Neuperlach Linienplan

Neuperlach Linienplan

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LAO: Das ist der Gipfel!

Das LAO (Leben am Ostpark) macht große Fortschritt und hat nun an einer Stelle bis auf wenige Zentimeter die endgültige Höhe erreicht. Eben wurde Opas Schlafzimmerwand errichtet (siehe Fotos). Jetzt kommt noch der Deckel drauf. Dachaufbauten soll es keine geben. Mehr zum LAO: Auf Los geht‘s LAO

LAO

Bild 1 Das LAO mit dem Einkaufszentrum Life im Vordergrund (20.08.2014) © Thomas Irlbeck

LAO

Bild 2 (20.08.2014) © Thomas Irlbeck

LAO

Bild 3 (20.08.2014) © Thomas Irlbeck

LAO

Bild 4 (20.08.2014) © Thomas Irlbeck

LAO

Bild 5 (20.08.2014) © Thomas Irlbeck

LAO Modell

Bild 6: So soll es einmal aussehen (Archivbild) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima

Alt, aber erhAltEnswert

Wir sind hier nur einen Steinwurf von  Neuperlach entfernt. Die Michaelikapelle ist gleich nebenan. Schön, dass es noch ein paar besondere Gebäude gibt wie dieses Doppelhaus mit einem Spitzdach-Türmchen in der einen Haushälfte und einem Staffelgiebel (auch Treppengiebel, Stufengiebel oder Katzentreppe genannt) in der anderen Haushälfte. Auch die Michaeliburg, die dem Stadtteil ihren Namen gab, läge hier fast unmittelbar daneben, wäre sie nicht der Abrissbirne zum Opfer gefallen.

Man mag sich gar nicht vorstellen, dass jeder der verbliebenen Altbauten eines Tages durch gesichtslose Einheitsarchitektur ersetzt werden könnte.

Haus in Zehntfeldstraße

Besondere Architektur. Sie …  (16.08.2014) © Thomas Irlbeck

Haus in Zehntfeldstraße

… gibt es noch (16.08.2014) © Thomas Irlbeck

Weitere interessante Altbauten:

Spitzhelm-Türmchen (Trudering)

Das alte Haus an der Peralohstraße (Perlach)

Time to Say Goodbye! (Update 20.08.2014)

Bürohaus Peschelanger

Bild 1 (14.08.2014) © Thomas Irlbeck

Das Bürohaus am Peschelanger 3 wird abgerissen und durch ein achtgeschossiges Studentenwohnheim ersetzt, das „Home Base“ (Neuperlach.org berichtete). Die Münchner Bank (Bild 2, 3 und 4) kommt in in das neue Gebäude zurück, die inzwischen bereits  geschlossene Zugspitz-Apotheke (Bild 1) gibt auf.

Zum Abschied darf eine Bilderserie nicht fehlen. Diese ist größtenteils in Schwarz-Weiß gehalten. Ein Bild mit dem für Neuperlach so typischen Grün darf aber dann doch vollfarbig sein.

Bürohaus Peschelanger

Bild 2 (14.08.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger

Bild 3 (14.08.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger

Bild 4 (14.08.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger

Bild 5 (14.08.2014) © Thomas Irlbeck

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(Link: YouTube)

Update (20.08.2014)

Inzwischen weist eine großflächige Werbung auf den geplanten Neubau hin.

Bürohaus Peschelanger 3

Bild 6 (20.08.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Bild 7 (20.08.2014) © Thomas Irlbeck

Der letzte Brannt – die Brennerei in Putzbrunn ist nicht mehr (Update 13.08.2014)

Brennerei Putzbrunn

Bild 1: Brañtwein Breñerei (Februar 2010). Foto: Roman Ludwig

Wer öfter durch die Nachbargemeinde Putzbrunn fährt, der kennt das Gebäude: die Brañtwein Breñerei Putzbrunn e.G., die sehr prominent an der Hauptstraße des Orts liegt (genauer Münchner Straße/Übergang Glonner Straße) – übrigens gegenüber dem Haus, das ich wegen der Ähnlichkeit mit dem Extraterrestischen gerne E.T.-Hochhaus nenne. Die Bushaltestelle, die sich dort befindet, heißt bezeichnenderweise Brennerei. Oft geben so markante Gebäude ganzen Ortsteilen ihren Namen (wie die Michaeliburg etwa).

Brennerei Putzbrunn

Bild 2: Brañtwein Breñerei (Februar 2010). Foto: Roman Ludwig

Nun aber wurde die Brañtwein Breñerei abgerissen (Bild 3), nur der Schornstein steht noch. Das Gebäude hatte nach meinem Empfinden durchaus Charme, war nicht unästhetisch. Das Problem ist, es stand nicht unter Denkmalschutz. Laut Wikipedia sind in Putzbrunn nur die Kirche St. Stephan und das Kleinbauernhaus denkmalgeschützt.

Brennerei Putzbrunn

Bild 3: Nur der Schornstein steht noch (02.08.2014) © Thomas Irlbeck

Da ich das Gebäude der Brañtwein Breñerei nicht näher kenne, möchte ich mir kein Urteil anmaßen, ob der Abriss sinnvoll oder notwendig war, ob man nicht aus dem Gebäude durch einen Umbau noch etwas hätte machen können. Aber es ist dennoch schade, da eine Identifikationsmerkmal verlorengegangen ist. Gebäude geben Orten ein Gesicht, sie liefern Halt und Orientierung. Zu viel Veränderung lässt Orte fremd werden, zumal oft Einheitsarchitektur nachkommt, die überall in Deutschland und darüber hinaus stehen könnte.

Brañtwein Breñerei – Schreibfehler?

Brennerei Putzbrunn

Detailansicht von Bild 1: Keine Rechtschreibfehler!

