problem mit den digitalen Signaturen ist aufgetreten. Das VBA-Projekt konnte nicht digital signiert werden. Die Unterschrift wird verworfen.

Solche Meldungen dürfte jeder wie die Pest hassen. Es ist also ein Problem aufgetreten, man erfährt aber nicht, was für eines. Wie auch immer, Outlook traut durch die nicht mehr vorhandene Signatur meinem eigenen Code nicht mehr. In Word stellt sich das gleiche Problem. Hier könnte man auch die Makros alternativ in einen Ordner packen, der als vertrauenswürdig gilt. Bei Outlook ist das nicht möglich. Bei beiden Programmen ließen sich natürlich auch sämtliche Schutzmechanismen ausschalten, um die Makros wieder zum Funktionieren zu bewegen. Das empfiehlt sich aber erstens nicht, zweitens möchte ich die wahre Ursache beseitigen.

Ich versuche, das Problem dadurch zu lösen, indem ich einfach die Zertifikate lösche und neue anlege. Doch es bringt nichts, die Meldung bleibt. Ich google nach der Fehlermeldung. Ich werde ja nicht der Einzige mit diesem Problem sein. Neben allgemeinen Tipps wie „neue Zertifikate anzulegen“, „Office neu zu installieren“, „den Rechner neu aufzusetzen“ oder „dreimal laut zu fluchen“ hat ein Benutzer einen spezifischeren Tipp:

Die maximale Zeilenlänge im VBA Code scheint beim Signieren begrenzt zu sein: nachdem ich eine sehr lange Kommentar(!) Zeile (1023 Zeichen) auf 2 Zeilen von ca. 500 Zeichen aufgeteilt hatte, funktionierte das digitale Signieren. Effekt war systematisch reproduzierbar.

Da an dem Code nichts geändert wurde, kann dies aber kaum der Grund für die „Unterschriftensperre“ von Outlook sein. Sicherheitshalber schaue ich den Code durch. Natürlich finde ich keine verbotenen überlangen Zeilen.

Ich probiere noch lange Zeit herum. Nun aber komme ich auf die Idee, mal die Office 2007-Installation näher anzuschauen. Einen Tag zuvor hatte ich einiges deinstalliert, aber keine Office-Komponenten, sondern verschiedenste Dinge, darunter diverse Visual Studio-Komponenten. Ich will schon fast aufgeben, als ich unter „Systemsteuerung/Alle Systemsteuerungselemente/Microsoft Office Professional 2007/Ändern/Gemeinsam genutzte Office-Features /Digitales Zertifikat für VBA-Projekte“ feststelle, dass dieses nicht ganz unwichtige Feature ausgeschaltet ist. Ich aktiviere es, woraufhin ein wenig auf der Festplatte gerödelt wird, aber nicht mal die Office-DVD verlangt wird. Das war‘s, das Makro lässt sich nun wieder ohne jegliches Murren signieren. Offenbar hat es da doch eine der Deinstallationsroutinen zu gut gemeint.

Liebes Microsoft, bitte verzichtet doch auf solche Meldungen aus der Computersteinzeit. Es kann ja nicht so schwer sein, statt einer Meldung mit „Ein Problem … ist aufgetreten“, die offenbar die verschiedensten Ursachen haben kann, einfach zu sagen, dass das jeweilige Feature nicht installiert ist. Das könnte einem jede Menge Zeit und Nerven sparen. Danke!

Unglaublich unwürdig unglaubwürdig

Eine angebliche Anwaltskanzlei aus London teilt mir gestern per Fax mit, ein mutmaßlicher Verwandter von mir, ein Herr Alex Irlbeck, wäre 2008 an einem schweren Herzinfarkt gestorben. Er hinterlässt ein Vermögen von 32,6 Millionen EUR. Bislang konnten keine Verwandten ausfindig gemacht werden, nun aber sei man auf mich gekommen. Ich könnte also bald reich sein, wenn ich auf den Deal eingehe. Rund eine Stunde später kommt das nächste Fax. Spätestens jetzt wird es unglaubwürdig. Solche Schreiben wie diese sind zwar nichts Neues. Es scheinen aber immer wieder Leute darauf reinzufallen und überweisen erst mal Geld für die Abwicklung, um dann später nie wieder was von der Sache zu hören. Bemerkenswert ist aber, wie sich die Connection durch grobes Ungeschick das potenzielle Geschäft selbst kaputt macht.