Auf dem Firmenschild fällt auf, dass Branntwein und Brennerei mit nur einem „n“ geschrieben sind, was man als klaren Rechtschreibfehler deuten könnte. Wenn man aber genauer hinsieht, ist ein Strich auf dem „n“ (ñ). Diese heute nicht mehr sonderlich verbreitete Kennzeichnungsform (in Gestalt eines Beizeichens in Form eines Überstrichs) bedeutet schlicht eine Verdopplung des Buchstabens. Man nennt diese Linien auch Nasal- oder Reduplikationsstriche. Verdoppelt werden können mit dem Nasal-/Reduplikationsstrich (Nasal bedeutet schlicht Nasenlaut) entsprechend nur die Buchstaben „m“ und „n“, da diese – etwas vereinfacht ausgedrückt – die einzigen Nasenlaute sind.

Hinweis: Tilde (~) oder waagrechte Linie (-)?

Korrekt ist als Nasal-/Reduplikationsstrich im Deutschen eigentlich nur eine waagrechte gerade Linie über dem „n“ oder „m“. Der Webbrowser ist dazu in der Lage, dies darzustellen, aber es kann Probleme geben. Daher wird hier eine Tilde verwendet (ñ), das ist die spanische Variante. Aber ein Test. Sehen Sie jetzt die korrekte Form: n̄?

Update (13.08.2014)

Jetzt wurde auch noch der Schornstein abgerissen. Ein Video zeigt den Moment. Auch ein Bild vom eigentlichen Gebäudeabriss liegt vor. Vielen Dank an die Leserin für die Einsendung des Videos und des Fotos!

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(Link: YouTube)
Abriss Brennerei Putzbrunn

Abrissarbeiten (30.07.2014)

Das Grüne Klassenzimmer …

Grünes Klassenzimmer

Das Grüne Klassenzimmer. Bild: Festring Perlach

… ist eine Station bei der Führung am Perlacher Naturlehrpfad. Wilfried Ebser, Naturlehrpfad-Beauftragter des Festring Perlach, wird am Samstag, 23. August 2014, dieses Kleinod vor unserer Haustür erklären.
Treff ist um 15 Uhr am Krehlebogen/Ecke Holzwiesenstraße. Die Teilnahme ist kostenlos, die Führung endet an der Gaststätte Am Hachinger Bach.

Geschützt: Kapelle mit Heilquelle: Das Marienheiligtum Frauenbründl – Extended Holy Healing Remix

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Kapelle mit Heilquelle: Das Marienheiligtum Frauenbründl – Mystische Orte (Teil 15)

Frauenbründl

Das Frauenbründl. Die Landschaft ist herrlich (08.08.2014) © Thomas Irlbeck

Es wäre so schön, wenn es das gäbe, eine Quelle, deren Wasser heilende Kräfte besäße, welche die eine oder andere Krankheit verschwinden ließe. Einfach ein Gläschen Quellwasser statt dem geliebten Bierchen oder der geliebten Limo reinkippen, und gut is! Doch genau an solch eine arztkostensenkende Errungenschaft glauben die Anhänger des Frauenbründl.

In der Nähe von Glonn steht am Rande eines mächtigen Buchenwaldes eine herrliche Wallfahrtskapelle, das Marienheiligtum Frauenbründl (frühere Schreibweise: Frauenbrünndl). Ein Kreuzweg mit den üblichen 14 Stationen des Leidensweges Jesu führt von der Hauptstraße zur Kapelle. Traumhaft ist die Kapelle fast in den bewaldeten Hang hineingebaut.

Das Besondere ist aber die Quelle, die unter der Kapelle entspringt. Daher kommt auch der Name Frauenbründl, das Bründl bedeutet schlicht Brunnen.

Frauenbründl

Die Heilquelle (08.08.2014) © Thomas Irlbeck

Direkt vor der Kapelle wurde ein Becken errichtet, in welches das heilige, rechtsdrehende Quellwasser über eine Öffnung austritt. Als besonderer Service hängen Schöpflöffel an der Wand, damit der nach Heilung Strebende oder auch nur der durstige Wanderer seine Fläschlein abfüllen kann.

Per Schild wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich nicht um Trinkwasser handele. Heiliges Wasser, das nicht einmal als Trinkwasser zugelassen ist? Die ebenso angebrachte amtliche Erklärung wirkt aber eher beruhigend. Wie die anderen 1.000 Quellen der Region würde das Gesundheitsamt das Wasser nicht auf schädliche Stoffe untersuchen, daher gelte es nicht als „Trinkwasser im rechtlichen Sinn“.

Frauenbründl

Hier strömt das heilige Wasser (08.08.2014) © Thomas Irlbeck

Der eine oder andere von schweren Leiden Geplagte dürfte sich für diesen rechtlichen Sinn kaum interessieren. Dennoch muss darauf hingewiesen werden, dass der Konsum des Wassers auf eigenes Risiko erfolgt. Ob es also eine so gute Idee ist, der Heilkraft des Wassers zu vertrauen, muss jeder selbst wissen.

Es gibt Menschen, die das Frauenbründl-Wasser schon seit vielen Jahren trinken und noch leben. Manche behaupten, sie wären seitdem nie mehr krank gewesen. Man kann es glauben oder nicht.

Den Überlieferungen nach soll das Wasser speziell bei Augenleiden helfen, die Lebenskraft und das Immunsystem stärken und das dritte Auge öffnen, also das Stirnchakra. Menschen mit geöffnetem dritten Auge sollen eine gesteigerter Intuition und Erkenntnisfähigkeit haben und anstelle des profanen Alltagsbewusstseins quasi über ein Gadget mit transzendierender Bewusstseinserweiterung verfügen.

Geschichte der Kapelle

Frauenbründel

Chronologie

Die Kapelle steht schon seit dem 17. Jahrhundert, den Überlieferungen zufolge bereits seit dem Pestjahr 1635, und wurde einst direkt auf der Quelle von den Bewohnern der nahe gelegenen Ortschaft Berganger gebaut. Damit wollten die Bergangerer ihren Dank dafür ausdrücken, dass sie von der Pest und dem Dreißigjährigen Krieg verschont worden waren.

Die historische Tafel vor Ort bietet eine umfassende Chronologie. Hier ist Folgendes zu lesen:

Das Frauenbrünndl – Nach einer alten Geschichtsquelle was das wundertätige Bild Unserer Frau über dem Brunnen schon im 17. Jahrhundert sehr besucht. Seit der Pestzeit 1635 hatten sich die Bergangerer verlobt, alle Jahre an Peter und Paul einen Bittgang hierher zu halten. Sie erhofften sich Trost und Beistand. 1712 scheint das Kirchlein erweitert worden zu sein. Damals gehörte das seeligerseits zum Kloster Beyharting. Es regierte um diese Zeit der eifrige Marienverehrer Probst Ignatius am Schliersee. 1712 übernahm Pater Feller die Seelsorge in Schönau. Das Kirchlein war öfter dem Verfall nahe, da es ganz auf Wasser steht. Immer wieder fanden sich fromme Hände, das traute Heiligtum zu erhalten. 1857 wurde das Kirchlein innen und außen renoviert. 1861 das Deckenbild gemalt. 1862 wurde das Pflaster gelegt. 1866 der Brunnen gefasst. Als Räuber den Gnadenort geplündert, 7 Kreuzwegbilder gestohlen hatten, war der Schaden durch Wohltäter bald wieder behoben. 1912 und 1922 wurde wieder renoviert. Das Frauenbrünndlfest am 1. Sonntag im Jahr ist seit Expositus Epimach Riester um 1926 eingeführt. Im Marianischen Jubeljahr 1954 wurde die Quelle mit großer Mühe erneuert, gefasst und sichtbar gemacht von Expositus Pater Theodor Gramlich.

 

Die Kapelle

Die Kapelle wird in der Liste der Baudenkmäler (Wikipedia) als „kleiner Putzbau mit stark eingezogenem geradem Chor und massivem Fassadenreiter“ geführt.

Im Inneren der liebevoll eingerichteten Kapelle finden sich an den Wänden unzählige Votivgaben als Danksagung für erfolgte und erhoffte Heilungen. Direkt oberhalb der Quelle soll ein mächtiger Kraftpunkt sein. Diesen erreicht man, wenn man in die Kapelle tritt und ein paar Schritte geradeaus geht, bis man auf der Höhe des Opferstockes ist. Aufnahmen aus dem Inneren der Kapelle dürfen hier leider nicht gezeigt werden.

Der Ort „Baiern“ – ein Ort, zwei Besonderheiten

Die Kapelle liegt in der Nähe der gleichnamigen Ortschaft Frauenbründl, die nur aus einem einzigen Hof besteht und zur Gemeinde Baiern gehört. Dabei gibt es zwei Besonderheiten. Erstens gibt es eigentlich keine Ortschaft, die Baiern heißt. Es gibt vielmehr eine ganze Reihe an Einzelortschaften, zu der auch das erwähnte Berganger zählt. All diese Ortschaften heißen als Gesamtheit Baiern. Gleichzeitig ist Baiern Teil der Verwaltungsgemeinschaft Glonn, zu der auch z.B. die Gemeinden Moosach und Oberpframmern gehören. Zweitens könnte man bei Baiern an die traditionelle Schreibweise von Bayern denken. Das „y“ kam erst später in den Namen und geht auf die Liebe des bayerischen Königs Ludwig I. zu Griechenland zurück. Denn „y“ ist ja ein griechischer Buchstabe. Er ordnete 1825 an, dass die bisherige Schreibweise Baiern durch Bayern abgelöst wird. Es gab aber auch zuvor zeitweise schon die Schreibweise mit „y“, aber ohne „e“, also Bayrn. Doch wie gesagt, ist das hier nicht die Auflösung. Vielmehr geht der Ortsname auf das althochdeutsche Wort Bur in der Bedeutung Haus zurück. Der Gemeindename Baiern wurde schließlich von dem nahe gelegenen Weiler Jakobsbaiern abgeleitet, der heute ebenso zum Gesamtort Baiern gehört. Jakobsbaiern wiederum trägt den Namen des Kirchenpatrons des Ortes, um ihn von den vielen anderen Orten mit dem Namen Baiern oder Beuern zu unterscheiden.

Bilderstrecke

Frauenbründl

Das Frauenbründl … (08.08.2014) © Thomas Irlbeck

Frauenbründl

… aus verschiedenen … (08.08.2014) © Thomas Irlbeck

Frauenbründl

… Perspektiven. Jede … (08.08.2014) © Thomas Irlbeck

Frauenbründl

… ist es wert, gezeigt zu werden (08.08.2014) © Thomas Irlbeck

Frauenbründl

Das Quellbecken aus der Nähe (08.08.2014) © Thomas Irlbeck

Frauenbründl

Das Wasser, so nahe gezeigt, wie es die Kamera erlaubt. Macht dieses Wasser gesund? (08.08.2014) © Thomas Irlbeck

Weitere Folgen „Mystische Orte“

Handgemacht: Eine ganz besondere Einsendung zum Neuperlacher ÖPNV (Update)

Die Trambahn nach Neuperlach wurde erst am 12.09.1970 eröffnet. Von diesem Tag stammt auch die Aufnahme. Vorher musste man auf Gummi nach Neuperlach reisen. Fotograf: Peter Wagner. Mit freundlicher Genehmigung der Freunde des Münchner Trambahnmuseums e.V.