London Erbe 1

London Erbe, Teil I (Ein Klick macht groß)

London Erbe 2

London Erbe, Teil II (Ein Klick macht groß)

Ein Kinderspiel!

idee+spiel Life

idee+spiel eröffnet im Life (09.04.2013) © Thomas Irlbeck

Als vor einiger Zeit der Obletter aus dem pep verschwand, sah es in Sachen Spielsachen in Neuperlach nicht mehr so toll aus. Nun aber eröffnet idee+spiel im Life neben der Post. Genauer in den Räumen der ehemaligen Max-/Bienenapotheke, die in den kleineren Nebenladen zog. Da nun jeder Postkunde ins Life muss, um sein Paket aufzugeben oder eine Sendung abzuholen (Neuperlach.org berichtete), ist immerhin die potenzielle Kundschaft da. Was meint ihr – läuft das?

Eröffnung ist am 26.04.2013.

Neuperlach Nordost vor knapp 17 Jahren

Neuperlach Nordost Juli 1996

Neuperlach Nordost (Juli 1996). Foto: Flint Fandango

Auch allen, die Facebook nicht nutzen, möchte ich diese tolle Aufnahme nicht vorenthalten.

Neuperlach Nordost im Juli 1996! Ein sehr schönes Panorama, das Flint Fandango eingesendet hat! Vielen Dank!

Noch höher aufgelöst gibt es das Foto auf flickr.

Mehr historische Bilder auf Neuperlach.org: Hier klicken!

Eine reife Leistung? MVG stellt Programm für 2014 vor

U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum

U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum. Foto: jmauerer / Lizenz siehe: flickr

Die MVG stellt ihr Leistungsprogramm 2014 vor, das vom Münchner Wirtschaftsreferenten und Oberbürgermeisterkandidat Dieter Reiter (SPD) initiiert wurde. Erstaunlicherweise hat man es dieses Mal durchaus geschafft, ein paar wirkliche Innovationen vorzusehen. So wird es erstmals eine wirkliche Expressbuslinie geben, die dank eines vergrößerten Haltestellenabstands schneller als eine Metrobus-Linie unterwegs sein soll. Diese Linie X30 wird vom Max-Weber-Platz über Ostbahnhof, Candidplatz und Harras zum Partnachplatz verkehren und nur 10-mal halten. Ein ganz wenig Großstadtflair mag dies sicherlich sein.

Die zweite Innovation: Eine spezielle Altstadtlinie 101 wird die Feinerschließung im Bereich zwischen Sendlinger Tor, Marienplatz und Hofgarten übernehmen. Um in den engen Straßen nicht anzuecken, sollen erstmals im Münchner Stadtverkehr die kleineren Midibusse zum Einsatz kommen.

Sonst finden sich vor allem Taktverdichtungen bei U-Bahn und Trambahn. Erwähnenswert ist, dass die U4 auch im Abendverkehr wieder in die Innenstadt rollen darf und ihr Stummeldasein beendet. Die Endstation ist nicht mehr Max-Weber-Platz, sondern Odeonsplatz. Das Umsteigen von der U4 in die U5 Richtung Neuperlach wird etwas komfortabler, da zumindest Zeitkarteninhaber nun bequemer am Lehel umsteigen können und nicht mehr das Sperrengeschoss am Max-Weber-Platz bemühen müssen.

Mini-Mini-Renaissance der U8

Die U8 kommt als Linie zurück, aber mit Neuperlach hat dies nichts zu tun. Die derzeit linienfreien Verstärkerfahrten an Samstagen, die vom Sendlinger Tor bis Scheidplatz rollen und dort zum Olympiazentrum abbiegen, erhalten diese historische Nummer U8.

Wo aber liegen die Verbesserungen für Neuperlacher, von dem gerade erwähnten Vorteil des einfacheren Umsteigens von der U5 in die U4 und umgekehrt im Spätverkehr abgesehen?

Da gibt es auch ein paar Dinge:

U-Bahn

U5: Montags bis donnerstags an Schultagen fährt die U5 in der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit bereits ab ca. 13 Uhr alle 5 Minuten. Die Vision der Wiedereinführung des durchgehenden 5-Minutentaktes tagsüber muss weiter geträumt werden, aber eine Verbesserung ist es dennoch.

U7: Auch im nachmittäglichen Berufsverkehr wird diese am Westfriedhof startende Linie bis Neuperlach Zentrum verkehren und nicht schon am Sendlinger Tor enden.

Bus

139: Auf dem Abschnitt Giesing – Neuperlach Zentrum wird ein 10-Minuten-Takt zur Hauptverkehrszeit eingeführt. Am Abend wird die Linie auch nach 20 Uhr den Abschnitt vom Klinikum Harlaching über Neuperlach Zentrum bis Trudering bedienen (bis ca. 0:30). Der Takt beträgt 20 Minuten.