In den Anfangsjahren war Neuperlach noch überschaubar und es gab auch keine unzähligen Buslinien. Aus dieser Zeit (1968 bis 1973) stammen spezielle handgezeichnete Pläne mit der ÖPNV-Netz- und Angebotsentwicklung, die mir Matthias Hintzen einsandte. Ganz herzlichen Dank dafür!

Aus den Plänen ist auch der Takt ersichtlich: Jeder Strich steht für eine Fahrt pro Stunde und Richtung zur Hauptverkehrszeit.

Neuperlach nur mit Buserschließung – ohne Trambahn, aber auch ohne U-Bahn und S-Bahn, ja was heute unvorstellbar ist, war für die ersten Bewohner Realität. Dafür waren aber auch die Einkaufsmöglichkeiten bescheiden. Immerhin gab es ab Ende der 1960er-Jahre in der Baracke des heutigen FestSpielHaus (Plettstraße) den ersten Supermarkt in Neuperlach.

Es sei hier auch auf den älteren Artikel Die unbekannte Buslinie nach Neuperlach hingewiesen, der die anfängliche ÖPNV-Anbindung durchleuchtet.

Jetzt aber zu den Plänen. Wie immer: Ein Klick macht groß!

München-Neuperlach_1969

Netzplan 1968. Urheber: Matthias Hintzen

München-Neuperlach_1969

Netzplan 1969. Urheber: Matthias Hintzen

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Netzplan 1970. Urheber: Matthias Hintzen

München-Neuperlach_1971

Netzplan 1971. Urheber: Matthias Hintzen

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Netzplan 1972: Urheber: Matthias Hintzen

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Netzplan 1973. Urheber: Matthias Hintzen

Update

Mit weiteren Plänen wird das Netz nun bis in die Gegenwart abgedeckt.

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Netzplan 1975. Urheber: Matthias Hintzen

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Netzplan 1977. Urheber: Matthias Hintzen

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Netzplan 1980 (Juni). Urheber: Matthias Hintzen

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Netzplan 1980 (Okt). Urheber: Matthias Hintzen

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Netzplan 1982. Urheber: Matthias Hintzen

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Netzplan 1985. Urheber: Matthias Hintzen

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Netzplan 1989. Urheber: Matthias Hintzen

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Netzplan 2002. Urheber: Matthias Hintzen

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Netzplan 2003. Urheber: Matthias Hintzen

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Netzplan 2012. Urheber: Matthias Hintzen

Regenbogen über Neuperlach Nordost

Wer genau hinsieht, erkennt neben dem Hauptregenbogen auch einen Nebenregenbogen. Vielen Dank für die äußerst gelungene Einsendung! Bild von heute. Ein Klick auf das Bild macht dieses noch größer.

Regenbogen

Die Farben des Lichts (02.08.2014)

Festring Perlach und Ludwig der Bayer

Festring Perlach – Ludwig der Bayer

Foto: Festring Perlach

Festring Perlach – Ludwig der Bayer

Foto: Festring Perlach

Nach Regensburg zur Bayerischen Landesausstellung „Ludwig der Bayer – Wir sind Kaiser!“ führte die „Klassenfahrt“ des Perlacher Festring in diesem Jahr. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Bischofshof erwartete die Münchner eine unterhaltsame und informative Geschichtsstunde, endend mit der Erkenntnis, dass man immer wieder etwas Neues erfährt.

Die nächste Festring-Veranstaltung: Führung Naturlehrpfad, Samstag, 23. August 2014, Treff 15:00 Uhr, Krehlebogen/Ecke Holzwiesenstraße, Teilnahme kostenlos

Finsterworld – ein bitterböser Film voller Lichtblicke

Finsterworld - Drehort

Hier an dieser Stelle wurde 2012 gedreht. Das Klettergerüst und die Wohnanlage im Hintergrund sind im Film zu sehen (23.07.2014) © Thomas Irlbeck

Eine unschöne Vorgeschichte

Vor zwei Jahren fanden in meiner Wohnanlage Dreharbeiten zu dem Kinofilm Finsterworld statt. Während der Arbeiten kam es zu Einschränkungen, die einige Bewohner als Belästigung empfanden. Der Durchgang über den Nordweg wurde immer wieder unterbrochen. Zeitweise durften die Bewohner nicht am eigenen Fenster stehen, verständlich, weil es im späteren Film ja reichlich seltsam aussehen würde, wenn eine Menge Leute aus dem Fenster schauen.

Einige Bewohner wollten so etwas kein weiteres Mal erleben. Als dann noch bekannt wurde, dass man von der Produktionsgesellschaft laut Aussage der Hausverwalterin kein Honorar als Entschädigung für die Unannehmlichkeiten bekommen habe, kochte bei einigen die Wut hoch. Schlimmer: Einige glaubten der Verwalterin nicht und vermuteten, sie habe das Geld in die eigene Tasche gesteckt. Beweise dafür gibt es keine.

„Ich schwöre …“ – Eid beim Amtsgericht und das ist kein Film …

Mit einem Antrag auf der Eigentümerversammlung sollte zweierlei erreicht werden: Erstens: Es soll nie wieder Dreharbeiten in der Wohnanlage geben – unabhängig davon, ob mit oder ohne Honorar. Zweitens: Die Verwalterin legt auf eigene Kosten einen Eid beim Amtsgericht München ab, dass sie kein Honorar erhalten habe.

Zu meinem Erstaunen wurde der Antrag in allen Bestandteilen zugelassen, also auch der Eid beim Amtsgericht. Die Verwalterin wagte die Flucht nach vorne. Sie habe sich nichts vorzuwerfen, also könne sie das auch unter Eid aussagen. Bei der Abstimmung erhielt der Antrag dann eine große Mehrheit. Das ewige Drehverbot und auch der abzuleistende Eid wurden als Gesamtpaket durchgewunken.

Ich finde so etwas spießig. Natürlich gibt es bei Dreharbeiten immer Einschränkungen und es entstehen auch Schäden, für deren Beseitigung das Honorar kaum ausreicht. Aber ich habe dennoch als einer der wenigen gegen den Antrag gestimmt. Wenn in Zukunft Honorare gezahlt würden, hätte ich mir durchaus erneute Dreharbeiten vorstellen können. Schon einmal, weil es mir Freude macht, meine Wohnanlage später in einem Spielfilm zu sehen.

Der Film

Finsterworld, eine deutsche Produktion, kommt zunächst als typischer Episodenfilm daher. Man sieht in wechselnden Szenen Menschen, die an verschiedenen Plätzen leben und arbeiten. Ein Fußpfleger, ein Polizist, Schüler einer Privatschule, eine Regisseurin, eine alte Dame im Altenheim, ein Einsiedler, um nur einige zu nennen. Erst nach und nach kristallisiert sich heraus, dass die Leute miteinander verbunden sind – weil sie eng verwandt sind oder anderweitig zusammengehören.

Das Faszinierende aber ist, dass hinter der spießigen Fassade gewaltige menschliche Abgründe und Perversionen stecken, die dem Zuschauer in einem dramaturgischen Spannungsablauf mit bitterbösen Szenen präsentiert werden. Manchmal ist der Film absolut und fast enttäuschend vorhersehbar, oft wird der Zuschauer aber mit höchst überraschenden Wendungen konfrontiert. Die meisten Gags sind so gelungen, dass es unangemessen wäre, sie hier zu verraten. Nur eines soll gesagt werden: Die unrühmliche deutsche Geschichte unter Adolf Nazi und typische deutsche Klischees spielen eine zentrale Rolle. Einige der vorgetragenen Thesen sind geradezu köstlich und wie immer steckt in jeder Satire auch eine dynamisch große Portion Wahrheit.

Negativ ist mir aufgefallen, dass im Film laufend geraucht wird. Rauchen wird als Normalität dargestellt, auch die Schüler qualmen wie Schlöte und erhalten sogar von Erwachsenen Zigaretten angeboten. In einer Szene in einer Tankstelle gibt es ein riesiges überbreites Regal, in dem klar erkennbar Zigaretten fast nur einer Marke zu sehen sind. Offenbar wurde hier massives Product Placement betrieben.

Finsterworld ist inzwischen als DVD erhältlich.

Infos kompakt

Produktionsjahr: 2013

Regie: Frauke Finsterwalder

Drehbuch: Christian Krach

Darsteller: Ronald Zehrfeld, Sandra Hüller, Michael Maertens, Margit Carstensen, Corinna Harfouch

Spieldauer: 91 Minuten

FSK 12

Mehr Infos/bestellen: hier klicken

Studentenwohnheim „Home Base“ ersetzt Bürohaus am Peschelanger

Home Base

Bild 1: Geplantes Studentenwohnheim Home Base. Vom Karl-Marx-Ring aus gesehen. Zur Orientierung: Rechts ist der Peschelanger, hinter dem Haus die Jet-Tankstelle © wob Immobilien, http://www.homebase-muenchen.de

Wie bereits kurz berichtet, wird das Bürohaus am Peschelanger 3, in dem sich derzeit noch die Münchner Bank befindet, abgerissen und durch ein Studentenwohnheim mit 141 Appartements ersetzt, das die wob Immobilien errichtet. Einen Namen hat das Haus auch schon: Home Base – Dein Zuhause in München und auch eine eigene Website: http://www.homebase-muenchen.de. Home Base wird über acht Geschosse verfügen und aus zwei Flügeln bestehen, von denen der größere terrassenförmig angelegt ist. Eine Besonderheit sind die beiden großen Dachterrassen, die über die gesamte Dachfläche reichen und begrünte Aufenthaltsflächen bieten.

Bürohaus Peschelanger 3

Bild 2: Wird abgerissen: Bürohaus Peschelanger 3 (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Fast schon spektakulär ist ein auf der Dachterrasse integrierter Multifunktions-Sportplatz (Bild 3) auf dem zweiten, niedrigeren Flügel. Ein hoher Zaun verhindert, dass allzu viele Bälle verlorengehen. Die Dachterrassen und der Sportplatz werden allen Home Base-Bewohnern zugänglich sein. Der Innenhof von Home Base wird als Gartenanlage ausgeführt, im Erdgeschoss ist zusätzlich eine Kita vorgesehen. Auch die Münchner Bank kehrt ins neue Gebäude zurück.

Home Base

Bild 3: Home Base, so wie es die Spatzen sehen werden: Links der Peschelanger, rechts der Karl-Marx-Ring. Im Erdgeschoss soll eine Kita entstehen, die an den begrünten Innenhof anschließt. Die Kreuzung oben ist eine Ungenauigkeit, hier sollte nur eine Einmündung zu sehen sein. Zur Orientierung. Die Jet-Tankstelle wäre rechts unten zu sehen, wenn der Ausschnitt größer wäre © wob Immobilien, http://www.homebase-muenchen.de

Home Base

Bild 4: Home Base mit dem Innenhof. Der Peschelanger verläuft hier links hinter dem Haus, der Karl-Marx-Ring rechts. Erneut wäre die Jet-Tankstelle ganz rechts zu finden © wob Immobilien, http://www.homebase-muenchen.de

Der Abriss des Bürohauses soll bereits Anfang bis Mitte September 2014 beginnen. Home Base könnte dann schätzungsweise 2016 bezugsfertig sein.