192/195: Das Truderinger Gymnasium an der Friedenspromenade/Ecke Markgrafenstraße soll im September 2013 eröffnet werden. Es wird dann einzelne zusätzliche Verstärkungsfahrten geben.

198: Die Linie von Neuperlach Zentrum zum Waldperlacher Klara-Ziegler-Bogen wird auch nach 21 Uhr verkehren (bis ca. 0:30).

Fazit

Der große Wurf ist es sicherlich nicht. Aber immerhin vielleicht mehr, als man erwarten konnte. Allerdings ist Wahlkampf, da darf sich der Oberbürgermeisterkandidat schließlich profilieren. Bei allen Verbesserungen gilt jedoch zu bedenken, dass es erst einmal Pläne sind, denen der Stadtrat noch zustimmen muss.

Quellen

Weitere Details kann man hier nachlesen:

Abfahrt alle zwei Minuten (Süddeutsche Zeitung)

MVG-Leistungsprogramm 2014 (Tramgeschichten.de)

Wenn der Postmann endlos klingelt

Es ist später Vormittag. Auf einmal ist ein nerviges Dauerläuten zu hören. Wenn es in der eigenen Wohnung wäre, würde ich sofort wahnsinnig werden. Aber es ist in der Nachbarwohnung und dennoch ist es laut genug.

Ich öffne die Türe. Der Nachbar hat schon reagiert und ist gerade im Begriff, mit dem Fahrstuhl nach unten zu fahren und nach dem Rechten zu sehen. Nach ein paar Minuten kommt er zurück und es läutet immer noch in einer Endlosschleife. Ich frage ihn, ob er ein paar Mal auf die Klingel gedrückt habe, damit ein eventuell verkanteter Knopf wieder rausspringt. Er sagt ja, habe er. Nun reicht es ihm und er kappt das Kabel seiner Glocke.

So weit, so gut. Ich erwarte ein Paket, aber dennoch entscheide ich mich am frühen Nachmittag, zum Einkaufen zu gehen. Die Erfahrung sagt, dass der Bote dann kommt, wenn ich gerade im Supermarkt bin. Dann muss ich das Paket im Einkaufszentrum Life abholen oder bei einem Nachbarn, der dann natürlich nie zu Hause sein wird.

Doch ich habe Glück. Der Bote ist gerade vor dem Hauseingang. Ich frage ihn, ob er was für mich habe. Er ist etwas sauer. Er habe bereits mehrfach bei mir geläutet, sagt er, warum ich ihm nicht öffne. Ich sagte ihm, da sei ich wohl schon unterwegs gewesen. Nein, er habe schon vor Minuten mehrfach geläutet, da sei ich sicherlich noch in der Wohnung gewesen. Gut, mein Paket bekomme ich, auch noch die Post zweier Nachbarn zum Aufbewahren.

Abwurf Blumentopf

Eingangsbereich mit Klingelanlage. Es ist nur ein Gerücht, dass frustrierte Bewohner bei Klingelstreichen mit Blumentöpfen werfen (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Ich läute bei dem Endlosschleifen-Nachbarn. Ich sage ihm, dass vermutlich meine Klingel defekt sei. Er erwidert, er habe das Lautsprecherkabel inzwischen schon längst wieder draufgesteckt. Ich gebe ihm recht, da könne ja kaum das Kabel auch für meine Glocke durchlaufen, also sei dies keine Erklärung, zumal ja der Urzustand längst wiederhergestellt worden sei. Ich biete ihm an, unten zu läuten, um das mal zu testen. Ich würde sowohl bei ihm als auch bei mir läuten. Gesagt, getan. Es fällt mir auf, dass sich Nachbars Klingelknopf im gedrückten Zustand befindet, der Knopf wirkt, als hätte er keine Feder. Hatte der Nachbar nicht behauptet, der Knopf sei draußen? Vielleicht hat ja inzwischen wieder jemand gedrückt. Ich klopfe ein paar Mal drauf, dann springt der Knopf wieder raus. Nun läute ich dreimal bei ihm und dreimal bei mir.

Der Nachbar ist zufrieden, zumindest mit seiner Glocke. Es habe bei ihm dreimal geläutet. Bei mir allerdings kein einziges Mal. Na toll! Erst vor einigen Monaten hatte der Hausmeister mein Modul unten ausgetauscht, nachdem die Glocke wacklig in der Funktion war und es bei Tests keine eindeutigen Ergebnisse gab – die Glocke funktionierte damals manchmal und manchmal eben nicht.

Solche Klingelanlagen sind offenbar sehr störanfällig. Oder die Hersteller setzen auf schnellen Verschleiß, was ja nichts Neues ist. In den nächsten Tagen erwarte ich ein weiteres Paket. Gestern übrigens ging die Glocke noch…