Knapper Wohnraum in München – gerade für Studierende

In München fehlt Wohnraum wie in keiner anderen Stadt. Daher ist der Gedanke, ganz oder weitgehend leer stehende Bürogebäude durch Wohngebäude zu ersetzen, naheliegend. Speziell für Studierende ist es sehr schwer, eine bezahlbare Unterkunft zu finden.

Die Appartements werden zwischen 21 m² und 27 m² groß sein. Dass in München die Immobilienblase platzt, gilt in den nächsten 20 Jahren fast ausgeschlossen, zumal die Einwohnerzahlen Münchens weiter beständig nach oben gehen werden. Investoren müssen also nicht fürchten, dass sie keine Mieter finden.

Lage

Ich wurde bereits mehrfach darauf angesprochen, ein Studentenwohnheim wäre in Neuperlach doch wenig sinnvoll, da die Universitäten und Hochschulen ja in der Stadtmitte oder noch weiter entfernt seien. Letzteres ist zwar richtig, aber die U-Bahnstation Quiddestraße ist nur rund zehn Gehminuten entfernt. In knapp 15 Minuten ist man mit der Unterirdischen in der Stadtmitte. Damit lässt sich etwa die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in rund einer halben Stunde erreichen, von Haustür zu Haustür versteht sich. Bei einer Vielzahl alternativer Unterkünfte dürfte das nicht so schnell gehen, selbst wenn sie zentraler liegen.

Jeder Neuperlacher weiß, dass sein Stadtteil besser als sein Ruf ist, und so lebt es sich hier sehr gut. Zum Fahrradfahren ist sehr viel Platz, es gibt sehr viele Grünflächen, der Truderinger Wald ist gleich um die Ecke, das beliebte Einkaufszentrum pep ist in ca. 15 Gehminuten zu erreichen (mit dem Rad oder der Ringbuslinie 197 geht es noch schneller), ebenso der Ostpark. Waren für den täglichen Gebrauch finden sich im Marx-Zentrum, einem Ladenzentrum, das direkt angrenzt. Zwei Supermärkte (Rewe und Penny), das Minikaufhaus Woolworth, ein Bäcker und weitere Läden machen so manchen Weg zum pep überflüssig.

Architektur und Ausstattung

Das Haus ist einem mediterranen Terrassenhang nachempfunden und schließt damit vom Stil her an die progressiveren Bauten an, die sich in Neuperlach Ost befinden. Die stufenförmige Anordnung und weitere Abstufungen, die mit der strengen Quaderform des ursprünglichen Neuperlach Nord brechen, lassen den Bau nicht so hoch und mächtig erscheinen, obwohl er ja auch auf immerhin acht Geschosse (also sieben Stockwerke) kommt.

Alle Fenster sind dreifachverglast und verfügen über Rollläden. Es wird eine sehr gute Energieeffizienz erreicht (KfW-Effizienzhaus 70 nach EnEV 2014).

Neben den erwähnten beiden Gemeinschaftsdachterrassen sind noch weitere Terrassen vorgesehen. Ein Highlight: In jedem Apartment ist eine eigene Loggia integriert.

Die Küchen sind standardmäßig bereits mit Elektrogeräten und Granitarbeitsplatten ausgestattet.

Die Bäder verfügen über bodengleiche Duschen oder niedrige Duschtassen und Handtuchheizkörper. Die Böden des Wohnbereichs sind in Holzoptik ausgeführt.

Ein absperrbarer Spind und ein Radstellplatz (jeweils im Keller) sind auch inklusive.

Home Base Typ A

Appartement Typ A (23,27 m² bis 26,63 m²)

Home Base Typ B

Appartement Typ B (barrierefrei; 21,66 m² bis 21,76 m²)

Home Base Typ C

Appartement Typ C (21,18 m² bis 21,96 m²)

Es gibt drei Appartement-Typen: A, B und C (siehe Abbildungen), wobei Typ B barrierefrei ist.

Noch ein Hinweis: Alle Angaben zum Bau sind unter Vorbehalt, es kann – wie üblich – noch Änderungen geben.

Ansonsten kann es heißen: Ich freue mich auf die Studierenden, die hoffentlich auch den Stadtteil Neuperlach zu schätzen lernen werden!

Abschied vom alten Bürohaus am Peschelanger 3

Es ist ein Novum, denn noch die wurde in Neuperlach Nordost ein Gebäude abgerissen, sieht man einmal von dem Fertighaus-Flachbau Sechseck am Friedrich-Engels-Bogen ab, das bis 2009 durch ein Pflegeheim ersetzt wurde. Es ist schade um den nicht uneleganten fünfgeschossigen Bau, der mit seiner einheitlichen braunen Fassade und den umlaufenden Balkonen durchaus ein Blickfang war.

Früher waren hier einmal ein Rechenzentrum untergebracht, lange Zeit auch die Deutschland-Zentrale von Burger King. Die Zugspitz-Apotheke war von Beginn an eine feste Einrichtung in dem Haus. Sie schloss bereits zum 1. Januar 2014 ihre Pforten. Ebenso gehörte zum Haus immer ein Geldinstitut. Erst war es die Raiffeisenbank, später die Münchner Bank, die aktuell noch geöffnet hat.

2008 gab es noch einen Wiederbelebungsversuch des Gebäudes, bei dem eine Innenraumsanierung durchgeführt wurde. Der Erfolg blieb aus. Inzwischen sind die Außenbereiche total heruntergekommen (siehe Bilder).

Die Münchner Bank zieht während der Bauzeit in die Mittelinsel des Marx-Zentrum – in die ehemaligen Räume der Bubbletea-Bar Chibabu, die im Oktober 2012 schloss.

Bürohaus Peschelanger 3

Tiefgaragenrampe (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Die Zugspitz-Apotheke ist bereits seit einem halben Jahr geschlossen (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Eingangsbereich (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Briefkastenanlage (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Andeutungen an vergangene Zeiten (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Abstufen muss man wohl hier sagen (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Das sieht nicht gut aus (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Das auch nicht (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

So eine Art neuer Blumenkasten (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Bürohaus Peschelanger 3

Abwärts (19.07.2014) © Thomas Irlbeck

Die Königseiche bei Moosach (Grafing) – Mystische Orte (Teil 14)

Königseiche

2013 stellte ich mir noch die Frage: Was soll dieses Objekt darstellen? (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Bereits letztes Jahr kam ich bei einer Radtour an diesem seltsam erscheinenden Objekt vorbei, das sich unweit von Moosach bei Grafing befindet. Es sind aufrechte Holzpfähle und Holzstücke, teilweise mit länglichen Metallplatten verbunden, die in einem riesigen Kreis angeordnet sind. Was soll dies darstellen? Eine Kultstätte? Ein Kunstwerk? Ich kam nicht darauf, aber schoss ein Foto.

Vermutlich lässt sich das Rätsel durch Kombinieren und Überlegen alleine nicht lösen. Erfreulicherweise hat man nun zwei Infotafeln aufgestellt, welche die Fragen beantworten.

Königseiche

Königseiche 1909 (von der Infotafel abfotografiert)

Es handelt sich bei diesem Objekt um ein Naturdenkmal auf der Flur Breitwiese. Es entstand 2012 und erinnert an die mächtige Maximilians- oder Königseiche, einer Stieleiche, die rund 1.000 Jahre alt gewesen ist und am 7. April 1988 exakt an dieser Stelle Opfer der Osterstürme wurde. Der Kreis des Naturdenkmals bildet den enormen Stammumfang ab, der stolze 13 Meter betrug. Mit integriert wurden die letzten noch enthaltenen Stammreste der Königseiche sowie fünf Sitzsteinblöcke aus heimischem Nagelfluh. Wenige Meter entfernt (im ersten Bild ganz rechts) wurde – ebenso 2012 – eine neue Stieleiche gepflanzt.

Frühe urkundliche Erwähnung

Bereits in einer Urkunde aus dem 13. Jahrhundert wurde die Königseiche als „alter und großer Baum“ erwähnt.

Namensherkunft Königs-/Maximilianseiche

König Ludwig I. kaufte die Eiche 1846 von Kaspar Maier ab, dem Bauern am nahe gelegenen Schartlhof, und zahlte ihm 70 Gulden, um den Baum vor Abholzung zu schützen und der Nachwelt zu erhalten. Dennoch wurde die Eiche Maximilianseiche und nicht etwa Ludwigseiche genannt. Eine Erklärung könnte eine Namensverwechslung sein. Auf dem an der Eiche angebrachten Schild stand fälschlicherweise „Diese mehr als tausendjährige Eiche wurde von weiland Maximilian II. König von Bayern, dem Unvergeßlichen, gekauft, um sie vor Vernichtung durch die Axt zu bewahren (gestiftet von Bürgern Haidhausens 1882, renov. 1892 und 1898)“. Erst 1952 wurde der Fehler in einem neuen Schild korrigiert.

Die 1.000-jährige Königseiche – Ausflugsziel und Kraftplatz

Eine historische Aufnahme von 1909 lässt erahnen, wie mächtig der Baum war. Schon damals war die Eiche längst zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Die Besucher schätzten den Ort als Kraftzentrum.

Rettungsversuche

Die Eiche wurde keinesfalls ihrem Schicksal überlassen. Bereits 1949 wurden Sanierungen an dem altersschwachen Baum durchgeführt. Dabei wurde im Inneren des Baumes ein Gerüst aus Eichenpfählen installiert und mit 12 Kubikmetern Beton aufgefüllt. Herausbrechende Teile des Baumes konnten auf diese Weise durch starke Verschraubungen an dem Gerüst wieder fixiert werden. Mit einer 25 Meter langen Eisenkette, mehrere Zentner schwer, wurde der Baum zusammengeschnürt. Derartige Reparaturen unter Einsatz von Beton werden heute nicht mehr durchgeführt, da sie dem Baum mehr schaden als nützen. Denn die sich dort festsetzende Feuchtigkeit führt zu Pilzbefall. Auch geht die Sicherheit vor, gerade wenn Bäume nahe an Straßen stehen. Bäume, die ein Risiko darstellen, werden gefällt. Alleebäume werden heutzutage kaum mehr als 80 bis 100 Jahre alt.

Bei der Sanierung von 1949 wurden auch drei Ruhebänke aufgestellt und eine Treppe errichtet, um den Zugang von der Straße zu erleichtern. Ebenso wurde das Alter der Eiche näher bestimmt. Bei eine Zählung der Jahresringe an einem herausgebrochenen Stammstück kommt der Heimatkundler Ludwig Aicher zu dem Ergebnis, dass der Baum mehr als 1.000 Jahre alt ist.

Reste Königseiche

Reste Königseiche (von der Infotafel abfotografiert)

Das Ende – und ein Weiterleben als Denkmal und Madonnenskulptur

Ab 1960 verfällt der Baum zusehends. Schuld an dem Niedergang soll auch der Fichtenaufwuchs gehabt haben, der dem Baum Licht entzog. Denn Eichen brauchen viel Licht. Pläne, die Fichten zu entfernen, konnten nicht umgesetzt werden, da Verhandlungen der Behörden scheiterten.

1988 kam dann, wie schon erwähnt, das Ende. Der Baum konnte den Osterstürmen nichts mehr entgegensetzen und stürzte um. Der Platz mit den Resten der Königseiche (Foto) wurde abgesichert. Aus den vermodernden Resten des Baumes wird 2000 ein großer Ast geborgen, aus dem der Ebersberger Bildhauer German Larasser eine lebensgroße Madonnenskulptur mit Christuskind schnitzte, die in de Kapelle des Schartlhofes angebracht wurde. Der Baum ist damit nicht nur durch sein Naturdenkmal unsterblich geworden, sondern lebt auch in dieser Madonnenskulptur weiter.

Das Naturdenkmal

Die aktuellen Fotos vom 18. Juli 2014 zeigen das Naturdenkmal. Deutlich sind die alten Stammreste zu erkennen. Eine der beiden Infotafeln wurde in die Mitte des eigentlichen Denkmals gesetzt und die andere neben der Neupflanzung platziert (letztes Foto). Die neu geschaffene Lichtung soll dauerhaft freigehalten, also Wildwuchs regelmäßig entfernt werden, damit die neue Eiche genug Licht erhält. Dazu hat der Landkreis Ebersberg eigens einen 903 Quadratmeter großen Bereich um das Naturdenkmal herum erworben. Dennoch erscheint es eher unwahrscheinlich, dass die Nachfolger-Eiche auch eines Tages 1.000-Jähriges feiern darf.

Königseiche

Naturdenkmal Königseiche. Deutlich … (18.07.2014) © Thomas Irlbeck

Königseiche

… lassen sich die Originalstücke … (18.07.2014) © Thomas Irlbeck

Königseiche

… der Königseiche erkennen (18.07.2014) © Thomas Irlbeck

Königseiche Neupflanzung

Königseiche Neupflanzung (18.07.2014) © Thomas Irlbeck

Umgebungskarte Königseiche

Umgebungskarte Naturdenkmal Königseiche. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Trivia

Blitzableiter

Der Baum verfügte über einen Blitzableiter. Auch wenn das jetzt kurios erscheinen mag, bei Mammutbäumen ist eine solche Einrichtung nicht unüblich.

Verschwundene Neupflanzung

Laut einem Bericht des Münchner Merkur wurde bereits 1990 eine neue Eiche gepflanzt und eine Gedenktafel angebracht. Im Frühjahr 2011 stellte man dann fest, dass der Baum verschwunden ist. Es wird vermutet, dass ein Arbeitstrupp den Baum versehentlich beseitigt hat.

Optische Täuschung am LAO

Das LAO (Leben am Ostpark) wird bekanntlich durchgehend sehr hohe, schmale Fenster erhalten, gewissermaßen Schießscharten erhalten (in Bild 2 und 3 durch den gepunkteten Rahmen hervorgehoben). Inzwischen wurde an der Eingangsseite mit dem zweiten Stockwerk von insgesamt sieben Stockwerken begonnen. In diesem derzeit obersten Stockwerk sieht es aber so aus, als gäbe es extrem niedrige Schlitzfenster (siehe Pfeil in Bild 2 und 3). Alle Bilder können per Klick vergrößert werden.

LAO

LAO (13.07.2014) © Thomas Irlbeck

LAO

LAO (13.07.2014) © Thomas Irlbeck

LAO

Näher dran (13.07.2014) © Thomas Irlbeck

Die Erklärung ist nicht allzu schwer. Wer nicht daraufkommt, klickt auf „… weiterlesen“.

… → Optische Täuschung am LAO weiterlesen

Veranstaltungen des Festring Perlach e.V.

Hier kann die Veranstaltungsvorschau für das 2. Halbjahr 2014 heruntergeladen werden:

Festring Logo

Hier klicken: Festring Perlach e.V. – Veranstaltungen 2. Halbjahr 2014

Voll, der Mond!

Geisterstunde, Vollmond! Ein Schnappschuss von meiner Neuperlacher Loggia.

Voll, der Mond!

Voll, der Mond! (12.07.2014) © Thomas Irlbeck

Spielfarben

Zu dem grünen Neuperlach, das auch hier gut erkennbar ist, kommen in spielreichen Zeiten noch weitere Farben hinzu. Vielen Dank für das herrliche Foto!

Farbspiele

Blick von da oben auf Neuperlach Ost und Süd (Lesereinsendung)

Der Mond über Neuperlach

Freihändig, ohne Stativ.

Mond

Der Mond über Neuperlach (06.07.2014) © Thomas Irlbeck

Festring Perlach: Wir sind Kaiser

Ludwig der Bayer

Zur Bayerischen Landesausstellung „Ludwig der Bayer“ fährt der Festring Perlach am Freitag, den 25. Juli 2014.

Treff: 8:55 Uhr am Perlacher Bahnhof (Bayern-Ticket 5 Personen = 38,– Euro)

Info/Anmeldung unter Tel. 089/637 33 11

„Pane Bavaria“ kommt im Rewe/Marx-Zentrum

Am 21. Juni war Ende, Bäcker Bachmeier im Rewe (Marx-Zentrum) öffnete das letzte Mal. Für Brezen- und Brotfreunde im Marx-Zentrum gibt es derzeit nur noch den Traublinger, da die türkische Bäckerei durch ein Wettbüro ersetzt wurde und auch im Penny schon seit Urzeiten kein Bäcker mehr integriert ist.

Das Bachmeier-Inventar wurde schnell aus dem Rewe rausgerissen. Jetzt kommt eine SB-Bäckerei (Selbstbedienung) unter dem Namen „Pane Bavaria“.

Laut Eigenangabe wird es ein breites Sortiment vor allem von regionalen Bäckern geben. Ein „Mix aus bayrischer Rustikalität und italienischem Lebensgefühl“ soll es werden. pane ist ja schließlich italienisch und heißt Brot.

Noch ist nicht eröffnet, aber die Außenreklame ist schon dran. Innen wird noch fleißig gewerkelt.

Pane Bavaria

Pane Bavaria (03.07.2014) © Thomas Irlbeck